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  • Um weiter am Thema Verbesserung der Winterselbstversorgung, Imkern in trachtarmer Gegend und Sicherstellung einer kleinen Honigernte zum Eigenverbrauch
    beschäftige ich mich neben dem Umkehrprinzip, ABK und Garbeam`s ATBH auch mit
    der Idee eines Zweivolkbetriebes in der Bienenkiste.

    Ich habe 4 Bienenkisten, die mir auch in Zukunft Probleme beim Ausbau des Honigraumes und der Wintereigenversorgung bereiten werden, wenn ich sie nach EMK`s Anleitung weiterhin führe.
    Ich möchte für mich herausfinden, ob bei gleich schlechten Trachtbedingungen Verbesserungen möglich sind.
    Darum denke ich derzeit auch über einen Zweivolkbetrieb in der Bienenkiste nach.

    Vorteile:
    zwei Völker in einer Kiste
    zwei Honigraumzargen links und rechts aufgesetzt (Vorräte über Kopf!)
    weitestgehende Versorgung/Betreuung des Volkes von oben
    weniger Platzbedarf bei zwei Völkern (beide in einer Kiste!)
    doppelter Honigertrag
    Brutraumerneuerung erst nach Jahren erforderlich wie bei normaler Bk
    Beibehaltung einer extensiven Betreuung der Völker

    Die Umbauarbeiten an der Kiste selbst sind für diese Modifikation gering.

    Eine Skizze sagt mehr als Worte und ermöglicht es, sich die Kiste im Zweivolkbetrieb vorzustellen.

    Meinungen gerne erwünscht. - bf -

    Dach / V1,V2= Volk 1, Volk 2 / HR1, HR2= Honigraum 1, 2 / L1, L2=Leintuch 1,2
    [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 7 Monaten geändert.]
      Abyssus abyssum invocat
    • Hallo Werner,

      ich sehe zwei Warrés mir einem Dach. Irgendwie modellierst Du die Bk immer in diese Richtung. Wenn's sie nicht schon gäbe, Du hättest die Warré erfunden.

      Viele Grüße
      Michael
      • Hallo Michael,
        Ja, da stülpe ich die Warré über die BK. Das System ist ausgereift und gut. Funktioniert nicht nur bei der Warré gut.
        Siehst du denn eine andere Möglichkeit für einen Zweivolkbetrieb in der BK?

        schönen gruß
        bf

        Ich möchte nachtragen, dass mich nicht nur Warré zu dieser Modifikation
        anregt, sondern auch mehrere andere gleichartige Beutensysteme, darunter
        die Dadant-Alberti-Beute, die wie die BK im Kaltbau betrieben wurde (allerdings mobil).



        Und ein ähnliches System im Zweivolksystem ist nachfolgende moderne Variante,
        die sogen. Vario-Bienenbeute.




        schöne grüße
        bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 6 Monaten geändert.]
          Abyssus abyssum invocat


        • Wenn ich solche Fotos betrachte, komme ich ins Grübeln und frage mich,, warum ich aus 4 Bienenkisten überhaupt nichts ernte.

            Abyssus abyssum invocat
          • Hallo Bienenflug,
            Hat es nicht Nachteile, wenn die Einfluglöcher gegenüberliegend sind (ein Volk hätte dann eine bessere Fluglochausrichtung)?

            Vor kurzem bin ich im Netz auch auf so ein Doppelvolk-System gestoßen auch mit Fluglöcher gegenüber liegend. Allerdings aus Kunststoff und mit Rähmchen.

            Gruß Petra [Hinweis: ladybiene hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 6 Monaten geändert.]
            • ladybiene schrieb am 21.10.2016, 20:05
              Hallo Bienenflug,
              Hat es nicht Nachteile, wenn die Einfluglöcher gegenüberliegend sind (ein Volk hätte dann besseren Sonnenstandsausrichtung)?

              Hallo Petra,
              Ja, in meinem Falle hätte es den Nachteil, dass ich meine BK aus dem
              Stallgebäude herausnehmen und im Freien aufstellen müsste. Ost-West-Ausrichtung, dann bekommt das eine Volk die Morgensonne, das andere
              die Abendsonne und beide gemeinsam die Mittagssonne auf die Längsseite.
              Es hatte einen Imker gegeben, der leitete das hintere Volk durch einen Kanal nach vorne neben das Flugloch des vorderen Volkes, so daß beide
              Völker zur gleichen Fluglochrichtung rausflogen. Aber wärmetechnisch lag
              das 2. Volk immer noch hinter dem ersten, daran änderte diese Technik nichts.
              Ich glaube nicht, dass ein beiderseitiges Flugloch so viel Unterschied ausmacht. Ostseite ist für die Flugausrichtung ideal, Westrichtung ist
              die schlechtere Variante, geht aber auch.
              Und durch die Nähe beider Völker zueinander profitieren die im Innern
              etwas von der gegenseitigen Wärme.

              Natürlich wäre es möglich, beide Fluglöcher auf die selbe Längsseite zu
              verlegen. Man hätte dann Breitwabenbeuten im Warmbau.
              Läßt man die Fluglöchter an den Stirnseiten (wie von mir oben skizziert), hat man Breitwabenbeuten im Kaltbau. Beides ist möglich. Der geringste Aufwand, die Kiste umzubauen, ist Breitwabenbau im Kaltbau.

