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  • Mehrfach war im Forum schon zu lesen, dass kleine Schwärme nichts für die BK sind bzw. die BK zu groß für kleine Schwärme ist.

    Ein aktueller Bericht von Monerl über ihre BK (http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/3915/bienenkisten-in-f-rstenfeldbruck#dis-post-24117) hat mich auf die Idee gebracht, dass man doch bei kleinen Schwärmen auch den Brutraum verkleinern könnte.

    So könnte man doch mit einem zweiten Trennschied den Platz für einen kleinen Schwarm entsprechend einengen. Je nach Bedarf etwa bei der Hälfte oder 2/3 des Brutraums. Drei positive Effekte sehe ich darin:
    1.) Es könnte das bevorzugte In-Die-Länge-Bauen verhindert werden, sodass ein kleiner Schwarm schneller in die Breite baut und damit schon zum ersten Winter den ihm zur Verfügung stehenden Raum ausgebaut hat.
    2.) Das Trennschied kann über den Winter verbleiben bzw. komplett bis zum Boden geschlossen werden, so dass die Bienen keine Energie zur Beheizung von leerem Raum aufwenden müssen.
    3.) Bei der Frühjahrsdurchsicht nimmt man das zweite Trennschied einfach heraus und lässt die Bienen den Rest der Kiste ausbauen.

    Wie so ein Zwischentrennschied aussehen könnte, lasse ich erstmal offen bzw. ist m. M. n. nur ein wenig Tüftelei erforderlich.

    Was meint ihr aus Sicht der Bienen dazu? Könnte das in der BK funktionieren?
      Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
    • Hallo Sascha,
      das ist wirklich eine überlegenswerte Idee, für das kleine Volk den Brutraum zu verkleinern. Die Frage, die sich mir nun stellt: wie und wo befestige ich das zweite Trennschied so, dass es zwar beweglich bleibt, aber doch nicht herunterfallen kann? Zum Glück ist mein Vater ein super Tüftler, der findet sicher eine Lösung. Vielleicht hat hier ja noch jemand eine Idee oder hat sowas selbst schonmal gemacht.
      • Hallo ihr zwei,

        wenn ich mich als Anfänger auch einbringen darf...

        Ich denke es muss eine individuelle Lösung für jeden Schwarm sein. Jedes Volk entwickelt sich etwas anders und der Bereich der einzugrenzen ist, wird daher auch immer unterschiedlich sein. Eine Idee wäre vielleicht mit Schaumstoff das ganze so auszuschneiden des es genau den freien Raum im Brutraum einnimmt. Befestigen würde ich das ganze am vorhandenen Trennschied.

        Die Frage ist ob Schaumstoff das richtige ist, oder ob es dafür ein besseres Material gibt, welches sich entsprechend formen / ausschneiden lässt. Nicht zu vergessen sind ja auch die noch freien Anfangsstreifen die je nach dem auch im Weg sein dürften.

        *** Hat jemand einen 3D Drucker? ***

        Falls es nicht ganz so genau sein muss, wäre es vielleicht auch möglich einfach nur seitlich neben den Warben den Raum zu verkleinern. Vorausgesetzt es wurde mehr in die Länge als in die Breite gebaut dann würden vermutlich 1 – 2- Holzbretter reichen die ich entweder Vorne am Stirnbrett und / oder am Trennschied befestigen würden.

        Insgesamt glaube ich, es ist nicht notwendig, das ganze so stabil zu gestalten das ich die Kisten Kippen kann, weil dann ja sowieso die Stockluft / Wärme verloren gehen würde. Also für die Oxalsäure Behandlung im Winter, kann das dann ja auch entfernt werden.

        Soweit, meine ersten Gedanken.

