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  • Hallo Leute,
    ich heiße Günter (Spitzname Fossi) und bin ein Imkerei-Neueinsteiger. Zuerst einmal zu mir und meiner Bienengeschichte: Meine Frau und ich sind Biologen und leben mit unseren beiden Kindern in Südchile (in der Nähe von Puerto Montt). Wir haben seit ein paar Jahren ein eigenes Haus mit großem Grundstück außerhalb der Stadt. Schon bei Baubeginn haben wir Obstbäume gepflanzt, die inzwischen jedes Jahr super blühen, aber praktisch keine Ernte bringen. Da sich kaum eine Biene hierher verirrt habe ich das auf fehlende Bestäubung geschoben und beschlossen dem mit zwei Bienenvölkern in der Bienenkiste Abhilfe zu schaffen. Bienenkiste deshalb, weil sie am wenigsten zeitintensiv ist und ich leider nicht viel Zeit habe und mit allen anderen Verpflichtungen in Haus und Garten schon gut beschäftigt bin und wir oft länger auf Expedition oder sonst wie weg sind.

    Aus marinem Sperrholz habe ich mir zwei Bienenkisten gebaut. Hier im Süden gibt es viele Wanderimker aus Zentralchile, weil die Waldblüte (v.A. Ulmo) hier sehr ertragreich und begehrt ist. Man findet aber fast keine Imker, die einem Völker abtreten würden und wenn dann meist Bienen aus Zentralchile, die genetisch nicht an die nasskalten Winter hier im Süden angepasst sind. Nach langem Suchen hatte ich einen gefunden, aber der verkauft nur "Nuklei". Ich weiß nicht ob es das in Deutschland auch gibt, aber zur Sicherheit: Ein Nukleus ist hier ein Volk mit 4 Langstroth-Rähmchen (3 Brutwaben und eine Honigwabe) und einer neuen Königin. Mein Problem war die Rahmen in die Bienenkiste zu bekommen. Deshalb habe ich die Bienenkisten speziell gebaut zur Aufnahme von 4 Langstroth-Rahmen. Diese Kisten sind höher als in der Anleitung, damit die Rahmen Platz haben. Außerdem habe ich eine weitere kleine Querleiste eingebaut, breit genug, um an einer Seite 4 Rahmen zu halten. Auf der Stirnseite werden die Rahmen mit der Trägerleiste unter die normale Stirnleiste geschoben, bzw. liegen danach auf der Stirnleiste (Fotos in ein paar Tagen wenn ich die Kiste wieder aufmache). Ich habe mir dafür Langstroth-Rahmen besorgt, um Maß zu nehmen.

    Da der Imker 100km Schlagloch-Rüttelpiste entfernt wohnt war der Transport für die Bienen eine Qual. Der Transport erfolgte in zwei Nukleus-Kisten vom Imker, gerade groß genug um 4 Rahmen aufzunehmen. Am nächsten Tag waren die Bienen eifrig dabei die Leichen vom Transport zu entsorgen (das muss übel gerüttelt haben) aber sie sind auch schon ausgeflogen und haben Pollen eingetragen. Der Imker riet mir eine Woche zu warten bis ich sie umsetze. In dieser Woche habe ich bei einem der beiden Völker die "Drohnenschlacht" beobachten können.

    Heute Mittag (Sonntag) war es dann soweit, die Bedingungen ideal (sonnig, kaum Wind). Ich wollte die Rahmen in die Bienenkisten befördern. Das war schon mal gar nicht leicht, weil während dieser Woche die Bienen die Waben miteinander und mit den Seitenwänden verbunden haben. Da musste ich mit dem Messer etwas nachhelfen. Dann musste ich aber feststellen, dass die Trägerleisten der Rahmen deutlich dicker waren als die meiner Vorlage (15mm statt 10mm) und deshalb nicht unter die Querleisten passten. Katastrophe! Mit einem Stemmeisen habe ich dann die Enden der Trägerleisten schmaler gemacht, Rahmen für Rahmen. Das war ein Stress (für mich und die Bienen) und extrem anstrengend. Nach 40 Minuten waren die Rahmen vom ersten Nukleus in der Bienenkiste. Dabei sind leider etliche Bienen zerquetscht worden…Kaum war die Bienenkiste zu sehe ich, dass unter den Bienen, die draußen geblieben sind auch die Königin war. Also Kiste wieder auf, Königin vorsichtig hineingeschoben, Kiste zu. Uff!
    Bei der zweiten Kiste (das Volk mit der Drohnenschlacht) ging es schon schneller, anstrengend war es aber auch und die Bienen des zweiten Kastens waren schon etwas vorgestresst durch die Aktion bei den Nachbarn. Dummerweise war der letzte Rahmen dann auch noch etwas zu lang, so dass ich auch noch in der länge stutzen musste (wegschnitzen…). Nun zu meiner eigentlichen Frage: Beim ersten Rähmchen dieser Kiste hab ich nicht so genau geschaut, aber auf den letzten 3 Rahmen war definitiv keine Königin. Da ich wegen der Rahmenbearbeitung eh schon ziemlich lange gebraucht hatte, habe ich die Wabenuntersuchung vernachlässigt. Deshalb kann ich leider nicht sagen ob frische Eier da sind und auch Weiselzellen sind mir keine aufgefallen, es war aber auch alles voller Bienen.

