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  • Hallo.
    Habe diese Woche festgestellt dass vor meiner BK sehr viele tote Bienen liegen!

    Ich habe dieses Jahr KEINE AS-Behandlung durchgeführt, da ich die BK erst Anfang Juni mit einem kleinen Nachschwarm besetzt habe und das Volk nicht unnötig belasten wollte. Das war womöglich der fatale Fehler, da ich vorgestern ca. 20 tote Bienen in eine Schüssel mit Wasser getan habe und erschreckenderweise 3 Varroa-Milben entdeckt habe.

    Komischerweise habe ich am 08.10. noch ein letztes Mal füttern wollen (3:2 Zuckerlösung), jedoch wurde die Schüssel bis heute noch nicht geleert (nur ca ein Drittel aufgenommen). Beim Öffnen der Rückwand kamen auch kaum Bienen auf mich zu, was unüblich ist.

    Heute habe ich zudem auch die Bienenkiste komplett geöffnet und festgestellt, dass in der BK nur noch ca. ein Drittel der Bienen auf den Waben vorhanden sind als Ende August.

    Einige Bienen sind auch verkrüppelt, d.h. haben verkrüppelte Flügel oder es liegen auch teilweise weiße Larven mit bei den Toten sad


    Bei der Puderzuckermethode Anfang Juli und Anfang August habe ich wenige bis keine Milben entdeckt, daher wollte ich das Volk des weiteren nicht behandeln.


    Lohnt es sich, jetzt noch eine AS-Behandlung durchzuführen bzw. in einigen Wochen eine Oxalsäure-Behandlung, oder ist schon alles verloren :´( ?

    Liegt es tatsächlich an den Varroa-Milben oder ist es noch das natürliche Bienensterben der Sommerbienen? [Hinweis: adem38 hat den Beitrag zuletzt am vor 9 Monaten geändert.]
    • hallo Adem

      Aller Anfang ist (manchmal) schwer.
      Es läuft einfach nicht rund:
      bienen fangen hinten am Schied an zu bauen, kleiner später Schwarm, nur mäßig begattete Königin, Fütterungsprobleme, Schimmelbildung, Varroa, Viruserkrankung.
      So wie jetzt bei dir.

      Auch ein sehr erfahrener Imker wird dein Volk nicht retten können. Die Jahreszeit ist zu weit fortgeschritten. Die fehlenden, dringend benötigten gesunden Bienen werden nicht mehr geboren.

      gruß bf
        Abyssus abyssum invocat
      • Hallo Adem,

        auf den Bildern ist ja nur wenig zu erkennen, hast Du vielleicht auch ein Bild vom ganzen Volk mit geöffnetem Boden?
        Deiner Beschreibung nach sieht es aber nicht gut aus und ich denke auch das es jetzt schon zu spät ist etwas zu tun, die Winterbienen, die das Volk eigentlich durch den Winter bringen müssen, werden auch durch eine Behandlung nicht mehr gesund.
        Falls Du aber trotzdem etwas versuchen möchtest, zur Zeit ist es ja tagsüber außergewöhnlich warm, da könnte man versuchen mit 85% Ameisensäure und Schwammtuch eine Varroabehandlung zu machen, aber wenn das Volk schon zu klein ist, wird das auch nicht mehr helfen, wie gesagt ein Bild der geöffneten Kiste wäre von Vorteil um das beurteilen zu können.
        Du solltest auch überlegen, das Volk aufzulösen bzw. abzutöten, damit keine gesunden Völker in Deiner Umgebung angesteckt werden.

        Viele Grüße
        Norbert
        • Hallo Norbert.

          Siehe Anhang für Foto von geöffneter BK.
          • Hallo Adem,

            das Volk ist meiner Meinung nach schon sehr klein, eine Ameisensäurebehandlung würde es nur noch mehr schwächen. Selbst die anstehende Oxalsäurebehandlung (Träufelmethode)würde ich bei einem so kleinen Volk nicht machen, die wäre auch eine zu große Belastung, denke ich.
            Vielleicht kennst Du einen Imker in Deiner Umgebung der einen Oxalsäureverdampfer hat, diese Methode soll ja sehr schonend für die Bienen sein, ich selbst habe damit aber keine Erfahrung.
            Ganz generell würde ich aber eher (leider) sagen, das das Volk bereits zu klein ist für eine Überwinterung.
            Vielleicht kann sich ja noch jemand mit mehr Erfahrung melden und seine Einschätzung geben.

            Viele Grüße
            Norbert
            • https://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread?thread=4557#dis-post-29112

              Oxalsäureverdampfer nachbauen und Versuch starten.
                Abyssus abyssum invocat
              • Danke für eure Hilfe.
                Aber ich denke dass ich selbst mit einem Oxalsäureverdampfer nichts großartiges mehr bewirken kann. Ich lasse der Natur jetzt ihren Lauf.
                Für den Fall dass das restliche "Volk" nun zugrunde geht, könnte ich da zumindest die Waben und somit den Honig der da drinne ist, schleudern?
                Habe mich so sehr über mein erstes Volk gefreut und auf meinen ersten Honig nächstes Jahr.
                Dürfte man da theoretisch dann Honig aus dem Brutraum schleudern anstatt die Waben komplett zu entsorgen?
                • Hallo Adem,

                  essen kann man (fast) alles smiley .

                  Ich würde Deinen Zuckerwasser-Honig aus bebrüteten Waben aber nicht essen wollen.

                  Gruß
                  Andreas
                  • Hallo Adem,

                    schleudern kannst Du die Bienenkistenwaben natürlich nicht, das halten die nicht aus. Du könntest die Waben aber zerstampfen und durch ein Sieb laufen lassen. Allerdings darfst Du den gewonnenen Honig nicht "in Verkehr bringen" also auch nicht verschenken, da der ja auch zumindest zum Teil durch die Zuckerwasserauffütterung und nicht nur durch Blütennektar entstanden ist. Wie Andreas schon schrieb, essen kann man den schon, ob man das allerdings mag ist eine andere Frage.
                    Du solltest den Honig aber in keinem Fall an andere Bienen verfüttern (z.B. im nächsten Jahr), damit könntest Du Bienenkrankheiten weiterverbreiten.
                    Falls es das Volk nicht schafft, dann verschließe bitte auch den Eingang, damit das keine anderen Bienen anlockt und die sich dann anstecken. Eine unbewohnte Beute sollte nie offen stehen bleiben.
                    Für einen Neustart im nächsten Jahr solltest Du alles entfernen, die Kiste innen abflämmen und neue Anfangsstreifen installieren.

                    Viele Grüße
                    Norbert