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  • Hallo Zusammen,

    ist es möglich die Reihenfolge zu ändern? Also Früh am Morgen die Waben zu trennen und dann am späten Abend die Waben dann zu entnehmen?

    Möchte den Honig direkt filtern und habe tagsüber leider wenig Zeit.

    Viele Grüße
    Jan

    Diese Frage wurde von Meph beantwortet. Siehe erste Antwort.

    • Hallo Jan,

      es spricht nichts gegen eine abendliche Ernte, außer evtl. frischer Nektareintrag den Tag über. Am besten wäre daher ein regnerischer Tag. Abends kannst Du auch die Räuberei besser unterbinden, halt weil der Flugbetrieb eingestellt wird. Das Trennen der Waben würde ich daher aber auch auf den Abend vorher legen.

      Viele Grüße
      Michael
      • discuss.answer
        Michael hat Recht, am Abend die Waben trennen. Wann du dann am nächsten (oder übernächsten) Tag die Honigwaben rausnimmst, ist egal, der Wiederanbau ist zu vernachlässigen, das Ernten geht trotzdem. Auch frischer Nektar spielt bei der Bienenkiste nur eine untergeordnete Rolle, weil du den Honig ja nicht verkaufen willst und dich damit auch nicht an die D.I.B.-Regeln halten musst (weniger als 18% Wassergehalt etc.).

        Also ernte wann du willst. Und um Räuberei zu verhindern, fängst du am Besten sofort nach der Ernte mit dem Auffüttern an, damit die Bienen gar nicht erst auf die Idee kommen, bei fremden Quellen zu räubern.

        Beste Grüße
        Matthias
          Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

          Ein paar dumme Sprüche: Rettet den Wald, esst mehr Spechte! - Gott, gib mir Geduld, aber zackig! - Was Hänsel nicht lernt, lernt Karlchen dann eben auch nicht ...
        • Nach der Ernte soll doch behandelt werden und danach noch die Fütterung bis spätestens Mitte September.
          • Idealerweise überprüfst Du nach der Ernte den Futtervorrat. Wenn genug drin ist (> 5 kg, ich bin noch etwas vorsichtiger), kannst Du die AS-Behandlung beginnen. Falls nicht, gibst Du erst einmal eine kräftige Ration. Du möchtest Dein Volk nach der Honigernte ja nicht auf dem Trockenen sitzen lassen.
            • Da wir ja den Überschuss im Honigraum ernten, erübrigt sich das mit dem Gewicht und Auffüttern zu diesem Zeitpunkt meist. D.h: Bei leerem Honigraum (leeren Waben od kaum Honig) wiegen und je nach Gewicht zufüttern. Bei vollem Honigraum sollte das Volk ja auch 5-10kg Vorräte im Brutraum haben. Bei mir war das immer so und das war einer der guten Gründe für die BK für mich, dass man eben nur den Überschuss erntet und nicht noch den halben Brutraum leert.
              LG Bindi
              • Ja, idealerweise ist das so. Aber ich wäre doch etwas vorsichtiger und würde einmal wiegen. So selbstverständlich ist es nicht, dass nach einer Ernte noch genügend Vorräte im Brutraum vorhanden sind.

                Gruß
                Petra
                • Nach der Ernte am Wochenende war in der ersten BK nur 7 kg, in der zweiten nur 4 kg Vorrat übrig, weit weniger als früher. In beiden BKs war Brut im HR, in der zweiten war es extrem. Beide BKs sind voll ausgebaut.

                  Als mögliche Ursache fällt mir das sehr schlechte Wetter dieses Jahr ins Auge. Jede Tracht war entweder verregnet oder zu kalt. So wurde wenig eingetragen und viel verbraucht. Das Brutnest konnte somit weit nach hinten wandern, genug leere Zellen waren ja vorhanden. Die Vorräte waren auch artig links und rechts vom "HR-Brutnest" eingelagert und wurden geerntet.

                  Die Annahme im HR wären nur Überschüsse, sind meiner Erfahrung nach daher nur das Ideal. Es kann durchaus sein, dass sich das ganze Leben hinten abspielt und der Imker bei seiner HR-Ernte in der BK fast alles abräumt. Ich werde jetzt erst einmal kräftig auffüttern, bevor ich die AS-Behandlung starte.

                  Wiegen gehört für mich daher zur "Reihenfolge Honigernte" dazu, insbesondere wenn man beim Zurückstellen der Beute schon im Gefühl hat, das nix mehr drin ist.

                  Bei den Warrés war es übrigens kein Problem, alle haben nach der Ernte ausreichend Futter. Da ich dort ASG einsetze, hat man oben freilich eher seine "Überschüsse", dafür allerdings weniger. Ohne Brutvernichten fühlte sich das auch etwas wesensgemäßer an ;-).

                  Viele Grüße
                  Michael
                  • Danke für deine Infos, Michael. Das mit der Brut killen, hat mich irgendwie mehr beschäftigt als nötig, bin da etw. zimperlich. Hab mir eben auch gedacht, dass bei uns wettermässig die Bienen ev. auch etw. verspätet dran sind, trifft wegen dem kaltnassen Frühling und sehr heissem Spätsommer eben auch auf viele Pflanzen (Früchte) zu. Vielleicht machen die ja einen Mix aus Jahreszeit und Sonnenstand und brüten irgendwie länger. Wäre es nicht wegen der Varroabehandlung gewesen, hätte ich gefühlsmässig eben den HR wieder zugemacht und erst 2 Wo später geerntet.
                    Wegen der extremen Bruttätigkeit im Spätsommer in meinem grössten Volk (Fast kein Honig, rekordviele Bienen), wusste ich aber, dass eine zeitliche Behandlung noch wichtiger ist.
                    Ja ja, dieses Abschätzen unzähliger Faktoren ist heutzutags wohl die halbe Imkerei...
                    Herzliche Grüsse
                    Bindi