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  • Servus,

    ich habe einen älteren Blogeintrag zu einigen Problemen der Bienenkiste gefunden, die mir auch schon in ähnlicher Weise gestellt habe.

    http:// www.sertic-online.de/blog/2010-09-29/ist-die-bienenkiste-ein-seuchenherd/

    Vor allem die Kritik zur Wabenerneuerung, zur schwierigen/mangelhaften Beobachtung der Brutzellen und der Aspekt dass Müll durch das Aufstellen in die Wabengassen fallen kann, erscheint mir durchaus berechtigt. Auch die Entnahme von Futterkranzproben erscheint mir als äußerst kompliziert, wenn man die Brutwaben dazu entnehmen muss und ggf. der Honigraum schon voll bestückt ist.

    Wie sieht hier die Antwort von erfahrenen BK-Imkern aus?

    Herzliche Grüße aus Trudering,
    Hans [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 8 Monaten geändert.]
    • Guten Tag Hans,

      wer nach dieser Art und Weise zu provozieren versucht ("Ist die Bienenkiste...") ist in nicht nur meinen Augen, denke ich, kein glaubwürdiger Kritiker und hat gut möglich die Kiste im Betrieb (jetzt fast 10 Jahren) nie gesehen. [Damit ist der Autor des zitierten Blogartikels gemeint.]

      http://www.bienenkiste.de/projekt/vorurteile/
      http://www.bienenkiste.de/rat/faq/faq.14/index.html
      http://www.bienenkiste.de/rat/faq/faq.4/index.html

      http://www.bienenkiste.de/fix/doc/adiz-09-09-S12-13_Bienenkiste-Dis2.pdf

      Wabenerneuerung - http://www.bienenkiste.de/rat/faq/faq.5/index.html - Ob Wabenerneuerung für die Bienen so wichtig ist wie für den (für einigen) Imker? Sonst würden die Bienen solche Waben verlassen bzw. abhauen und einen neuen Standort suchen.

      Müll beim Aufstellen -- lose Teile rutchen in der Regel Richtung Flugloch und raus. Was in den Ecken hinter dem Flugloch landet kann man mit dem Stockmeisel rausschubsen (oder die Bienen, die eigentlich selbst Hygieneexperten sind, räumen aus).

      Entnahme von Futterkranzproben - http://www.bienenkiste.de/doku/betreuung/weitere-arbeiten/futterkranzprobe/index.html

      Schöne Grüße

      Kevin Pfeiffer



      [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 8 Monaten geändert.]
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • Hallo Hans,
        Du hast auf deinen ersten Beitrag Reaktionen seitens verschiedener Forumsmitglieder, auch
        von mir bekommen und in keiner Weise darauf reagiert. Nun machst du hier in ähnlicher Form
        einen neuen Faden auf.
        Ich weiß nicht, was deine harsche Kritik soll.

        Ich glaube nicht, dass irgendjemand diese Art von Kommunikation hier im Forum benötigt.

        gruss bf
          Abyssus abyssum invocat
        • Servus zusammen,

          der Blogeintrag stammt nicht von mir. Mein Eindruck von den BKs meines Sohnes haben aber ähnliche Bedenken hervorgerufen.

          Zugegeben, eine Futterkranzprobe wird nur sehr selten gefordert, aber wenn dies der Fall ist und der Honigraum eröffnet, so ist der Eingriff sehr aufwändig in der BK.

          Und im Falle von AFB bin ich mir sicher, wird der Veterinär die Verbrennung der BK anordnen.

          Die Wabenerneuerung halte ich für machbar, aber sie ist auch deutlich aufwendiger in der BK.

          Dass der Müll durch's Flugloch durchrutschen soll werde ich kritisch beobachten.

          ABER: dass der Blick in die Wabengassen durch die flache Bauweise ein Kompromiss sein soll für den "mobilen Stabilbau" halte ich für eine sehr gewagte These. Die Waben haben doch mind. eine Höhe von 25cm, wie soll man da sinnvoll die oberen 20cm überblicken können? Hier werde ich am Wochenende bei der ersten Durchsicht meinem Sohn zur Seite stehen, bin aber durch Videos, die mir mein Sohn vorgeführt hat, bisher nicht überzeugt worden.

          Ich muss ehrlich sagen, dass diese Community mich an meine frühe Imkerzeit erinnert, wo viele Jungimker viel experimentiert haben.

          Damals wäre die BK interessant gewesen, weil es die Varroose noch nicht gab.

          Herzliche Grüße,
          Hans


          • Sorry Hans, aber mich nervt deine Argumentationsweise... Könnte es noch einiges pointierter definieren, aber mensch soll ja respektvoll bleiben.

