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  • Moin zusammen,
    ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
    Eines meiner beiden BIKI-Völker hat kaum noch Futter.
    Ich habe gut eingefüttert und hatte eher Sorgen wegen zu viel Futter (und dementsprechend zu wenig Platz für Brut), da wir hier in unmittelbarer Umgebung viele Senffelder haben.
    Räuberei habe ich keine sehen können.
    Jetzt hat das Volk kaum noch Futter und habe gelesen, dass Futter unter Umständen nicht mehr angenommen wird.

    Was kann ich machen? (außer es natürlich noch mit Futter zu probieren)
    Hat jemand eine Idee, was ich füttern kann, damit sie es gut annehmen? Zuckerlösung mit Kamillentee?

    Ich hätte die Möglichkeit, das Volk wärmer zu stellen (Dachboden Scheune). Bringt das was? Sonst noch Tipps?

    Vielen Dank schon mal...
    • Hallo Dennsteiner

      Was heißt, kaum noch Futter?
      Hast du mal ein paar Zahlen (Gewicht, Größe) zu diesem Volk aus deiner Stockkarte?
      (Beispiel: meine Signatur)

      Ich kenne mich noch nicht genug aus um dir zu diesem Zeitpunkt irgend eine Hilfe anzubieten.
      Da ich dich jedoch nicht alleine lassen möchte und es mich auch brennend interessiert, was zu diesem Zeitpunkt noch möglich ist, hinterlasse ich dir, was ich an deiner Stelle tun würde:

      Ausprobieren!?

      Was spricht dagegen, es mal mit einer kleinen Menge 3:2 Zuckerwasser zu versuchen?
      Da fällt mir als Grund, es nicht zu versuchen nur Räuberei ein und, dass es langsam kalt wird und die Aktivitäten der Bienen schwinden. Mit 10% "eigenem" Honig vertragen sie eine Zuckerlösung besser.
      Aber versuchen, ob das Volk mit diesem Futter durch kommt oder etwas anderes zu versuchen, bleibt halt ein Versuch?

      Ich würde, Gesetz des Falles das Gewicht spricht Tatsachen, versuchen, erst einmal eine kleine Menge zum Testen zu geben. Kleine Menge um vielleicht die Gefahr des Räuberns zu minimieren. Es gilt zu hoffen, das sich bei diesen Wetterverhältnissen noch etwas tut bei der Futterannahme.
      Meine Bienen fliegen noch/sind noch aktiv, tragen sogar Pollen ein. Ich weiß aber nicht, wie es bei dir aussieht.

      Warum ich auf 3:2 komme, reine Unwissenheit.
      Ob es reiner Honig, Mischung aus Zuckerwasser plus Honig da kommt es drauf an, wie schnell es die Bienen verarbeiten können.

      Ich weiß gerade nicht, ob die Bienen einen eigenen Honig (niemals Fremdhonig verfüttern) besser/direkt einlagern würden, oder ob sie den erst wie Zuckerwasser, umwandeln würden. Steht sicherlich irgendwo im Forum.

      Hier ist wenigstens mal die Tabelle: Zuckerlösung

      Am besten wäre wohl "eigenen" Honig zu füttern. Hab aber noch spontan kein Link für dich, ob jemand hier Erfahrung im Spätfüttern hat.

      Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen, wenn nicht, ab in die Gedankentonne damit.

      Summ summ
      Malemmy

      PS
      Das Volk wärmer stellen könnte sogar kontraproduktiv sein denn, sie würden dann aktiver werden und sogar wieder mehr Futter verbrauchen als zur Zeit vorrätig ist. [Hinweis: malemmy hat den Beitrag zuletzt am vor 1 Jahr, 9 Monaten geändert.]
      • dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 10:50

        Jetzt hat das Volk kaum noch Futter und habe gelesen, dass Futter unter Umständen nicht mehr angenommen wird.

        Was kann ich machen? ...

        Hallo dennsteiner,

        ungeachtet der Tatsache, dass du weder Fotos noch nähere Daten in eine Anfrage eingestellt hast
        möchte ich die o. g. Aussage aufgreifen:
        Ich kann mir kaum vorstellen, dass man in dieser BK noch von einem Volk sprechen kann.
        Weiter kann ich mir kaum vorstellen, dass ein ordentlich eingewintertes Volk seine Vorräte
        in so kurzer Zeit verbraucht haben soll (wozu auch?).
        Und letztlich kann ich mir kaum vorstellen, dass es gelingen wird dieses Volk auf eine wie auch
        immer geartete Weise über den Winter zu bringen.

