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  • Hallo

    Ich kann mir schwer vorstellen, dass meine Frage noch niemand gestellt hat, aber ich kann im Forum nichts finden....

    Ich baue im Moment eine Bienenkiste und frage mich welches Mittelwandmaterial ich kaufen soll. Ich möchte gerne Wachs aus vernünftigen Quellen ohne irgendwelche Rückstände, da ja besonders die Mittelwände aus dem Honigraum in Kontakt mit dem Honig stehen, den ich später essen möchte.
    Gibt es eurerseits Erkenntnisse, ob tatsächlich Unterschiede zwischen biozertifizierten und konventionellen Mittelwänden bestehen? Nur wegen des Zertifikates würde ich es nicht tun, aber wenn "Bio" hier was bringt, würde ich mehr Geld ausgeben (ist ja leider nicht wenig...).

    Danke
    Stefan
    • Hallo Stefan

      Leider ist es derzeit so, dass man kaum Bio-Mittelwände bekommt. Und wenn man welche kriegt, kann man sich leider auch nicht sicher sein, dass diese rein sind. Is ist sogar so schlimm, dass zur Zeit etwa 90% aller Mittelwände mit Paraffin verunreinigt sind auch die aus Bio-Wachs sind leider betroffen. Ansonsten wären Biomittelwände schon besser geeignent, aber zur Zeit kann man sich leider nicht sicher sein.
      Die Bioimkereien nehmen deswegen fast ausschließlich Wachs aus eigener Produktion. Deshalb kommt es zusätzlich zu Engpässen. Für Kleinimker sieht das nicht rosig aus. Wenn man ganz sicher sein will kann man noch auf Mittelwände verzichten und mit Anfangstreifen arbeiten, die kann man mit eigenem Wachs anstreichen. Mittelwände selbermachen rechnet sich ja leider bei kleinen Mengen nicht wirklich.

      Gruß
      david
      • Hallo ihr beiden,

        meiner Meinung nach macht man hier einen Nebenkriegsschauplatz auf mit diesem ganzen
        Wachsgetue.
        Mal ganz ehrlich, was nützt dem Imker sauberes, unverseuchtes, pestizidfreies Wachs,
        wenn seine Bienen ihm vergiftetes Wasser, mit Pestiziden, Herbiziden und Schwermetallen
        belastete Pollen und Honige eintragen. Das alles geht auch ins Wachs und so wird auch
        das eigene Wachs verseucht. Der eigene Wachskreislauf ist nicht besser!
        In der heutigen Umwelt gibt es nichts unbelastetes mehr und in der Imkerei erst recht
        nicht. Nicht das Wachs macht uns die Probleme, sondern das was die Bienen da
        rein bringen!

        Und es ist auch egal, ob wir unbelasteten oder belasteten Honig essen. Beim Brot,
        beim Gemüse, beim Bier und allem anderen stellen sich die meisten Leute (Imker) solche Fragen ja auch nicht oder tun sie ab. Da kommts doch auf den belasteten Honig nicht mehr
        an.

        Die Regierung erlaubt Stoffe, die die Blutschranke zu den Hirnzellen hin durchbrechen.
        Von irgendetwas muss ja schließlich Alzheimer kommen. Mit Giften verdient man Geld,
        nicht mit unbelasteter Ware.

        Ein Beispiel aus der heutigen Tageszeitung:



        Guten Appetit
        bf
        [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 6 Monaten geändert.]
          Abyssus abyssum invocat
        • Hallo Bienenflug,

          Du hast naturlich recht, mit dem was du sagst. Trotzdem spricht für mich als Hobbyimker genug für den Verzicht auf Mittelwände, zumindest möchte ich es versuchen.
          Ich möchte hier auch keine Grundsatzdisskussion lostreten, denn es ist natürlich jedem selbstüberlassen, wie er die Sache angeht.
          Man sollte jedoch meiner Meinung nach über die Problematiken mal nachgedacht haben.
          • Hallo David,
            Dreieckleisten sind für mich genau so ein Thema wie für dich. Das weißt du aus mehreren
            meiner Beiträge. In der aufrecht stehenden Bienenkiste (ABK) nutze ich sie bereits mit gutem Erfolg. Allerdings noch nicht im aufgesetzten Honigraum, da war mir das vergangene Jahr von der Tracht her viel zu ungenügend.