            Diese Art vonwegen "Damals wäre die BiKi..." stellt einen plumpen Versuch dar die wesensgemässe Bienenpflege als "altmodisch" und schon längst überholt abzukanzeln.Das Gegenteil ist der Fall. Störungen von aussen durch stetiges "Herumrähmchen", durchsortieren, und "bäschtelen" (a la: bisschen Brutwaben dort rein, ne neue Zuchtmutter da rein-, dort etwas Drohnenbrut rausschneiden) stressen das Volk, stören die Stockluft und das Mikroklima innerhalb des Biens massiv und sind mitverantwortlich für das Eeinbringen von Keimen, Viren, Krankheiten...

            Auch die Propagierung eines offenen Bodens (in deinem Link auffindbar) ist doch überholt und veraltet...

            Wo haben uns ein Jahrhundert industrielle (grüne "sic") Revolution denn hingebracht? Was genau nützt das stetige Optimieren und Herumbasteln an natürlichen Ab- und Kreisläufen?! Wer genau hat uns die Varroa eingebrockt?Wesensnahe NaturliebhaberInnen oder doch eher ökonomisch denkende Gierschlunde?

            Geh ins Kino und schau dir "Tomorrow" an, besorg Dir "we feed the world"-, oder "more than Honey". Auch wenn niemensch perfekt für den Bien sorgen wird können-, auch wenn bei Allen "denk-" und andere Fehler sich einschleichen können...deine intolerante, subjektive und alternativen Methoden gegenüber komplett verschlossene Denkweise ist von damals. (Punkt.Ich habe geschlossen)
            • Hans, hättest Du den Beitrag "Ist eine unbetreute Bienenbehausung ein Seuchenherd?" genannt, ließe sich viel offener mit Dir diskutieren. So aber kehrst Du leider auch beim zweiten Versuch nichts weiter als Deine Voreingenommenheit gegenüber der BK in den Vordergrund.

              Jedes (nicht wild lebende) Bienenvolk bzw. jede Bienenbehausung stellt ein Seuchenrisiko dar, wenn sich der Imker nicht um das Volk kümmert bzw. sich seiner Verantwortung nicht bewusst ist. Das ist doch völlig unabhängig von der Betriebsweise. Es kommt hier so rüber, dass Du die BK-Imker wie die letzten verlotterten Deppen hinstellst. Und man die Bienen und die anderen Imker vor dieser grausamen Bienenkiste schützen müsse. Ich mag diese Gut-Böse-Diskussion nicht!

              Mag sein, dass der ein oder andere Handgriff wie ihn der konventionelle Imker kennt, mit der BK etwas mühsamer oder aufwendiger ist. Aber dieser Betriebsweise im gleichen Atemzug vorzuwerfen sie würde Krankheiten verbreiten, ist absurd und anmaßend.
                Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
              • Hallo Hans,


                Futterkranzproben werden regelmäßig ohne Murren von Veterinären aus Bienenkisten entnommen. Wir empfehlen das tournusgemäß freiwillig einmal jährlich und in Hamburg, wo ich viele Bienenkisten-Imker pers. kenne, machen das viele Bienenkisten-Imker.

                Die Kritik von Sertic entbehrt jeder Grundlage. Es gibt mittlerweile bald 10 Jahre (positive) Erfahrungen in der Betriebsweise. Die Fragen die Du stellst, sind nicht neu und werden i.d.R. von Leuten gestellt, die wenig eigene Erfahrungen mit naturnäheren Betriebsweisen hast. Von der Betriebsweise her ist die Bienenkiste sehr nah am Korb, wobei sie einige Probleme vermeidet im Blick auf Anfängertaugllichkeit, Varroabehandlung und Möglichkeiten Einblick zu nehmen,

                Erhard
                  Erhard Maria Klein - Hamburg
                • Die Waben haben übrigens maximal eine Höhe von 19,5 cm. Das Brutnest geht in der Saison bis denn Wabenrand. Vielleicht wäre es besser, wenn Du schon die Möglichkeit hast, selbst alles bei Deinem Sohn "kritisch zu beobachten", dass Du das dann auch erst mal ein bis zwei Jahre machst und dann aus der Praxis heraus Fragen stellst. Die Theorie ist ja nun wirklich gut dokumentiert und hier im Forum findest Du jede Menge Praktiker, die Deine Bedenken nicht teilen.
                  Mit ist nicht ganz klar, warum Du in dieser Situation dass alles grundsätzlich in Frage stellst. Was erwartest Du den hier außer Verweise auf die Dokumentation und eigene langjährige Praxis der Foren-Mitglieder?
                    Erhard Maria Klein - Hamburg