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  • Moin,

    Ich bin schon einige Zeit am lesen im www und ich bin mir immer noch nicht sicher welche Formulare bzw. Meldungen ich machen muss, Welche Bedingungen ich erfüllen muss.

    Was ich herausgefunden Habe ist das ich eine Meldung machen muss das ich Bienen halte, Anzahl der Völker und wo die stehen.
    Für Göttingen:
    Kreisverwaltung und Stadt Göttingen
    Verbraucher- und Veterinärschutz
    Walkenmühlenweg 8
    37083 Göttingen

    Versicherung ist wohl freiwillig. Währe dumm wen man keine hat smiley

    Was ist wenn ich Honig im Umlauf bringe ?
    Fürs Etikett gibt es Vorschriften hab ich gelesen.


    Was noch ?

    flotte Grüße Dirk


    • Hallo Dirk

      ich habe meine Bienen nur dem Verterinäramt gemeldet.

      Wenn Du in einem Verein bist, so kenne ich es, sind die Bienen Versichert - oder frage bei Deiner Versicherung nach.

      Mit der Bienenkiste -auf Wanderschaft- gehst Du bestimmt nicht- bei dem Gewicht....
      und zu unhandlich....
      Bei den Etiketen kann ich leider nichts sagen - ich verkaufe keinen Honig

      Viele Grüße
      Drohn
      • dl8aax schrieb am 16.03.2019, 07:27
        Moin,

        Ich bin schon einige Zeit am lesen im www und ich bin mir immer noch nicht sicher welche Formulare bzw. Meldungen ich machen muss, Welche Bedingungen ich erfüllen muss.

        Was ich herausgefunden Habe ist das ich eine Meldung machen muss das ich Bienen halte, Anzahl der Völker und wo die stehen.
        Für Göttingen:
        Kreisverwaltung und Stadt Göttingen
        Verbraucher- und Veterinärschutz
        Walkenmühlenweg 8
        37083 Göttingen

        Versicherung ist wohl freiwillig. Währe dumm wen man keine hat smiley

        Was ist wenn ich Honig im Umlauf bringe ?
        Fürs Etikett gibt es Vorschriften hab ich gelesen.


        Was noch ?

        flotte Grüße Dirk



        Hallo Dirk,
        eine Haftpflichtversicherung für die Bienenhaltung ist wirklich zu empfehlen. In dem Fall, dass jemand von einer Biene gestochen wird und es zu Folgekosten (z.B. Krankenhausaufenthalt, Arbeitsunfähigkeit wegen allergischer Reaktion) kommt, verurteilen Gerichte m.W. den nächstgelegenen Imker.
        Zu Honig gibt es einige Vorschriften. Zuerst einmal bringst Du ein Lebensmittel in Verkehr. Du musst es hygienisch verarbeiten und richtig beschriften. Mindestanforderung wäre, dass auf dem Glas steht, was es ist (Honig), wie viel (Angabe in Gramm/ Kilogramm), Mindesthaltbarkeitsdatum, Name und Anschrift des Inverkehrbringers. Genau genommen müsstest Du auch noch was zur Verpackung, dem Glas schreiben. Aussagen zu Sorten wie "Kastanien-" oder "Linden-Honig" sollte man nur treffen, wenn man sich sehr sicher ist, dass es auch tatsächlich vorwiegend Honig aus dem Nektar der genannten Blüten ist. "Deutscher Honig" darfst Du nur in Verbindung mit den Gläsern und Etiketten des Deutschen Imkerbundes schreiben, der Honig eine bestimmte Qualität hat, Du einen Honiglehrgang des Deutschen Imkerbundes besucht hast und Mitglied in einem dem Imkerbund angeschlossenen Imkerverein bist. Alles zuvor Geschriebene lernst Du auf so einem Honiglehrgang (Wochenende). Das ist also ein weiterer, guter Grund Mitglied in einem lokalen Imkerverein zu werden.
        In NRW muss man seine Bienen zusätzlich bei der Tierseuchenkasse des Landes anmelden. Das kostet für bis zu 10 Völker im Jahr 10€. Aus der Tierseuchenkasse bekommt man im Fall einer Tierseuche (z.B. Faulbrut) finanzielle Unterstützung und Hilfe bei der Sanierung der Völker oder der Entseuchung der Beuten. Also auch keine schlechte Idee und vermutlich in Niedersachsen genauso Pflicht wie in NRW.
        cookie
        • cookie schrieb am 16.03.2019, 19:43
          dl8aax schrieb am 16.03.2019, 07:27
          Moin,

          eine Haftpflichtversicherung für die Bienenhaltung ist wirklich zu empfehlen. In dem Fall, dass jemand von einer Biene gestochen wird und es zu Folgekosten (z.B. Krankenhausaufenthalt, Arbeitsunfähigkeit wegen allergischer Reaktion) kommt, verurteilen Gerichte m.W. den nächstgelegenen Imker.

          Hallo Cookie,
          bitte entschuldige, aber der Inhalt deines Letzten Satzes ist definitiv falsch und man sollte
          sich hüten, dies zu verbreiten.
          Ein Imker haftet nicht für Stiche von Bienen, auch nicht seiner eigenen Bienen. Und seine
          Imkerhaftpflichtversicherung kommt hierfür auch nicht auf. Gegen einen Imker gerichtete
          Regressansprüche verlaufen ins Leere, was auch richtig ist!