            Ich gebe dir vollkommen recht, man sollte über die angesprochenen Problematiken nachdenken und mein Beitrag möge in diese Richtung weiter sensibilisieren.
            Mein Beitrag hört sich vielleicht für den Außenstehenden an, als wäre es mir Wurscht, welches Wachs ich kaufe, ist es aber in Wirklichkeit nicht.
            Denn selbstverständlich strebe ich möglichst unbelastetes Wachs an, gehe dabei aber einen Kompromiss ein, weil es bereits nach der ersten Saison sowieso belastet sein wird. Wie du richtig schreibst, muss das jeder für sich selbst entscheiden.

            Stefan schreibt
            Ich baue im Moment eine Bienenkiste und frage mich welches Mittelwandmaterial ich kaufen soll.
            Ich möchte dir mal sagen, wo ich in den letzten Jahren meine Mittelwände gekauft habe und welche Qualität. Das waren immer Mittelwände seuchenfrei (nicht pestizidfrei),
            und zwar bei Imkereibedarf Bienenweber GmbH, in Gera Trebnitz
            http://www.imkereibedarf-bienenweber.de/epages/imkereibedarf.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/imkereibedarf/Categories/%22Mittelw%C3%A4nde%20und%20Bienenwachs%22/Mittelwaende_seuchenfrei
            Zuletzt hatte ich mir den 2-kg Pack im Jahre 2014 zum Preis von 23,80 Euro gekauft.
            Aktuell kostet das gleiche Produkt, gleiche Menge 33,90 Euro, also ein deftiger Preisanstieg.
            Schon alleine deswegen spare ich bei meinem Imkern so viele Mittelwände
            wie möglich ein und gebrauche nur noch so wenige wie unbedingt nötig.
            Wäre die Tracht in meiner Lage besser, würde ich inzwischen ganz auf Mittelwände
            verzichten.
            Bei Bienenweber kaufe ich ein, weil ich dort das Freudensteinmaß bekomme. Dieses Maß bietet aufs Kg bezogen für die Bienenkiste die größtmögliche Ausbeute unter allen angebotenen Mittelwandmaßen.
            Vielleicht helfen dir diese Infos ein wenig bei deiner Entscheidung.

            Beste Grüße an euch beide
            bf
              Abyssus abyssum invocat
            • Danke David und Bienenflug.

              Ich habe gelesen, dass die Bienen Giftstoffe aus dem Honig absorbieren und im Wachs einlagern. Insofern sollte man sich wegen der Qualität des Honigs (eigentlich) keine Sorgen zu machen!? Da unsere Umwelt ja -wie Bienenflug anmerkte- von nicht wenigen Pestiziden heimgesucht wird, ist vermutlich jeder Wachs damit verseucht. Interessanterweise werden die biozertifizierten Mittelwände aber als pestizidfrei verkauft (wahrscheinlich "pestizidfrei" im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte!?)
              Mindestens genauso wichtig bzw. wichtiger ist sicher die Seuchenfreiheit....

              woidschratzl schrieb am 31.01.2017, 16:17


              Wenn man ganz sicher sein will kann man noch auf Mittelwände verzichten und mit Anfangstreifen arbeiten, die kann man mit eigenem Wachs anstreichen.




              David, arbeitest du bei der Bienenkiste auch im Honigraum mit den Anfangsstreifen? Lt. E.M.Klein sind die Waben dann wohl sehr leicht zerbrechlich und die Bienen lagern weniger ein. Hast du gute Erfahrungen damit gemacht?

              Danke Bienenflug für den Einkaufstipp!

              Mir ist es wichtig auch (oder: insbesondere) persönlich einen Beitrag zu einer "lebenswerten" Umwelt zu leisten. Ich mache mir nicht nur Gedanken bezüglich Bienenwachs. Bei all dem möchte ich allerdings nicht dogmatisch vorgehen. Als verbitterter Mensch ist man nicht hilfreich für seine Umwelt;-).

              Stefan



              • Hallo Stefan,

                Ich habe letztes Jahr bei 2 Trägeleisten die Mittelwände weggelassen. Dabei ab es keine Probleme, allerdings waren es Randwaben und nicht so voll mit Honig.
                Harry schrieb hier im Forum, dass es bei ihm auch keine Probleme gab, seine Kisten stehen ab Mittag im Schatten. Das ist glaube ich sehr von Vorteil.

                Auf weniger Honig muss man sich hingegen auf jeden Fall einstellen, denn zum Einen verbrauchen die Bienen selbst mehr Nahrung, wenn sie die Waben selber bauen müssen, und zum Anderen werden sie nicht wie bei Mittelwänden zusätzlich zum Sammeln animiert. (Bienen sehen Mittelwände als fertige Waben an und versuchen sie auf alle Fälle irgendwie voll zubekommen.
                Dafür kommen sie ohne MW kaum in Sammelstress.

