abonnieren: RSS
  • Hier eine Info für Bienenkisten-Interessierte, Anfänger, Leute mit Standortproblemen oder ohne eigenen Standort.

    25.11.2016 Neues DB-Projekt
    Jedem Interessierten bietet die Bahn geeignete Flächen für die Bienenhaltung kostenlos zur Pacht - wo möglich, in Wohnortnähe. Ideal für die Bienenkiste!
    Gerade Menschen ohne eigenen Grund und Boden, Garten oder Terrasse,
    Mietern in Stadtwohnungen bietet die Bahn ausgezeichnete Möglichkeiten
    für eigene Bienenhaltung.
    Ich kann dies jedem aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen. Mein Vater hatte seinen Bienenstand auf einer DB-Fläche in unserem Dorf, es war ein richtiges Idyll. Nachdem er verstorben war, wurde der Standort leider aufgegeben.

    Ich wünsche jedem Interessierten ein glückliches Händchen bei seiner Standortwahl.

    gruß bf

    http://www.deutschebahn.com/de/nachhaltigkeit/oekologie/Naturschutz/12565928/bienen.html?start=0


    DB lässt Bienen summen
    Kostenfreie DB-Flächen für Hobby-Imker
    Die Deutsche Bahn stellt Hobby-Imkern Flächen für die Aufstellung von Bienenkörben kostenfrei zur Verfügung. Mit dem Projekt will die DB die Imker unterstützen und dabei helfen, die immer stärker bedrohten Bienen zu schützen.

    „Bienen bei der Bahn“ heißt das Projekt, in dem die DB aus ihren rund 1,2 Milliarden Quadratmetern Fläche potenzielle Stellflächen für Bienenvölker identifiziert hat. Ab sofort können sich Hobby-Imker an eine zentrale Stelle bei der DB wenden, um wohnortnahe Flächenvorschläge zu erhalten. Nach Prüfung und Auswahl schließt er dann einen kostenfreien Gestattungsvertrag mit der DB – und schon können die Bienen ihr neues zu Hause beziehen.

    Alle interessierten Hobby-Imker können ihre Anfragen an bienen@deutschebahn.com richten. Weiteren Kontakt für Rückfragen finden Sie in der rechten Spalte. Zudem haben wir dort für Sie das Antragsformular hinterlegt.

    Wichtiger Hinweis für Anfragen: Aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage mit bereits über 500 vorliegenden Anfragen von Hobby-Imkern kann die Bearbeitung einige Wochen in Anspruch nehmen. Wir bitten Sie hierfür um Ihr Verständnis – herzlichen Dank.

    Bienen brauchen Schutz

    Viele der DB-eigenen Flächen sind ideal als Bienenrevier. Denn entlang von Schienenwegen und auf vielen, zum Teil brachliegenden Flächen des Konzerns haben sich unzählige Blütenpflanzen angesiedelt. Sie dienen den Bienen als wichtige Nahrungsquelle. Die DB tritt für den Erhalt der Bienenbestände ein und kümmert sich um den Arten- und Naturschutz. Hilfe ist hier sehr wichtig, denn rund 80 Prozent unserer 2.000 bis 3.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf Bienen als Bestäuber angewiesen. Der wirtschaftliche Nutzen ihrer Bestäubungsleistung wird allein in Deutschland auf jährlich zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt.

    Allerdings gehen die Bienenpopulationen in Deutschland, wie auch weltweit, immer mehr zurück. Seit 1985 sind allein in Europa die Bestände der Honigbienen um 25 Prozent zurückgegangen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: unter anderem machen Flächenversiegelung, Schadstoffe, Krankheiten und veränderter Klima- und Witterungsbedingungen den Bienen zusehends zu schaffen. Die DB leistet mit ihren Flächen einen Beitrag, um die Bienen und damit auch einen Teil unserer Lebensgrundlage zu schützen.

    Kontakt

    Stefan Roy

    DB Immobilien Produktionsmanagement

    bienen​@deutschebahn.com

    Brandenburger Straße 3a
    04103 Leipzig

    Helmut Przikling

    DB Immobilien Produktionsmanagement

    bienen​@deutschebahn.com

    Karlstr. 6
    60329 Frankfurt a. Main
      Abyssus abyssum invocat
    • Einerseits ein tolles Projekt, andererseits entkrautet die Bahn ihr Streckennetz mit Tonnen von Pestiziden und ist damit einer der größten Verbraucher von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

      Nähres ist in einer Antwort der Bundesregierung auf eine diesbezügliche Kleine Anfrage aus dem Jahr 2009 zu finden. Meines Wissens hat sich bei der Streckenpflege der DB seither nichts grundsätzlich geändert.