    Was ratet ihr mir zu tun? Abwarten? Nochmal nachsehen, aber was könnte ich da sehen? Ich will die Rähmchen auch nicht nochmal rauspfriemeln, da zerquetsche ich nur wieder viele Bienen und Stress ist es ja auch für sie. Wie könnte ich erkennen ob da Brutzellen mit frischen Eiern sind? Zwischen den Waben ist es so eng, da sehe ich nicht dazwischen… Und wenn ich keine sehe, was könnte ich tun? Wenn das Volk sich nicht bei Zeiten eine neue Königin macht, gäbe es (bei meinen Rahmenbedingungen) da noch eine Möglichkeit das Volk zu retten?
    Für ein paar Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße aus dem mitsommerlichen Patagonien,
    Fossi
    • Hallo Fossi

      da fange ich mal an...

      ich würde zur Zeit an den Bienen nichts machen( 4 Wochen)....die hatten genug Stress
      - vielleicht ein kleinen Mengen Futter geben- muss jeder selbst entscheiden

      Wenn die Bienen Pollen eintragen, sollte alles in Ordnung sein....



      Am Anfang hätte ich sogar die Beuten der heimischen Imker übernommen - kein Stress für Euch und den Bienen...- was für ein Aufwand mit bestimmt vielen Stichen....

      Wenn ein Schwarm abgeht, ihn einfangen und dann in die Bienenkiste einlaufen - einschlagen - lassen
      fertig

      Viele Grüße
      Drohn
      • Hallo Drohn,
        erst einmal Danke für deine Antwort. Ja, so im Nachhinein wäre eine normale Beute für den Anfang wahrscheinlich erst einmal stressfreier für alle Beteiligten gewesen. Das Problem war, dass ich keine andere Beute hatte und die Bienen aus der Transportkiste raus mussten sonst wäre die übergegangen. Eigentlich dachte ich, die Rahmenmasse sind genug genormt, damit das klappt mit dem Einbau in die Bienenkiste, im Internet waren die Masse in mm angegeben und meine Probenrahmen hatten ja auch super gepasst...
        Ausserdem hatte ich, als ich das Grössenproblem mit den Rahmen bemerkt hatte die Rahmen eh schon aus dem Transportkasten geschnitten und der Stress hatte schon begonnen. Ich hab's halt dann durchgezogen...Ich hoffe 45 Minuten und 40 Minuten Stress pro Volk ist noch vertretbar (von den 2 Stunden Rüttelpiste vor einer Woche mal abgesehen...). Heute sieht es schon wieder nach "business as usual" aus mit reger Flugtätigkeit. Erst mal in Ruhe lassen wäre auch meine Intuition gewesen, ich wüsste eh nicht was ich machen soll wenn was nicht stimmt. Füttern ist glaube ich nicht nötig, die Honigwabe hat sich schwer angefühlt und hier blüht es kräftig (die Kleeblüte, Hornklee und Weissklee, plus ein paar Baumblüten ist in vollem Gange). Der Ulmo wird auch bald blühen. Auch Pollen wird ordentlich eingetragen.
        Zum Glück hatte ich mir vor Jahren schon mal einen Imkeranzug zur Wespenbekämpfung zugelegt (die sind hier eingeführt und ein echtes ökologisches Problem) also bin ich stichlos davon gekommen, mein Hund der mich bei der Aktion besucht hat kam da nicht so gut davon...
        Na dann drücken wir mal die Daumen, dass die Königin doch noch wo war und es ihr gut geht...
        Ob ich es mitbekommen würde wenn ein Schwarm abgeht und ob ich ihn dann finden würde?

