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  • Ich füge den Artikel einfach unkommentiert ein.

    Unfassbar: Deutscher Imkerbund (DIB) distanziert sich ausdrücklich von Umweltschutzverbänden:

    Walter Haefeker, der Präsident des Europäischen Berufsimkerverbands berichtet vom "Runden Tisch - Imker-Landwirtschaft-Industrie":

    "Grundsätzlich verlief die Veranstaltung in einem sehr sachlichen Ton. Doch Dr. Stallknecht (Bauernverband) beschwerte sich lautstark über die Verbote verschiedener Wirkstoffe. Dies würde nicht zu einem konstruktiven Dialog zwischen Imkerei und Landwirtschaft gehören. Nun können Imkervertreter keine Verbote für Pestizide aussprechen. Diese gibt es nur, wenn die wissenschaftliche Datenlage eine solche Maßnahme als notwendig erscheinen lässt. Dr. Stallknecht beschwerte sich des Weiteren über den Umgang von Umweltorganisationen mit dem Thema „Bienen“. Besonders die aktuellen Aktivitäten von Greenpeace stoßen offensichtlich beim Bauernverband auf wenig Begeisterung.

    Nach der Einlassung von Dr. Stallknecht gab es einen bemerkenswerten Auftritt von Frau Löwer. Der DIB sei nicht damit einverstanden, wie Verbände wie Greenpeace, Bund Naturschutz etc. die Imker vor ihren Karren spannen würden. Der DIB distanziere sich ausdrücklich von diesen Organisationen.

    Nachdem ich dann für den DBIB unsere gute Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden klarstellte, hielt Frau Löwer in einem Ton dagegen, dass man den Eindruck bekommen konnte, das wahre Problem der Imkerei seien nicht die Pestizide sondern die Umweltverbände. Ich sah mich veranlasst, darauf hinzuweisen, dass Frau Löwer zwar Geschäftsführerin des DIB sei, aber keine gewählte Vertreterin der Imker. Peter Maske beschloss nun, sich vor seine Geschäftsführerin zu stellen. Er sei auch nicht mit allem einverstanden, was diese Verbände machten.

    Ich habe den Veranstalter des Runden Tisches gebeten, die Distanzierung des DIB von den Umweltverbänden in das Protokoll des Runden Tisches aufzunehmen. So klar ist schon lange nicht mehr zu sehen gewesen, wo der DIB zumindest an seiner Spitze steht. Ich denke, die Mitglieder des DIB sollten wissen, wie sich ihr Verband auf der agrarpolitischen Bühne in Berlin präsentiert. Der DIB hat ja nach wie vor zum Ziel, als alleiniger Vertreter der deutschen Imkerschaft gegenüber der Politik in Berlin fungieren zu dürfen. Dieses Interesse wird auch gerne von jenen bedient, die sich freuen, einen äußerst bequemen Gesprächspartner in der Imkerschaft zur Verfügung zu haben."

    Quelle: https://www.facebook.com/plugins/comment_embed.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FBerufsimkerbund%2Fposts%2F1374769165888103%3Fcomment_id%3D1374944412537245&include_parent=false
      "Die Bienen haben das Sagen, ich habe das Tun!"
      Karla Wallner, Mecklenburg
    • Habe ich eigendlich die Möglichkeit aus dem DIB auszutreten? Also keine Beiträge mehr dafür zu bezahlen?
      Ich habe vor einigen Monaten den Honiglehrgang des DIB gemacht.
      Habe aber nicht vor, meinen Honig in deren Gläser zu verkaufen.
      Dieses Verhalten des DIB kann und will ich so nicht unterstützen.
      • frankthebee schrieb am 03.01.2017, 12:32
        Er sei auch nicht mit allem einverstanden, was diese Verbände machten.

        Das kann ich selbst gut verstehen. Aus einem eigentlich positiven Artikel in der Zeit über Brigitte Behrens und Greenpeace (kursiv von mir):
        "Der Auftritt ist typisch für die unauffällige [Leiterin von Greenpeace Deutschland] und passt so gar nicht zu Greenpeace, einer Organisation, für die Aufmerksamkeit die höchste Währung ist. Ob mit wagemutigen Kletteraktionen, nächtlichen Schlauchbootschlachten oder provokanten Protestplakaten – Greenpeace will provozieren, Greenpeace fällt auf." -- http://www.zeit.de/2014/08/greenpeace-brigitte-behrens

        -K
          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
        • Und ich distanziere mich vom DIB. Dieser Bericht bestätigt mich darin, warum mir dieser Laden gestohlen bleiben kann.

