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  • Hallo Forum,

    ich habe meine BK den ersten Winter und da macht man sich ja wegen jeder Kleinigkeit Sorgen ;-)
    Ich meine meine BK mit einer selbstgebauten Stockwaage ausgerüstet und kenne daher das Gewicht recht genau. Ende Oktober wurde auf gut 17kg aufgefüttert. Aktuell sind noch 11,5kg übrig, was schon ein recht hoher Verbrauch zu sein scheint. Nun ist mir folgendes aufgefallen. Die Kiste steht sehr geschützt auf einer Terasse nach Süden ausgerichtet. Wenn nun die Sonne scheint kann es lokal schnell 8-10°C werden und die Bienen werden wirklich sehr munter und fliegen in einer Stärke, welche nahzu auf Sommerniveau ist smiley im Schatten aber ist es die letzten Tage oft nur 0-5°C gewesen, Tracht gibts hier sicher noch keine. An durchgehende kalten Tagen ohne Flugbetrieb wird kaum Gewicht/Futter verbraucht, wenn überhaupt ist der Verbrauch nur über viele Tage bzw. Wochen messbar. An Tagen mit dem beschriebenen Flugbetrieb "kostet" der Spaß die Bienen immer 200-300 Gramm. Klar ein paar tote Bienen werden ausgeräumt und sicher werden die Bienen auch etwas leichter wenn Sie sich "erleichtern" aber die Masse wird einfach verbraucht. Ich habe nicht das Gefühl das massig Bienen auf Ihrem Ausflug verloren gehen, Sie fliegen ein paar Runden und kommen mit Masse sicher wieder heil zurück...
    Ich bin nun am überlegen, ob es sinnvoll ist die Kiste mehr oder weniger extrem zu verschatten, damit die Bienen nicht so von der Sonne rausgelockt werden oder gar das Flugloch an solchen Tage dicht zu machen - es gibt ja hier im Forum ein Thread wo genau diese Maßnahmen mal besprochen wurden bzw. das man wohl früher die Kisten vergraben hat über den Winter und dann kaum Futterverbrauch vorhanden ist.
    Überall wird ja geschrieben, dass der größte Futterverbrauch im März/April besteht, daher mache ich mir schon etwas Sorgen und habe wenig Lust auf irgendwelche Notfütteraktionen.

    Was denkt Ihr?
    VG
    Tobias
    • Ich bin nun am überlegen, ob es sinnvoll ist die Kiste mehr oder weniger extrem zu verschatten, damit die Bienen nicht so von der Sonne rausgelockt werden

      Ja, das kann man und es könnte in diesem Fall eine vernünftige Entscheidung sein. Verschattung des Fluglochs reicht.

      S. Foto von Bernhard Heuvel: http://immenfreunde.de/pics/2_9_2012/008.jpg
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • danke, so ähnlich hatte ich mir das gedacht...
        Aber dann hatte ich Sorge: was wenn Sie dann doch fliegen und sich auf das Hinderniss dann einfliegen? Haben Sie dann später oder sofort ein Problem bei der Rückkehr?
        • Wollte kurz von meinen Erfahrungen berichten...
          Habe das Flugloch mit einer Pappe ähnlich wie auf dem Bild so verschlossen, dass die Bienen nur seitlich über einen Umweg ins freie konnten. Durch diese Verschattung hatte ich gehofft, den durch die lokal höhere Temperatur bzw. Sonne ausgelösten Flugbetrieb bei sehr kalten Temperaturen zu verhindern. Hat nicht gut geklappt, denn an der Kiste wurde es dennoch ca. 6-7 Grad (ungeschützt im Schatten 0 Grad) und die Bienen habe die Sonne wohl auch durch die seitlichen Öffnungen erkannt und sind nach und nach seitlich rausgekrabbelt und abgeflogen. Bei der Rückkehr allerdings hatten Sie riesen Probleme die Öffnung zu finden und bedingt durch die Kälte sind sie dann sehr schnell in der Nähe der Kiste verklammt. Nachdem ich das bei einem guten duzend gesehen habe, habe ich den Versuch abgebrochen und die Pappe wieder weggenommen, sollen sie halt fliegen wie sie wollen. Sie haben dann sogar noch Pollen eingetragen und Flugbetrieb fast wie im Sommer gestartet. Ergebnis am spätend Abend 500 Gramm weg smiley
          Egal nun ist eh wieder schlechtes Wetter und noch haben Sie 10,5 kg Vorrat. Ich hoffe es wird reichen, zumindest bis es so warm ist das man problemlos etwas füttern kann.
          Ich vermute das Verschatten bringt nur etwas, wenn es nicht durch eine sehr geschützte Lage auch lokal schnell durch die Sonne warm wird.
          VG
          Tobias
          • Hi Tobias,

            der Standort der Bienenkiste entscheidet schon maßgeblich über das Ausfliegen der Bienen.
            Bei den 3 Beuten in der Sonne hatten wir die Tage Flugbetrieb, bei den beiden Beuten im Schatten dagegen war zur selben Zeit keine einzige Biene am Flugloch zu sehen. Lufttemperatur so um die 8 Grad.

            Grüße nach Ehlscheid
            • Hi Harry,

              bei Lufttemperatur 8 Grad würde ich mir ja keine so riesen Gedanken machen, aber meine sind eben auch bei deutlich niedrigeren Temperaturen geflogen, weil die Kiste so geschützt steht, dass es bei Sonne lokal sicher 3-4 Grad Wärmer wird (im Schatten) als allgemein.
              Insgesamt scheint mir das aber einen großen Einfluss dann zu haben, in welche Richtung weiß ich noch nicht smiley
              Ich rede mir ein, dass der hohe Gewichtsverlust durch die Ausflüge vor allem dadurch kommt, dass die Bienen abkoten und dadurch leichter zurückkommen als Sie ausfliegen. Kann mir kaum vorstellen, wie sonst 500 Gramm am Tag verbraucht werden sollen. Ein Teil des Gewichtsverlustes an den wenigen schönen Tage ist aber sicher auch die Tatsache, dass das Holz der Kiste insgesamt an Feuchtigkeit verliert. Denn wenn es wie jetzt so nass ist, legt die Kiste auch wieder etwas zu ohne das etwas eingetragen wird und das obwohl Sie trockend steht. Das Holz und vielleicht auch der Inhalt der Kiste zieht dann Feuchtigkeit. Wenn Sie fliegen wird die Kiste auch trockender.

              VG
              Tobias