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    • Hallo Markus,

      nur nicht euphorisch werden.

      Eine fast innhaltsgleiche vielversprechende Pressemeldung gab es schon im Jahre 2015.
      Und was wurde daraus - bis heute nichts!
      http://www.tlb.de/uploads/media/Druckversion_Neues-Mittel-gegen-Bienensterben.pdf

      Warten wir es gelassen ab, ob jemand mit diesem Litiumchlorid Geld verdienen möchte.

      Gruß bf
        Abyssus abyssum invocat
      • Hallo bf,

        bin keinesfalls euphorisch, wollte nur alle an der Info teilhaben lassen.

        Danke für deinen Link aus dem Jahr 2015.

        Gruß
        Markus
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        • Hallo Markus

          die Forschung geht weiter - das finde ich gut...
          Viele Grüße

          Drohn



          • tyson schrieb am 13.01.2018, 09:24

            bin keinesfalls euphorisch,

            Hallo Markus,

            gut, dass du es nicht bist. Aber, die Euphorie greift bereits um sich.
            https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bienen-parasit-mittel-gegen-varroa-milbe-entdeckt-rettung-fuer-honigbiene.c14a7f5c-b6c3-4d74-9683-63501109df72.html
            Und bei Wikipedia ist auch schon folgender Eintrag zu finden:
            Am 12. Januar 2018 veröffentlichten Bettina Ziegelmann et.al. von der Universität Hohenheim in der Zeitschrift Nature einen Artikel, in dem sie berichteten, das man die Varroamilbe, einem gefährlichen Parasiten der Honigbiene, mit der oralen Gabe von Lithiumchlorid gut bekämpfen kann

            Ein ganz neu erforschter Ansatz ist die Fütterung der Bienen mit Lithiumchlorid; dies verspricht eine Abtötung der aufsitzenden Milben ohne Schädigung der Bienen. Die Behandlung muss jedoch erst weiter erprobt werden, um Rückstände im Honig auszuschließen und die Dosierung zu bestimmen

            Lassen wir uns überraschen.

            gruß bf
              Abyssus abyssum invocat
            • Wo viel Leid ist, ...
              Als Mittel gegen die Varroamilben wurde ja schon manches vorgestellt (z.B. "Bienensauna", "Müllerbrett") und schnell war da auch jemand, der das verkaufen wollte. Ich würde hier mal abwarten wollen, bis es für die zufällig entdeckte Wirkung auch a) eine wissenschaftliche Erklärung gibt und b) mögliche Nebenwirkungen abgeklärt wurden und c) die Varroen nicht ruckzuck Resistenzen entwickeln.
              cookie
              • Litiumclorid bekomm zwischenzeitlich Vorschusslorbeeren als geheimes Wundermittel.
                Unbestätigten Nachrichten zufolge soll es bereits eine Patentanmeldung geben.
                Das Mittel dürfte dadurch hochpreisig werden.

                Ferner wirkt das Mittel nur bei aufsitzenden Bienen, nicht in die Brut (ähnlich
                der OS).

                Langzeitanwendung würde dem Vernehmen nach bei erwachsenen Bienen Schäden verursachen!

                https://www.nature.com/articles/s41598-017-19137-5#Tab1

                bf
                  Abyssus abyssum invocat
                • bienenflug schrieb am 15.01.2018, 11:19
                  Langzeitanwendung würde dem Vernehmen nach bei erwachsenen Bienen Schäden verursachen!

                  Ist aber nicht nötig (laut dem Forschungsbericht):
                  We conclude that even a short-term LiCl treatment is sufficient to completely eradicate Varroa mite infestation with little or no impact on the viability of worker bees. [Wir schließen daraus, dass selbst eine kurzfristige LiCl-Behandlung ausreicht, um den Varroa-Milbenbefall mit wenig oder gar keinem Einfluss auf die Lebensfähigkeit der Arbeiterinnen vollständig zu beseitigen.]

