abonnieren: RSS
  • Ich habe jetzt alles, was ich zur Notfütterung finden konnte gelesen (Buch, Forum), bin mir aber immer noch unsicher. Am 3.2. war es bei uns erstmals warm, da fand dann der Reinigungsflug statt. Ich habe die BK gewogen, aber anscheinend falsch. Ich habe damals ein zu hohes Gewicht erhalten.

    Jetzt, am 26.2. habe ich eine Messung hinten-plus-vorne gemacht (diesmal mit Hilfe, sollte stimmen). Als Umrechnungsfaktor nehme ich 1,1 (ich habe hier noch wenig Vergleichsmessungen). Diesmal ergibt sich, dass noch 5,6 kg Honig in der Kiste sind: 31 kg gemessen, mal Faktor 1,1 ist 34,1 minus 28,5 (kiste plus 2/3 ausgebaut Waben plus Bienen), ergibt 5,6 kg.

    Dieser Tage ist es Nachts noch recht kalt (niedere Minustemperaturen), tags wird es in der Sonne aber sehr warm (die BK steht aber ziemlich schattig). Nun frage ich mich, 1) ob ich zufüttern sollte und 2) wenn ja, wie (welche der diskutierten Methoden)?

    1) dzt. könnte es noch reichen, aber nachdem, was ich gelesen habe, nehme ich an, dass die Bienen im März oder April dann auf jeden Fall zu wenig haben werden. Dzt. kommen bei uns die ersten Schneeglöckchen und die Weide trägt die ersten Kätzchen. Soll also noch zuwarten?

    2) Ich dachte aber jetzt oder bald (noch im Feb, Anfang März) zu füttern, am ehesten Flüssigfütterung. Ich würde es so machen: z.b. 2 kg Zucker, 2 L Wasser, 1/2 kg Honig, wie beschrieben, von hinten nahe an die Waben, (meine Idee: dazu noch eine Wärmeflasche) und dahinter eine Styropor-Polsterung. Das ganze Nachts, damit die Bienen nicht auf Suche gehen. Und in kleinen Protionen (1L pro Nacht). Alles richtig? Oder anderes Mischungsverhältnis? Oder tagsüber, weil es dann warm genug ist und es nichts macht, dass die Bienen ausfliegen?

    Oder wäre es besser die Notfalls-Packungen aus Puderzucker mit Honig 1:2 zu basteln und diese hinten aufrecht hineinzugeben mit Öffnung im oberen bereich?

    Wäre um Hinweise dankbar.

    Diese Frage wurde von bienenflug beantwortet. Siehe erste Antwort.

    • Dieser Blog-Artikel wird dir helfen, denke ich:
      http://www.bienenkiste.de/rat/blog/blog.70/index.html

      Schöne Sonntagsgrüße

      Kevin

      (Und ja, wie bf gerade eben geschrieben hat, erstmal warten...)
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • discuss.answer
        Hallo Klaus,
        Lass die Bienen einfach noch in Ruhe. Bis Mitte/Ende März schaffen die das.
        Die tragen ja dann auch schon was ein.
        Hier im Forum kannst du zu deinem Problem wirklich sehr viele guten Beiträge
        finden. Wiederholtes Lesen und Nachdenken kann vieles bewirken und du musst die
        für dich möglichst einfache Lösung finden.
        Von Selbstmischung Honig/Puderzucker rate ich dir aus eigener Erfahrung ab.
        Du sparst viel Zeit und Ärger, wenn du dir nahezu für`s gleich Geld Fertigteig
        kaufst.
        Futterteig würde ich aber erst reichen, wenn die Bienen ausfliegen und Wasser
        sammeln können.
        Zum Lesen z. B. dieser Beitrag: http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread?thread=74#dis-post-161 und viele andere

        gruss bf
          Abyssus abyssum invocat
        • Danke Euch beiden!