        Den Gegenbeweis möge mir gerne jemand aufzeigen.

        gruss bf
          Abyssus abyssum invocat
        • Hallo

          erst mal einen Link zum Wiegen der Biki

          http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread?thread=4087#dis-post-25341

          mache doch Bilder - das hilft uns weiter

          wieviel hast Du gefüttert?

          meine Mädels tragen noch wenig Pollen ein - woher???
          ich denke man kann noch zufüttern - einfach ausprobieren wie schon Malemmy schrieb

          Viele Grüße
          Drohn
          • Hi,
            vielen Dank erst einmal. Ich habe leider keine Stockkarte geführt. Aber ich habe 2 x 7 Kg gefüttert.
            Wie viel noch da ist kann ich nicht sagen. Die BK wiegt insgesamt 15 Kg, ist aber ein 18-mm-Eigenbau, von dem ich das Eigengewicht nicht kenne.

            Obwohl ich keine Räuberei beobachtet habe und das Flugloch klein hatte kann ich mir das nicht erklären, warum die BK so leicht ist.
            Vor allem, weil wir hier viel blühenden Senf hatten.

            Das Volk macht eigentlich einen ganz normalen Eindruck. Warum man hier (wie oben geschrieben) nicht von einem Volk sprechen kann weiß ich nicht.

            Heute hatten wir hier 9 Grad. Ich hätte ja Fotos gemacht, dachte aber, es sei zu kalt zum Öffnen. Ich werde morgen mal Fotos machen.
            Heute habe ich 2,5 Liter Sirup gefüttert. Morgen sehe ich mal, ob das Futter angenommen wurde.

            Zumindest weiß ich jetzt, dass es nicht unwichtig ist, zu dokumentieren. Bei Pia Aumeier habe ich mal gelesen, dass es reicht, die Beuten eben anzuheben, um den Futtervorrat abzuschätzen.

            Was haltet Ihr von vereinen?

            ... ich mache morgen erst mal Fotos. Vielleicht hat ja jemand noch einen Tipp.

            Gruß
            Dennis
            • Hallo Dennsteiner, oder Dennis, such dir aus wie du angesprochen werden möchtest.

              Dokumentation habe ich Anfangs auch nicht gemacht/hinbekommen, also, nicht schlimm. Man lernt dabei, warum die unumgänglich ist um aus seinen Erfahrungen zu lernen.

              15 Kilo, mit welcher Waage, wie hast du die Gewogen?
              Wieviel wiegt denn deine andere BK zum Vergleich?

              Wie Bienenflug auch schon mit seinen Worten schrieb, kann in der Tat von einem Volk kaum mehr die Rede sein. Da ich jedoch der zielstrebigste Optimist aller Zeiten bin, kann der Rettungsversuch sicherlich, auch oder wegen der Erfahrung, nie schaden.

              Nochmal zu deinen Fragen:
              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35
              Hi,
              ... ich habe 2 x 7 Kg gefüttert.
              Verteilt auf eine oder, bei beiden Kisten?
              Dein Auftrag fürs nächste Jahr, Stockkarte anlegen und "vorher" wiegen, dann dementsprechend zufüttern.

              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35

              Obwohl ich keine Räuberei beobachtet habe und das Flugloch klein hatte kann ich mir das nicht erklären, warum die BK so leicht ist.
              Vor allem, weil wir hier viel blühenden Senf hatten.
              Die Frage(n) kannst du kaum beantworten, kann alles sein.
              Ich habe auch davon gehört, dass es Völker geben soll, die einfach zu faul sind, wegen einem anderen Wesen, Gen-defekt oder was auch immer.
              Nächstes Jahr kannst du mit einer regelmäßigen Gewichtskontrolle mehr Aussagen treffen.

              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35

              Heute hatten wir hier 9 Grad. Ich hätte ja Fotos gemacht, dachte aber, es sei zu kalt zum Öffnen. Ich werde morgen mal Fotos machen.
              Wegen mir bräuchte ich keine Bilder. Da kann man, da ich Bienenflugs Einschätzungen oben folge, sicherlich kaum etwas sehen. Zum Vergleich, wir hatten hier vor drei Tagen noch 15 Grad, 19:00 Abends.

              Das (unnötige) Öffnen der BK stört ein Bienenvolk. Ob es zu kalt oder warm dazu ist, habe ich bisher nicht als Gegenargument zum Öffnen gelesen. Wir machen ja auch bald eine Oxalsäurebehandlung, da ist es draußen noch kälter gewesen beim Öffnen. (Sorry für das Gewesen-sein-würde)

              Ob es nötig ist / dir von Wert festzuhalten, was du eh schon festgestellt hast, (das "Volk" ist viel zu klein und leicht), obliegt aber deiner eigenen Entscheidung.

