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  • Hallo zusammen,
    wie wohl viele andere auch habe ich in diesem Jahr das Problem, dass einige - eines ganz besonders - meiner Völker durch die milden Temperaturen in diesem Jahr durchgebrütet haben.
    Ein Volk hat sehr stark gebrütet und gestern bei 4°C und Sonnenschein haben sich viele Mädels eingeflogen und/oder die Kotblase entleert.
    Dieses eine Volk macht mir deshalb Sorgen. Nicht nur wegen der Vorräte (das bekomme ich in den Griff), aber mir geht es um den Varroabefall.

    Ich habe im Dezember die Winterbehandlung durchgeführt, bin mir aber sicher, dass die Völker allesamt nicht brutfrei waren.

    Ich lese in solchen Fällen (besonders milde Winter und hohe Bruttätigkeit) immer nur: "den Varroadruck dann später im Frühling beobachten".

    Ok, das mache ich, aber wenn ich im April feststelle, dass die Grenze erreicht ist, welche Behandlung sollte ich am besten durchführen? M.E. kommt die Oxalsäureverdampfung in Frage (ich weiß, nicht zugelassen), zumindest habe ich im Internet nur diese Variante für solche Fälle gefunden.

    Habt Ihr andere Empfehlungen? Ich weiß, ich mache mir da vielleicht zu früh Sorgen, aber ich möchte gerne frühzeitig die Optionen kennen und nicht erst im Ernstfall reagieren müssen.

    Die Möglichkeiten beim Erstellen von Ablegern, Schwärmen usw. kenne ich, mir geht es um die "normalen" Völker. Ich habe im letzten Jahr mit vier Schwärmen begonnen und bisher sind alle vier Völker wohlauf. Aus diesem Grund bin ich für jeden Tipp dieser jetzt "normalen" Völker dankbar.

    Habt schon mal jetzt vielen Dank für Eure Hilfe!
    • Hallo Isabella,

      die Oxalsäureverdampfung wirkt ja nicht in die Brut, und da wird wohl der Großteil der Milben sitzen. Wenn es wirklich dazu kommen sollte, das schon im April oder Mai die Kritische Varroa Grenze überschritten wird (mehrmaliges Messen), dann würde meiner Meinung nach, quasi als Notfallmaßnahme nur eine Ameisensäurebehandlung mit dem Nassenheider helfen. Je nach Temperaturen (es sollten schon über 15°C sein) dann evtl. mit 85% Säure.
      Allerdings können dann Rückstände davon im Honig landen und Du solltest den dann in diesem Jahr nicht mehr verzehren.

      Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht ein Trommelschwarm. Damit könntest Du für eine Brutunterbrechung sorgen und dann, wenn die Brut ausgelaufen ist mit Oxalsäure behandeln.

      Vielleicht haben die Bienenkistenimker mit mehr Erfahrung andere Tipps?

      Viele Grüße
      Norbert