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  • Hallo Malte,

    vielen Dank für deine Antwort. Bitte richtig verstehen, bin selbst im ersten Jahr und manchmal denke ich je mehr ich auch hier lese um so mehr Verwirrung stiftet das ganze. Die beiden Bienenkistenbücher sind momentan noch wie ne Bibel für mich. Der Erfolg gibt dir aber ja Recht, letztlich führen wohl viele Wege nach Rom und wie bei so vielen Dingen spielt bei der Imkerei wohl auch die Erfahrung eine recht große Rolle.

    Dir ebenfalls eine schöne Winterzeit!

    Gruß
    Matthias
    • Die Bienen sind jetzt schon wieder unterwegs. Erleichtert und orientiert haben sie sich bereits Mitte Februar das erste Mal. Jetzt sind sie, nach einem kleinen Wintereinbruch Anfang März, zu den ersten Sammelflügen gestartet.
      Warré und BiKi fliegen und sammeln. Pollen wird eingetragen.
      Gewichtsmäßig ist die BiKi aber schon am Limit. Ich habe, bei angenommenen 9 kg für den Bien, nur 1,5 kg Honig über. Seit gestern liegt erst mal 1,25 kg Futterteig drin. Ich habe den Teig direkt an die Waben im Brutraum geschoben, so dass der Weg zum Futter minimal ist. Mal sehen, wie sie es aufnehmen. Die Warré habe ich nicht gewogen, hat aber auch pauschal eine halbe Tüte Futterteig bekommen. Um flüssig zu Füttern und damit Tracht vorzugaukeln und die Bienen zum Ausfliegen zu animieren, war es mir noch zu kalt zwischendurch. Daher hab ich Futterteig genommen.
      In der BiKi musste ich etwas aufräumen. Da lagen noch einige Tote auf dem Boden und im vorderen Bereich war der Boden verschimmelt. Insgesamt wirkte der Kiste nass. Die Kiste steht auf dem feuchten Gründach nach Osten während die andere Beute auf dem überdachten Balkon nach Süden steht. Die Warré ist daher deutlich trockener und ohne Schimmel. Klarer Standortvorteil für die Warré in der nassen Winterzeit.
      Beide Völker wirken auf mich aber vital und werden bestimmt erfolgreich in die Saison starten.

      Euch allen einen guten Start in die neue Saison
      Malte
      • Fotos aus meiner Bienenkiste von gestern Abend. Wenn ich heute jemanden aus meiner eigenen Brut animieren kann mir zu helfen, gebe ich den Honigraum heute frei. Das wird voraussichtlich etwas fummelig, daher möchte ich es lieber zu zweit machen.
        Sieht alles ganz gut aus, denke ich. Wenn es dieses Jahr wieder einen Schwarm gibt, und ich ihn einsammeln kann, dann kommt er in meine neue Bienenkiste, die gestern noch fertig geworden ist.


        • Juhls schrieb am 25.04.2018, 08:19
          gebe ich den Honigraum heute frei. Das wird voraussichtlich etwas fummelig

          Die Bienen krabbeln bei mir immer in der unteren Spalte rum, wo man genau mit dem Ende des MW-Trägers vorn hin will. Platz für die Bürste ist manchmal knapp. Ich fand einen schmalen Bambusstab sehr hilfreich, um Nachzügler aus dem Weg zu hüten.

          -K
            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
          • Danke für den Tipp, Kevin. War erstaunlicher Weise vielleichter als gedacht. Ich hatte schon alle Leisten drin und war eigendlich schon im Begriff die Kiste zu schließen. Im letzten Moment dachte ich noch an die Schwarmkontrolle, also Deckel wieder auf und mit dem letzten bisschen Rauch(eigentlich war der Smoker schon ausgegangen) die Bienen noch eher weggepustet als mit Rauch vertrieben. Jetzt war es mit der Friedfertigkeit vorbei. Dabei haben sich dann min ein Dutzend Bienen um meinen Handschuh gekümmert. Zum Glück hatte ich die auch an. Ein Stich ging durch den dünnen Stoff am Handrücken durch. Aber ansonsten bin ich sehr zufrieden.