              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35

              Heute habe ich 2,5 Liter Sirup gefüttert. Morgen sehe ich mal, ob das Futter angenommen wurde.
              Sirup, was für ein Ding? Kannst du mal etwas detaillierter darüber schreiben, was du da zusammengemixt hast? *liebguck*

              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35

              Zumindest weiß ich jetzt, dass es nicht unwichtig ist, zu dokumentieren.
              Ist wohl eine starke, bösezungenbehauptend, die halbe Bienen-Miete.

              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35
              Bei Pia Aumeier habe ich mal gelesen, dass es reicht, die Beuten eben anzuheben, um den Futtervorrat abzuschätzen.
              Wer ist Pia Aumeier, sollte ich die Frau kennen?
              Jedoch, wenn es ihr reicht, die Kiste anzuheben, dann hat sie sicherlich schon ein bis mehrmals vorher gewogen und ihr Gefühl (oh, ist schwer oder leicht) lange Zeit überprüft.
              Man muss lange wiegen bevor man weiß, wie schwer ein Gewicht ist.
              Vielleicht geht esbei ihr auch nur darum, was in dem Link von Drohn dargestellt wird, dem Kippgewicht?

              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35

              Was haltet Ihr von vereinen?
              Meinst du vereinen, also deine beiden Völker vereinen?
              Ich hoffe nicht.
              Wenn du meine Meinung hören willst: nicht gut.

              Ich habe für diese Momente, aus einer anderen Welt seit langem einen Spruch, der überall funktioniert:
              never Chance a running System.

              dennsteiner schrieb am 29.10.2017, 19:35

              Vielleicht hat ja jemand noch einen Tipp.

              Nur ein Wunsch: deine Berichte "etwas" ausführlicher.

              Wenn du etwas von eminen Gedacnken hier gebrauchen kannst, zufüttern, wenn nicht, lass die Informationen aus deiner Beute rauben.

              Drück dir die Daumen.
              Summ summ
              Malemmy
              [Hinweis: malemmy hat den Beitrag zuletzt am vor 1 Jahr, 9 Monaten geändert.]
              • Moin Malemmy,

                vielen Dank für Deine ausführlichen Infos.

                Erst ein mal: "Hoppala", ich habe mit einer Kofferwaage vorne und hinten gewogen und den Mittelwert gebildet anstatt zu summieren. Die BK wiegt also 30 Kg, nicht 15.
                Das kam mir schon so wenig vor smiley

                Also:
                - ich habe bei diesem Volk zwei Mal 7 Kg Zucker in Form von Sirup gefüttert, 2:3 - also ungefähr 10,5 Liter "Sirup" (=Wasser-Zucker-Lösung)
                Das erste Mal nach der Varroabehandlung Anfang August, das zweite Mal die gleiche Menge Mitte September.
                Dazu kamen noch die ganzen Senffelder in der Nähe. Daher habe ich mir keine Gedanken gemacht.

                Gestern habe ich quasi als "Notfütterung" 2,5 Liter des gleichen Gemisches gegeben.
                Bisher wurde aber nichts angenommen.

                Meine zweite BK wiegt 45 Kg.

                Bei beiden gab es keinen Honig im Honigraum.

                Ich habe noch eine Liebigbeute, welche Randvoll mit Honigtau war/ist. Hier habe ich fast alles zum Überwintern gelassen und überwintere auf zwei Zargen, welche randvoll sind.

                "Never change a running system" ist super. Aber wenn ein Volk droht zu verhungern könnte ich es doch besser mit einem anderen vereinen, oder?

                Ich glaube, ich werde es mal versuchen, das Volk durchzubekommen.

                Das nächste Mal berichte ich ausführlicher. Ich habe nur gehofft, dass es da einen Universaltipp gäbe.

                Also, noch mal vielen Dank und schöne Grüße

                Dennis
                • Hallo Dennis,
                  gerade lese ich Deinen Hilferuf.
                  Deine BK aus Paulowniaholz hast Du von mir und ich kann Dir vom Gewicht her eher Beruhigendes sagen. Habe ja 4 Jahre immer nur hinten gewogen und nach dem Einfüttern Gewichte zwischen 14,5 und 16 kg in meinen Aufzeichnungen festgehalten. Das hat immer hingehauen, bis zum Frühjahr. Hatte dann nach dem Winter aus Sorge dann doch eigenen Honig gereicht.
                  Ich würde nun meinen: Lass die BK am Standort und störe so wenig wie möglich. Zur OS-Behandlung zu Weihnachten siehst Du, welches Bild das Volk abgibt.
                  Dir weiter alles Gute, Erhard
                  • Hallo Erhard,

                    schön das du hier bist, so festigt sich ein Netzwerk.
                    Weißt du zufällig noch den damaligen Faktor, ( wegen der Stabilisierungsleisten )um die Kippgewichte vorne und hinten dieser Kiste noch damit zu multiplizieren?

