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  • Vor 2 Tagen hab ich meine Bienen gepudert und keine Varroa gefunden.
    Das verwirrt mich ein wenig. Die Bienen waren ein großer Nachschwarm und sind vor etwa 5 oder 6 Wochen eingezogen.
    Ich habe entschlossen jetzt erstmal nicht zu behandeln. Nächste Woche fahre ich in den Urlaub, vom 5. 8. bis 13.8. bin ich dann wieder da und wollte in diesem Zeitraum behandeln. Irgendwie hab ich Zweifel an der Zuverlässigkeit des Tests, da ja doch die Brut sehr unbehelligt bleibt.

    Wie sind eure Erfahrungen damit?
    Was bedeutet eigentlich "in nächster Zeit keine Behandlung erforderlich"?
    In welchen zeitlichen Abständen soll getestet werden?

    PS: hätte dieser Beitrag vllt. auch zum Varroa-Unterforum gehört?!?! - dann bitte verschieben ;-)
    • Jede Form der Varroadiagnose ist fehlerbehaftet. Ganz sicher sein kann man sich nie. Daher würde ich nach Deinem Urlaub auf jeden Fall noch mal kontrollieren. Außerdem rate ich generell dazu, einmal mit AS im August zu behandeln - egal was die Varroadiagnose sagt. Der Hauptnutzen der Puderzuckermethode liegt nach der ersten Behandlung darin, Reinvasion bzw. einen schlechten Wirkungsgrad der ersten Behandlung zu erkennen und beurteilen zu können, ob man ein zweites Mal behandeln muss.

      Theoretisch kann man zwar auf die Behandlung verzichten, wenn tatsächlich wenig Milben im Volk sind. Ich würde das aber nur machen, wenn ich schon ein paar Jahre Erfahrung habe. Ich kenne keinen einzigen Anfänger, der sein Volk wegen einer (überflüssigen) Varroabehandlung verloren hat, aber einige, die ihr Volk verloren haben, weil sie das Varroa-Thema etwas auf die leichte Schulter genommen haben.
        Erhard Maria Klein - Hamburg
      • Ich hatte auch eine erste PZ-Diagnose im 17.07. bei beiden Kisten gemacht und bei beiden keine einzige Milbe gefunden. Dennoch prophylaktisch bei der vollen Kiste (beide waren neue Völker, aber eines erst spät und noch eher schwach) AS-Behandlung durchgeführt. Die Idee war, dass ich bei dem anderen ggf. ja immer noch behandeln kann. Die erneute Diagnose am Sonntag (04.08.) ergab wieder bei beiden keine einzige Milbe. Darüber freue ich mich natürlich eigentlich, andererseits kann ich es nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre kaum glauben.
        Wie oft sollte ich die Messung denn noch wiederholen bzw. bis wann?
        • Wenn nicht viele andere Bienenvölker von anderen Imkern in der Nähe sind, könntest Du auf weitere Diagnosen verzichten. Wenn Du ganz ganz sicher sein willst, würde ich Ende August/Anfang September es noch einmal machen, um Reinvasion auszuschließen.
            Erhard Maria Klein - Hamburg
          • Außerdem rate ich generell dazu, einmal mit AS im August zu behandeln - egal was die Varroadiagnose sagt. Der Hauptnutzen der Puderzuckermethode liegt nach der ersten Behandlung darin, Reinvasion bzw. einen schlechten Wirkungsgrad der ersten Behandlung zu erkennen und beurteilen zu können, ob man ein zweites Mal behandeln muss.

            Theoretisch kann man zwar auf die Behandlung verzichten, wenn tatsächlich wenig Milben im Volk sind. Ich würde das aber nur machen, wenn ich schon ein paar Jahre Erfahrung habe. Ich kenne keinen einzigen Anfänger, der sein Volk wegen einer (überflüssigen) Varroabehandlung verloren hat, aber einige, die ihr Volk verloren haben, weil sie das Varroa-Thema etwas auf die leichte Schulter genommen haben.


            Hallo emk,

            kann ich auch jetzt noch (anfang September) eine erste Ameisensäue Behandlung durchführen? Ich dachte ich muss nur behandeln, wenn ich zu viele Milben habe. Jetzt lese ich deine Antwort und bekomme Panik.

            Ich bin Neuling, meinen Naturschwarm habe ich erst seit diesem Jahr und er wurde ende Juni, also relativ spät, einlogiert. Den Puderzuckertest habe ich jetzt insgesamt drei Mal durchgeführt und die Milbenbelastung war immer unbedenklich. Heute hatte ich eine Milbe auf 49 g Bienen.

            Dummerweise muss ich auch noch auffüttern. Momentan füttere ich nur 1-2 Kilo pro Woche, den Rest wollte ich in einer großrn Menge in ca. einer Woche verfüttern. Wenn ich jetzt also noch eine Varroabehandlung machen muss wirds eng.
            • barbara schrieb am 05.09.2013, 22:21
              Den Puderzuckertest habe ich jetzt insgesamt drei Mal durchgeführt und die Milbenbelastung war immer unbedenklich. Heute hatte ich eine Milbe auf 49 g Bienen.

              Moin Barbara,

              emk bin ich nicht, aber an deiner Stelle würde ich auf eine AS-Behandlung in diesem ersten Jahr einfach verzichten. Wenn Du die Kontrolle schon 3-mal gemacht hast, hast Du einige Erfahrungen damit. Letztes Jahr als ich angefangen habe, habe ich auch wegen unbedenklichen Zahlen darauf verzichtet. (Aber die Oxalsäurebehandlung Ende Dez. selbstverständlich auf jeden Fall gemacht.)

              Schöne Grüße

              -Kevin [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 10 Monaten geändert.]
                Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
              • Hallo Kevin,
                vielen Dank!
                B
                • emk schrieb am 27.07.2013, 15:27
                  Ich kenne keinen einzigen Anfänger, der sein Volk wegen einer (überflüssigen) Varroabehandlung verloren hat, aber einige, die ihr Volk verloren haben, weil sie das Varroa-Thema etwas auf die leichte Schulter genommen haben.

                  Dann kennst du jetzt wohl jemanden der sein Volk durch eine Varroabehandlung (nicht überflüssig jedoch überdosiert) verloren hat.
                  Ich wollte das Thema auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber war dann wohl zu hart dran.
                  Ein anderer Imker sagte mir eine Behandlung mit 85% würde den Bienen nichts ausmachen. Der macht das immer so. Zwar andere Methode, aber trotzdem.
                  Ist in Österreich die 85%ige eigentlich zugelassen?
                  • Anfangs bei der Einführung der AS-Methode war sie sehr unbeliebt und verrufen, weil den Imkern das öfter passiert ist. Grund war die Applikation mittels Schwammtuch, bei der es viel leichter zu einer Überdosierung kommen kann. Erst durch die Langzeitverdunster und bessere Erfahrungen über korrekte Dosierungen und die richtige Handhabung hat sich die AS-Methode durchgesetzt.

                    Über die Zulassung in Österreich weiß ich nichts. Wird sich aber bestimmt im Internet recherchieren lassen.
                      Erhard Maria Klein - Hamburg