      Hier der Link: dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613993.pdf

      Gruß, Lucius
        Die Bienenhaltung [...] ist außerdem eine moralische Arbeit, da sie ablenkt von Kaffee und verrufenen Häusern und den Blick des Imkers auf das Beispiel der Arbeit, der Ordnung und der Hingabe an eine gemeinsame Sache lenkt.
        (Abbé Warré)
      • Hallo Lucius

        Einerseits ein tolles Projekt, andererseits entkrautet die Bahn ihr Streckennetz mit Tonnen von Pestiziden und ist damit einer der größten Verbraucher von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

        Es ist zutreffend, dass die DB Herbizide einsetzt, vornehmlich Glyphosat. Aber sie ist bei weitem nicht
        einer der größten Verbraucher dieser Pflanzengiftstoffe in Deutschland.
        Aus der von dir zitierten kleinen Anfrage an den Bundestag geht hervor, dass im Jahre 2008 78 t
        Herbizidwirkstoffe eingesetzt wurde, was gerade mal 0,5 % des in der BRD verkauften Herbizide ausmacht.
        Demnach werden 99,5 % der Herbizide auf anderen Flächen und von anderen Verbrauchern eingesetzt, vornehmlich durch unsere ach so bedauerndwerte und unterstützungswürdige Agrarindustrie.

        Bei uns wird z. B. die Saarstrecke mehrmals pro Jahr technisch/mechanisch entkrautet. Sicherlich werden die Gleise abgespritzt, aber auch nur die Gleise! Unzweifelhaft stellt dies einen nicht zu verachtenden
        Gifteinsatz da und ich bin gewiß kein Freund solcher Eingriffe. Bei der DB erfolgt der Einsatz aber unter strenger Kontrolle und durch computergesteuerte Spezialfahrzeuge. Solche werden in der Landwirtschaft nicht verwendet. Dort spritzt der "Bauer" auf Teufel komm raus, wann und soviel er will, völlig ohne jede Kontrolle. Ich habe davon Zeugnisse bereits hier ins Forum eingestellt, Vorgänge, wie sie direkt vor meinem Bienenstand passieren.

        Die Bahn hat mehrere hundert Flächen herausgearbeitet, die sie interessierten Imkern anbietet. Ich
        kann nur vermuten, dass es sich dabei nicht um die am meisten belasteten Flächen handelt. Näheres hierzu
        kann man sicherlich bei den Kontaktstellen (siehe Eingangsbeitrag) erfragen.

        Bei allen Vorbehalten bin ich der Meinung, dass man an den Randflächen von Gleisanlagen gute Bedingungen für Bienenhaltung vorfinden kann und dass es vor allem Bienenhaltern ohne Eigenland zu Gute kommt.

        Auszug aus dem Antwortschreiben des deutschen Bundestages:
        1. Welche Pestizide werden von der DB AG in welchen Mengen auf welchen Flächen eingesetzt, und wie wird die Umweltverträglichkeit des Einsatzes sichergestellt?

        Die DB AG setzt Herbizide zu der aus Sicherheitsgründen notwendigen Auf- wuchsfreihaltung ausschließlich im unmittelbaren Gleisbereich ein. Das heißt auf allen anderen Flächen wie Böschungen, Dämme, Bahnsteige, Wege und Plätze erfolgt die Vegetationskontrolle ausnahmslos mit nichtchemischen Verfahren.
        Von der DB AG werden die folgenden Herbizide eingesetzt:
        Im Jahr 2008 wurden ca. 78 t Herbizidwirkstoffe eingesetzt. Die DB AG verbraucht damit etwa 0,5 Prozent der in der Bundesrepublik Deutschland verkauften Herbizide.
        Die DB AG stellt vor Durchführung der chemischen Vegetationskontrolle einen Antrag auf Erhalt einer Ausnahmegenehmigung nach § 6 Absatz 3 des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG) beim Eisenbahnbundesamt (EBA). Darin sind die zur Behandlung anstehenden Streckenabschnitte detailliert anzugeben.
        Hierbei sind die für die Anwendung vorgesehenen Gleise und Produkte bzw. Wirkstoffe zu benennen und eine Liste der Wasserschutz-, Naturschutz- und Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete sowie Nationalparke im Umfeld der Trassen vorzulegen. Die DB AG hat mitgeteilt, dass sie zur Berücksichtigung von Schutzgebieten bei der Planung und Durchführung der Vegetationskontrolle ein IT-System „Schutzgebietsinfo im Web“ aufgebaut hat.