          Warum das so ist - möchte ich empfehlen sich selbst schlau zu machen. Mann benötigt
          dabei etwas Rechtsverständnis fürs BGB und die FAQ`s der Versicherung geben auch Auskünfte.

          Imker sind nicht zum Abschluss einer Haftpfichtversicherung verpflichtet, auch wenn das
          Wörtchen Pflicht darin enthalten ist. Es handelt sich um eine Freiwilligenversicherung.
          Ich bin - da wiederhole ich mich gerne - Mitglied im örtlichen Imkerverein, dort aber nicht
          versichert.
          Meine Versicherung habe ich bei Mellifera e.V. abgeschlossen und, ebenso den
          den Solidarbeitrag, dessen Höhe sich nach der Völkeranzahl richtet. Seit 2016 bietet
          Mellifera diese Versicherung für seine Mitglieder an. Mellifera e.V. hat damals die Wünsche
          seiner Mitglieder aufgenommen und dankenswerterweise den Weg zu dieser Imkerversicherung
          ermöglicht.
          https://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/4092/imkerversicherung-ab-sofort-bei-mellifera-ev-m-glich
          https://www.mellifera.de/mitglied-werden/
          https://www.mellifera.de/imkerversicherung/

          gruß bf

            Abyssus abyssum invocat
          • bienenflug schrieb am 17.03.2019, 15:05
            Hallo Cookie,
            bitte entschuldige, aber der Inhalt deines Letzten Satzes ist definitiv falsch und man sollte
            sich hüten, dies zu verbreiten.
            Ein Imker haftet nicht für Stiche von Bienen, auch nicht seiner eigenen Bienen. Und seine
            Imkerhaftpflichtversicherung kommt hierfür auch nicht auf. Gegen einen Imker gerichtete
            Regressansprüche verlaufen ins Leere, was auch richtig ist!
            Gut, das war mein Kenntnisstand. Eigene Erfahrungen habe ich zum Glück nicht. Zitiert wird gern ein Urteil aus Brandenburg, in dem ein Imker frei gesprochen wurde von der Haftung für einen Stich von vermeintlich seinen Bienen. Ich weiß nicht, ob sich das so verallgemeinern lässt.
            Die verschiedenen Haftpflichtversicherungen lauten allgemein auch nicht auf "Pflicht" weil es eine Pflicht ist, diese abzuschließen (als Ausnahme mag z.B. die Kfz-Haftpflichtversicherung genannt sein, deren Abschluss ist in der Tat eine Pflicht).
            Mitglieder des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.) sind laut Homepage für ihre Bienenhaltung haftpflichtversichert (https://deutscherimkerbund.de/171-Die_Imker_Landesverbaende , Punkt 4). Für Imkervereine, die nicht Mitglied im D.I.B. sind, stimmt das natürlich nicht. Ich nehme aber an, dass das nicht so viele sind. Die Alternative mit der Mitgliedschaft bei Mellifera e.V. hast Du selbst schon aufgezeigt.
            Grüße
            cookie
            • Hallo Cookie,

              Ich bin dir dankbar dafür, dass du dieses Urteil ansprichst. Da hat ein unzufriedener Jogger
              für einen Bienenstich, den er im Vorüberlaufen an einem Bienenstand bekommen hat, mit alen Mitteln versucht, 700,- Euro Schmerzensgeld durchzusetzen. Er und sein Anwalt sind abgeblitzt.
              Aus der Urteilsbegründung geht sehr deutlich und gut nachvollziehbar hervor, warum eim
              Imker für Stiche von Bienen nicht in Haftung genommen werden kann. Hut ab vor dem Richter, der sich bei der Ablehnung der Regressansprüche sehr viel Mühe gegeben hat. Das Urteil ist ja noch
              relativ frisch und offensichtlich wollte da jemand ein Exempel statuieren.

              Eine Imkerhaftpflicht kann bei Unfällen mit Personen oder Sachschäden, die aus der
              imkerlichen Tätigkeit heraus passieren, für den Versicherten in Leistung treten.
              Einzelheiten ergeben sich aus den Vertragsbedingungen.
              Ein Beispiel: Ein Imker steigt auf eine Leiter, um einen Schwarm einzufangen. Beim Abstieg mit dem Schwarm verliert er den Halt und die Kiste mit dem Schwarm fällt aufs Dach eines geparkten
              Fahrzeuges. Für diesen Fremdschaden kann er seine Imkerversicherung in Anspruch nehmen.

              Gruß bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 1 Woche geändert.]
                Abyssus abyssum invocat
              • Moin,
                Danke für eure Antworten. Wie sieht das aus wenn ich Honig oder Wachs in den Umlauf bringe ?

                Was muss ich da beachten ?

                Flotte Grüße

                • Hallo Dirk,

                  ein kleiner Link zum Einlesen.

                  https://www.lwg.bayern.de/bienen/recht_wirtschaft/097698/index.php

                  oder besser nicht lesen, ist nicht alles lustig.

                  Übrigens ist bei meiner Privathaftpflichtversicherung die Bienenhaltung im Rahmen von einem Hobby mitversichert. Einfach mal bei deiner Versicherung anfragen.

                  Servus
                  Baptist