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  • Liebe Bienenkistenimker,

    da meine beiden Bienenkisten im letzten Jahr eine sehr geringe Varroabelastung aufwiesen, habe ich bei einer Kiste auf die AS-Behandlung verzichtet. Es erfolgte lediglich eine OS-Behandlung per Träufelmethode im Dezember.
    Die Honigernte Ende Juli war mit ca. 13kg ganz zufriedenstellend, ich musste allerdings im September 5kg auffüttern.
    Es gab im Frühjar keinen Raps in der Nähe und Waldtracht gibt es hier auch nicht.

    Unter diesen Umständen sollte es doch möglich sein, die Honigwaben zur Überwinterung in der Kiste zu belassen und erst im nächsten Frühjahr den wirklichen Überschuss zu entnehmen.

    Die Wintertraube säße bei der Träufelung noch weit vorne, entfernt von den Honigwaben, die also nicht in direkten Kontakt zu der Oxalsäure kämen. Und selbst wenn - machte das den Honig ungenießbar? Dass er nicht zu vermarkten wäre, ist mir klar.

    Ich stelle mir vor, den Honig zu dem Zeitpunkt zu ernten, wenn neue Mittelwände/Anfangsstreifen eingehängt werden.

    Hat das schon mal jemand ausprobiert und kann von seinen Erfahrungen berichten?
    Gibt es weitere Punkte zu bedenken?

    Ein gutes neues Jahr wünscht
    Heiner
    • Hallo Heiner,
      deine Überlegungen kann ich nachvollziehen.
      Lies folgendes und ziehe deine eigenen Schlüsse.
      https://www.mellifera-netzwerk.de/forum/attachment/download?file=6209
      https://www.mellifera-netzwerk.de/forum/attachment/download?file=6210
      gruß bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Wochen, 1 Tag geändert.]
        Abyssus abyssum invocat
      • Vielen Dank, Bienenflug,

        für die Hinweise.
        Ich habe mal so grob überschlagen:

        Wenn ich 50ml OS-Lösung (3,5%) träufele, bringe ich 1,75g OS in das Volk.
        Wenn diese vollständig (was völlig unrealistisch ist) in den Honig im Honigraum (ca. 13kg) gelangen, habe ich eine OS-Konzentration im Honig von ca. 0,01%.
        Kartoffeln enthalten 8 mal soviel, Möhren 50 mal und Spinat 100 mal soviel Oxalsäure.
        Das sollte also kein Problem sein. Und schmecken wird man es nicht, ich habe mal gelesen, dass Honig natürliche OS-Gehalte bis 0,02% aufweist.

        Ich könnte mir jedoch andere Schwierigkeiten vorstellen, z.B.
        - Veränderung des Wassergehalts während des Winters
        - Schimmelbildung (im leeren Honigraum hatte ich bisher nie Schimmel)
        - Kristallisation (ich gewinne Presshonig)

        Vielleicht meldet sich ja noch jemand mit praktischer Erfahrung.

        Gruß
        Heiner
        • Hallo Heiner,
          in früheren Zeiten wurde Honig im Stabilbau nicht im Herbst, sondern im Frühjahr geerntet, und zwar kurz bevor die Frühtracht einsetzte (Mitte/Ende April).
          Das Thema Wassergehalt ist kein Problem. EMK hat dazu angemerkt, dass Honig, der nach dem Winter geerntet
          wird, nicht zu warm stehen soll. So hat man längere Zeit (über Monate) guten Honig.


          gruß bf
            Abyssus abyssum invocat