            Hier sind noch Fotos von meinem neuen Bienenheim.
            Die Bienenkiste ist 100% aus Resten/Recycling gebaut. Es sind Teile verwendet worden aus meiner Garagendachsanierung, Pferdeanhängerneuaufbau, Schreibtischplatten der Kinder (die haben jetzt neue!). Das einzige was gekauft werden musste sind die Spannverschlüsse :-(
            Bei den Siebdruckplatten als Seitenwand werden sicherlich einige aufschreien. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht und rechtfertige das wie folgt. Die zwei Seitenwände haben nur einen geringen Anteil an der gesamten Oberfläche, es ist ein ständig belüfteter Raum im Außenbereich, somit ist keine Anreicherung von irgendwas in der Raumluft zu erwarten. Das Entsorgen dieser hochwertigen Reste wäre eine sinnlose Rohstoffverschwendung und sicher nicht im Sinne einer verantwortungsvollen Resourcennutzung. Die Belastung dieser Platten scheint auch eher gering zu sein. Es sind kaum ernstzunehmende Hinweise auf eine hohe Schadstoffbelastung dieser Platten im Internet zu finden. Kommentare von besorgten Tierhaltern gibt es allerdings reichlich, allerdings ist das für mich schwer zu bewerten.
            Boden und Deckel sind aus 30 mm Kiefernleimholz aus zwei Ikeaschreibtischplatten.Die Oberfläche hatte ich damals nur von der Gebrauchsseite mit Leinölfirnis behandelt. Auf der Innenseite ist das Holz also unbehandelt. Alles an Inneneinrichtung und Leisten habe ich aus alten unbehandelten Lärchenbrettern meiner Holzterasse gesägt.
            Beim Dach habe ich auch nicht mit Gewicht gespart. 45° Dachneigung, Dachschalung von meiem Garagendach und Dachpappe, beide Giebel aus Siebdruckplatte. Das Dach ist an der Traufseite belüftet und hat an der Giebelseite im First eine Entlüftungsöffnung.

            Ich habe vor, die Kiste ein paar Kilometer entfernt aufzustellen. Da ich nicht so oft kontrollieren kann, sollte sie insgesamt etwas robuster sein. Schnee, Laub, Regen und Wind dürfen da nicht zum Problem werden.

            • Hallo Juhls

              wie schwer ist Deine neue Bienenkiste?

              Gruss
              Drohn
              • Habe das Gewicht der neuen Kiste gestern gemessen. 27,7 kg im Vergleich dazu die alte Kiste im Rohzustand,unbewohnt, 18,6 kg. Das ist schon ein Unterschied, macht aber nichts.
                • Nachdem die Natur hier an der Nordsee dieses Jahr einen satten Fehlstart hatte kommen meine Mädels jetzt auch in Stimmung. So langsam sollte ich meine Schwarmkiste bereitstellen.
                  Ich bin sehr gespannt auf den diesjährigen Honig. Letztes Jahr hatte ich reinen Rapshonig. Dieses Jahr ist der Raps deutlich weiter weg und aufgrund des nassen Winters auch deutlich weniger. Die Kiste hat aber trotzdem jetzt schon richtig viel Gewicht. Ich hoffe also auf eine andere Mischung.

                  Die zweite Bienenkiste steht seit letzter Woche bei meinen Eltern im Garten und wartet auf einen Schwarm. Mal sehen was sich so tut.


                  • Dann wünsche ich dir, dass du den Schwarmabgang mitbekommst und den Schwarm einfangen kannst.

                    Viel Glück.

                    Gruß
                    Markus
                      Bestand:
                      1x Bienenkiste
                      2x TBH (normal lang)
                      2x TBH (kurz)
                      1x Christsche Magazinbeute
                    • Gestern war es soweit. Ich war sogar dabei, als das Warré-Volk geschwärmt ist. Ein super Erlebnis.
                      Der Schwarm hat sich in unmittelbarer Nähe in einen unserer Pflaumenbäume gesetzt und wie eine zweite Rinde einen starken Ast überzogen. Wir mussten ihn daher in kleinen Portionen abfegen. Hat aber gut funktioniert. Jetzt wartet er auf den Einzug heute abend in die neue BK.
                      • Der Schwarm ist bei meinen Eltern im Garten in die neue BK eingezogen. Lief alles wie am Schnürchen. Schwarmgewicht knappe 3 Kilo. Den Honigraum hatte ich am ersten Tag noch verschlossen, jetzt ist er natürlich auf. Anscheinend haben sie eine gute Futterquelle in der Nähe, denn sie nehmen das Futter (200 ml/Tag 1:1)nur schleppend an. Sie sind fleißig am fliegen.
                        Fotos von Innen hab ich noch nicht gemacht. Ich lasse sie noch ein paar Tage in Frieden.

