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  • Zur Frage der Zulassung liegt eine Mitteilung des Kieler Landwirtschaftsministeriums vom 22.11.2017 vor.

    Demnach sei Oxalsäure ad.us.vet. zur Varroabehandlung zugelassen. Dabei sei es dem Imker freigestellt, ob er diese durch Verdampfung oder anderweitig in das Volk bekommt.
    Ein bestimmtes Verfahren schreibt der Gesetztgeber nicht vor.

    gruss bf



      Abyssus abyssum invocat
    • bienenflug schrieb am 27.11.2017, 18:24


      Zur Frage der Zulassung liegt eine Mitteilung des Kieler Landwirtschaftsministeriums vom 22.11.2017 vor.

      Demnach sei Oxalsäure ad.us.vet. zur Varroabehandlung zugelassen. Dabei sei es dem Imker freigestellt, ob er diese durch Verdampfung oder anderweitig in das Volk bekommt.
      Ein bestimmtes Verfahren schreibt der Gesetztgeber nicht vor.

      Ja, nun, aber gibt es ein zum Verdampfen geeignetes, d.h. zugelassenes (ad.us.vet) und als Feststoff vorliegendes Oxalsäuere-Präparat? M.W. gibt es nur die beiden in Lösung vorliegenden Präparate mit Zulassung. Ich bin mir nicht sicher, ob die beiden Hersteller statt der Lösung einfach jeweils eine OS-Tablette in die Packung legen und das dann so in den Verkehr bringen dürften. Wenn klar ist, dass die bestehenden Zulassungen auch dazu geeignet wären, statt der Lösungen OS-Tabletten zum Verdampfen anzubieten, beteilige ich mich gern an einer Anfrage bei den beiden Anbietern.
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      • Untersuchungen zur Arbeitssicherheit des Imkers bei der Anwendung von Oxalsäure zur Bekämpfung der Varroatose (Dissertation aus dem Jahre 2004 zum Verdampfungs- und zum Sprühverfahren)

        Inhaltszusammenfassung:

        Ziel der Studie Die Varroatose ist eine Bienenkrankheit verursacht durch die Milbe Varroa destructor. Seit Anfang der 1990er Jahre werden Bienenvölker erfolgreich mit Oxalsäure-Aerosolen gegen Varroatose behandelt. Es bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich der Anwendersicherheit der Behandlungsverfahren. Ziel der vorliegenden Studie war es, die inhalative Belastung von Imkern durch Oxalsäure-Aerosole während der Varroatose-Bekämpfung zu ermitteln und zu bewerten. Methodik An der Untersuchung beteiligten sich 20 Imker. Eine Gruppe (n=10) versprühte eine 3%-ige wässrige Oxalsäure-Lösung mit einem Zerstäuber direkt auf die Waben (Sprühverfahren). Eine zweite Gruppe (n=10) sublimierte 1 bis 2g Oxalsäure-Dihydrat mit Hilfe eines beheizten Metallpfännchens über das Flugloch in den Bienenkasten (Verdampfungsverfahren). Pro Imker wurden 10 bis 21 Bienenvölker behandelt. In Atemnähe des Imkers wurden Proben der einatembaren und der alveolengängigen Fraktion luftgetragener Partikel nach der Membranfiltermethode gewonnen. Es wurde dabei auf bewährte Probenahmeverfahren des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitssicherheit (BIA) und der US-amerikanischen Occupational Safety and Health Administration (OSHA) zurückgegriffen. Die Oxalsäure-Belegung der Membranfilter wurde anschließend im Labor mittels HPLC bestimmt. Ergebnisse Der mittlere Anteil einatembarer Oxalsäure-Aerosole betrug beim Sprühverfahren 0,22 mg/m³ (Spannweite 0,07-0,41 mg/m³), beim Verdampfungsverfahren 0,23 mg/m³ (Spannweite 0,01-0,36 mg/m³). Der mittlere Anteil alveolengängiger Oxalsäure-Aerosole betrug beim Sprühverfahren 0,15 mg/m³ (Spannweite 0,03-0,67 mg/m³), beim Verdampfungsverfahren 0,07 mg/m³ (Spannweite 0,01-0,36 mg/m³). Zwischen den beiden Behandlungsverfahren zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Schlußfolgerungen Alle gemessenen Einzelbelastungen lagen unter dem derzeitigen Luftgrenzwert (MAK) von 1 mg/m³ (einatembarer Staub) nach TRGS 900. Die Tagesexpositionszeiten waren deutlich geringer als der Bezugszeitraum von 8 Stunden. Da sich zudem die Varroatose-Behandlung auf wenige Tage im Jahr beschränkt, besteht gegen die Anwendung von Oxalsäure zur Varroatose-Bekämpfung unter den untersuchten Bedingungen kein prinzipieller Einwand.

        https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/44465/pdf/Arbeitssicherheit_Oxalsaeure_Varroatose.pdf?sequence=1&isAllowed=y
          Abyssus abyssum invocat