          Meine Interessen als Imker sehe ich dort in keinster Weise vertreten, im Gegenteil. Was da vergangenes Jahr anlässlich des Öko-Tests an Aussagen zum Thema Bio-Honig kam, war eine Unverschämtheit.

          Hoffentlich sehen das viele Nachwuchsimker genauso, dann wird der Verein früher oder später aussterben.
          • Walter Haefeker, der Präsident des Europäischen Berufsimkerverbands berichtet ....
            Nachdem ich dann für den DBIB unsere gute Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden klarstellte, hielt Frau Löwer in einem Ton dagegen, dass man den Eindruck bekommen konnte, das wahre Problem der Imkerei seien nicht die Pestizide sondern die Umweltverbände. Ich sah mich veranlasst, darauf hinzuweisen, dass Frau Löwer zwar Geschäftsführerin des DIB sei, aber keine gewählte Vertreterin der Imker. Peter Maske beschloss nun, sich vor seine Geschäftsführerin zu stellen. Er sei auch nicht mit allem einverstanden, was diese Verbände machten.

            Es ist sehr schwierig, als Außenstehender zu frankthebees Beitrag eine substanzielle Aussage zu machen. Man muss zunächst einmal schauen, wer die Leute sind, die an diesem runden Tisch saßen:

            Bauernverband, Bundesausschuss Obst und Gemüse, Geschäftsführer Dr. Hans-Dieter Stallknecht,
            Barbara Löwer, Geschäftsführerin des DIB (seit 2007)
            Peter Maske, Präsident des DIB (seit 2008)
            und der Verfasser des Artikels: Walter Haefeker, Präsident des Europ. Berufsimkerverbandes, zugleich Vorstandsmitglied des DIB!

            Es ist kein Wunder, dass diese Führungspersönlichkeiten sich - wie hier geschehen - hitzig an die Köpfe geraten. Dabei ist mir der Vertreter des Bauernverbandes der unsympatischste, der nicht nur an alten Gewohnheiten festhält, sondern die Ausbeutung
            und Vergiftung der Natur konsequent,rücksichtslos und mit allem in seiner Macht stehenden Möglichkeiten weiter vorantreibt und vergrößert.
            Geschäftsführung Barbara Löwer und Präsident des DIB, Herr Maske, sind mir eher suspekt. Sie bewegen sich, einem Eiertanz gleich, eher verhalten und sind für meine Begriffe im Hinblick auf den Überlebenskampf der Bienen/Imker viel zu softy.
            Gerade im Hinblick auf die Gefährdungssituation der Bienenhaltung würde ich mir von diesen Amtsinhabern eine sehr viel deutlichere Positionshaltung gegenüber der Politik erwarten.

            Walter Haefeker empfinde ich als einen Menschen des Ausgleichs, des Miteinanders und soweit ich es nachvollziehen kann, als jemanden der sehr viel Kraft in den Erhalt einer bienenverträglichen Natur und Umwelt investiert.
            Ich empfehle hierzu den sehr interessanten Beitrag im Anhang zu lesen.

            Diesen Streit würde ich nicht einmal für so schlimm empfinden, wäre da nicht die ständige Bedrohung unserer Umwelt tangiert.
            Gerade erst vorgestern erschien ein Bericht der Umweltstiftung WWF, woraus zu entnehmen ist, dass seit 1970 die Tierbestände weltweit um knapp 60 % zurückgegangen sind. Darunter zählen z. B. Wald - und Wiesenvögel wie z. B. die Feldlerche, das Rebhuhn, die seit 1980 um 90 % zurückgegangen sind, bei Turteltauben und Braunkehlchen sind es um die 70 %.
            Der Feldhamster steht kurz vor dem Aussterben, Feldhasen, Kaninchen und viele viele andere auf einer Liste von ca.110 000 Arten ergeht es ebenso.

            Der WWF warnt: Der Mensch verursache gerade " das größte globale Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier".

            Ich würde mir vom DIB ein viel viel deutlicheres und stärkeres Eintreten zum Schutze der Bienen wünschen, gegenüber den Pestizidherstellen und die sie unterstützende deutsche Regierung. Ferner würde ich mir wünschen, dass in erster Linie die Gelder des DIB in die Klageverfahren beim EUGH hineingesteckt werden. Denn wenn diese Verfahren für die Imkerschaft scheitern, macht die Ausbildung von Imkern, ja diese ganze aufgeblasene DIB-Organisation keinen wirklichen Sinn mehr.

            In der Hinsicht könnten sich die beiden o. g. Amtsinhaber des DIB von Greanpeace, Campact, Bund und anderen Naturverbändnen mehr als eine Scheibe abschneiden!

            Gruß
            bf






            [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren geändert.]
              Abyssus abyssum invocat