                        Ich warte noch auf den Schwarm aus BK I. Der ist eigentlich überfällig denn sie quillt regelrecht über. Ich hatte ja sogar schon Weiselzellen mit Maden fotografiert. Aber seit dem tut sich nichts. Ich muss wohl noch mal gucken.
                        Ich habe gestern mal mit der Kofferwaage einseitig mit Kipppunkt ganz außen am Flugbrett gewogen und habe 38 kg abgelesen. Wenn ich von 1,10m Länge ausgehe und eine gleichmäßige Lastverteilung unterstelle müssten dabei 70 kg rauskommen. Uiuiui!
                        [Hinweis: Juhls hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Monaten, 2 Wochen geändert.]
                        • Samstag wurde die BK I geerntet.
                          Wie letztes Jahr habe ich mich zu einem eher frühen Erntetermin entschieden, der Rapshonig schon in den Waben auskristallisiert.
                          Morgens um halb 6 bei ca 14 Grad und starker Bewölkung ging es gut vermummt auf das Garagendach. Die Bienenkiste war zu diesem Zeitpunkt mit knapp 80 Kilo richtig schwer und rappelvoll mit Bienen. Die Bienen waren richtig biestig und wollten uns kein bisschen Honig abgeben. Es ging leider nur mit Gewalt und unter vielen Verlusten. Die Bienen waren sofort so giftig, dass sie wahrscheinlich den Rauch in ihrer Rage übersehen und nicht gerochen haben. Eine Attacke nach der anderen wurde geflogen und ich weiß jetzt, dass Jeansstoff zwar für die harte Arbeit auf einer Ranch geeignet ist, aber nicht für die Arbeit mit meinen Kamikazebienen. Aber insgesamt sind wir diesmal viel schlauer gewesen und haben uns deutlich bienendichter angezogen. Stiefel, lange Hose, Jacke, Handschuhe, Paketklebeband, Schleierhut. Das hat alles auch absolut Sinn gemacht und wird beim nächstem Mal noch weiter verfeinert.
                          Das Entnehmen der Honigwaben war problemlos und das Ganze hat auch ein paar Minuten gedauert. Die eigens für diesen Tag angeschaffte Plastikkiste hat dem Gewicht der Waben allerdings nicht standgehalten und ging noch an diesem Tag in die schwarze Tonne und wartet jetzt auf die thermische Verwertung.
                          In Summe war etwa eine ganze Wabe noch mit Brut belegt. Den größten Teil davon habe ich sofort herausgeschnitten und in den leeren Honigraum gelegt.
                          Nach dem Pressen mit der neuen 12 Liter Obstpresse sind 15 Kilo sauberer Honig übrig geblieben. Als Presstuch habe ich ein Stück Kunststofffliegengaze genommen und in die Presse gelegt. Das ging richtig gut und das Tuch ist sogar heil geblieben. Anschließend habe ich noch alles durch einen Feinfilter laufen lassen.

                          Auch bei der Warré habe ich schon was geerntet. Die oberste Zarge war sehr wild ausgebaut und teilweise auch von unten bebaut. Bei der Schwarmkontrolle hatte ich hier schon Probleme mit abgerissenen Waben. Diese Zarge habe ich ausgeräumt und es sind dabei gut 5 Kilo Honig herausgekommen. Die Bienen waren deutlich friedlicher. Die Ernte war allerding schon 2 Tage früher bei besserem Wetter und Abends. Bauartbedingt werden ja auch die Bienen in den unteren Zargen nicht so aufgeschreckt.

                          Alles in allem habe ich also 20 Kilo Honig und bis zuversichtlich damit gut über das Jahr zu kommen.
                          Den Bienen geht es augenscheinlich gut und ich denke das dieses Jahr, wenn überhaupt, nur minimal zugefüttert werden muss.



                          • Hallo Juhls,

                            Deine Presse hat 12L. Ist das ausreichend Groß für eine BK Ernte oder würde sogar 10l reichen ? Wie sieht es mit der Reinigung aus ? Aufwendig? Viele Wachsklumpen ? Bin auch am überlege so ein Presse zu kaufen aber mit dem Hintergedanken diese auch für Obst zu verwenden.

                            Bg,
                            Johannes
                              http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/3808
                              We're the regulators that de-regulate - System of a Town
                            • Hallo Johannes,
                              die 12 l passten bei mir knapp. Ich denke wenn alle Waben mit Honig voll sind wäre die 18 Liter Variante besser. Man kann aber auch ein bisschen tricksen indem man zwischendurch noch mal nachlegt.
                              Ich hab mit warmen Wasser gereinigt und fand das nicht besonders aufwändig. Ich hab das draußen auf der Terrasse gemacht, könnte mir das aber auch gut in der Badewanne vorstellen.
                              Wachs gab es bei mir nur im Inneren des Presstuchs. An der Presse war nahezu nichts zu finden. Da lief fast klarer Honig durch. Der Wachskuchen löst sich relativ leicht von der Gaze und die Krümel die dann noch im Fliegengitter hängen kann man einfach auf dem Rasen ausschlagen. Alles ganz einfach ohne größeren Ärger. Ich freue mich direkt aufs nächste Mal.
                              Obst zu pressen, werde ich auch mal versuchen, da habe ich aber keine Erfahrungen.
                              • Danke für die Infos! Meine Folgen, wenn es den eine Presse wird, dann in meiner Stockkarte, heuer oder nächstes Jahr... Habe heute zufällig in der "Ausbeuterimker – Zeitschrift“ eine Wachpresse für satte 2000.- EUR gefunden. Da könnte ich fast schwach werden smiley [Hinweis: tryme23 hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Monaten, 2 Wochen geändert.]
                                  http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/3808
                                  We're the regulators that de-regulate - System of a Town
                                • Meine Presse gabs gebraucht für 25€. Ich hab gerade mal geguckt, jetzt gibt es sie für knappe 60 € in der Bucht auch neu. Natürlich ist sie nicht für Honig gemacht, sondern für Saft. Es bleibt ein günstiger Kompromiss, der für mich mit mittlerweile drei Völkern völlig ok ist.
                                  Bin gespannt auf deine Lösung.