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  • ... war dieses Jahr (mal wieder) die Honigernte. Klar gibt es da rein arbeitstechnisch noch einiges zu verbessern und ich habe auch dieses Jahr wieder dazu gelernt. Aber es bleiben trotzdem zwei Schwachstellen:


    1. Brut im Honigraum - hatte ich bislang bei zwei von drei Ernten. Sehr unschön, vor allem, wenn es viel ist.
    2. Stress (in erster Linie für die Bienen) durch abschütteln / abfegen der Waben bei gleichzeitig vollständig geöffneter Beute.

    Wenn man dann sieht, wie problemfrei das durch Einsatz von Bienenfluchten und Absperrgittern in Magazinbeuten ablaufen kann (und selbst ohne Bienenflucht ergibt sich beim Abfegen weniger Hektik) ergeben sich für mich eigentlich zwei Alternativen - entweder ich verzichte vollständig auf die Honigernte oder ich modifiziere das BiKi-Konzept für mich, sodass ich den Honigraum besser abtrennen kann (bzw. steige auf ein Beutensystem um, dass dies schon tut). D.h. ich werde im Laufe der nächsten Jahre von der Bienenkiste auf ein anderes System umsatteln. Dieser Teil der Arbeit mit der BiKi gefällt mir (auch wenn es im Jahreslauf nur ein singuläres Ereignis ist) einfach überhaupt nicht.

    Und damit nicht nur "gemeckert" wird: Nichts desto trotz empfinde ich alles andere an der Arbeit mit der BiKi als sehr positiv.

    Viele Grüße,
    Fabio
    • Hallo Fabio,

      die Entscheidung musst Du natürlich für Dich selbst treffen. Hauptsache, den Bienen etwas Gutes getan. Mit welcher Beute, ist sicherlich nicht das Entscheidende.

      Falls Du auch im kommenden Jahr eine Honigernte mit der BK machen möchtest, ein kleiner Tipp: Besorge Dir im Baumarkt eine Sperrholzplatte (Stärke 3-5 mm genügt) in den Maßen des BRUTraums. Und diese Platte legst Du dann einfach auf die geöffnete BK (zwei Schrauben unten link und rechts wie im Kistenboden). Damit ist der Brutraum abgedeckt, die Bienen viel ruhiger und Du kannst besser am Honigraum hantieren. Ich habe dieses Jahr beim Einhängen und Entfernen der Honigraumwaben diese Methode ausprobiert und sehr gute Erfahrungen gemacht.
      Natürlich geht es auch mit einem lichtundurchlässigen Stoff oder Folie, die Du über den Brutraum spannst.

      VG
      Sascha
        Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
      • Hallo,

        genauso machen wir das auch. Wir decken den Brutraum allerdings gleich mit dem Boden der Kiste ab.

        Trotzdem fliegen eine Menge Bienen in der Luft rum und es ist ein ganz schönes Gewusel, denn die Ernte dauert halt einfach ihre Zeit.

        Gruß
        Petra

        • Statt eines Bretts kann man auch einfach ein dunkles Tuch oder - wie wir - ein Stück schwarze Mulchfolie mit zwei Heftzwecken über dem Brutraum fest machen. Funktioniert sehr gut.

          Ich habe zudem festgestellt, dass die Bienen sehr viel ruhiger sind, wenn es sehr früh am Morgen und kühl ist und vor allem, wenn man nicht genötigt war, vor dem Öffnen einen Draht durch zu ziehen, weil sie Waben am Boden angebaut hatten... das mögen sie gar nicht.

          Trotz der Rumfliegerei sind sie aber immer friedlich, d.h. es gibt i.d.R. keine Stiche.

            Bienen machen glücklich!
          • beemuc schrieb am 10.08.2016, 07:26
            Hallo Fabio,
            Falls Du auch im kommenden Jahr eine Honigernte mit der BK machen möchtest, ein kleiner Tipp: Besorge Dir im Baumarkt eine Sperrholzplatte (Stärke 3-5 mm genügt) in den Maßen des BRUTraums. Und diese Platte legst Du dann einfach auf die geöffnete BK

            Hallo Sascha,

            keine schlechte Idee, danke für den Tipp! Werde ich im nächsten Jahr ausprobieren - auch wenn ich wechseln sollte, bleiben mir die jetzt besiedelten BiKis ja hoffentlich noch eine Weile erhalten.