              Was letztlich optimaler funktioniert, kann ich dir mangels Erfahrung nicht
              sagen.
              Schön dass du diese Frage gestellt hast.

              viele grüße
              bf


                Abyssus abyssum invocat
              • Hallo bf

                auf dem Bild sieht man einen Imker bei seinen Beuten. Wo der Fotograf steht könnte eine große Trachtquelle sein-Raps oder ähnlich....
                Von den Wald im Hintergrund ist auch keine so grosse Tracht zu erwarten

                Wie das eine Warre Volk bei mir tot war, habe ich aus Platznot 5 leer Zargen übereinander gestellt.
                Das sah Klasse aus - aber leider ohne Volk.

                Wieviele Imker müssen wandern, um überhaupt noch "Ertrag" bei der schlechten Trachtlage und dem Wetter zu erhalten.

                Viele Grüße
                Drohn
                • drohn schrieb am 22.10.2016, 10:24
                  Hallo bf


                  Wieviele Imker müssen wandern, um überhaupt noch "Ertrag" bei der schlechten Trachtlage und dem Wetter zu erhalten.

                  Jeder Erwerbsimker muss wandern. Ohne geht's nicht.
                  Wir Hobby-Bkistler brauchen das normalerweise nicht. Aber was ist heute noch normal!
                  Bei mir zu Hause sind es die Trachtverhältnisse jedenfalls nicht mehr.

                  gruss bf
                    Abyssus abyssum invocat
                  • Hallo bf

                    wenn ich sehe, dass es in der Stadt mehr Tracht gibt wie auf dem Land, bekomme ich Tränen in die Augen.
                    Fast alle Kräuter werden bei mir vernichtet, holländische Lastwagen stehen schlange um Gülle abzuladen und dann wird sich gewundert- Koli Bakterien im Grundwasser

                    traurig aber wahr

                    auch wir Bienenkistler müssen auf dem Land irgendwann wandern um unsere Völker zu retten.
                    Wenn ich bei Dir sehe, was Du in Deiner Nähe an Tracht hast- schlimm....
                    Bei mir ist es halt der Raps der mir als Tracht angeboten wird, aber für Winterfutter ....naja...
                    Die paar Obstbäume und Blumen retten mich auch nicht.....
                    und Land dazu pachten - bei den Preisen, was die Luxemburger an Pacht -für Ihre Pferde- hier bezahlen können, kann ich nicht mithalten.

                    Bei dem einen Bauern haben wir schon angefragt, wir pflanzen auf unsere Kosten Obstbäume, das Obst kann er behalten- das ginge nicht weil er erstens das Feld verpachtet hat und er könnte das Gras wegen der Bäume nicht mehr in einen Rutsch abmähen.....

                    Viele Grüße
                    Drohn
                    • hallo drohn,
                      und genau deshalb möchte ich neue Wege beschreiten und austüfteln, auf welche Weise bei mir zu Hause mit
                      Naturbauwaben im Stabilbau erfolgreich geimkert werden kann. Meine Bienenkisten möchte ich nicht ausser
                      Funktion setzen, aber so modifizieren, dass mit ihnen eine einigermaßen erträgliche Bienenhaltung gelingen kann.

                      Umkehrprinzip könnte funktionieren, wenn Tracht ist.
                      Zweivolkbetrieb wird funktionieren, da bin ich mir sicher.
                      In schlechten Trachtjahren kann man beim Zweivolkbetrieb auch nur eine Honigzarge halb-halb in der Mitte der BK aufsetzen (natürlich Absperrgitter drunter)und beide Völker diesen einen Honigraum befüllen lassen.

                      gruss bf

                      [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 6 Monaten geändert.]
                        Abyssus abyssum invocat
                      • Aus einem Buch von 1855 entnommen:


                        So ähnlich könnte ich mir auch den Umbau einer meiner Bienenkisten vorstellen, zumindest die ein oder andere Anregung entnehmen wie z. B. Die Bruträume erst durch mittels der großen stirnseitigen Fluglöcher ausbauen lassen und anschließend die Fluglöcher, wie hier abgebildet
                        auf die Längsseite verlegen.
                        Die Dzierzon`sche Beute war in der Mitte mit einem dünnen Schied getrennt, damit beide Völker
                        von der gegenseitigen Wärme profitierten.
                        Man könnte die Völker jährlich im Wechsel schwärmen lassen oder abtrommeln, so dass die Völker stets junge Königinnen haben.

                        gruß bf
                          Abyssus abyssum invocat
                        • Hallo,

                          mich erinnert das ganze eher an die mellifera EinRaumBeute als an Warré. Die kann man auch mit zwei Völkern betreiben.

                          Grüsse!
                          • Hallo Tobi,
                            wenn das Volumen in der ERB für zwei Völker ausreichend ist, könnte man sicherlich auch darin
                            einen Zweivolkbetrieb durchführen (Trennschied einsetzen).
                            Der aufgesezten Honigraum müsste dann auch geteilt werden.
                            (Macht das jemand?)

                            Es ist immer das gleiche Prinzip, egal welchen Namen man der Beute gibt. Honigraum oben auf!

                            Allerdings sind weder Bienenkiste noch ERB für einen Zweivolkbetrieb konstruiert, sondern für
                            eine Betriebsweise in trachtreichen Gegenden mit einem Volk.
                            Meine Überlegungen weichen davon ab, damit durch einfachen Umbau einer vorhandenen Beute z. B. Bienenkiste in einer trachtarmen Gegend noch einigermaßen geimkert werden kann.
                            Auf diese Weise lässt sich wenigstens eine kleine Honigernte sicher erreichen.

                            Leute, die Generationen vor uns geimkert haben, wußten das.

                            gruß bf
                              Abyssus abyssum invocat