        Liebe Grüsse,
        Fossi
        • Hallo Fossi

          wenn die Bienen Pollen eintragen scheint alles ok zu sein!

          jaja so nachhinein ist man immer schlauer...

          Jetzt bauen die Bienen erstmal die Beute aus und sammeln fleißig Pollen usw...
          - wie sieht es mit Wasser für die Bienen aus?
          - ich muss immer Wasser bereitstellen besonders im Frühjahr bis zum Sommer...

          Schwarmabgang: bei mir setzen sich die Bienen immer in der Nähe der Beute ab Obstbaum oder in den Wildhecken
          alle Schwärme habe ich auch nicht mitbekommen!!!

          Gruss
          Drohn
          • Hallo Drohn,
            wir haben einen Gartenteich, der sollte für's Wasser reichen ;-) Wird auch schon eifrig genutzt. 500m weiter fliesst auch ein Bach. Wenn die Bienen ihre Drohnen rausgekickt haben, dann wird dieses Jahr wohl nichts mehr schwärmen. Vor ein paar Jahren kam bei uns die Vorhut eines Schwarms vorbei und wollte sich bei mir in der Werkstatt niederlassen. Ich hab dann alles dicht gemacht um das zu verhindern, da ich damals noch nicht auf Bienenhaltung vorbereitet war. Heute wäre das anders...Das zeigt mir aber, dass die als Schwarm manchmal recht weit fliegen, denn wie gesagt, Honig-Bienen sah ich bisher bei uns im Garten vielleicht so zehn Stück pro Jahr...
            Viele Grüsse,
            Fossi
            • Noch eine Frage:
              der "Wildwuchs" den ich von den Wänden der Transportkiste geschnitten habe, besteht grösstenteils aus unfertigen Waben. Den habe ich spontan mit in die Bienenkiste gelegt, weil ich mir nicht sicher war, ob nicht die ein oder andere Zelle doch mit Eiern ist oder die Bienen das Material evtl. recyclen. Ich kann diese Teile jetzt durch den Einflugschlitz auf dem Boden liegen sehen. Macht es irgendeinen Sinn diese Teile in der Kiste zu lassen, oder sollte ich die bei der nächsten Inspektion entfernen?

              Grüsse,
              Fossi
              • Hallo Fossi

                Erstmal Glückwunsch zur erfolgreichen Besiedelung deiner Bienenkisten. Auch wenn es nicht ganz unkompliziert abgelaufen ist, so hast du dadurch umsomehr Erfahrungen gemacht. Und genau so wird man Imker smiley Erfahrungen sammeln, Beobachten und sich in den Bien einfühlen. Und nicht zuletzt, auf die Bienen vertrauen. Sie haben in Jahrmillionen gelernt, wie sie sich selbst am besten helfen können.
                Zu deinen Bedenken wegen der Königin in Kiste 2, kann ich dich beruhigen. Da du ja die Bienen mitsamt ihren Brutwaben in die Kiste gegeben hast, sind da auf jeden Fall genügend Stifte (Eier oder junge Steckmaden) vorhanden, sodass sich das Volk bei fehlender Königin sofort eine Neue ziehen könnte. Sonst schließe ich mich Drohn völlig an, mit seinem Tip, die Bienen die nächsten Wochen in Ruhe zu lassen. Einfach Beobachten und Genießen dass sie da sind smiley Wegen den Wabenreste: Die Kannst du bei Gelegenheit rausholen. diese brauchen die Bienen nicht mehr und würden sie wohl eher iritieren oder duzu führen, die Waben am Boden festzubauen. Mein Vorschlag: einfach Rückbrett abnehmen, mit einem langen Draht oder Holzstange mit Haken von hinten die Wabenteile vorsichtig unter dem Trennschied nach hinten herausziehen. Dabei solltest du nicht einmal Rauch benötigen.

