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  • Hallo Zusammen,
    wir haben ein dringendes Preblem mit Wabenbruch und benötigen dringend Hilfe beim Umgang damit.

    Die betroffene Bienenkiste wurde Mitte Juni besiedelt und war bisher ca 1/3 ausgebaut.

    Freitag: AS-behandlung Waben soweit ersichtlich intakt
    Samstag: große Wabenteile liegen auf dem Boden, kein Honig läuft aus Kiste.
    Sonntag morgens: ca 10 Tote Bienen auf Flugbrett, noch kein Flugbetrieb

    Weiselrichtigkeit nach Wabenbruch unklar.

    Handlungsalternativen:
    Kiste öffnen und Schaden begutachten
    - Risiko auf noch mehr Schaden durch öffnenn
    - Gefahr der Verunreinigung => Räuberei

    + Reinigung des Bodenbretts
    + Einschätzung der Folgemaßnahmen

    Einhängen von Brutwabenleisten mit Mittelwänden (Austausch nicht bebauter Anfangsleisten)
    + Wiederaufbauhilfe für schnelleren Wiederaufbau
    ? halten vorgeprägte Wachsplatten in den Anfangsleisten das später ausgebaute Gewicht ohne Verdrahtung aus?

    Umziehen in andere Beute
    - Massiver Eingriff vor der Überwinterung
    - Noch mehr Wabenverlust als ohnehin durch Wabenbruch

    + Durch Mittelwände vermutlich kein weiterer Bruch
    + Schneller wiederaufbau des Volkes

    Die Handlungsalternativen sind unsere ersten Gedanken. Für weitere oder Bessere Ideeen, Ergänzungen oder Kritik wären wir super Dankbar.
    • hallo phaezner

      nichts von alledem, was du ansprichst macht Sinn und würde dem Volk helfen.


      Die Bienen haben bereits auf Winterbetrieb umgestellt. Das bedeutet, der Bautrieb lässt nach bzw. ist
      eingestellt, Fugen werden abgedichtet, Honig nahe an den Wintersitz verlagert, Brut geht stark zurück.

      Die Tage und Nächte werden jetzt kühler.

      Da ich nichts über das Volk weiß, muss ich mir an Hand deiner wenigen Angaben ein Bild machen. Offensichtlich ist es ein kleines Volk, dass gerade mal Waben zum Überleben gebaut hat und wahrscheinlich derzeit auch
      nur noch wenig Brut hat. Übers Füttern schreibst du nichts, so dass ich annehme, dass du noch nicht mit der
      Wintereinfütterung begonnen hast.


      Um dem Volk zum Überleben zu helfen, bleibt dir m. E. n. nur folgende Möglichkeit:

      - am Volk selbst überhaupt nichts mehr tun, Kiste auf keinen Fall hochkant stellen oder das Bodenbrett
      abnehmen
      - das Volk täglich mit 200 ml Flüssigfutter 1:1 füttern bis Ende September
      - in einer Schönwetterperiode Anfang Oktober Winterfutter geben 3:2, erst mal 3 kg, dann noch einmal 2
      kg, wenn sie es nehmen) noch mal 1 kg. Wenn sie dieses eine kg über Nacht wegputzen sollten,
      dann gib ihnen noch eine 4. Ration 2 kg, und gut ist.


      Mit viel Glück bauen sie sich auf diese WEise das Nest noch einmal zurecht. Der Wille dazu ist sicherlich da.


      gruß bf



        Abyssus abyssum invocat
      • Guten Abend bf,

        Vielen Dank für deine Einschätzung und deine schnelle Reaktion.

        Bitte entschuldige, dass in so einer Paniksituation der Blickwinkel ziemlich eingeschränkt ist und die Beschreibung des Volkes dann manchmal etwas dürftiger ausgefällt.
        Die von dir aufgezählten Möglichkeiten und gerade auch das portionsweise Auffüttern klingt auf jeden Fall plausibel.

        Mit der Winterauffütterung hatten wir bisher noch nicht begonnen.
        Das angehängte Bild (sollte das Anhängen funktionieren) zeigt das Volk vor ca 2 Wochen

        Über zusätzliche Tipps und Möglichkeiten um beim Wiederaufbau so gut wie möglich zu unterstützen sind wir natürlich weiterhin sehr dankbar.