                Es hat also alles seine Vor und Nachteile. Ich versuche es dieses Jahr mal ohne Mittelwände, denn Honig brauche ich nur für mich selber. Werde euch dann auf dem Laufendem halten.

                Übrigens Wabenbruch kann es auch mit Mittelwänden geben, vor allem wenn sie mit Paraffin verunreinigt sind. Denn der Schmelzpunkt bei Paraffin liegt um einiges niedriger als bei Beinenwachs.
                • author=bienenflug date=1485880926]

                  Und es ist auch egal, ob wir unbelasteten oder belasteten Honig essen. Beim Brot,beim Gemüse, beim Bier und allem anderen stellen sich die meisten Leute (Imker) solche Fragen ja auch nicht oder tun sie ab. Da kommts doch auf den belasteten Honig nicht mehr an.

                  Das Münchner Umweltinstitut untersuchte 14 der beliebtesten Biermarken. In allen Fällen wurden die Tester dabei fündig. Der höchste gemessene Wert wurde bei der Sorte Hasseröder Pils festgestellt, er lag bei 29,74 Mikrogramm pro Liter. Die geringste Konzentration wurde bei der Marke Augustiner Helles nachgewiesen, sie lag 0,46 Mikrogramm Glyphosat pro Liter.

                  Diese Werte des Pestizids/Totalherbizids Glyphosat (weltweit meist verkauftes Artenvernichtungsmittel) wurden gemessen:


                  Biersorte / gemessener Glyphosatwert



                  Augustiner Helles 0,46 Mikrogramm pro Liter
                  Franziskaner Weißbier 0,49 Mikrogramm pro Liter
                  Beck's Pils 0,50 Mikrogramm pro Liter
                  Bitburger Pils 0,55 Mikrogramm pro Liter
                  Paulaner Weißbier 0,66 Mikrogramm pro Liter
                  Erdinger Weißbier 2,92 Mikrogramm pro Liter
                  Krombacher Pils 2,99 Mikrogramm pro Liter
                  König Pilsner 3,35 Mikrogramm pro Liter
                  Oettinger Pils 3,86 Mikrogramm pro Liter
                  Veltins Pilsener 5,78 Mikrogramm pro Liter
                  Radeberger Pilsner 12,01 Mikrogramm pro Liter
                  Warsteiner Pils 20,73 Mikrogramm pro Liter
                  Jever Pils 23,04 Mikrogramm pro Liter
                  Hasseröder Pils 29,74 Mikrogramm pro Liter

                  Solche Pestizidvergleiche habe ich für Honig und Mittelwände noch nicht gesehen.

                  Na denn mal Prost.

                  bf




                  [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 6 Monaten geändert.]
                    Abyssus abyssum invocat
                  • David, das klingt spannend. Wenn ich mal soweit bin, im Moment bin ich ja noch mit dem Bau meiner beiden Bienenkisten beschäftigt, werde ich das auch ausprobieren. Ein Kompromiss zwischen kompletten Mittelwänden und einem Anfangsstreifen aus eigenem Wachs könnten Anfangsstreifen aus Mittelwandmaterial sein!? Kommt wohl auf den Versuch an!
                    (Halb-)Schattige Bereiche haben wir in unserem Garten zum Glück genug....

                    Wenn ohne Mittelwände weniger Honig "produziert" wird, wäre das für mich in soweit ok, da ich ja dafür die Kosten für die Mittelwände eingespart habe.
                    Und soweit ich das verstanden habe, versteht sich das Konzept der Bienenkiste so, dass Honig zur Eigenversorgung erzeugt wird - und nicht zur Vermarktung. Schön wäre, wenn der selbst produzierte Honig am Ende nicht teurer wird als der vom Imker gekaufte....Außerdem ist es ein schöner Gedanke weitestgehend autark zu sein (ok, das ist wohl eine Illusion;-)

                    Und: Kosten, Umweltschutz und Zeitaufwand (auch wenns "Hobby" ist): irgendwie muss das alles einem sinnigen Verhältnis stehen.

                    Das die Bienen über die Mittelwände zum Sammeln animiert werden bzw. in Sammelstress gebracht werden, war mir neu. Eigentlich ein bisschen fies....;-)


                    bienenflug schrieb am 02.02.2017, 22:38
                    author=bienenflug date=1485880926]

                    Solche Pestizidvergleiche habe ich für Honig und Mittelwände noch nicht gesehen.