                Schönen Gruß aus dem Bayerischen Walde

                david

                • Hallo Woidschratzl,
                  danke für den Tip, so werde ich das versuchen mit den Wabenresten zu machen. Was die Königin angeht bin ich doch etwas nervös, ich hab mich jetzt mal eingelesen. Falls die Königin beim Transport zu Schaden kam, hätte das Volk noch 3 Tage Zeit gehabt eine neue Königin zu ziehen, falls unmittelbar vor dem Königinverlust noch befruchtete Eier gelegt wurden. Falls das nicht in diesen 3 Tagen geschehen ist, ist der Zug abgefahren. Da ich 6 Tage nach dem Transport keine Weiselzellen sehen konnte (gut, ich hab auch nicht sooo genau geschaut), ist entweder die Königin noch da, oder ich werde das Volk verlieren. Dafür, dass die Königin noch vorhanden ist spricht, dass die Drohnen rausgeschmissen wurden. Es besteht auch noch die Möglichkeit, dass ich die Königin bei der Umsetzprozedur zerquetscht oder sonst wie verloren habe. Dann ist das Volk hoffentlich gerade dabei diese zu ersetzen. Aber ohne Drohnen wird es mit der Befruchtung schwierig.
                  Naja, machen kann ich eh nichts und wenn 9 Tage nach der Umsetzaktion (Zeit von der Eiablage bis zur Verdeckelung) immer noch Pollen eingetragen wird, bzw. 56 Tage nach der Aktion (21 Tage Entwicklung und 35 Tage Lebenserwartung der adulten Arbeiterin) immer noch Bienen fliegen, kann ich wohl definitiv wieder aufatmen.

                  Grüsse,
                  Fossi
                  • Fossi schrieb am 29.01.2019, 13:05
                    Hallo Woidschratzl,
                    ,ich hab mich jetzt mal eingelesen. Falls die Königin beim Transport zu Schaden kam, hätte das Volk noch 3 Tage Zeit gehabt eine neue Königin zu ziehen, falls unmittelbar vor dem Königinverlust noch befruchtete Eier gelegt wurden. Falls das nicht in diesen 3 Tagen geschehen ist, ist der Zug abgefahren.

                    hallo Fossi

                    Diese Aussage ist falsch! Bitte gib mir mal Titel, Autor und Seite an, wo das in der Form geschrieben steht.

                    gruß bf
                      Abyssus abyssum invocat
                    • Hallo Bienenflug,
                      War mein Fehler, da hab ich schlampig gelesen. Da ich hier in Chile nur eingeschränkt Zugang auf Bücher zum Thema habe hole ich mir meine Info hauptsächlich übers Internet. Ich hab diese Info z.B. von Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiterin_(Bienen) und https://de.wikipedia.org/wiki/Bienenkönigin) und von der Bayer-Seite (ja, die Bienenkiller haben tatsächlich eine extra Webseite "Bienenkunde"...) http://gesundebienen.bayer.de/scripts/pages/de/bienenkunde/entwicklung/index.php. Auf diesen Seiten kann man lesen, dass bei allen drei Bienenwesen die Eiphase 3 Tage beträgt (daher die 3 Tage in meinem vorherigen Post). Danach erhalten zuerst alle Larven Gelee Royale, dann ab dem 7. Tag (also vierter Tag als Larve) erhält die Arbeiterbiene hauptsächlich Pollen und Honig, während die Königin weiterhin nur Gelee Royale erhält. Also waren meine 3 Tage "Galgenfrist" falsch berechnet und müsste heissen, nach 7 (bzw. cool Tagen ohne Weiselzelle wäre der Zug abgefahren. Aber auch diese Frist war bei mir schon fast abgelaufen, da ich die Waben 6 Tage nach dem Transport umgesetzt habe und noch keine Weiselzelle gesehen hatte.
                      Aber wenn ich beim Inspizieren der Waben genau so schlampig war wie beim Lesen...
                      Danke jedenfalls für den Hinweis.

                      Viele Grüsse,
                      Fossi
                      • ...und noch was dazu gelernt: eine 8 mit einer ) dahinter ergibt im Post dieses emoticon cool...
                        • Hallo Fossi,

                          wenn ein Bienenvolk einen Zustand erreicht hat, in welchem es nicht mehr in der Lage ist, sich selbst eine Königin zu ziehen, z. B. bei Königinnen-Verlust, gleich aus welchem Grunde,
                          dann nennen die Imker dies in ihrer Sprahe "hoffnungslos weisellos".