          Ich habe wirklich lange recherchiert, bevor ich die Frage reingestellt habe. Vielleicht habe ich eher zu viele Beiträge gelesen, das hat mich wohl noch mehr verunsichert. Und es waren ja auch ganz andere Bedingungen in jenen Jahren. Wir hatten hier für sehr lange Zeit sehr tiefe Temperaturen, und da ich mir mit der Wiege-Methode auch unsicher bin, wollte ich halt doch mal fragen.
          Also nochmal danke!

          LG, Klaus
          • Hallo Klaus!

            Wie kommst Du auf den Umrechnungsfaktor von 1,1?
            Hast Du den mal für Dein Wägekonzept bestimmt?
            Der Faktor ist ja extrem vom Drehpunkt beim Wiegen abhängig.
            Bei mir liegt der Faktor z.B. immer unter 1.
            Gruß!

            Ulrich
            • Lieber Ulrich,

              Ich habe leider nur wenig Vergleichsdaten, weil ich im Sommer nur eine hinten-vorne Messung gemacht habe, der ich traue. Ansonsten habe ich leider immer nur kopfüber auf eine Waage gestellt, weil ich mir nicht bewußt war, dass ich die hinten-vorne Messung als Vergleich für den Winter brauchen könnte.

              Meine Kiste hat zwei Leisten, auf denen sie steht, der Kipppunkt ist also nicht ganz am Ende sondern vorher, daher könnte es schon stimmen, dass die Messung hinten plus vorne geringer als das echte Gewicht ist. emk hat irgendwo erklärt dass wenn der Auflagepunkt genau in der Mitte wäre, sich bei der Messung ja Null ergeben würde. Der Umrechnungsfaktor hängt also in erster Linie vom Drehpunkt ab.

              Da ich unsicher bin habe ich auch recht massiv hier in den Foren gesucht, wie der Umrechnungsfaktor bei anderen ist. Ich habe dazu nur wenig gefunden. Folgendes habe ich gefunden:
              jemand schrieb: Messung hinten 8,75 vorne 8,5 (Summe 17,25) entspricht tatsächlich (leere Bienenkiste) 22 kg. das wäre umrechungsfaktor 1,275
              jemand anders hat eine Umrechungsfaktor von 1,12 bzw 1,05 für zwei Bienenkisten errechnet.
              jemand anders hat geraten, am Ende eine Leiste hinzulegen, damit der Drehpunkt genau am Ende der Kiste ist. Da ich dazu aber keine Vergleichsdaten haben, habe ich das gar nicht probiert.

              lg
              Klaus
              • Hallo Klaus

                http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread?thread=4087#dis-post-25341

                hier wird das Wiegen erklärt

                Viele Grüße
                Drohn
                • Danke, Drohn! Den thread hatte ich auf der Suche auch schon mal gesehen. Beim nächsten Messen werde ich die methode mit dem untergelegten Balken zusätzlich probieren.

                  Ansonsten haben mir aber vor allem die beruhigenden Worte von Kevin und Bienenflug genutzt. Denn siehe da, heute ist es wärmer (11 Grad im Schatten) und die Bienen wirken vital und tragen heuer das erste mal sogar ein! Tun sich mit den vollen Pollenhöschen tw. etwas schwer durchs Gitter zu kommen, aber den abgestreiften Pollen kann ich ja dann im Dunklen aufschlecken gehen smiley

                  Sorry für die schlechte Auflösung der Bilder (Handy-Kamera)
                  • Hallo,

                    das mit dem Umrechnungsfaktor kann schon stimmen. Bei uns beträgt er ebenfalls 1,1. Unser Drehpunkt liegt auch im vorderen Bereich.

                    Gruß
                    Petra
                    • Hallo Klaus

                      das Mäusegitter gefällt mir nicht.
                      Deine Bienen verlieren zuviele Pollen. Mein Gitter ist unten bündig zum Anflugsbrett und die Mädels brauchen nicht über das gebogene und teilweise hochstehnde Gitter zu laufen

                      Viele Grüße
                      Drohn
                      • drohn schrieb am 27.02.2017, 17:52
                        und die Mädels brauchen nicht über das gebogene und teilweise hochstehnde Gitter zu laufen

                        Ja, das sieht ein bisschen wie "Rekrutenausbildung" aus ("Beine höher!").

