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  • Mein Volk (Naturschwarm, diesjährig, insgesamt sehr vital) ist mit Varroamilben bislang zum Glück nur schwach belastet. Bei zwei Puderzuckerproben (Mitte Juli, Mitte August) fand ich keine einzige Milbe - und ich denke, ich habe sorgfältig gearbeitet. Ich hielt es deshalb für vertretbar, erst einmal nicht zu behandeln. Eine dritte Probe Mitte September brachte dann immerhin eine einsame Milbe zutage. Aber das ist ja auch noch keine Quote, bei der man normalerweise tätig werden muss.

    Jetzt meine Frage: Eigentlich könnte ich unter diesen Umständen doch auch auf die Restentmilbung mit Oxalsäure im Winter verzichten. Oder würdet ihr dann auf alle Fälle behandeln?

    Dank & Gruß
    --schak
    • Hallo Schak,

      ich würde in jedem Fall mit Oxalsäure behandeln, 3 Wochen nach den ersten Nachtfrösten, so wie es auch in der Anleitung beschrieben ist.
      Ich selbst habe leider sehr schlechte Erfahrungen mit der Puderzuckermethode gemacht und habe zwei Völker verloren obwohl die Puderzuckermessung noch unterhalb der Schadschwelle lag. Ich persönlich habe daher kein Vertrauen mehr in die Methode.
      Ich hoffe natürlich, das Deine Messung in Ordnung war und Deine Bienen nur schwach belastet sind, trotzdem würde ich in jeden Fall mit Oxalsäure behandeln, damit die Bienen einen guten Start für nächstes Jahr haben.

      Viele Grüße
      Norbert
      • Danke, dann werde ich wohl sicherheitshalber behandeln.

        Eine Nachfrage noch zur Puderzuckerdiagnose: Gibt es denn überhaupt jemanden, der die Methode verläßlich findet - und sich dann auch nach den Ergebnissen richtet (also bei geringem Befall nicht behandelt)?

        Ich lese überall nur von Zweifeln an der Aussagekraft.

        --schak
        • Wegen der vielen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Puderzuckermethode und des Aufwands für ihre Praktizierung habe ich mir einen offenen, mit einem Kunststoffnetz abgedeckten Boden für die BK gebaut, welcher mit einer einschiebbaren Windel (aus Sperrholz) verschlossen wird. So kann wenigstens der Milbenfall problemlos öfters kontrolliert werden. Unabhängig davon werde ich, animiert durch Beiträge in diesem Forum, die Varroa-Bekämpfung immer durchführen. Als nächstes steht bei mir die OS-Behandlung an (natürlich noch nicht jetzt). bienenflug hat sich dankenswerterweise viele Gedanken um das Thema gemacht. Ich beabsichtige seine Verdampfer-Methode anzuwenden.

          maksimilian
            1 Bienenkiste seit 23.06.2018
            1 BienenBox seit 13.04.2019
          • maksimilian schrieb am 26.10.2018, 11:38
            Als nächstes steht bei mir die OS-Behandlung an (natürlich noch nicht jetzt). bienenflug hat sich dankenswerterweise viele Gedanken um das Thema gemacht. Ich beabsichtige seine Verdampfer-Methode anzuwenden.

            Hallo maksimilian,
            die OS-Behandlung steht nicht nur bei dir, sondern bei uns allen an.
            Ich habe vergangenen Winter mit meiner Methode erfolgreich verdampft und diesen Sommer die
            Warroabehandlung auch mittels OS-Verdampfung durchgeführt - und bin damit völlig weg von der belastenden Ameisensäure (was mein Ziel war uns ist!).
            Bei einem Volk stellte ich kürzlich Anzeichen von Varroadruck fest und habe es ein zweites Mal (3 x in kurzen Abständen bedampft, immer 1,25 g), zuletzt noch heute Mittag.
            Ein sehr kleines Volk bekam zusätzlich eine Spätherbstbedampfung in Form von 1 x 1,25 g. Mehr nicht.

            Die Methode ist einfach, sehr effektiv- und kostet pro Behandlung fast nichts.

            Ich kann jedem diese Methode guten Gewissens ans Herz legen. Das Schöne daran ist, dass ich sie sehr
            flexibel anwenden kann.

            Gruß bf
              Abyssus abyssum invocat
            • Danke, bienenflug, für Deine Reaktion. Schade, dass ich das Thema OS erst jetzt vertiefe. Dann hätte ich mir die Anschaffung des Nassenheider Verdunsters sparen können. Für den OS Verdunster al bf besorge ich mir gerade die Bestandteile. Klar ist mir noch nicht, wie ich den OS-Behälter realisiere. Kann der Kunststoff-Flaschenverschluss, auch wenn er mit Alu ummantelt wird, nicht schmelzen ? Ein Teelichtbehälter wird wahrscheinlich zu groß sein.

              maksimilian
                1 Bienenkiste seit 23.06.2018
                1 BienenBox seit 13.04.2019
              • Hallo Maximilian,

                Teelichtbehälter: ist zu dick, da kocht die OS, anstatt zu sublimieren
                Alufolietöpfchen: Der Kunststoffverschluss einer Getränkeflasche dient mir lediglich als Form. Mit
                einem Stück Alufolie wird der Verschluss abgeformt, d. h., du legst die Alufolie um den Flaschenverschluß herum, drückst sie rundum richtig fest und nimmst dann das so abgeformte Alutöpfchen vom Verschluss ab. Dann hast du nur das reine Alutöpfchen aus sehr dünnem Material. Und das ist die Voraussetzung für eine gelingende Sublimation.