                  Schöne Grüße

                  Kevin
                    Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                  • Kritische Resonanz auf Artikel über Lithiumchlorid als Anti-Varroa-Mittel



                     Mo 22. Januar 2018


                     Bienengesundheit, Hypes&Hoffnungen, Varroa

                    Nachfolgend die Stellungnahme von Mellifera e.V. zum Thema Lithiumchlorid:


                    Stellungnahme von Mellifera e. V. und der Bundesfachgruppe der Demeter-Bienenhalter.
                      
                    Vergangene Woche veröffentlichte die Uni-Hohenheim eine Pressemeldung , nach der der “Durchbruch im Kampf” gegen die Varroa, einen Parasiten der westlichen Honigbiene, in greifbare Nähe gerückt sei.

                    Der Gruppe um Peter Rosenkranz ist es demnach gelungen, “ein potentielles Medikament zu entwickeln, das befallene Bienenstöcke mit geringem Arbeitsaufwand über die Fütterung von der gefürchteten Varroa-Milbe befreien kann.“ Die Arbeit wurde in Nature Scientific Reports veröffentlicht, einer der angesehensten wissenschaftlichen Zeitschriften der Welt.

                    Geradezu euphorisch verbreitete sich die Nachricht daraufhin in den einschlägigen Foren und per E-mail. Dass das Thema zugleich auch von regionalen und überregionalen Tageszeitungen aufgenommen wurde, zeigt, wie deutlich die existenzbedrohende Situation für die Bienen und Insekten inzwischen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

                    Die zufällige Entdeckung, dass die Fütterung von Bienen mit einer Zuckerlösung, die eine geringe Konzentration von einem Gramm pro Liter Lithiumchlorid enthält, den Milben den Garaus macht, kann aber bei kritischer Betrachtung nicht bedeuten, dass eine wirksame Therapie gegen die Varroa entwickelt wurde, und ganz sicher nicht, dass Lithiumchlorid die Rettung der Bienen ermöglicht. Abgesehen von praktischen Fragen nach der Dosierung und Wirksamkeit der Substanz unter Freilandbedingungen, im Gegensatz zu den untersuchten Laborbedingungen, stellen sich im Zusammenhang mit Lithiumchlorid aus unserer Sicht einige bedenkenswerte Fragen:
                    •Lithiumchlorid ist wasserlöslich. Bei Verabreichung mit dem Futter kann es als Rückstand im Honig auftauchen.
                    •Lithiumsalze werden in der Humanmedizin als sogenannte Reservemedikation (wenn nichts anderes mehr hilft) gegen schwere Depression und bei bipolaren Störungen eingesetzt. Auswirkungen auf biochemische Prozesse und neurologische Regelkreisläufe bei Bienen sind nicht auszuschließen, auch wenn es sich um Insekten handelt. Die getroffene Aussage, dass die durchgeführte Medikation den Bienen nicht schade, bezieht sich lediglich auf die Sterblichkeitsrate der Versuchsbienen unter Laborbedingungen.
                    •Lithiumchlorid wirkte in der veröffentlichten Patentschrift tödlich auf offene Brut. Nach Fütterung mit einem Futtersaft, der nur 0.4 Gramm pro Liter Lithiumchlorid enthielt, waren 72 Stunden später alle Larven tot.

                    Bienen sind heute durch eine Vielzahl von Faktoren in ihrer Vitalität und Resilienz bedroht. Dazu gehören z.B. unangemessene Behausungen, intensive Betriebsweisen, Honigertragsmaximierung, züchterische Eingriffe in die Fortpflanzung, fehlendes Nahrungsangebot bzw. einseitige Ernährung durch Massentrachten und Zuckerfütterung und eine Vielzahl von Herbiziden und Pestiziden.

                    Keines dieser Probleme wird gelöst, wenn wir die Varroen in unseren Völkern töten!