                          Mit diesem Suchbegriff wirst du auch hier im Forum fündig.

                          gruß bf

                            Abyssus abyssum invocat
                          • Hallo Fossi

                            schaue Dir bitte die Seite mal an

                            https://www.die-honigmacher.de/kurs5/index.html

                            Gruss
                            Drohn

                            • Hallo Bienenflug und Drohn,
                              im Forum tauchen tatsächlich viele threads zum Suchbegriff "hoffnungslos weisellos" auf, aber da die meisten threads mit Fragen anfangen und die Problematik und v.A. die Rahmenbedingungen doch oft unterschiedlich sind, fällt es mir etwas schwer Tipps für meine konkrete Situation aus den Antworten zu suchen. Dafür habe ich mit diesem Suchbegriff recht lehrreiche Artikel im Internet gefunden. Da die meisten Massnahmen, die geraten werden für mich kaum anwendbar sind bleibt mir im Moment in erster Linie hoffen. Falls in ein paar Tagen der Polleneintrag aufhören sollte, was ein deutliches Zeichen für Weisellosigkeit wäre bliebe dann noch:
                              "Bis zu drei weitere Wochen lang
                              gibt es jedoch noch einen Ausweg:
                              Man kann eine Wabe mit jüngster
                              Brut aus einem Nachbarvolk da-
                              zugeben. Daraus zieht jedes intak-
                              te Volk sofort neue Königinnen." (aus: http://share.formwillen.de/bienen/Tipps%20Weisellosigkeit.pdf)

                              Ich weiss allerdings nicht ob ich mich das trauen würde, denn das Nachbarvolk ist ja auch noch recht klein und dieser Eingriff wäre dann doch eine massive Störung. Zwei Völker habe ich mir v.A. auch deshalb geholt um ein "backup" zu haben, falls mit einem Volk etwas schief geht. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass dies schon so früh der Fall sein könnte...Wenn Völker hier sterben, dann meist wegen Wespenattacken oder im Winter.
                              Ich hoffe jetzt einfach mal, dass die Königin doch noch da ist und mit jedem Tag den die Bienen noch Pollen eintragen werde ich zuversichtlicher. Und falls tatsächlich was schief gegangen sein sollte und die Bienen nicht in der Lage wären sich eine Königin nachzuschaffen (aber warum sollten sie das nicht...), dann würde ich auf das verbleibende Volk bauen und hoffen mir im nächsten Jahr aus einem Ableger ein neues Volk ziehen zu können.

                              Der Imkerkurs von Honigmacher klingt übrigens sehr interessant. Den werde ich wohl machen...

                              Vielen Dank und Grüsse aus dem sommerlichen Patagonien,
                              Fossi
                              • Hallo Fossi

                                es gibt noch andere kostenlose Imkerkurse....

                                Wenn Dein Volk wirklich weisellos wäre( was ich nicht glaube) kann man beide Völker vereinen, zu einem grossen Volk mit einer Königin...

                                aber zuerst abwarten und nichts machen

                                Gruss
                                Drohn
                                • Hallo Leute,
                                  nur ein Zwischenbericht: Nun sind seit der Umsetzaktion schon 11 Tage vergangen und beide Völker tragen immer noch fleissig Pollen ein. Also vermute ich muss noch offene Brut vorhanden sein, also muss dann eigentlich noch eine eierlegende Königin da sein. Da fällt mir ein Stein vom Herzen.

                                  Bis jetzt habe ich mich beherrschen können um nicht in den Kasten hinein zu schauen, aber so fleissig wie die sind hat sich seither bestimmt schon einiges getan. Die wilden Waben, die ich einfach in den Kasten dazu gelegt hatte habe ich inzwischen durch den Einflugschlitz entfernt. Ging ganz einfach, vorsichtig mit den Fingern und einem Schaschlikspiess und ohne Anzug.
                                  Das Volk bei dem ich die Königin gesehen ist in der Zwischenzeit deutlich weniger gewachsen (weniger Flugbetrieb) als das andere. Ist so was normal? Gibt es fleissigere Völker oder produktivere Königinen? Oder war es einfach Zufall wie weit die Brut war, die mir der Imker mitgegeben hat? Oder haben die einen ein Problem?