                    Als Beispiel:
                    Ich wiege hinten 16, vorne 22. Mein Faktor der Mellifera BK1 ist 1,21. Also 38 Kilo mal 1,21= 46 Kilo Gesamtgewicht. Der Faktor ist nicht zu unterschätzen!

                    Guter Tipp übrigens, das Volk erst mal nicht zu stören, um noch zu warten, bis zur Behandlung.

                    Nun zu Dennis:
                    dennsteiner schrieb am 30.10.2017, 08:27

                    Erst ein mal: "Hoppala", ich habe mit einer Kofferwaage vorne und hinten gewogen und den Mittelwert gebildet anstatt zu summieren. Die BK wiegt also 30 Kg, nicht 15.
                    Das kam mir schon so wenig vor smiley
                    Super, ein Problem weniger.
                    Fehler passieren um daraus zu lernen, uuuund weiter geht's. ^^

                    Hast du den Faktor (siehe Beispiel oben) mit eingerechnet?

                    dennsteiner schrieb am 30.10.2017, 08:27

                    "Never change a running system" ist super. Aber wenn ein Volk droht zu verhungern könnte ich es doch besser mit einem anderen vereinen, oder?
                    Nun, versuche dir vielleicht mal diese Frage aus anderen Perspektiven zu stellen?

                    Achtung, wird womöglich etwas philosophisch.
                    Der Bien (vor allem innerhalb der Philosophie "Bienenkiste") ist halt ein ganzes Lebewesen, kein Computer den man auseinander bauen und nach belieben austauschen kann. Und selbst dort funktioniert die Natur der Dinge. Da die Gefahr mitspielt, dass der Computer am Ende nicht so läuft wie geplant und mehr kaputt ist als zuvor, ist sie hier leicht durch Geld-Werte ersetzbar. Diese Gefahr spielt jedoch bei den Lebewesen eine andere Rolle, der Wert Geld hier weniger bis gar nichts wert.

                    Wenn ein Bienenliebhaber meint, ein Lebewesen zu retten, um dabei ein anderes Lebewesen einer Gefahr auszusetzen, dann ist das mMn eine ungerechte Entscheidung.

                    Die Natur, so grausam wie sie auch ist, so perfekt ist sie wiederum auch, wenn man sie einfach mal in Frieden lässt. Wer anderer Meinung ist, darf sie behalten.

                    dennsteiner schrieb am 30.10.2017, 08:27

                    Das nächste Mal berichte ich ausführlicher. Ich habe nur gehofft, dass es da einen Universaltipp gäbe.
                    Das ist schön.
                    Je ausführlicher, desto besser eine Fehleranalyse.
                    Universaltipps, da kannst du nur enttäuscht werden wenn du darauf hoffst. Das wäre zu einfach.
                    Universaltipps ist ein Fremdwort im Zusammenhang mit Lebewesen. Lebewesen, so wie wir ja auch welche sind und universell verschieden behandelt werden müssen/wünschen. ^^

                    Viel Erfolg dir und deinen Bienenkinder, durch den Winter.

                    Summ summ
                    Malemmy
                    [Hinweis: malemmy hat den Beitrag zuletzt am vor 1 Jahr, 9 Monaten geändert.]
                    • malemmy schrieb am 29.10.2017, 11:31
                      Meine Bienen fliegen noch/sind noch aktiv, tragen sogar Pollen ein. Ich weiß aber nicht, wie es bei dir aussieht.
                      drohn schrieb am 29.10.2017, 19:15
                      meine Mädels tragen noch wenig Pollen ein - woher???
                      Sogar heute waren noch ganz helle und etwas bräunliche Beinchen zu sehen.

                      Da hier viele Schrebergärten nebeneinander stehen schätze ich, blüht noch einiges.

                      Alleine bei mir im Garten sind es:
                      Prachtkerze, Wicken, Kokadenblumen, Gänseblümchen, Zinien, Studentenblumen und ?Alpenveilchen?, bald auch Rosmarin.

                      Mein letztes Sträusschen aus Bienenblumen aus dem Garten (ohne Margeriten)
                      #sonnenhut #dahlien. #margeriten #malve #strohblume #löwenmäulchen
                      letztes Sträusschen aus Bienenblumen

                      Bildquelle:
                      https://www.instagram.com/p/Ba63X_eBbPT/

                      Summ summ
                      Malemmy [Hinweis: malemmy hat den Beitrag zuletzt am vor 1 Jahr, 9 Monaten geändert.]