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  • Hallo Zusammen,
    Meine Bienen bauen nun schon fleißig unter dem Trennschied durch. Kann ich den Honigraumschon freigeben? Es sind noch 2,5 Wabengassen im Brutraum nicht ausgebaut.

    Viele Grüsse
    Jan
    • Ist noch recht früh. Wenn der Bautrieb in Richtung Honigraum anhält, kannst Du aber den Honigraum trotzdem schon freigeben. Wenn es sich nachträglich als zu früh herausstellt, passiert nichts schlimmes ;-) Ich persönlich würde nur dort, wo im Brutraum schon Waben vorhanden sind, auch Mittelwände einsetzen und bei den zwei Wabengassen, die vorne noch nicht ausgebaut sind, auch hinten nur Leisten mit Anfangsstreifen einsetzen.
        Erhard Maria Klein - Hamburg
      • Kann ich eigentlich das Trennschied entfernen und direkt die neuen Mittelwände einhängen?
        Also in einem Arbeitsgang? Das würde die Bienen doch auch weniger stören.

        Oder gibt es spezielle Gründe dafür, erst am Vortag mit Stockmeißel zu trennen und am kommenden Tag das Trennschied zu entfernen und die MW einzuhängen?
        • jst schrieb am 07.04.2016, 13:05
          Kann ich eigentlich das Trennschied entfernen und direkt die neuen Mittelwände einhängen?
          Also in einem Arbeitsgang?

          Würde ich fast immer so machen. Eine Trennung am vorigen Tag ist nur hilfreich bzw. wichtig wenn bei der Arbeit viel Honig freigesetzt wird, was eventuell Räuberei anregen könnte. Zu dieser Jahreszeit wird das (noch) nicht der Fall sein.

          -K
            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
          • Meine Völker entwickeln sich im Moment noch sehr zögerlich und das Wetter ist auch nicht optimal, eben Aprilwetter, sehr wechselhaft.
            Nächste Woche wird in unserer Region schönes Wetter vorausgesagt bis zum Wochenende,
            dann kehrt Regen und Kälte zurück. Nachts runter bis auf 1 Grad, Tagsüber nicht über 12 Grad.
            Keine guten Aussichten für die beginnende Apfelblüte.

            In meinen Kisten sind hinten im Bereich des Trennschieds noch keine Bienen zu sehen.
            Freigeben möchte ich den Honigraum deshalb erst Ende April, Anfang Mai, es sei denn
            das Wetter bessert sich gravierend.

            Mit der Reizfütterung hats auch nicht geklappt. Zwei Völker nehmen das Tee-Honig-Wasser
            gar nicht an, eines nippt nur und ein einziges süffelt in 3 Tagen 250 g weg.

            bf

              Abyssus abyssum invocat
            • Hallo

              meine Mädels sitzen vorne am Flugloch und hinten am Trennschied, wie aber bf schrieb Aprilwetter
              wenig Sonne - viel Regen

              Aber am Montag bis Donnerstag soll die Sonne kommen , aber mit Bodenfrost...
              Viele Grüße
              Drohn
              • Ich mache auch aufgrund des Wetters nichts.
                • N‘Abend!
                  Ich habe soeben den 2. Honigraum erweitert. Die Mädels haben schon mit dem Wabenbau am Trennschied begonnen.

                  Das Wetter ist hier in Xanten ebenfalls nur mittelmäßig, aber es ist immer viel los wenn es nicht grade stark regnet. Auch bei leichtem Regen ist ein wenig Flugbetrieb zu sehen. Und der Polleneintrag ist hier auch sehr gut. Wenn ich das aus meiner anfänglichen Sicht sagen kann.

                  Die nächsten Tage werden hier leider auch etwas kühler.

                  Bin mal auf den ersten Schwärm gespannt. Hab über den Winter 2 Warre Beuten gebaut und werde diese damit besiedeln.