                Die Form muss nicht zwingend von einem Kunststoffverschluss sein, ein Alu-Flaschenverschluss geht ebenso. Diese Teile haben genau die Richtige Größe, um mittig in die Kuhle der Shisha-Kohle gestellt zu werden. So bekommt das Töpfchen absolut die beste Hitze von unten.

                Ist dies in meiner bisherigen Beschreibung so nicht rüber gekommen?

                gruß bf
                  Abyssus abyssum invocat
                • Hallo,

                  ich verdampfe auch. Allerdings dieses Jahr nur in der ERB, meine Biki steht seit letztem Jahr leer im Haus. Wie verdampfe ich denn in einer Bienenkiste?
                  Ich habe den VARROX Verdampfer.
                  • hallo bombin,
                    mit meiner Methode verdampfst du von hinten, d. h. Trennschied raus, Verdampfer in Honigraum. Die Heckklappe kann man mit Klebeband abdichten und vorne ins
                    Flugloch ein Tuch oder Schaumstoff stopfen oder eine Leiste vorlegen.

                    Mit ein wenig Umständen kann man auch die BK SENKRECHT aufstellen, Trennschied
                    kann raus, muss aber nicht zwingend sein (das Sublimat verteilt sich in der gesamten Kiste), Verdampfer auf Rückklappe stellen und Klappe von unten einsetzen und verschließen. Abdichten ist dem Fall nur das Flugloch.

                    Es sind auch noch andere Varianten denkbar, ich belasse es aber bei diesen beiden.
                    Ein wenig Kreativität ist hilfreich.

                    Wer einen Varrox-Verdampfer sein Eigen nennt, verdampft vorne durchs Flugloch.

                    Gruß bf
                      Abyssus abyssum invocat
                    • Unter dem Pfännchen habe ich immer das Mäusegitter, damit es keine Brandflecken in der Kiste gibt.
                      Ist die BK sehr voll ausgebaut, stösst das Pfännchen schnell an die Waben - sehr blöd. Deswegen ist die Verdampfung von hinten ein guter Weg, trotzdem sich das Sublimat schlechter unter dem Schied hindurch verteilt.
                      • hallo Bienenflug,
                        vielen Dank für deine Antwort.
                        Frage: warum kann ich mit dem VARROX Verdampfer nicht von hinten verdampfen?

                        Damit keine Brandflecken am Boden entstehen, lege ich unter das Pfännchen eine kleine Kupferplatte ( so groß wie das Pfännchen).

                        LG
                        • Hallo Bombin,
                          Von vorne ist es am einfachsten und du störst das Volk am wenigsten. Selbstverständlich kannst du auch von hinten verdampfen, unterm Trennschied durch.
                          dann verschließt du sicherlich zum einen das Flugloch und zum andern den Spalt
                          unterm Trennschied.
                          Wenn du von vorne verdampfst, brauchst du nur das Flugloch rechts und links vom
                          eingeführten Verdampfer zu verschließen (z. b. mit feuchtem Tuch).

                          Derzeit überlege ich noch, wie ich am besten zwei meiner Bienenkisten, wo die Völker am Trennschied angefangen haben mit Bauen, zu bedampfen. Der vordere Brutraum ist dort leer. Auch seitlich ist Platz, um den Verdamfer einzusetzen.
                          Es kann sein, dass ich meinen Verdampfer vorne in den Brutraum stelle.
                          Habe mir gedacht, den Kistenboden zu lösen, die Kiste kurz anzuheben,
                          Verdampfer aufs Bodenbrett stellen und die Kiste wieder absetzen.
                          Anschließend Flugloch verschließen und 10 Minuten abwarten. Danach den Verdampfer
                          raus nehmen, Bodenverschlüsse wieder schließen und das wars.

                          Hierdurch erspare ich mir das Freischneiden und die Entnahme des Trennschieds.

                          Alternativ wäre auch das Einschieben des Verdampfers von hinten ebenfalls durch
                          Anheben der Kiste. Es gibt also auch für problematische Brutnester wie z. B.
                          Wabenbau hinten am Trennschied, Möglichkeiten, den Verdampfer auf einfache Art
                          zu gebrauchen.

                          Über Anmerkungen und Hinweise, Fragen, wäre ich dankbar. Auch für hinweise,
                          ob dies nachvollziehbar ist, was ich hier beschreibe.


                          Gruß bf



                            Abyssus abyssum invocat