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  • Man kann auch bei seinen eigenen Völkern unterschiedlichen, geschmacklich auch sehr verschiedenen Honig ernten. Sogar vom Inhalt her sind Qualitätsunterschiede zu erreichen.

    Das nachfolgende Foto zeigt meine unterschiedlichen Honige.


    Dies erreicht man durch
    - unterschiedliche Erntezeitpunkte
    - unterschiedliche Betriebsweisen
    - unterschiedliche Ernteverfahren
    - unterschiedliche Waben

    Beispiele:
    So gibt es fast glasklaren Honig aus Jungfernwaben geschleudert, dunkler Honig vom Spätsommer,
    heller Presshonig aus Jungfernwaben, heller Honig aus bebrüteten Waben mit hohem Pollenanteil,
    pollen- und wachsreicher Honig aus Zweitpressung, unterschiedliche Standorte bringen unterschiedlichen Honig, sowohl farblich, wie geschmacklich.

    Eines haben sie gemeinsam: die Süße, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt.

    grüße bf
      Abyssus abyssum invocat
    • Ein schönes Bild!
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • Tolles Bild, danke für's Zeigen.
        ...Pollen-Analysen wären dazu sicher auch noch interessant.
        Gruß!

        Ulrich
        • Ich bin erneut nachdenklich, warum ich den Ansprüchen von Honiginteressenten oft nicht genügen kann.
          Folgende Erlebnisse aus den vergangenen Wochen:

          - ein Bekannter fragte: Hast du auch Honig, der nicht nach Honig schmeckt, so wie Rapshonig?
          Ich musste passen. Rapshonig habe ich nicht. Der Bekannte hatte daraufhin an meinem Honig kein
          Interesse.

          - ein Kollege sagte, seine Tochter esse wahnsinnig gern Honig. Ich schenkte ihm daraufhin ein
          Pfund meines besten Honigs. 14 Tage später meinte meinte er so nebenbei, seine Frau habe
          meinen Honig zum Weihnachtsplätzchenbacken verbraucht!!! Guten Apetit.

          - wieder ein anderer Bekannter wollte ein Glas Honig haben, aber nur flüssig.
          Ich konnte ihm keinen flüssigen Honig geben. Den bekommt man aber im Geschäft - wo er sich
          seinen Honig besorgen möge (für die Hälfte des Imker-Preises).

          Ich denke, meine Bienen werden künftig immer weniger Honig produzieren - mehr für ihren Eigenverbrauch.

          bf

          PS: Über meine Honigvielfalt freue ich mich dennoch.
            Abyssus abyssum invocat
          • Ich denke, meine Bienen werden künftig immer weniger Honig produzieren - mehr für ihren Eigenverbrauch.

            Hallo Bf,

            meine Bienen sollen in Zukunft auch mehr für sich behalten dürfen. Ich habe einfach keine Lust mehr auf das doofe Auffüttern, dabei habe ich kein gutes Gefühl. Bei den TBH kann man ja auch problemlos in kleinen Mengen entnehmen.

            Viele Grüße und Alles Gute für das Neue Jahr

            Harry
            • Hallo Harry,
              danke für die Grüße. Auch dir ein gesundes neues Jahr.

              An dem, was du sagst, ist was Wahres dran. Ich habe mich dieses Jahr bereits über ein paar Völker gefreut, die ich teils gar nicht und teils nur wenig auffüttern musste.
              Leider ist eines dieser Völker der Varroa zum Opfer gefallen. Es war ein
              fleißiges starkes Volk.

              gruß bf
                Abyssus abyssum invocat
              • Hallo

                wie ich dieses Jahr Honig abgefüllt habe: der ist mir zu dünn...-der schmeckt mir nicht!!!
                2 Monate später habe ich den gleichen Honig weitergegeben - super schön streichzart und der schmeckt lecker


                was soll man dazu sagen...

                Gruss
                Drohn
                • Hallo,

                  tolles Foto von den Honiggläsern. Was für eine Vielfalt.

                  Das verschenkte Honigglas wäre wohl besser bei den Bienen aufgehoben gewesen.
                  Eurer beider Ansicht teile ich und ich werde den Bienen kaum noch Honig entwenden. Ich habe es bereits im letzten Jahr schon gemacht. Ich musste die Honigwaben aus der ERB entnehmen, weil sie so wild verbaut waren. Die Hälfte des geernteten Honigs habe ich wieder den Bienen gegeben. 10 Gläser reichen mir völlig aus, weil ich sowieso sparsam mit meinem Honig umgehe.
                  Dieses Geschenk der Bienen empfinde ich als eine derartige Dankbarkeit, die mich dazu anregt, jeden Löffel Honig mit vollem Bewusstsein zu verspeisen. Ist doch wunderbar zu wissen, die Blüten sind aus der Umgebung, wo du wohnst, oder ?

                  Viel Glück mit euren Bienen.
                  • Erst 1 Volk, dann 2, dann 20, - 50 usw. In dieser Spirale ist so mancher Imker gefangen. Und wenn man ehrlich zu sich ist, geht es einem manchmal genau so, wie dem Fischer in der nachfolgenden
                    Geschichte.

                    „In einer abgeschiedenen ländlichen Gegend Südeuropas sitzt ein Fischer am flachen Meerestrand und angelt mit einer alten, herkömmlichen Angelrute. Ein reicher Unternehmer, der sich einen einsamen Urlaub am Meer gönnt, kommt auf einem Spaziergang vorbei, beobachtet den Fischer eine Weile, schüttelt den Kopf und spricht ihn an. Warum er hier angle, fragt er ihn. Draußen, auf den felsigen Klippen könne er seine Ausbeute doch gewiss verdoppeln. Der Fischer blickt ihn verwundert an. ‚Wozu?‘, fragt er verständnislos. Na, die zusätzlichen Fische könne er doch am Markt in der nächsten Stadt verkaufen und sich von den Einnahmen eine neue Fiberglasangel und den hoch effektiven Spezialköder leisten. Damit ließe sich seine Tagesmenge an gefangenem Fisch mühelos noch einmal verdoppeln. ‚Und dann?‘, fragt der Fischer, weiterhin verständnislos. Dann, entgegnet der ungeduldig werdende Unternehmer, könne er sich bald ein Boot kaufen, hinausfahren ins tiefe Wasser und das Zehnfache an Fischen fangen, sodass er in kurzer Zeit reich genug sein werde, sich einen modernen Hochseetrawler zu leisten! Der Unternehmer strahlt, begeistert von seiner Vision. ‚Ja‘, sagt der Fischer, ‚und was tue ich dann?‘ Dann, schwärmt der Unternehmer, werde er bald den Fischfang an der ganzen Küste beherrschen, dann könne er eine ganze Fischfangflotte für sich arbeiten lassen. ‚Aha‘, entgegnet der Fischer, ‚und was tue ich, wenn sie für mich arbeiten?‘ Na, dann könne er sich den ganzen Tag lang an den flachen Strand setzen, die Sonne genießen und angeln. ‚Ja‘, sagt der Fischer, ‚das tue ich jetzt auch schon.‘

                    Ich kenne einen Imker, der hat die Wände seiner Garage mit vollen Honigeimern tapeziert.
                    Jedes Jahr kommt wieder was dazu. Da lohnt es schon über die Sinnhaftigkeit des Tuns nachzudenken,
                    finde ich.

                    bf
                      Abyssus abyssum invocat