                  Euch einen schönen Abend,
                  Jan
                  • Es gibt da eine Sache, die mich nicht mehr richtig loslässt. Gemäß den Empfehlungen soll man ja den Honigraum zwischen Kirch- u. Apfelblüte freigeben. Und, wenn die Bienen anfangen unter'm Trennschied durchzubauen dann wird es höchste Zeit.....
                    Bei mir gab es eine handflächengroße Wabe bzw. noch ein kleinere. Unbesetzt d.h. weder Brut noch Honig an der Wand des Trennschieds zum Honigraum. Mir war schon klar, dass an der anderen Wand des Trennschied's -also im Brutraum- mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Waben angebaut werden....wird ja in aller Deutlichkeit so im Forum bei einigen Berichten erwähnt. Also habe ich mich vorbereitet und mit einem Tapeziermesser sauber die angebauten Waben vom Trennschied befreit.
                    Alles super gelaufen....bis auf den Moment, als mir Maden bzw. fast fertige Puppen entgegen kamen. Die hatten Brut bis auf die letzte Zelle an der Wand des Trennschieds angelegt. Natürlich wurden die Waben ein wenig beim Abschneiden verformt. Gering, aber der Anblick dieser schlupfreifen Puppen hat mir doch zu schaffen gemacht...ist das immer so? Ich dachte, die legen einen Futterkranz um die Brut. Dann wären die Zellen mit Honig bzw. Pollen belegt und es hätte kein Schaden am lebenden Objekt gegeben. Nun ja, es waren vielleicht nicht so viele, aber ich mag das nicht...auch wenn es nur ein "Minimal invasiver" Eingriff war und der Schaden bezogen auf den Bien als gering anzusehen ist. Kann man das vermeiden? Habe ich da Fehler gemacht und die Sache falsch eingeschätzt? Das Wetter ist eher als zu kühl einzuschätzen und die Apfelblüte ist in "Lauerstellung". Ist das als typische Brutsituation zu beurteilen und hätte man besser noch gewartet?

                    Gruß,
                    Joachim
                    • Hallo Joachim,
                      es ist erst mein 2. Jahr mit der BK. Daher habe ich auch nicht all zu viel Erfahrung.

                      Bei mir war es fast gleich. Ich hatte auch eine handtellergroße unbesetzte Wabernden im noch nicht freigegebenen Honigraum. Und beim befreien des TS waren Maden mit dabei deren Haben zerstört wurden.

                      Ich kann das als Anfänger nur so deuten, dass sich der Bien über den Winter von vorne am Fugloch nach hinten zum Trennschied futtert. Und sobald dann hinten angekommen und es wärmer wird, dort dann auch Brut angelegt wird. Vermutlich kann man das nicht vermeiden.

                      Im ubrigen muss ich mich bei meiner 3. BK, HR vorgestern freigegeben, mit Kalkbrut aufgrund der kalten Nächte rumärgern. Beim umdrehen hörte sich das an als ob man einen Eimer mit Kies ausschüttet...

                      Gruß
                      Jan
                      • jst schrieb am 01.05.2016, 07:52


                        Ich kann das als Anfänger nur so deuten, dass sich der Bien über den Winter von vorne am Fugloch nach hinten zum Trennschied futtert. Und sobald dann hinten angekommen und es wärmer wird, dort dann auch Brut angelegt wird. Vermutlich kann man das nicht vermeiden.

                        Hallo Jan,
                        ich stimme dir zu.
                        Um das Problem konstruktiv zu beheben gäbe es m.E.n. eine Möglichkeit,
                        bei deren Ansprechen ich hier im Forum hoffentlich nicht "gefressen" werde.
                        Man könnte im zeitigen Frühjahr das Trennschied gegen ein Absperrgitter
                        austauschen, welches bis zum Kistenboden reicht und die Fuge in der Obeträgerleiste frei lässt. Dieses Gitter könnte bis zur Honigernte verbleiben. So entfiele das Freischneiden des Trennschieds bei der Honigraumfreigabe und evtl. Abtöten von Brut.
                        Die Königin bliebe in der Folge mit dem Bestiften auf den Brutraum beschränkt. Hätte auch Vorteile bei der späteren Herausnahme und Verarbeitung der Honigwaben
                        Anfang Juli.
                        Die Kunststoffabsperrgitter haben eine Stärke von ca. 1,0 -2,5 mm, sind so dünn,
                        dass sie in keiner Weise den Ausbau des Honigraumes behindern würden.

                        Im Bienenkistenkonzept ist das jedoch nicht vorgesehen und nicht erwünscht, denn man entfernt sich dadurch einen Schritt weit weg von wesensgemäßer Haltung, weil man die Königin nicht mehr machen lässt, was sie will (oder braucht).

                        Ich gebe zu, bei mir liegen bereits zwei Absperrgitter bereit. Vermutlich werde
                        ich sie dieses Jahr ebenfalls austesten, allerdings mit einem anderen Denkansatz
                        im Hinterköpfchen.