                    Bienenflug, ich glaube, dass Honig und Bienenwachs einfach nicht ganz so im Zentrum des allgemeinen Interesses liegen wie BIER. Beim Honig fehlen auch die Markennamen;-).

                    Stefan
                    • hallo stefan,

                      zum Stichwort "verbitterter Mensch" in deinem vorausgehenden Beitrag möchte ich dich
                      als Bienenkistenanfänger, der verständlicherweise über einen großen Euphorismus verfügt (was auch gut so ist) auf folgende Tatsache hinweisen:

                      Die Ackerböden in Europa sind mit hochtoxischen Pflanzenschutzmitteln nach 10 Jahren flächendeckender Anwendung regelrecht verseucht. Auch das Grundwasser und unsere Flüsse haben das Nutzinsektengift in sich. Dennoch sehen die darüber informierten Politiker keinen Handlungsbedarf. Diese Ignoranz verantwortlicher Minister(innen) wird daher unweigerlich zu einem großen Artensterben führen. Zuerst sterben die Nutzinsekten, dann die davon abhängigen unzähligen Pflanzen- und Tierarten. Dr. Tennekes hat über dieses aktuelle Artensterben vor unserer Haustür ein Buch veröffentlicht. The Systemic Insecticides: A Disaster in the Making

                      Derzeit schauen die am weitest entwickelten Nationen zu, wie es Ihre Tier- und Pflanzenarten dahinrafft!

                      Mit der Aussage im letzten Satz ist nicht irgendwer gemeint, sondern wir! Wir Deutschen!!!

                      Eine interessante Seite zum Einlesen in die Pestizid-, Herbizid- und die gesamte
                      Vergiftungsproblematik unserer Umwelt findest du hier:
                      http://www.umweltbund.de/imkerei

                      gruß bf
                        Abyssus abyssum invocat
                      • Hallo

                        am besten nichts mehr essen und trinken- da bleibt man Gesund- achja atmen nur noch mit Maske


                        Jetzt bin ich wirklich wieder am überlegen mir eine günstige Wabenpresse und meinen eigenen Wachs wieder zuverwenden

                        Viele Grüße
                        Drohn
                        • drohn schrieb am 03.02.2017, 17:56
                          Hallo

                          am besten nichts mehr essen und trinken- da bleibt man Gesund- achja atmen nur noch mit Maske

                          Lieber drohn,
                          du drückst das zwar überspitzt aus, aber ein Kern Wahrheit steckt da drin.
                          Denn in vielen Nahrungsmittel ist zwischenzeitlich zu viel Gift, zu hohe Belastungen, teilweise sehr viel mehr als vom Gesetzgeber legal erlaubt
                          (weitaus höher als die sogenannten erlaubten Grenzwerte).

                          Welcher Imker möchte wirklich wissen, wieviel Pestizide und was weiß ich was noch alles in seinem Honig ist. Da sind Imker unter uns, die ernten mehr Sondermüll als Honig! Dieser belastete Honig - so er denn untersucht würde - dürfte nicht in Verkehr gebracht werden.

                          Wen kümmert`s? - einfach weitmachen wie bisher (das ist jetzt keine Bitterkeit, aber
                          mein bitterer Ernst).

                          beste grüße
                          bf
                            Abyssus abyssum invocat
                          • Hallo Bienenflug,

                            was mich etwas geärgert hatte, war eine Formulierung in deinem ersten Beitrag:

                            "Und es ist auch egal, ob wir unbelasteten oder belasteten Honig essen. Beim Brot,
                            beim Gemüse, beim Bier und allem anderen stellen sich die meisten Leute (Imker) solche Fragen ja auch nicht oder tun sie ab. Da kommts doch auf den belasteten Honig nicht mehr an."

                            Das schlimme ist: du hast recht. Jedoch hat mich im ersten Moment die Verallgemeinerung gestört "die meisten Leute". Die Formulierung wirkt halt resigniert. Und auch wenn man in Anbetracht des Elends das unserer Natur angetan wird, resignieren könnte, möchte ich es nicht. Du sicher auch nicht.

                            Positiv anmerken würde ich gerne, dass es doch neben "den meisten Leuten" (leider ist es wohl so) die das alles nicht juckt auch viele gibt, die sich selbige Gedanken machen wie wir und versuchen persönlich anders zu leben oder sich engagieren. Die Bienenkiste ist da nur ein (sehr löbliches) Puzzleteil.