                        -Kevin
                          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                        • Na, die haben doch jetzt eh lange genug geschlafen, ein wenig Frühjahrssport wird denen wohl guttun. Scherz. Danke, werde das Gitter ändern.

                          LG, Klaus
                          • Danke nochmal für den Hinweis. Jetzt mit neu montiertem Gitter. Was könnte der Pollen wohl sein? Haselnuss und Schwarzerle? Ich selbst habe bisher noch nichts blühen gesehen, weder im garten noch unterwegs. Glücklicherweise sind die Bienen da wohl schlauer...

                            • hallo klaus,
                              evtl. kannst du aus der nachfolgenden Trachttabelle herauslesen, von welchen
                              Pflanzen die Pollen stammen können.

                                Abyssus abyssum invocat
                              • Danke. hatte auch schon links an verschiedenen stellen im forum gefunden. jetzt über google suche noch diese Seite. Sie kommt mir ziemlich toll vor: eine liste, die angaben zu nektar und pollen und vielem anderen macht und auch noch sortierbar ist (z.B. nach Trachtmonat).
                                http://www.trachtfliessband.de/trachtkalender

                                Ich schicke Dir das noch mit PN, weil ich den Eindruck habe, dass Du sehr vielen sehr hilfreich bist. Vielleicht interessiert es ja auch andere...
                                lg
                                Klaus
                                • Und wenn du schauen willst, wie weit deine Bienen fliegen:

                                  http://www.homecrossing.de/beespace/


                                  Falls du dies nicht schon hast
                                    "Die Bienen haben das Sagen, ich habe das Tun!"
                                    Karla Wallner, Mecklenburg
                                  • Hallo Klaus, hallo Frank
                                    zum Trachtkalender möchte ich aus der Praxis etwas beitragen.

                                    Das Trachtfließband ist auf dem Papier sehr geduldig. Die Landschaften
                                    heutzutage sind derart ausgeräumt, dass es dieses Ideal nicht mehr gibt.
                                    In meinem Ort tun sich teils große Lücken auf. Die lassen sich leider mit meinem beschaulichen kleinen Garten (insektengerecht bepflanzt) nicht einmal ansatzweise schließen.
                                    Unter Tracht versteht man eine Futterquelle, die im Überfluß sprudelt.
                                    Alles was unterhalb der Überflussgrenze liegt, reicht zwar zum Leben aus,
                                    aber oft nicht mehr zum Überleben.

                                    In meiner Umgebung müsste tüchtig in Anpflanzungen investiert werden. Das was es noch vor 50 Jahren gegeben hat, z. B. wunderbare Kastanien, große alte Birnbäume, Äpfel, anders Obst, Feld- u. Hackfrüchte und fruchtbaren Wald - geschätzte 2 % von alledem ist noch da. Das reicht nicht mehr für die Bienen.

                                    Früher hat die ganze Dorfgemeinschaft die im und um den Ort gelegenen
                                    Wiesen, Äcker, Wälder, kultiviert. Dieses Schaffen ist verschwunden und wenige kümmern sich nur noch um wenig. Wenn überhaupt gibt es in kurzen Sequenzen etwas im Überfluss. Und danach gibt es Abstürze nahezu ins Nichts.

                                    Mit diesem Dilemma muss ich (will sagen meine Bienen!) in meiner Heimat zurecht kommen. Andern Orts mag es vielleicht noch besser sein. Orte mit einem durchgängigen Trachtband zu finden, sind jedoch richtig rar geworden.

                                    @klaus: danke für den link - bf - [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 1 Jahr, 9 Monaten geändert.]
                                      Abyssus abyssum invocat