        Die Ausbringung erfolgt mittels computergesteuerter Spezialfahrzeuge, die eine Überschreitung der maximalen spezifischen Aufwandmenge je Flächen- einheit zuverlässig verhindern und eine randscharfe Applikation auf die zu be- handelnde Fläche gewährleisten.

        http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613993.pdf


        Gruß bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 4 Monaten geändert.]
          Abyssus abyssum invocat
        • Im Dezember 2016 habe ich bei der DB einen Antrag auf eine wohnortnahe Fläche zum Aufstellen von
          Bienenvölkern gestellt.
          Am 17.07.07 wurde mir mitgeteilt, dass mein Antrag eingegangen ist und geprüft wird.
          Die DB entschuldigt sich aufgrund der hohen Nachfrage für die lange Bearbeitungszeit.

          Ich bin gespannt, ob und welche Fläche sich ergeben wird.

          Macht hier im Forum jemand ähnliche Erfahrungen?

          gruss bf
            Abyssus abyssum invocat
          • Gute Sache, danke für den Tipp!

            Summ summ
            Malemmy
            • bienenflug schrieb am 22.07.2017, 10:01
              Im Dezember 2016 habe ich bei der DB einen Antrag auf eine wohnortnahe Fläche zum Aufstellen von Bienenvölkern gestellt.
              Am 17.07.07 wurde mir mitgeteilt, dass mein Antrag eingegangen ist und geprüft wird.
              Die DB entschuldigt sich aufgrund der hohen Nachfrage für die lange Bearbeitungszeit.

              Ich bin gespannt, ob und welche Fläche sich ergeben wird.

              Nach fast einem Jahr Warte-/Bearbeitungszeit habe ich nun die Antwort der DB erhalten:
              Wohlgemerkt, die Anfrage betraf eine Strecke von ca. 17 km mit 4 Bahnhöfen, jeder Bahnhof verfügt über stillgelegte Flächen ehemaliger Güterabfertigung bzw. Abstellgleise.



              Enttäuschendes Ergebnis und wie ich finde, blamabel für die DB. Angaben über nötige Abstandsflächen (zu was?) fehlen gänzlich und wurden auch nirgends publik gemacht.

              gruß bf
                Abyssus abyssum invocat
              • Hallo bf

                einfach schade- fast wie bei mir mir dem Weg hinter unser Haus - nur da wollten wir ja noch anpfanzen


                Die Beuten sind der Bahn wohl zu groß....
                da ich die Strecke kenne, gibt es sehr viele Möglichkeiten einige Beuten aufzustellen
                zB.: der verwilderte Weg hinter dem Autozubehör in Saarburg-Richtung Merzig

                da ist auch kein Verkehr weder von Autos noch Züge und bis zu den Gleisen sind es doch ein paar Meter
                dort werden auch keine Hunde ausgeführt....

                Alternativ: frage doch mal bei der Verbandsgemeinde noch, ob es dort Flächen gibt zB.: bei der neuen Feuerwehr - altes Aldi

                Viele Grüße
                Drohn
                • Hallo Drohn,
                  ich habe zwischenzeitlich ja Ausweichmöglichkeiten für Ablegerstandorte gefunden.

                  Das DB-Projekt wollte ich einfach mal ausprobiert haben. Die von dir angesprochene Örtlichkeit
                  wäre sehr gut, keine Häuser weit und breit, genügend Abstand zu Gleisen und nichts als verwilderte
                  Natur. Aber, wo kein Wille, da kein Weg. So sehe ich das in meinem konkreten Fall.

                  gruß bf
                    Abyssus abyssum invocat
                  • Hallo bf

                    welche "Anforderung gerecht werden" sind da gemeint???

                    da die Strecke km weit durchs Land geht, müsste doch mehrere Stelle geben,
                    wo man seine Bienenvölker aufstellen kann, wie zB.: in Konz am Hagebau - ca 7m Luftlinie zur Bahnlinie...

                    Vielleicht müsste man der DB genau sagen, wo man seine Völker hinstellen will, mit Fotos einer Zuwegung usw............

                    Aber wie Du schon geschrieben hast - wo kein Wille, da kein Weg

                    Viele Grüße
                    Drohn
                    • drohn schrieb am 03.11.2017, 14:20
                      Hallo bf

                      welche "Anforderung gerecht werden" sind da gemeint???

                      Das würde mich auch interessieren.

                      Vielleicht müsste man der DB genau sagen, wo man seine Völker hinstellen will, mit Fotos einer Zuwegung usw............

                      Ich hatte zwei konkrete Vorschläge eingereicht. Beide Standorte befanden sich auf ehemaligen
                      Güterbahnhofsflächen, Gleise sind alle entfernt und die Natur hat sich die Flächen zurück erobert.
                      Zuwegungen sind vorhanden und Häuser in weiter Ferne.
                      Auf diese Vorschläge ist die DB auch nicht eingegangen.

                      Gruß bf



                        Abyssus abyssum invocat