                    Wir verfügen heute bereits über eine Reihe von wirksamen Anti-Varroa Mitteln z.B. auf Basis organischer Säuren, oder mittels „biotechnischer“ Methoden durch Brutentnahme bzw. Betriebsweisen, die den Schwarmtrieb und die damit verbundene Brutpause ausnutzen.
                    Darüber hinaus wurden in der jüngsten Vergangenheit Präparate auf Hopfenbasis entwickelt, das leider immer noch nicht zugelassen ist.
                    Die beschriebenen Methoden erzeugen keine Resistenzen und verursachen nachweislich keine Rückstände in Honig oder Wachs, anders als die chemisch-synthetischen Mittel, die zur Behandlung gegen Varroa ebenfalls zugelassen sind.

                    In Bezug auf die Anwendung von Substanzen, deren Wirkung auf die Physiologie (und Psychologie?) der Bienen nicht aufgeklärt ist, appellieren wir dringend an die Forschung und die Imkerschaft, dieselben nicht leichtfertig anzuwenden. Hier muss das Vorsorge-Prinzip gelten, so wie wir es in Bezug auf die Anwendung von Glyphosat und Neonicotinoiden schon lange fordern.

                    Um das Überleben der Bienen zu sichern müssen wir Ursachen verändern und nicht Symptome behandeln.



                        

                      Abyssus abyssum invocat
                    • "Um das Überleben der Bienen zu sichern müssen wir Ursachen verändern und nicht Symptome behandeln."

                      Wie kann man denn die Ursache für die Varroa verändern? Das ist eine eingeschleppte Art aus Asien.
                      Im übrigen ist es doch schon etwas merkwürdig, wenn ein Mittel schon kritisiert wird, bevor es überhaupt entwickelt wurde.

                      Viele Grüße
                      Norbert
                      • Nobby schrieb am 07.02.2018, 08:39
                        "Um das Überleben der Bienen zu sichern müssen wir Ursachen verändern und nicht Symptome behandeln."

                        Wie kann man denn die Ursache für die Varroa verändern? Das ist eine eingeschleppte Art aus Asien.
                        Im übrigen ist es doch schon etwas merkwürdig, wenn ein Mittel schon kritisiert wird, bevor es überhaupt entwickelt wurde.

                        Ich finde eine kritische Begleitung von aller Art von Entwicklung für wichtig. Manches Unglück konnte verhindert werden, weil Entwicklungen gestoppt wurden, bevor sie in großem Stil in die Welt entlassen wurden und man anschließend mit den daraus erwachsenen Problemen zu kämpfen gehabt hätte. Leider hat das nicht immer funktioniert, weil die Kritik nicht zugelassen, nicht gehört wurde. Beispiele kennen wir alle.

                        Ich habe auch meine Zweifel, ob es eine gute Idee ist, Lithium in den Bienenstock einzubringen. Die Potenz von Lithium auch in der Humanmedizin wurde ja schon beschrieben. Hier bräuchte es erst einmal eine gründliche Risikobewertung.

                        Ferner ist die Varroamilbe beim Bienensterben nur eine Komponente und eigentlich lässt sich die Milbe bei konsequenter Anwendung der verschiedenen organischen Säuren ganz gut im Griff halten. Die ausgeräumten Landschaften/ das fehlende Futterangebot und der Einsatz von Agrarchemie, namentlich von Totalherbiziden und Neonicotinoiden sind weitere Faktoren, die gern verdrängt werden.

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                        • "Bevor der Wirkstoff als Medikament für Bienen auf den Markt kommen kann, seien weitere Tests nötig, um die beste Dosierung zu bestimmen und Nebenwirkungen für Bienen und Anwender sowie das Risiko von Rückständen auszuschließen, meldet die Universität." (https://www.bienenjournal.de/aktuelles/meldungen/lithiumchlorid-als-mittel-gegen-varroa-entdeckt)

                          Die Wissenschaftler sind da wohl auch schon drauf gekommen ;-)

                          Ich denke, das ohnehin noch ein paar Jahre ins Land gehen, bevor ein fertiges Mittel entwickelt ist, solange muss man eben abwarten, was dabei raus kommt. Ich fände es jedenfalls sehr erfreulich, wenn es neben den Säuren noch eine bessere Alternative gäbe.
                          • Hier geht jetzt aber einiges durcheinander.