                            Ich habe mir den Link nur erst auf die schnelle angesehen. Interessant, aber -puh- eine Litanei an schlimmen Erkenntnissen.
                            Wie kann man Menschen (auch die, die bloß mittelmäßig interessiert sind) dafür gewinnen sich mit solchen Themen zu beschäftigen ohne sie mit mit negativen Infos zu erschlagen bzw. sofort in die Resignation zu treiben?? Auch eine bitterernste Frage....

                            Stefan

                            • Lieber Stefan,

                              Wie kann man Menschen (auch die, die bloß mittelmäßig interessiert sind) dafür gewinnen sich mit solchen Themen zu beschäftigen ohne sie mit mit negativen Infos zu erschlagen bzw. sofort in die Resignation zu treiben??

                              Du möchtest wissen, warum ich dich quasi mit der Nase auf diese Themen stoße?
                              Da die Frage bitterernst gemeint ist, möchte ich dir auch meine ehrliche Antwort
                              geben.
                              Es hat etwas zu tun mit Wegschauen. Auch mit Moral, mit Lügen, Täuschen und Betrügen. Mit Dummheit und Verbrechen, Rücksichtslosigkeit und Egoismus.
                              Ich nehme an, du hast möglicherweise meine Beiträge in den Fäden
                              mellifera-aktion-gentechnik-im-honig-verhindern
                              Bienen und die Politik
                              nicht gelesen, sonst wüsstest du, wie scharf ich auf diesen Themenkomplex reagiere
                              und wie ich darüber denke.
                              Ich persönlich möchte nicht weiter interessierten Imkerneulingen euphorisch von
                              der Bienenkiste erzählen und ihnen sagen, wie schön das Imkern doch mit dieser Beute ist, ohne hierbei auf die heutigen Umstände der Imkerei allgemein hinzuweisen, auf die Belastungen, welchen unsere Bienen ausgesetzt sind und den Gefahren, die ihnen durch die unangemessenen politisch gewollten Vernichtungsmechanismen drohen.
                              Die wenigen Menschen, die sich heutzutage für die Bienenhaltung interessieren und
                              mit ihr beginnen, sollten gut informiert sein. Das gehört zum "Erwachsensein" eines Imkers dazu. Jeder von uns wird irgendwann merken, wie schwach und hilflos er gegenüber diesen Wirkmechanismen ist. Und zwar spätestens dann, wenn sich seine Beuten leeren.

                              Dass diese Informationen aufrütteln und weh tun, ist mir bewusst.

                              Du musst nicht alles auf einmal lesen. Meine Hinweise sollen nach meinem Verständnis der Aufklärung und Sensibilisierung dienen, denn es sind in der Tat schmerzhafte Wahrheiten, die niemand von uns gerne hören oder wissen möchte.

                              In der Imkerei nützt es aber niemandem weg zu schauen und weg zu hören. So ist das.

                              freundliche Grüße
                              bf


                                Abyssus abyssum invocat
                              • Hallo zusammen,

                                wer wissen will wie es um sein Wachs und Honig steht könnte eine Bioimkerei anmelden und sich zertifizieren lassen. Die Kosten dafür werden derzeit in etwa von der statl. Förderung gedeckt.
                                Wenn man hohe Belastungswerte hat, könnte man versuchen auf die umliegenden Landwirte einzuwirken, indem man sie versucht aufzuklären. Oft fehlt diesen das Wissen bzw. die Sensibilität, für dir Folgen ihres Tuns. Und wenn sie nur die Zeitpunkte der Pflanzenschutzmittel ändern, hat man schon etwas gewonnen.

                                @Drohn:
                                eine Wabenpressen anzuschaffen habe ich mir auch schonmal überlegt.
                                Leider gibt es für gebrauchte Geräte derzeit kaum einen Markt, und neu sind sie schon sehr teuer.
                                Darüberhinaus, müsste man hauptsächlich Entdeckelungswachs nehmen um enigermaßen reine MW zu bekommen, und da muss man mit wenigen Völkern lange sammeln, bis man das Wachs für ein paar MW zusammen hat.

                                Schönen Gruß
                                David
                                • Hallo David

                                  bei mir im Umkreis incl. Stammtisch müsste man doch genug mit der Zeit Wachs zusammen bekommen um neue Waben zu pressen und diese dann halt anteilig wieder zu verteilen...

                                  Wabenpresse: Der Wachs der gepresst wird soll nicht so stabil sein wie der in einer Walze hergestellten Waben

                                  Viele Grüße
                                  Drohn