            Viele Grüße,
            Fabio
            • Meine erste Honigernte steht bevor, wird nicht sehr viel werden, aber vielleicht etwas...
              Meine Frage: habt Ihr die Ernte immer in zwei Schritten gemacht, also am Vortag die Waben getrennt und dann am 2. Tag die Ernte an sich? Ist es wirklich wichtig, dass in zwei Schritten zu machen? Ich habe das so verstanden, dass die Bienen über Nacht die Bruchstelle wieder so flicken, dass kein Honig mehr ausläuft und daher Sauerei erspart bleibt? Hat jemand von Euch das auch mal alles in einem Schritt gemacht und kann dazu seine Erfahrungen posten?

              Ist es nicht sinnvoll die Kiste wieder zu verschließen und normal hinzustellen und dann erst die Bienen von den Waben zu fegen?

              VG
              Tobias
              • TobiasB schrieb am 21.06.2017, 15:06
                Ist es wirklich wichtig, dass in zwei Schritten zu machen? Ich habe das so verstanden, dass die Bienen über Nacht die Bruchstelle wieder so flicken, dass kein Honig mehr ausläuft und daher Sauerei erspart bleibt?

                Genau. Stell Dir das vor -- klebrige Hände, Honigkleckse überall, immer wilder herumschwirrende Bienen, klebrige Bienen usw. (Weil die Honigwaben von den Brutwaben getrennt werden müssen.)

                und normal hinzustellen und dann erst die Bienen von den Waben zu fegen?

                Die Bienen auf den Waben sind in der Regel noch "Innenbienen" und nicht Sammlerbienen. Daher sollten die zurück ins Volk gefegt werden und nicht vor dem Flugloch. (Falls ich deine Frage verstanden habe.)

                Das Trennen geht schnell. Ich mache es am Abend vorher. (Oder am Morgen vorher, wenn es am Abend sehr warm sein soll.)

                Ich empfehle (wenn man eine 2. Person hat) immer die Kiste bei der Ernte ein Paar Meter zu verstellen, damit man nicht im herumkreisenden Flugverkehr arbeiten muss.

                Schöne Grüße

                Kevin
                  Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                • danke für die schnelle Antwort, klingt alles sehr sinnvoll...

                  VG
                  Tobias
                  • Hallo,

                    wir machen die Ernte immer (5. Mal jetzt) in einem Schritt. Beim ersten Mal, wenn man also noch völlig unerfahren ist, kann es schon zu einiger Kleckerei kommen, ebenso zu verklebten Bienen. Damit muss man rechnen, oder eben doch die Zweischrittmethode anwenden.

                    Ganz hilfreich ist es, wenn du eine Plastikplane unterlegst, dann kannst du den "Tatort" wenistens sauber zurücklassen, auch sieht man dann die runtergefallenen Bienen besser und zertritt sie nicht, wie im Gras.

                    Für Ruhe an der Kiste sorgt auch ein Tuch, Karton oder Mulchfolie, mit der man den Brutraum abdeckt (Heftzwecken o.ä. mitnehmen) solange man am Honigraum zugange ist, s. Bild.

                    Wichtig ist es auch, einen Partner dabei zu haben, der die ausgelösten Honigwaben entgegen nimmt, abfegt und bienendicht in einer passenden Plastikkiste mit Deckel unterbringt, bis alles abgeerntet ist. Zum Abfegen brauchst du noch eine weitere Kiste, denn die irritierten Bienen sollten möglichst nicht sofort wieder ins Volk gefegt werden (wird ja auch durch die Brutraumabdeckung behindert), weil die sonst von ihrem schrecklichen Erlebnis berichten und den Rest der Mannschaft aufbringen. Ich habe immer zwei Bienenbesen dabei und natürlich einen großen Eimer Wasser, damit die Besen abgespült werden können und einer immer sauber und honigfrei einsatzbereit ist.

                    Hört sich alles wilder an, als es tatsächlich ist, aber beim ersten Mal geht es einfach und natürlicherweise noch nicht so glatt wie bei den nächsten. Gut wäre auch, sich das Ganze nicht nur auf Youtube sondern im Real vorher mal anzusehen - falls man denn einen Bienenkistler in der Nähe hat. Hatte ich nicht.

                    Vor allem: alles ganz in Ruhe machen, keine Hektik verbreiten, keine Angst haben. Vor Stichen schützt die richtige Schutzkleidung. Und die Socken über die Hosenbeine ziehen! smiley

                    Viel Erfolg!

                    Jutta

                      Bienen machen glücklich!