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  • Hallo zusammen,

    Nach der Honigernte am 20.07.2015 (http://forum.bienenkiste.de/forums/thread/?thread=2741&page=2), bei der ich die Wachs-Honig-Pampe tagelang durch ein Seihtuch laufen und filtern lies, hatte ich noch 4 große Gefriertüten mit jeweils ca 1.6kg Honig-Wachs-Teig übrig. Wie gesagt, es kam einfach kein Honig mehr heraus, es war am Ende eine relativ feste Pampe.

    Heute haben wir das Wachs einschmelzen wollen. Das hat auch ganz gut geklappt. Es sind zwei wunderschöne Wachsblöcke geworden.

    Allerdings habe ich beim Ausspülen gemerkt dass nur ca 300g Wachs in einer Gefriertüte sind. Das bedeutet, in jeder Tüte der Pampe sind:
    - 300g Wachs
    - 1.3kg Honig

    Sieht jemand eine Möglichkeit den Honig aus dieser Wachs-Honig-Pampe zu gewinnen?

    Grüßle,
    Peter

    • Hallo Peter,
      ich konnte aus meiner "Wachs-Honig-Pampe" durch Pressen noch den meisten Honig gewinnen. Danach bliebt nur ein sehr harter Presskuchen aus Wachs übrig. Vielleicht war das von Dir verwendete Seihtuch auch einfach zu feinmaschig, das kann ich nicht beurteilen. Andere mögliche Erklärung wäre, dass zu die Waben nicht klein genug gehackt hast und noch viele Zellen weitgehend intakt geblieben sind, sodass diese den Honig weiterhin halten konntne.
      Ich verwendete für das Ablaufenlassen und Pressen ein recht grobes Seihtuch, wie es auch zum Obstpressen verwendet wird. Nachdem von allein durch Gravitation nichts mehr ablief, habe ich das Tuch zugebunden und dann zwischen zwei großen großen Küchenbrettern aus Kunststoff (rechts und links des Beutels), die ich von aussen noch durch stabile Bretter aus Holz verstärkt habe, mittels massiver Schraubzwingen ausgepresst. Die Zwingen kann man dann alle paar Minuten nachziehen, bis am Ende nur noch der Presskuchen zurück bleibt. Den Honig habe ich danach durch ein feineres und am Ende durch das ganz feine Seihtuch gegeben. Das steht afair auch so im Buch oder hier im Forum.
      Grüße
      cookie
      • Nun, ich gebe diese Reste stückchenweise in den leeren Honigraum, als Fütterung. Die Bienen haben das dieses Jahr richtig trockengeleckt.
        Ist freilich etwas umständlich, da natürlich nicht alles auf einmal reinpasst.
        Aber ausdrücken stelle ich mir viel umständlicher vor...
        • Habe durch Erwärmen der Wachs-Honig Mischung noch ein paar Gläser leckeren Honig gewonnen. Entweder in Wasserbad oder direkt auf Herd mässig Hitze zuführen. Wachs sammelt sich oben, der Honig unten.

          Liebe Grüße

          Martin
          • Hallo Peter,

            ich stimme cookie bei, was die Maschengröße deines Seihtuchs angeht. Die groben Teile im Honig-Wachsgemisch verstopfen die feinen Poren gleich zu Beginn und der Honig kann nicht richtig abfließen (hat ja auch sehr lange gedauert bei dir).

            Besser ist wirklich Erhards Methode, das kleingestampfte (oder gehackte) Gemisch zuerst in ein Fliegennetz zu geben. Dort läuft der Honig innerhalb von 1 bis 1,5 Tagen durch und max. 1,5 kg Honig (bei 22 kg Bruttogewicht) bleiben in der Masse zurück. Die können dann noch ausgepresst oder zurückgefüttert werden.

            Ich wasche das Gemisch in einer Schüssel mit wenig Wasser aus, danach wird das Wachs eingeschmolzen und die Honigwasserbrühe (3 l) eingefroren. Falls nachgefüttert werden muss, kann man den benötigten Zucker in dieser Brühe auflösen und das Futter so erheblich verbessern.

