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  • Hier eine grandiose Erklärung von Wilhelm Busch (ja, genau dem! smiley )

    Verlust der Ähnlichkeit

    Man sagt, ein Schnäpschen, insofern
    Es kräftig ist, hat jeder gern.
    Ganz anders denkt das Volk der Bienen.
    Der Süffel ist verhaßt bei ihnen,
    Sein Wohlgeruch tut ihnen weh.
    Sie trinken nichts wie Blütentee,
    Und wenn wer kommt, der Schnäpse trank,
    Gleich ziehen sie den Stachel blank.

    Letzthin hat einem Bienenstöckel
    Der brave alte Schneider Böckel,
    Der nicht mehr nüchtern in der Tat,
    Aus Neubegierde sich genaht.
    Sofort von einem regen Leben
    Sieht Meister Böckel sich umgeben.
    Es dringen giftgetränkte Pfeile
    In seine nackten Körperteile,
    Ja, manche selbst durch die nur lose
    Und leichtgewirkte Sommerhose,
    Besonders, weil sie stramm gespannt.

    Zum Glück ist Böckel kriegsgewandt.
    Er zieht sich kämpfend wie ein Held
    Zurück ins hohe Erbsenfeld.
    Hier hat er Zeit, an vielen Stellen
    Des Leibes merklich anzuschwellen,
    Und als er wiederum erscheint,
    Erkennt ihn kaum sein bester Freund.
    Natürlich, denn bei solchem Streit
    Verliert man seine Ähnlichkeit.

    smiley smiley smiley

    (ca. 1904)
      Bienen machen glücklich!
    • Jaja, wer Wildtiere pflegt sollte ganz allgemein immer mit klarem Kopf an die Tiere herantreten. smiley

      Dank Dir habe ich Herrn Busch wiederentdeckt. Wusste gar nicht, dass Bienen so eine wichtige Rolle in seinem Leben spielten. Danke dafür.
      • Auch, dass er sehr gut in Öl gemalt, Lyrik und Prosa geschrieben hat, wissen die wenigsten smiley

        Neben den Bildergeschichten wie "Schnurrdiburr oder die Bienen" hat er auch 3 Artikel zur Bienenkunde geschrieben, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Alles jetzt nachzulesen in
        Busch, Wilhelm: Umsäuselt von sumsenden Bienen. Schriften zur Bienenkunde. Wallstein Verl., 2016

          Bienen machen glücklich!