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  • hallo drohn,
    das hört sich alles so einfach an, ist es aber nicht - wird halt Geld mit verdient.

    drohn schrieb:
    Hummeln mit ihren Saugrüsseln sind ebenso effiziente Bestäuber wie Bienen, doch weniger anfällig für Schädlinge wie die Varroamilbe, Viren und Pestizide, die für das dramatische Bienensterben verantwortlich gemacht werden.

    Das ist so nicht richtig! Hummeln haben nur wenig Immun-Gene -dafür verschwinden sie auch so schnell.

    Mangel an Widerstandskräften
    Gerade die Hummeln reagieren besonders sensibel auf solche Gefahren. Als Wissenschaftler kürzlich das Genom der europäischen Erdhummel (Bombus terrestris) entschlüsselten, staunten sie über das wenig variable immunologische Genrepertoire; selbst eine Fliege hat doppelt so viele Immun-Gene wie die gestreiften Brummer in Orange-Schwarz-Weiß. Auch die Zahl der Erbinformationen, welche die Entgiftung regeln, sind bei der Hummel vergleichsweise knapp bemessen. Kein Wunder, dass die Tiere zum Beispiel das bei Imkern besonders verrufene Insektizid Neonikotinoid noch schlechter vertragen als Bienen.

    schönen gruß
    bf
      Abyssus abyssum invocat
    • Hallo bf

      das hört sich alles so einfach an, ist es aber nicht - wird halt Geld mit verdient.

      genau


      Preis pro Hummelvolk klein für Hobbygärtner: EUR 79,50 incl. wetterfeste Behausung (zuzüglich Mehrwehrtsteuer und Versand).

      Was für ein "Schnäppchen" muss ich nicht haben

      Da liebe ich meine Erdhummeln

      Viele Grüße
      Drohn

      [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 3 Jahren geändert.]
      • Hallo bf,
        danke Dir für Deine ausführliche Antwort. Ob nun "Hummelhaltung" oder "Bereithaltung von Nisthilfen für Hummeln", gemeint hatte ich Letzteres und spätestens wer dem von mir angegebenem Link gefolgt ist, wird verstanden haben, worum es geht.
        Natürlich gibt es bei der Hummelkiste die gleichen Probleme, die die Hummeln in jeder anderen Nistgelegenheit (wie Erdlöcher, Baumhöhlen, Vogelnistkästen usw. ) auch haben - am auffälligsten sicherlich die Wachsmotte. Das ist aber der Lauf der Dinge, mit denen die Hummel seit Jahrmillionen (?) zurecht kommt. Insofern würde ich sie aufgrund ihrer genetischen Voraussetzungen auch nicht gering schätzen.
        Das Bauen und Aufstellen einer Nisthilfe für Hummeln und deren Reinigung im Herbst/ Winter halte ich nun für nicht so kompliziert. Das Hummelhotel ist zudem viel kleiner als eine Bienenbeute und benötigt auch keinen großen Rangierraum wie z.B. die Bienenkiste. Es bleibt die Frage, ob das Hotel besiedelt wird oder nicht. Das ist genau wie bei den Wildbienen-Hotels - es gibt keine Garantie auf Besiedlung. Wie Kevin schon schrieb, lassen sich Hummeln mit einer attraktiven Hummelweide anziehen und wo es im Frühjahr attraktives Futter gibt, da werden die jungen Hummelköniginnen, die noch auf der Suche nach einer Nistmöglichkeit sind, schon auftauchen. In meinem Garten kann ich jedes Frühjahr zahllose Hummeln verschiedener Arten beobachten, wie sie jedes Loch im Boden, jede Ritze in den Trockenmauern, die Meisenkästen usw. auf Nisttauglichkeit untersuchen.
        Der urbane Raum ist aufgrund der besseren Trachtsituation als auf dem platten Ackerland wie auch für Bienen attraktiv. Allein an Nistmöglichkeiten dürfte es dort fehlen, weil Bäume in Parks viel stärker gepflegt werden und Ritzen und Löcher an Häusern durch Sanierung und Dämmung verloren gehen (auch für viele Vögel wie Spatzen und Mauersegler ein Problem).
        Der gern vorgeschlagene, umgekehrt eingegrabene Blumentopf ist vielleicht keine so gute Nisthilfe für Hummeln.
        cookie
        • Hallo Cookie,

          dein Beitrag gefällt mir sehr gut und deine Argumente lasse ich alle gelten. Es ist aber doch ein
          Unterschied, ob wir beide ein solches Thema diskutieren oder ob hier ein Anfänger eine Frage zur
          Bienenhaltung beantwortet haben möchte und nach wenigen Sätzen bei der Hummelhaltung landet, wobei
          der Anfängerin überhaupt nicht klar ist, was das eine vom anderen unterscheidet.

          Wenn mich jemand fragt, was ich von Hummelhaltung (falscher Begriff) halte, dann bekommt er von mir
          dazu meine ehrliche Meinung: Finger davon lassen! Es ist zu spezifisch und birgt den Mißerfolg von Anfang an in sich.

          Dann empfehle ich lieber die HALTUNG eines Ameisenvolkes, und das mit gutem Gewissen. Ameisen sind den Bienen in so vielem ähnlich (Gibt es eigentlich Ameisendrohnen?). Das Beobachten macht Spaß,
          man kann sie füttern und alle Stadien ihrer Entwicklung mit verfolgen.

          Frage an Jenny (die sich bis jetzt sehr zurück hält): Wie wär`s mit einem Ameisenvolk im Blumentopf?

          gruß bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 3 Jahren geändert.]
            Abyssus abyssum invocat
          • Hallo Jenny,

            guck doch mal hier: http://www.das-hummelhaus.de/alles-rund-um-hummeln/ansiedeln-von-hummeln

            Auf der Webseite erfährst du alles, was man über Hummeln wissen muss und wie man sie ansiedeln kann. Dort gibt es auch Nisthilfen und sonstiges zur Hummel"haltung" zu bestellen.

            Sicher kannst du mit den richtigen Pflanzen (s. das oben von Kevin genannte Video) auch auf deinem Balkon Hummeln anlocken und mit etwas Glück und mit Unterstützung durch die richtige Nisthilfe dort ansiedeln. Dann wäre dir doch geholfen?!

            Grüße,
            Jutta
              Bienen machen glücklich!
            • Das war wohl ein Fake-Beitrag, anders kann ich mir Jenny`s Verhalten nicht erklären.
              Dennoch war es ein reger und guter Austausch, wie ich finde.

              bf
                Abyssus abyssum invocat