        Viele Grüße
        Patrick
        • Hallo Patrick,
          schnelle Reaktion - finde ich nicht (tut mir leid, dass ich nicht eher im Forum war)

          Auf dem Foto schön zu sehen, dass der Bautrieb bereits vor 3 Wochen eingestellt war.
          Weiter sind dort 3 Weiselnäpfchen zu sehen. Könnte eine Störung in der Volksentwicklung
          sein, denn auf dem Foto ist nicht eindeutig zu sehen, ob die beiden vorderen Zellen belegt
          sind oder nicht. Soll dich aber nicht weiter stören.

          Wie ich sehe, hast du ein Plexiglasschied in deiner BK. Somit musst du doch genau sagen können,
          welche Waben abgebrochen sind und wie sie liegen oder ggfalls aneinander stehen.

          Mutig auch mit den Holzanfangstreifen als Anfänger. Das könnte der Grund dafür sein, dass die
          Waben abgebrochen sind. Bei der Hitze in den letzten Tagen.....
          Oft werden die Waben bei Holzanfangstreifen nur unten an der Leistenkante angeheftet und
          wesentlich später erst nach oben zu den Trägerleisten hin fest verbaut.

          Meinungen weiterer BK-Freunde würden mich auch interessieren.


          bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Monaten, 2 Wochen geändert.]
            Abyssus abyssum invocat
          • bienenflug schrieb am 26.08.2018, 22:02

            Mutig auch mit den Holzanfangstreifen als Anfänger. Das könnte der Grund dafür sein, dass die
            Waben abgebrochen sind. Bei der Hitze in den letzten Tagen.....
            Oft werden die Waben bei Holzanfangstreifen nur unten an der Leistenkante angeheftet und
            wesentlich später erst nach oben zu den Trägerleisten hin fest.
            Mal blöd gefragt: Was hätten denn die Bienen bei einem Nicht-Anfänger anders gemacht?
            Ich bin auch Anfänger und habe auch nur die Streifen und alles gut – keine Probleme beim Kippen, sieht alles fest aus …
            Wahrscheinlich liegt es daran, dass hier viele Einflüsse zusammenkommen: relativ spät besiedelt, Kunstschwarm (wahrscheinlich auch nicht der größte) und das extreme Wetter.
            Handlungsemfehlungen kann ich mangels Erfahrung nicht geben aber bf’s Tipp scheint mir wie immer schlüssig. Fotos würden mich auch interessieren um die Lage besser einschätzen zu können.
            Insgesamt scheint dein Volk noch kleiner als unseres zu sein – und ich mache mir bei unseren schon Sorgen, ob sie stark genug sind für den Winter …

            Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und Erfolg, dass sie das wieder hinkriegen
              Meine Stockkarte als Blog: http://www.kistenhonig.de
            • author=Schnitzel date=1535351494Mal blöd gefragt: Was hätten denn die Bienen bei einem Nicht-Anfänger anders gemacht?
              Ich bin auch Anfänger und habe auch nur die Streifen und alles gut – keine Probleme beim Kippen, sieht alles fest aus


              Die Bienen machen beim Anfänger nichts anderes als bei einem erfahrenen Imker. Der Unterschied
              liegt im Wissen des Imkers und im Umgang mit Problemsituationen wie z. b. der Fall, über den wir
              gerade bearbeiten

              gruß bf
                Abyssus abyssum invocat
              • Hallo,
                auch bei mir sind Waben abgerissen. Alle. Beim Hochstellen der Kiste morgens. Die Bienen hatten schon ca. 60% ausgebaut und die Waben großenteils mit Honig gefüllt. Besiedelung Ende Juni.
                Meine Tipps von Anfänger zu Anfänger: Füttern ja, aber genau nach Anweisung (z.B. hier im Blog). Angaben für konventionelle Beuten gelten nicht für die Bienenkiste (z.B. alles auf einmal füttern). Vor September nicht hochstellen und nur bei kühlem Wetter (Totalschaden!). Vielleicht gilt das auch nur für diesen extrem heißen Sommer. Weniger an der Kiste herummachen ist mehr.
                Im Notfall Ruhe bewahren und versuchen einen BK-Imker zu erreichen, der einem aus der Patsche hilft. Man kanns alleine nur schlimmer machen.
                Anbei ein paar abschreckende Bilder.
                PS: Ich versuche zusammen mit meinem Imkerpaten und E.M. Klein mein Volk zu retten. Bis jetzt besteht noch Hoffnung.