            Den grob gesiebten Honig (s.o.) kann man dann anschließend nochmal durch ein Seihtuch laufen lassen, was nach der Vorreinigung auch schnell geht (knapp eine Stunde für 20 kg).

            Viele Grüße,
            Jutta
              Bienen machen glücklich!
            • Hallo,
              ich habe meinee Honig-Wachsmischung mit heißem Wasser ausgespült um den Honig zu lösen. Den gelösten Honig benutze ich um Met zu machen. Klappt sehr gut. Wenn man nur ein Volk hat, so wie ich, wird man jedoch noch ein wenig Honig zukaufen müssen, damit der Met auch gut wird.
              • Hallo zusammen,

                Bitte verzeiht dass ich diesen uralten Thread wieder aus der Versenkung hole. Anlass ist die gestrige Honigernte.


                • * 2015 * Aus 2015 stammt meine ursprüngliche Frage. Da liegen immer noch 2 Tüten Honig-Wachs-Mischung im Keller.
                • * 2016 * Letztes Jahr lief alles super. Anstatt des super-feinen Seihtuchs habe ich handelsübliches Fliegengitter verwendet. Und hatte Glück dass der Honig sehr dünnflüssig war. Dieser ist sehr sehr gut abgelaufen.
                • * 2017 * Dieses Jahr sieht es wieder ganz anders aus. Der Honig ist zäher, und läuft auch durch das Fliegengitter kaum durch. Wir sind jetzt dazu übergegangen die Mischung erst durch ein Salatsieb laufen zu lassen, und danach noch feiner zu sieben. Alles nicht richtig optimal ...

                Vielleicht hat noch jemand ein paar Ideen. Und wenn nichts hilft, probiere ich das "Erwärmen" aus wie von @mart vorgeschlagen. Ungern, aber bevor ich den Honig wegschmeisse.

                Liebe Grüße,
                Peter

                • Man braucht vor allen Dingen Geduld. Wenn es nicht sehr warm und der Honig zäh ist, muss man ihn lange hängen lassen. Da tropft nach 4 oder 5 Tagen immer noch was raus.

                  Einige hier verwenden auch Pressen.

                  Das Restgemisch kann man mit lauwarmem Wasser (nicht zu viel!) in einem Topf gründlich auswaschen und erhält so ein Honigwasser, das man wieder verfüttern kann. Bis dahin einfrieren, sonst gärt es.

                  Nächste Woche soll es ja wieder heiß werden, dann läßt sich auch der Honig wieder besser verarbeiten! smiley
                    Bienen machen glücklich!
                  • Ich habe jetzt auch geerntet....das erste mal aus der Biki. Trotz dem, dass ich sehr früh am Sonntag Morgen raus bin (6h) und die Bienenn(eigentlich) noch schlafen sollten, fanden die das überhaupt nicht toll. Naja, den Kampf um den Honig habe ich gewonnen, mit nur 3 Stichen (trotz Voller Rüstung) und nun habe ich gestern und heute den Honig verarbeitet, bzw. läuft er noch durch's Netz.

                    Aber ich bin da bei Peter: gut läuft er nicht durch. Wenn ich so von einigen hier im Forum von 10 oder 12 Kilo Ertrag höre.....die werden das nie und nimmer, trotz fast voller Waben.

                    Wie auch immer: In dem Zusammenhang zum Thema Auffüttern: Kann man die verbleibende Wachs-Honigpampe, die dabei nach der Ernte bleibt, nicht zum Auffüttern nehmen?!
                    Man müsste nur irgendwas machen, damit die Bienen nicht darauf fest kleben?! Vielleicht ein Küchenkrepp drüber?!?!? Hat da jemand Erfahrung?! Das wäre doch eigentlich DIE optimale Verwertung, noch besser als Erhitzen und trennen ( sorry Jutta wink ) Denn zurück bleibt dann nur noch der fast reine Wachs, den ich dann immer noch trennen kann und die Bienen hätten sozusagen Vollwertkost bekommen?!?!
                    Ich meine, es hätte genau das Thema vor kurzem schon mal hier im Forum gegeben, finde es aber nicht mehr?!