                        gruss bf
                          Abyssus abyssum invocat
                        • ...ja, diese Überlegung hatte ich auch.
                          Allerdings hatte ich in allen 3 BK leichten Schimmel hinten im HR. Ein Absperrgitter würde die Luftzirkulation noch mehr einschränken. Es sei denn man verwendet ein Trennschied, komplett aus Absperrgitter über die gesamte Höhe der BK.

                          Das hätte 3 Vorteile:
                          1. Bessere Luftzirkulation
                          2. Keine Brut im HR
                          3. Kann immer dort verbleiben

                          Mal sehen... Ich warte jetzt erstmal die Schwarmzeit ab.

                          Viele Grüße
                          Jan
                          • Ein Absperrgitter würde die Luftzirkulation noch mehr einschränken. Es sei denn man verwendet ein Trennschied, komplett aus Absperrgitter über die gesamte Höhe der BK.

                            Hallo Jan,
                            möglicherweise habe ich mich nicht präzise genug ausgedrückt. Selbstverständlich
                            verbliebe das Trennschied nicht in der Kiste. An dessen Stelle setze ein Absperrgitter vom Bodenbrett bis Unterkante Fuge der Oberträgerleiste (Mittelleiste, in die das Trennschied eingehangen wird.
                            Das Absperrgitter lehnt sich demnach über die Breite von 1 cm an die
                            Oberträgerleiste an, lässt jedoch die darüber befindliche Fuge zum Einhängen
                            der Wabenträger frei. Das Absperrgitter trennt demnach (komplett offen) den
                            Brutraum vom Honigraum ab, ohne dass die Bienen beim Wechseln vom Brut- in den Honigraum und umgekehrt gestört werden und gewährt beste Luftzirkulation.

                            Hoffe, das kommt jetzt verständlich rüber.

                            gruss bf
                              Abyssus abyssum invocat
                            • Joe schrieb am 30.04.2016, 23:08
                              Alles super gelaufen....bis auf den Moment, als mir Maden bzw. fast fertige Puppen entgegen kamen. Die hatten Brut bis auf die letzte Zelle an der Wand des Trennschieds angelegt. Natürlich wurden die Waben ein wenig beim Abschneiden verformt. Gering, aber der Anblick dieser schlupfreifen Puppen hat mir doch zu schaffen gemacht...ist das immer so? Ich dachte, die legen einen Futterkranz um die Brut. Dann wären die Zellen mit Honig bzw. Pollen belegt und es hätte kein Schaden am lebenden Objekt gegeben. Nun ja, es waren vielleicht nicht so viele, aber ich mag das nicht...auch wenn es nur ein "Minimal invasiver" Eingriff war und der Schaden bezogen auf den Bien als gering anzusehen ist. Kann man das vermeiden? Habe ich da Fehler gemacht und die Sache falsch eingeschätzt? Das Wetter ist eher als zu kühl einzuschätzen und die Apfelblüte ist in "Lauerstellung". Ist das als typische Brutsituation zu beurteilen und hätte man besser noch gewartet?
                              Jedes (Bienen-)Jahr ist anders. In diesem Frühjahr haben die Bienen relativ früh eine Zeit lang viel Pollen sammeln können und das Brutgeschäft stark angekurbelt. Dann wurde es kalt und es ist kaum Nektar geflossen. Das Ergebnis kann eine große Brutausdehnung mit wenig Vorräten sein, so wie Du es beobachtet hast. Normalerweise ist am Trennschied noch Honig bzw. noch keine Brut.
                              Generell lässt es sich kaum vermeiden, dass bei Eingriffen Bienen bzw. Larven zu Schaden kommen. Du musst Dir dabei dann klar machen, dass "der Bien" das Tier ist - also der Superorganismus Bienenvolk als Ganzes. Die Einzelbiene spielt dabei eine Rolle, die man mit Körperzellen bei Säugetieren vergleichen kann. Der Bien selbst opfert nötigenfalls Brut und Bienen selbst auch, wenn es im Interesse des Gesamtorganismus ist - inkl. Brutkanibalismus und Ausräumen von fast fertig entwickelter Brut.
                              Natürlich wollen wir "Kollateralschäden" vermeiden. Wenn trotz aller Vorsicht Bienen zu schaden kommen, hilft es Dir vielleicht, Dich an diese Worte zu erinnern.

                              Erhard

                              P.S. Ein Absperrgitter hat in einer Bienenkiste nichts zu suchen. Egal, was das Problem ist. Die Lösung liegt woanders.
                                Erhard Maria Klein - Hamburg
                              • emk schrieb am 01.05.2016, 13:29
                                Joe schrieb am 30.04.2016, 23:08
                                Alles super gelaufen....bis auf den Moment, als mir Maden bzw. fast fertige Puppen entgegen kamen. Die hatten Brut bis auf die letzte Zelle an der Wand des Trennschieds angelegt. Natürlich wurden die Waben ein wenig beim Abschneiden verformt. Gering, aber der Anblick dieser schlupfreifen Puppen hat mir doch zu schaffen gemacht...ist das immer so? Ich dachte, die legen einen Futterkranz um die Brut. Dann wären die Zellen mit Honig bzw. Pollen belegt und es hätte kein Schaden am lebenden Objekt gegeben. Nun ja, es waren vielleicht nicht so viele, aber ich mag das nicht...auch wenn es nur ein "Minimal invasiver" Eingriff war und der Schaden bezogen auf den Bien als gering anzusehen ist. Kann man das vermeiden? Habe ich da Fehler gemacht und die Sache falsch eingeschätzt? Das Wetter ist eher als zu kühl einzuschätzen und die Apfelblüte ist in "Lauerstellung". Ist das als typische Brutsituation zu beurteilen und hätte man besser noch gewartet?
                                Jedes (Bienen-)Jahr ist anders. In diesem Frühjahr haben die Bienen relativ früh eine Zeit lang viel Pollen sammeln können und das Brutgeschäft stark angekurbelt. Dann wurde es kalt und es ist kaum Nektar geflossen. Das Ergebnis kann eine große Brutausdehnung mit wenig Vorräten sein, so wie Du es beobachtet hast. Normalerweise ist am Trennschied noch Honig bzw. noch keine Brut.
                                Generell lässt es sich kaum vermeiden, dass bei Eingriffen Bienen bzw. Larven zu Schaden kommen. Du musst Dir dabei dann klar machen, dass "der Bien" das Tier ist - also der Superorganismus Bienenvolk als Ganzes. Die Einzelbiene spielt dabei eine Rolle, die man mit Körperzellen bei Säugetieren vergleichen kann. Der Bien selbst opfert nötigenfalls Brut und Bienen selbst auch, wenn es im Interesse des Gesamtorganismus ist - inkl. Brutkanibalismus und Ausräumen von fast fertig entwickelter Brut.
                                Natürlich wollen wir "Kollateralschäden" vermeiden. Wenn trotz aller Vorsicht Bienen zu schaden kommen, hilft es Dir vielleicht, Dich an diese Worte zu erinnern.

                                Erhard

                                P.S. Ein Absperrgitter hat in einer Bienenkiste nichts zu suchen. Egal, was das Problem ist. Die Lösung liegt woanders.

                                Zunächst einmal danke für die Darstellung dieser Sichtweise. In der Tat, wenn man das so betrachtet relativiert sich alles ein wenig.
                                Es ist nur so, dass ich durch meinen Eingriff derjenige bin der diesen Schaden herbeiführt. Was die Bienen, der Bien bzw. die Natur macht, das bereitet mit weniger Probleme....weil ich die Finger nicht im Spiel habe.
                                Vielleicht brauche ich nur etwas Zeit, um einen Weg zu finden damit zurecht zu kommen. Der absolute Hammer war die Erfahrung mit meinem Imkerpaten der mich tags darauf zu seinen Bienen brachte und mir zeigte, wie die Kippkontrolle zur Schwarmverhinderung durchgeführt wird. Dabei waren die Zwischenräume der Zargen (DN) alle mit Wildbau versehen. Mein Imkerpate hat alles mit dem Stockmeißel weggekratzt und zusätzlich noch den Drohnenrahmen ausgeschnitten. Ich glaube diesen Verlust an Maden und Bienen werde ich in 100 Jahren mit meinen Bienenkisten niemals erreichen.
                                Ich kann jetzt verstehen was wesensgemäße Bienenhaltung mit der BK bedeutet und ich bin auch froh darum, dass ich das praktiziere. Im Übrigen habe ich bei einer Sichtkontrolle über die Rückwand des Honigraumes gesehen, dass die Bienen alles komplett "repariert" haben und "bleibende Schäden" nicht zu erkennen sind....das beruhigt dann doch ein wenig.

                                [Hinweis: Joe hat den Beitrag zuletzt am vor 3 Jahren, 2 Monaten geändert.]