                            cookie schrieb am 08.02.2018, 00:17

                            Ich habe auch meine Zweifel, ob es eine gute Idee ist, Lithium in den Bienenstock einzubringen.

                            Die Frage, ob es gut ist, Lithium (Metall) in den Bienenstock einzubringen, wenn es um die Fütterung von LiCl (Salz) geht, ist ebenso unsinnig wie die Frage, ob es gut ist, Wasserstoff (H2) ins Bienenvolk einzubringen, wenn wir Zucker (C12H22O11) füttern.

                            cookie schrieb am 08.02.2018, 00:17

                            Ferner ist die Varroamilbe beim Bienensterben nur eine Komponente und eigentlich lässt sich die Milbe bei konsequenter Anwendung der verschiedenen organischen Säuren ganz gut im Griff halten. Die ausgeräumten Landschaften/ das fehlende Futterangebot und der Einsatz von Agrarchemie, namentlich von Totalherbiziden und Neonicotinoiden sind weitere Faktoren, die gern verdrängt werden.

                            Inwiefern ist die (unbestrittene) Tatsache, dass es mehrere Gründe für das Bienensterben gibt, ein Argument gegen ein Varroamittel? Weil es die anderen Gründe nicht gleich mit beseitigt? Wir werden wohl kaum ein Mittel finden, welches die ausgeräumten Landschaften wieder zum Blühen bringt, den Einsatz von Agrarchemie verhindert und auch noch gegen Varroa wirkt.

                            Ich finde es gut, vieles kritisch zu hinterfragen, aber doch mit sinnvollen Argumenten.

                            Gruß
                            Heiner
                            • Wirre Gedanken?

                              Fake-Nachrichten sind derzeit in aller Munde, zuförderst bei unseren Politikern, die sich weltweit
                              derartige Meldungen an den Kopf werfen!

                              Wer weiß, vielleicht ist dieses Supermittel Lithiumchlorid nur ein schlichter Fake zur rechten Zeit - z. B. um von dem beängstigenden Gifteinsatz und der Dummheit des Glyphosatministers abzulenken?
                              (siehe auch Groko-Verhandlungen).
                              Ich bin der Ansicht, dass wir sehr gut ohne dieses Mittel auskommen. Brauchen wir wirklich dieses
                              Psychopharmaka für unsere Bienen?

                              Denke ich mir einmal die Varroamilbe bei den Bienen gänzlich weg, will sagen:
                              es gäbe sie ab heute nicht mehr. Was wäre dann?

                              Wir stünden genauso hilflos dem drohenden Bienentod gegenüber wie mit der Milbe. Denn den
                              von Cookie zu Recht aufgezeigten lebensbedrohlichen Gefahren aus Landwirtschaft und Industrie
                              haben wir Imker nichts entgegenzusetzen. Da gibt es kein Mittel, die kranken Völker zu behandeln.
                              Es gibt keins!!!
                              Wem nützt demzufolge ein weiteres Mittel gegen die Milbe.

                              Wir Imker sollten aufhören, uns um die Milbe zu sorgen. Zu Recht werden ganz andere Ursachen fürs Insektensterben mit immer stärker werdenden Druck ins Bewußtsein der Menschen gebracht. Scheinbar kapieren wir Imker das nicht und lassen uns im Großen und Ganzen einlullen, oder?

                              Woran sterben denn all die Arten, etwa an Milben?


                              bf




                                Abyssus abyssum invocat
                              • Oder Hysterie? Aber hier geht's nur um die Ankündigung von einem möglichen Medikament zur Behandlung gegen Varroamilben. Lassen wir die Sintflut bitte weg. Dafür gibt es schon genug Möglichkeiten anderswo im Forum.
                                  Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                                • KMP schrieb am 08.02.2018, 21:03
                                  Oder Hysterie?

                                  Hysterie vs. Realität - worin liegt der Unterschied?
                                    Abyssus abyssum invocat
                                  • [ Gelöscht von Moderator -- OT ] [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 11 Monaten geändert.]
                                      Abyssus abyssum invocat