                                  Viele Grüsse,
                                  Fossi
                                  • Hallo Fossi

                                    jedes Volk ist anders, aber solange die Bienen fliegen und Pollen eintragen scheint bei Dir alles ok zu sein.

                                    Ich würde die Kisten noch nicht öffnen, die Waben sind noch zu frisch, die könnten abereissen beim Stellen und öffnen der Kiste

                                    Gruss
                                    Drohn
                                    • Hallo Drohn,
                                      öffnen hatte ich auch nicht vor. Es macht Spass sich manchmal vor die Kisten zu legen (ich hab sie etwa 30cm erhöht aufgestellt) und von unten durch das Flugloch hinein zu sehen. Dabei kann man gut erkennen, dass zusätzlich zu den Anfangs-Waben auf den Rahmen mit denen ich die Bienen in die Bienenkiste gebracht habe eine neue (rahmenlose) Wabe schon über die ganze Höhe komplett ist und eine zweite neue schon recht weit fortgeschritten. Man muss auch bedenken, dass meine Kisten etwa 5cm höher sind als die Standardmasse (damit die Rahmen hineinassen). Ausserdem scheinen beide Völker die Waben der Rahmen bis zum Trennschied verlängert zu haben. Mit dieser nicht-invasiven Kontrolle bin ich vorerst zufrieden.

                                      Hier ist es bei den gewissenhafteren Imkern üblich einmal im Monat ein in Oxalsäure getränktes Papiertuch auf die Rahmen der normalen Beuten zu legen. Da ich das mit der Bienenkiste eh nicht so praktizieren kann will ich den in Deutschland üblichen Ameisensäureverdunster ausprobieren (nach Test mit der Puderzuckermethode). Das wird aber wohl noch eine Weile dauern bis der bei mir eintrifft...Glaubt ihr, das ist im ersten Jahr überhaupt nötig? Der Imker hatte gemeint die Völker die er mir gegeben hat seien Varroa-frei...

                                      Übrigens scheinen einige Drohnen die Drohneschlacht überlebt zu haben, hin und wieder sieht man mal eine.

                                      Eine weitere Beobachtung war, dass nacheinander bei beiden Völkern ziemlich plötzlich eine grosse Menge Bienen sich vor dem Flugloch gesammelt haben. Das sah schon fast wie der Versuch einer Schwarmbildung aus. Nach 15-30 Minuten war dann bei der ersten Kiste wieder alles normal und dann fing es bei der zweiten Kiste an um nach 20 Minuten wieder normal zu werden. Die Mittelwánde habe ich auch schon gebaut und lagere die in einer Kiste hängend im Schuppen, etwa 100m Luftlinie von den Bienenkisten. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen waren sehr viele Bienen im Schuppen, und um die Mittelwände. Werden die, durch den honigsüssen Wachsgeruch der Mittelwände angelockt? Wäre es möglich, dass da andere Bienen "zu Besuch" kamen (sowohl an den Mittelwänden als auch an den Kisten)? Denn obwohl ich vorher kaum Bienen hier im Garten gesehen habe kam es mir so vor als sähen die Bienen an den Mittelwänden und die bei der "Demo" vor dem Flugloch etwas anders aus, etwas grösser und einen deutlicheren orangen Streifen am Abdomen, während meine Bienen eher klein und dunkler sind und bei meinen Bienen nur wenige diesen orangen Streifen haben.

                                      Viele Grüsse aus dem sommerlichen Patagonien, wo es endlich mal wieder etwas regnet...

                                      Fossi
                                      • Wenn Bienen gegen Mittag oder früher Nachmittag vermehrt vor dem Flugloch zu sehen sind, sind es Jungbienen die sich einfliegen.
                                        Ein für mich sehr wundervoller Anblick.
                                        • Bombin schrieb am 10.02.2019, 19:39
                                          Wenn Bienen gegen Mittag oder früher Nachmittag vermehrt vor dem Flugloch zu sehen sind, sind es Jungbienen die sich einfliegen.
                                          Ein für mich sehr wundervoller Anblick.

                                          Hallo Bombin,
                                          ja, es war früher Nachmittag. Schön wenn das Jungbienen waren, das wusste ich noch nicht, dass die sich zum Einfliegen versammeln. Dann scheint es ja meinen Völkern gut zu gehen...
                                          Danke für die Info!

                                          Grüsse,
                                          Fossi