                    Frank
                    • FrankT schrieb am 17.07.2017, 15:35
                      Wie auch immer: In dem Zusammenhang zum Thema Auffüttern: Kann man die verbleibende Wachs-Honigpampe, die dabei nach der Ernte bleibt, nicht zum Auffüttern nehmen?!

                      Genau das macht man ja, wenn man den Honig ausspült und das Spülwasser verfüttert, s.o. smiley
                        Bienen machen glücklich!
                      • FrankT schrieb am 17.07.2017, 15:35
                        Denn zurück bleibt dann nur noch der fast reine Wachs, den ich dann immer noch trennen kann und die Bienen hätten sozusagen Vollwertkost bekommen?!?!

                        Leider nehmen die Bienen nicht nur den Honig aus dem Brei wieder auf, sondern auch das Wachs selber. Bei denen kommt nichts um. ;-)

                        Das "reine Wachs" ist nach dem Entfernen des Honigs (durch Ausleckenlasen oder Auspülen) immer noch ein Gemisch von Wachs, Bienenteilen, ggf. auch Pollen und Larvenhäutchen, und Honigresten. Das muss auf alle Fälle in mehreren Durchgängen "getrennt" (geklärt) werden, falls du das Wachs weiterverwenden willst.
                          Bienen machen glücklich!
                        • Hallo Jutta,
                          "rein" war auch nicht als "frei von allen "Rückständen" gemeint, sondern frei von Honig und wenn die noch was ausser dem Honig brauchen können, ist das ja auch in Ordnung. Ich muss nicht davon leben wink. wink

                          Aber wie ist das nun mit dem Füttern von der "Pampe"?! Kann ich da einfach 'ne Schale damit rein stellen und die machen das schon, oder brauchen die zum Ausschlecken irgend eine Hilfe?! Weis das jemand?!

                          Frank
                          • Kann man wohl nicht. Die Bienen lecken nicht den Honig von den Wachsbröseln, sondern schleppen alles ab - soweit sie es schaffen und nicht daran festkleben.
                              Bienen machen glücklich!
                            • Hallo,

                              Kann man wohl nicht. Die Bienen lecken nicht den Honig von den Wachsbröseln, sondern schleppen alles ab - soweit sie es schaffen und nicht daran festkleben.

                              das stimmt m.M. nach nur in Teilen.

                              Ich habe bei mir früher das Abdeckelwachs meiner Waben (beim Ausschleudern von Magazinwaben, kalt amit der Gabel abgedeckelt) abtropfen lassen und anschliessend auf einer Folie in einem leeren Magazin zum Ausschlecken aufgesetzt.
                              Die Bienen holen sich den letzten Tropfen und "graben" sich regelrecht in den Wachsberg.
                              Sicher wird dabei auch Wachs umgetragen (aber nicht in großen Krümeln oder so), im wesentlichen sind sie aber scharf auf die Honigreste.

                              Und scharf ist das Stichwort, warum ich das nicht mehr mache. Die Gefahr von Räuberei ist m.M. nach nicht klein, vor allem bei schwächeren Völkern oder bei einem großen Flugloch. Sollte man beides vermeiden.

                              Mittlerweile schmelze ich mein Abdeckelwachs direkt ein, habe keien "Sauerei" und keine Räubergefahr.
                              Lieber lasse ich den Bienen mehr Honig in den Waben (und bei BiKi und TBH habe ich sowieso immer alles drin gelassen. Honig habe ich genug aus meinen Magazinen, obwohl ich dort auch großzügig mit den Bienen überlassen bin).

                              Das Festkleben war nie ein Problem, das machen sie schon richtig.

                              Gruß
                              Andreas