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  • Hallo zusammen, liebe Freundinnen und Freunde,

    Zunächst einmal - Entschuldigung, dass ich so lange hier abwesend war. Ich habe immer gerne aktiv und passiv am Leben im Biki-Forum teilgenommen. Aber die letzten Monate war ich leider anderweitig fokussiert.

    Jetzt zu meinem Thema: Ich brauche moralische Unterstützung - gerne auch fachliche, wenn jemand mag.

    Gestern war Honigernte in meiner ersten Kiste, besiedelt 2014, insgesamt die dritte Honigernte.
    Am Vorabend hatte ich die Kiste bereits aufgestellt und die Honig-Waben abgestochen.
    Da hatte ich schon gemerkt, dass die Kiste hinten extrem schwer war. Und viele Waben sowohl an der Rückwand als auch am Boden angebaut waren - die letzteren hatte ich vorher per Gitarrensaite durchtrennt.
    Am Samstag kam dann die eigentliche Ernte. Gemütliche 20 Grad, Kiste noch im Schatten. Die Kiste aufgestellt, nochmals Waben abgestochen, auch per Stockmeisel die Verbindung zur Rückwand und zur Seitenwand durchtrennt.
    Die erste Wabe hat noch gut funktioniert. Bereits bei der zweiten fing es an - Wabenabriss etwa 5cm unter der Trägerleiste. Diese habe ich dann an die Wand gelehnt gelassen, und für später aufgespart.
    Damit aber nicht genug, bei drei weiteren Waben erfolgte ebenfalls ein Wabenabriss. Durch die darauf sitzenden Bienen ergab das ein unendliches Gemetzel. Die abgerissenen Waben habe ich dann per Pfannenwender in eine Auflaufform befördert - an ein Abfegen der Bienen war dabei leider nicht zu denken. Dann hat auch noch die zuerst gerissene Wabe angefangen in sich zusammen zu sacken. Diese habe ich dann von Hand, mit Handschuhen, in den Behälter befördert.

    So, jetzt bin ich schon etwas geknickt. Und - ganz ehrlich - auch ins Nachdenken gekommen ob das Konzept der "Bienenkiste" in so einer Situation wirklich sinnvoll ist. Auch wenn EMK und viele andere von jeglichen Abweichungen von der Bauanleitung (http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread?thread=94) abraten; bei 1/3 Wabenabriss muss ich mir für nächstes Jahr etwas überlegen wie ich das vermeide.

    Also, ich freue mich auf Eure moralische Unterstützung und Eure Tipps.

    Viele Grüße,
    Peter
    • Das Abreißen läßt sich dadurch vermeiden, dass man die Waben nicht nur an der Trägerleiste hält und transportiert, sondern grundsätzlich eine (behandschuhte) Hand darunter hält, um das Ganze zu stützen. Auf keinen Fall die Waben hochkant oder waagerecht halten, das System ist nur in der kurzen Senkrechten (also wie sie in der Kiste hängen) stabil. - Zum Abfegen braucht man dann natürlich einen zweiten Mann/Frau.

      Auch sind niedrigere Temperaturen als 20° für die Ernte dringend zu empfehlen. Morgens um 5:00 Uhr waren es selbst an den heißen Tagen nur 15 - 17°. Das macht einen großen Unterschied.

      Ich hab gut reden, bei mir hat es ja ebenfalls jede Menge Kleckerei gegeben, wenn auch nicht wegen abgerissener Waben...

        Bienen machen glücklich!
      • Jutta50 schrieb am 16.07.2017, 15:25
        Das Abreißen läßt sich dadurch vermeiden, dass man die Waben nicht nur an der Trägerleiste hält und transportiert, sondern grundsätzlich eine (behandschuhte) Hand darunter hält

        Scheint das Jahr dafür zu sein. Bei meinem "Problemvolk" das gleiche heute. undecided

        Wichtig auch (und hier habe ich selbst nicht ordentlich aufgepasst), dass man regelmäßige Kontrolle durchführt und (wie schon anderswo geschrieben) alle "Stutzbrücken" (an der Hinterklappe, den Seiten usw.) abschneidet/trennt. Sonst wird halt zu viel Honig in den Waben aufgelagert.

        Schöne Grüße

        Kevin
          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte