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  • Qualität - mein Selbstbau halte ich für besser als die Mellifera-Kiste
    Stadt - nur für die Stadt, was ist mit dem großen Anteil der Landbevölkerung?
    Qualität - in Bezug auf die Biki oder in Bezug auf den Schwarm (Demeterqualität, hochpreisig)
    Preis - ist nur das gut, was auch viel kostet, z. B. ein teurer Demeterschwarm?

    Vielleicht hast Du Recht, möglicherweise meint Gunnar aber doch was anderes.

    gruss bf
      Abyssus abyssum invocat
    • manchmal werde ich sehr müde ... sad

      Wer fordert, dass Dinge, die viel Geld kosten (die Schwärme fallen nicht vom Himmel, sondern werden von einer Imkerei mit großem Aufwand von Betriebskapital und Personaleinsatz "produziert"), besser verschenkt bzw. stark subventioniert werden sollten, kann gerne sein Haus verkaufen, seine Alterversorgung auflösen oder meinetwegen einen Kredit aufnehmen, um Mellifera das zu ermöglichen. Ich schlage eine zweckgebundene Spende dafür vor wink Mir fällt spontan kein Grund ein, von Norbert zu erwarten, auf sein Gehalt zu verzichten, damit Leute, die eine gesicherte Altersversorgung haben, billiger an Schwärme kommen können!?

      Die Preise für die Demeter-Schwärme sind - wie gesagt - marktüblich, eher sogar günstig. Die Hauptzielgruppe sind andere Demeter-Imker, die lt. Demeterrichtlinen keine konventionellen Völker zukaufen dürfen. Der Preis eines Bienenvolks richtet sich nach dem möglichen Gewinn, den man damit erwirtschaften kann (Demeter-Honig u.a. Bienenprodukte, weitere Schwärme).

      Die Preise für Bienenschwärme im Hobby-Bereich haben überhaupt nichts mit dem Wert der Völker zu tun, sondern sind ein Mittelding zwischen symbolischem Preis und Aufwandsentschädigung für das Einfangen und Versorgen von Schwärmen in der Freizeit.
        Erhard Maria Klein - Hamburg
      • business as usual
          " An Stelle der kostspieligen, zum Sport ausgearteten Kunstimkerei hat eine naturverbundene, einfache Erfolgsimkerei zu treten."
          Siedlern und Bauern als berufene Bienenzuechter muss es moeglich gemacht werden, mit einer leicht selbst herstellbaren einfachen Bienenwohnung, ohne besonderen Aufwand an Material, Fachkenntnisse, Geld und Arbeit, ohne Maschinen und Geraete, ohne Zuckerverbrauch und Kunstwaben, auf rein naturgemaesse Art, erfolgreich zu imkern.

        • Lustige Schubladendenker am Start hier, hätte ich so nicht erwartet......
          vom Kiste selber zimmernden und am besten den Schwarm mit bloßen Händen fangenden, einzig wahren, echten Bienenkistenimker usw usw bis hin zum neureichen Stadtjuppie, der Schwarm und Kiste bei Mellifera bestellt.... Glückwunsch, die Welt kann so einfach sein smiley da wird auch schon mal gönnerhaft ein Schwarm verschenkt!
          • Ei ei ei,
            was ist denn hier los???

            Diese Diskussion kam in Gange, weil einem Imker der Schwarm weggeflogen ist.
            Das ist schade, gerade wenn der Schwarm Geld gekostet hat.

            Dafür aber jetzt mit einem "shitstorm" gegen Mellifera zu starten, ist doch echt nicht mehr verhältnismäßig, aus meiner Sicht völlig überzogen.

            Also, aus meiner Sicht sind folgende Punkte diskutiert worden - (bitte zu den einzelnen Punkten weiter diskutieren):

            Schwarmkosten, Versandkosten, Beutenkosten, Startkosten für Neuimker, Schwarm"quelle", Schwarmzeitpunkt, Interesse am Imkern, gegenseitige Hilfe/Unterstützung, Aufrechterhalten eines Wirtschaftsbetriebes, Frustration wegen weggeflogenem Schwarm.

            Diese Punkte müssen unbedingt einzeln betrachtet werden.

            Ich fang mal hinten an:
            Frustration wegen weggeflogenem Schwarm: ich bedauere jeden, dem ein Schwarm wegfliegt. Aber der Bien hat eben auch das Recht, seinen neuen Standort passend zu finden oder nicht. So ist das, leider.

            Aufrechterhalten eines Wirtschaftsbetriebes: Meph und bienenflug, welche Relationen setzt ihr denn hier an, mit welchen Begründungen??? Mellifera muss sich finanzieren, es ist ein Unternehmen, dass nur dann überlebt, wenn genügend Einnahmen vorhanden sind. Wenn diese nicht mehr da sind, gibt´s das Unternehmen nicht mehr. Ist das ´ne gute Alternative? M.E. nein.

            Schwarm"quelle": Hier wird ja so getan, als müsse man seinen ersten Schwarm bei Mellifera kaufen, sozusagen als Franchise-Unternehmen. Ist doch gar nicht so. Nehmt Kontakt mit Imkern in der Gegend auf, dann geht´s deutlich günstiger. Lasst euch bei Feuerwehen und Polizeistationen als Schwarmfänger listen (bei mir in der Region geht so was).

            "Schwarmzeitpunkt": Und es ist auch nicht so, dass man unbedingt die ersten Schwärme des Jahres für die BiKi benötigt. Zig Beispiele zeigen, dass es auch ein späterer Schwarm sein kann. Gunnar hat ja schon die Problematik der "Verwertung" später Schwärme angesprochen. Irgendwann will sie keiner mehr.

            Interesse am Imkern: eigentlich können wir alle, die daran Interesse haben, dass mehr Menschen wieder mit dem Imkern beginnen, nur froh sein. Die Zahlen der Imker gehen (gefühlt) nach oben. Dadurch wird die Nachfrage größer, besonders in Jahren, in denen die Völkeranzahl über den Winter stark sank.

            Schwarmkosten: Ein Grundsatz der Wirtschaft ist: Angebot und Nachfrage regeln der Preis. Wenn eine große Nachfrage vorhanden ist, können hohe Preise erzielt werden. Darüber kann man sich aufregen, oder eben nicht. Im Fall Mellifera rege ich mich nicht auf, da die Preise in den letzten Jahren eher konstant blieben, zumindest lt. Aussage emk. Allerdings finde auch ich emk´s Vergleich mit den Fahrrädern sehr hinkend...

            Versandkosten: können in die Betrachtung nicht mit einbezogen werden, zählen eher als Sowieso-Kosten. Kann ja aber auch sein, dass man direkt neben der Fischermühle wohnt und den Schwarm mit dem Fahrrad abholt.

            Beutenkosten: die Beute kostet eben so viel. Da ist keine große Gewinnspanne drin. Wenn man zwei linke Hände hat, hat man eben auch da etwas Pech. Das kann man aber Dritten nicht vorwerfen. Ich habe pro Beute Kosten von ca. 145,-€ gehabt, mit teuren 3-Schicht-Platten, geht also noch günstiger. Die Beute hält aber dann doch ein paar Jährchen, oder nicht?

            Startkosten für Neuimker: ja, da kommen auch nochmal Kosten auf den Imker zu. Hobbys kosten Geld, man kann sich in seiner freien Zeit aber auch anderweitig beschäftigen. Deshalb aber die höchstmöglichen Kosten aufzuaddieren und diese Zahl als Vorwurf zu verwenden, das nur noch Eliten sich solch ein Hobby leisten können - da fehlen mir jetzt echt die Worte...
            Wenn man nur etwas für die Natur, für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge tun will, können die Kosten auch echt niedriger sein (Nistmöglichkeiten anlegen, entsprechende Kräuter anflanzen).
            Wenn man als Imker beginnen will, hat man aber zunächst Investitionskosten.

            gegenseitige Hilfe/Unterstützung: ich finde, dass dieser Punkt der wichtigste in der Diskussion sein sollte. "Welcher BiKi-Interessierte aus meiner Umgebung kann mir wie weiterhelfen?". Diese Frage sollte man sich beantworten, wenn man bei den oben genannten Punkte immer wieder empört aufschreiebn musste.
            Ich kann nicht handwerken? Dann frag` ich mal den Bienenkistler 12km weiter. Ich benötige einen Schwarm? Dann rede ich mit Imkern in der Umgebung.
            Usw.

            Also, ich denke, über einzelne Punkte kann man bzw. sollte man noch einzeln diskutieren.
            Über die Höhe eines Angebotes, welches man annehmen kann oder eben nicht, nicht.
            VG
              Grüße
              Jan
            • Danke, ja für Deinen engagierten Beitrag. Eine Klarstellung noch in den Begrifflichkeiten: Mellifera ist ein gemeinnütziger Verein. Die Imkerei ist ein Zweckbetrieb des Vereins. Wenn dort Gewinne erwirtschaftet werden, fließen sie natürlich in die gemeinnützige Vereinsarbeit. Umgekehrt ist es nicht möglich. Man kann als gemeinnütziger Verein keine Zweckbetriebe betreiben, die langfristig Verlust machen.
                Erhard Maria Klein - Hamburg
              • Ah ja, das dachte ich mir schon. Sag mal, wo kann man denn mal einen Blick in die Satzung von Mellifera e.V. werfen, auf der Homepage habe ich da nichts gefunden, nur einen Mitgliedsantrag, da wird aber auch nicht auf die Satzung hingewiesen, die man als Vereinsmitglied aber doch wohl anerkennen sollte.

                Welche Gesellschaftsform hat der Zweckbetrieb (GmbH, GmbH & Co. KG etc)? Auch darüber findet sich nichts auf der Homepage.

                Ich bin selbst jahrelang im Vorstand eines Vereins gewesen, und dieser hatte auch einen Zweckbetrieb als GmbH. Das ist aber immer ein Grenzgang an der Gemeinnützigkeit gewesen, das Finanzamt hat da etliche Hürden aufgebaut, deshalb wurde die GmbH wieder aufgelöst (und schließlich hatte der Verein seinen Zweck erfüllt und wurde ebenfalls aufgelöst).

                Beste Grüße
                Matthias
                  Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

                  Ein paar dumme Sprüche: Rettet den Wald, esst mehr Spechte! - Gott, gib mir Geduld, aber zackig! - Was Hänsel nicht lernt, lernt Karlchen dann eben auch nicht ...
                • Diese Fragen werden Dir sicher gerne vom kaufmännischen Mellifera-Geschäftsführer Terra Pasqualini - Kontakt über mail@mellifera.de - beantwortet.
                    Erhard Maria Klein - Hamburg
                  • emk schrieb am 19.05.2015, 14:50


                    Die Hauptzielgruppe sind andere Demeter-Imker, die lt. Demeterrichtlinen keine konventionellen Völker zukaufen dürfen.

                    Den Demeterrichtlinien zufolge gilt diese Vorschrift für Völker, nicht für Schwärme,
                    oder interpretiere ich die Richtlinien falsch?

                    Habe die Ziff. 3.1.1. im Anhang beigefügt.

                    gruss bf

                      Abyssus abyssum invocat
                    • Ein schönes Zitat aus älterer Bienenliteratur, das idealerweise auf die Bienenkiste
                      zutreffen könnte und im direkten Zusammenhang mit dem Diskussionsthema steht.
                      Zeitlos aktuell und Kenner wissen, von wem das Zitat stammt.
                        Abyssus abyssum invocat
                      • Hallo zusammen
                        Hier mein Fazit nach diesem Thread:: Gebt eure Schwärme an Anfänger weiter, wenig Imker produzieren soviele Prachtschwärme wie wir, die kaum Schwarmverhinderung betreiben!!! Egal welche Beute!

                        Und leider: Für Anfänger mit der BK ist es oft doppelt schwierig, zum Startschwarm zu kommen, hab das diese Woche wieder mal miterlebt. Angebl. Gründe: Ohne Imkergrundkurs (dauert 1,5Jahre, ausgebucht bis 2017, ha ha) geben viele keine Schwärme an Anfänger, oder grundsätzlich skeptisch gegenüber der BK, weil nicht informiert.

                        Ein bemühter Anfänger erfuhr letzte Wo von der angeblich zuständigen Person, (bei Feuerwehr gemeldete Imkerin) dass es dieses Jahr gar keine Schwärme geben wird. (darüber konnten wir dann lachen, als wir einen Tag später zusammen an einem Tag 3 Schwärme einfingen.)

                        V.a. die frühen und grossen Schwärme unbedingt den motivierten Anfängern weitergeben, verkaufen, egal, Beutetyp auch egal.
                        (Es gibt ja dann noch die schwierigen Nachschwärme als Herausforderung zum behalten.)

                        Und: Bevor man als Anfänger über zu hohe Preise jammert: Augen auf, wenn die Schwarmzeit gestartet hat. Ich staune, wieviele Schwärme heimlich abhauen jedes Jahr, aus allen Beutetypen und Betriebsweisen. Bei uns sind viele ältere Imker froh um Mithilfe beim Schwarmfang (v.a. Leitertechnisch) und verschenken dann auch gerne mal Schwärme. Soviel zu Aufwand und Preis: Ich bin nach 3 Tagen intensivster Schwarmjagd fix und fertig, (und überglücklich) das könnte mir eh niemand bezahlen.

                        Das wichtigste: Anfängerfördernde Imker merken und die Kontakte unbedingt weitergeben.
                        Und: Fragt bei der Feuerwehr, welche Imker hinzugezogen werden, wenn es Schwarmmeldungen gibt. Bei solchen Imkern gibt es oft zuviele Schwärme zum Preis von "Mithelfen beim Einfangen" und Abends abholen. (oder Flasche Wein, Honigglas, Rhabarberkuchen etc.)
                        Grüsse Bindi

                        PS: Zum letzten Bild: Nachschwarm nach 1 Kellernacht beim Einlaufen. Eine Königin wurde dabei abgestochen, eine sitzt in der BK, eine sitzt draussen (vielleicht waren es noch mehr). Nachts waren alle drin, kommenden Na alle nochmals geschwärmt, 2 neue Trauben. wieder eingefangen und einlogiert, morgens bei Regen 2 Trauben in der Kiste, Abends endlich vereint, uff!



                        [Hinweis: bindi hat den Beitrag zuletzt am vor 3 Jahren, 7 Monaten geändert.]
                        • Hallo bindi,

                          Ich bin nach 3 Tagen intensivster Schwarmjagd fix und fertig, (und überglücklich) das könnte mir eh niemand bezahlen.

                          Das stimmt.

                          Gute Nacht
                          bf
                            Abyssus abyssum invocat
                          • bienenflug schrieb am 19.05.2015, 23:23
                            Den Demeterrichtlinien zufolge gilt diese Vorschrift für Völker, nicht für Schwärme,
                            oder interpretiere ich die Richtlinien falsch?
                            Nein. Aber sollen jetzt Demeter-Erwerbsimker alle Hobbyimker in der Nachbarschaft abklappern, um hochwertige Schwärme mit Gesundheitszeugnis von vertrauenswürdigen Züchtern zusammenzuklauben? Wer einen Betrieb zu führen hat, der weiß es zu schätzen, wenn er verlässliche Quellen für seine Betriebsmittel hat. Da bezahlt man dann gerne auch mal einen reellen Preis. Das ist unterm Strich billiger, als irgendwelche Amateur-"Bastellösungen".

                            Noch ein Mal: Die Mellifera-Schwärme haben eine andere Zielgruppe. Wenn ein Anfänger diesen Weg wählt, ist das seine Entscheidung. Wenn man glaubt, anders an keine vernünftigen Schwärme zu kommen, kann ich das sogar nachvollziehen. Ich habe meine Bienenhaltung damals auch so begonnen und es nicht bereut.

                            Eigentlich wollte ich die Diskussion hier beenden, aber auf besonderen Wunsch von Jan3178 habe ich den Thread wieder entsperrt... [Hinweis: emk hat den Beitrag zuletzt am vor 3 Jahren, 7 Monaten geändert.]
                              Erhard Maria Klein - Hamburg
                            • Hallo

                              ich nehme das Thema mal wieder auf.

                              Es ist noch zu früh um an Schwärme zu bekommen, aber ich muss die neuen Anfragen nach Bienen - Schwärme leider absagen.

                              Auch die Preise - anderes Forum - einheimische Bienenvölker oder Schwärme explodieren
                              zB.: Schwarm ab 150 - 200€ ( für 2018)

                              Dann kam noch ein Tipp: er verkauft Völker immer im Herbst
                              Begründung: da hat er den Honig geerntet, braucht keine Winterbehandlung - keine Auffütterungskosten und was im Winter mit dem Volk ist - ist ihm egal.....

                              Wenn ein Anfänger sich so ein Volk holt, dann gute Nacht...

                              Viele Grüße
                              Drohn
                              • Hallo

                                Nachtrag:

                                wie ich an Neuimker komme:
                                nach der Schwarmabgabe meinerseits, hat es sich wohl herumgesprochen...
                                am Anfang war es die Schwarmbörse, wo ich alle Schwärme angeboten habe

                                Viele Grüße
                                Drohn