        Bg,
        Johannes

        • Sascha, warum ist es besser, wenn in die Breite gebaut wird statt in die Länge? Wäre es für die Überwinterung nicht besser, wenn die Bienen nicht zu oft die Wabengassen wechseln müssen, sondern der Länge nach wandern?
          Es wäre auch einfacher, der Länge nach ein Trennschied einzubauen, weil dann zwischen den Anfangsstreifen das Brett oder was auch immer eingefügt werden kann, der Breite nach müsste es etwas niedriger sein, oder die Anfangsstreifen werden beschädigt.
          Ich werde mir weiter Gedanken machen ...
          • Die Bienen sitzen im Winter als Kugel in der Kiste, egal wie lang die Wabe nach hinten gebaut ist. Bei einem auch in der Breite ausgebauten Raum ist einfach der Vorteil, dass nicht so viel Luftraum da ist, der beheizt werden muss = Energiesparen.
              Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
            • Was wäre wenn man anstelle der freien Anfangstreifen, z.B.: mehrere biofaserplatten bis zum Boden verwendet? Also mit der gleichen Ausrichtung (vorausgesetzt der Ausbauzustand lässt es zu).
              • Wie wäre es denn mit Dadant? Das System bietet genau das wink
                  Bienen machen glücklich!
                • Jutta50 schrieb am 22.06.2016, 07:25
                  Wie wäre es denn mit Dadant? Das System bietet genau das wink

                  Was ? Es gibt als moderner Imker noch Alternativen zur Bienenkiste smiley
                  • beemuc schrieb am 22.06.2016, 00:36
                    .......einfach der Vorteil, dass nicht so viel Luftraum da ist, der beheizt werden muss = Energiesparen.

                    Nicht ganz korrekt:





                    Quelle:
                    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwiqttjpvr3NAhUiP5oKHeOXCnMQFggeMAA&url=http%3A%2F%2Fbzv-rossdorf.de%2Fdownloadpoca%2Fcategory%2F14-tipps-und-tricks%3Fdownload%3D86%3A2013-01-diese-damen-frieren-nicht%26start%3D10&usg=AFQjCNHNCkayP1hS2_5uLisYCXhkolTeVg [Hinweis: tyson hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 10 Monaten geändert.]
                      Bestand:
                      2x Bienenkiste
                      2x TBH (normal lang)
                      2x TBH (kurz)
                      1x Christsche Magazinbeute
                    • tryme23 schrieb am 23.06.2016, 07:05
                      Was ? Es gibt als moderner Imker noch Alternativen zur Bienenkiste smiley

                      Nein, natürlich nicht wirklich! smiley Aber wenn man das Rumbasteln an der Bienenkiste anfängt, läuft das doch irgendwie immer wieder auf bereits vorhandene Systeme hinaus. Dann kann man doch auch gleich diese nehmen - und die prima Bienenkiste in Ruhe so lassen, wie sie ist!
                        Bienen machen glücklich!
                      • Also meinst Du, Jutta, dass es gar nicht nötig ist, bei einem so kleinen Volk den Brutraum übergangsweise zu verkleinern? Ich hätte mir schon gut vorstellen können, dass es hilfreich ist um die Temperatur zu halten und auch besser gegen Räuberei geschützt zu sein, wenn nicht der ganze Raum freigegeben ist.
                        • Hallo Monerl,

                          natürlich möchte man das Beste für sein Volk und alles tun, um ihm zu helfen, besonders wenn es das erste und dazu noch klein ist!

                          Eine Brutraumverkleinerung ist in der Bienenkiste aber nicht vorgesehen, sie funktioniert sehr gut in der vorliegenden Größe des Brutraums. Wie oben zu lesen, halten die Bienen ihre Temperatur hervorragend alleine, sommers wie winters. Dr. Aumeier schreibt, dass die von menschlichem Temperaturempfinden ausgehenden unterstützenden Maßnahmen wohl in erster Linie dazu dienen, dass sich der Imker besser fühlt wink In extremen Wetterlagen (z.B. Kälteeinbruch im Frühling) sind sie ggf. dennoch sinnvoll.

                          In der Imkerei wirst du sehen, dass es für jede Maßnahme mindestens zwei völlig entgegengesetzte Alternativen gibt (Verkleinern - nicht Verkleinern usw.), die von erfahrenen Imkern entweder vehement unterstützt und angewendet oder leidenschaftlich abgelehnt und verteufelt werden. Da muss man sich dann entscheiden, anfangs nach Bauchgefühl, später nach eigener Erfahrung.

                          Bienen tolerieren fast alles. Sie haben in 40 Mio. Jahren hervorragende Überlebensstrategien entwickelt. Ob ihnen die menschlichen Eingriffe gefallen/nützen oder schaden, ist eine andere Sache.

                          Gruß,
                          Jutta

                          P,S. Gegen Räuberei hilft die Verkleinerung des Fluglochs, die Größe des Raums dahinter ist nicht von Bedeutung für die Verteidigung.


                            Bienen machen glücklich!