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  • Ich habe gerade erfahren, dass im Südosten von Berlin (südlich von Treptow-Köpenick) amerikanische Faulbrut gefunden und ein Sperrbezirk (Altglienecke, Adlershof, Bohnsdorff, und Grünau) festgelegt wurde.

    Was bedeutet das für das Einfangen, Weitergeben usw. von Natuschwärmen?

    -Kevin

    Diese Frage wurde von emk beantwortet. Siehe erste Antwort.

      Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
    • Kevin,
      genau das interessiert mich auch brennend. Die Aussagen bezüglich der Gesetzeslage, Schwarm sind ja Bienen ohne Brut und Vorräte, ist einleuchtend, aber, wenn die Tierchen dann einige Tage in der Kiste sind, ... Und was macht man, wenn der Vet bei gemeldeter Haltung vor der Kiste steht, Probe nicht möglich, weil keine 6 Esslöffel noch nicht beinander sind und die Schwefelstangen in der Hand hat und gleich nen Mannschaftswagen Polizei dabei hat?

      Gleichzeitig, als ich auf diese Seite hier gekommen bin, habe ich mir so eine Verordnung rein gezogen, und die kommt mir, von H5N1 her (GEflügelpest) verdammt bekannt vor, Aussagen von wegen Ermessensfrage, der Nähe zu Erwerbsimkern und so. In den Fällen und Verdachtsfällen gab es gerade in D auch mächtig "wichtige" Amtsvets und die sind zum Vorteil der Geflügelbarone nicht gerade zimperlich mit Kleinhaltern umgegangen.

      Danke
      • Hier sind die zutreffende Anordnungen (vermute ich) aus der Allgemeinverfügung (29.05.2013):
        4. [L]ebende oder tote Bienen... dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.
        5. Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

        Nur mit Bezug auf Schwärme ist mir einiges leider nicht klar. Z. B. ob man im Sperrbezirk einen Schwarm überhaupt fangen darf? Und was man danach mit dem Schwarm machen kann. (Klar kann man den Schwarm zuerst nicht auf AFB untersuchen, da eine Futterprobe gar nicht möglich ist.) Aber darf der Imker im Sperrbezirk den Schwarm behalten? Darf der Schwarm außerhalb des Sperrbezirks herausgebracht werden? (Eigentlich kann man nicht wissen, woher ein Schwarm ursprünglich geflogen ist.)
          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
        • Schickt doch mal einem Vertreter vom Veterinäramt eine Mail diesbezüglich. Hier in Bremen ist der Leiter selber Bienenpapst (F. Pohl) und für Fagen sehr offen...
            Andreas K. - Bremen - Bienenkistenanfänger 2013
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          • discuss.answer
            Es ist ganz klar, dass ein Imker keinen Naturschwarm, den er im AFB-Sperrbezirk eingefangen hat, außerhalb des Bezirks bringen darf. (Der Schwarm darf aber aus eigener Kraft über die Grenze fliegen wink )

            Man muss den Schwarm also innerhalb des Sperrbezirks aufstellen und dem Veterinär melden. Wenn er dann ein Brutnest unterhält und eine Futterkranzprobe möglich ist, muss er beprobt werden. Den Zeitpunkt wird der Veterinär bestimmen.

            Umgekehrt dasselbe: es dürfen keine Bienen (auch kein Naturschwarm) in den Sperrbezirk von außerhalb verbracht werden.

            Im Blick auf Bienenkisten-Anfänger im Sperrbezirk, die auf einen Schwarm warten, bedeutet das, dass sie einen Schwarm bzw. Schwarmanbieter innerhalb des Sperrbezirks finden und mit der Veterinärbehörde kooperieren müssen.
              Erhard Maria Klein - Hamburg
            • Vielen Dank für die Antwort,

              ist es als sicher anzusehen, dass der Vet den Schwarm nicht vergast, und statt dessen abwartet, bis eine Probe möglich ist? Oder auch in angrenzenden Bezirken, da ja niemand weiß, ob der Schwarm aus einem Sperrbezirk stammt.

              Wenigstens kann man für Bienen keine Aufstallung anordnen.

              Lieben Dank für die Infos.
              • tannenblick schrieb am 06.06.2013, 09:50
                ist es als sicher anzusehen, dass der Vet den Schwarm nicht vergast, und statt dessen abwartet, bis eine Probe möglich ist? Oder auch in angrenzenden Bezirken, da ja niemand weiß, ob der Schwarm aus einem Sperrbezirk stammt.

                Bei Veterinären ist nichts sicher. Leider haben sie oft wenig Ahnung von Bienen und neigen dazu, aus Unsicherheit heraus überzureagieren sad

                Ich werde hier öffentlich keine Ratschläge schreiben, die sich nicht mit der Bienenseuchenverordnung decken...
                  Erhard Maria Klein - Hamburg