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  • Hallo,

    habe mit der Frühjahrsdurchsicht gewartet, bis ich heute, entspr. Vitalität und Trachtsituation, auch den Honigraum erweitert habe.
    Dabei habe ich einen Belag auf den unbelegen Wabenteilen entdeckt.
    Ich bin mir nicht sicher, ob es Schimmel ist?
    Soll ich die Waben (teil-)entfernen?

    danke und sonnige Grüße
    • Hallo,

      normalerweise erledigen die Bienen die Reinigung allein und man braucht nicht einzugreifen.

      Die Größe des Volkes und der Belag auf den Waben würden für mich einfach besser zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr passen und nicht in die Zeitschiene der Honigraumfreigabe.

      Gruß
      Petra
      • Honigwabe schrieb am 23.04.2015, 08:00
        Die Größe des Volkes und der Belag auf den Waben würden für mich einfach besser zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr passen und nicht in die Zeitschiene der Honigraumfreigabe.

        Ja, stimmt, das Volk sieht noch nicht soo stark aus. Ist das Volk im 2. oder 3. Jahr?

        -K

          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
        • KMP schrieb am 23.04.2015, 08:42
          Honigwabe schrieb am 23.04.2015, 08:00
          Die Größe des Volkes und der Belag auf den Waben würden für mich einfach besser zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr passen und nicht in die Zeitschiene der Honigraumfreigabe.

          Ja, stimmt, das Volk sieht noch nicht soo stark aus. Ist das Volk im 2. oder 3. Jahr?

          -K



          Danke für eure Antworten.

          Einloggiert Juni 2013

          Hatte in 2014 den Honigraum (zu) spät frei gegeben > wenig Ausbau und Honig, obwohl die BK vor Bienen überquoll.
          Musste dann die 6,5 kg nachfüttern, die ich geerntet hatte; hätte sie lieber auf Ihren Vorräten überwintern lassen.
          Habe ich mich jetzt an folgenden Kriterien zum Öffnen des HR orientiert
          a) Zwischen Kirsch- und Apfelblüte - Apfel beginnt gerade
          b) Raps beginnt zu blühen

          Gewicht jetzt 41,5 kg (27 kg leer)

          Es scheint mir auffällig, dass Sie nicht auf den Waben mit diesem "Belag" sind.
          Alles lassen oder (teil-)entfernen?
          • Hallo,


            wir haben auch erst seit 2013 Bienen und ich bin daher kein Profi. Aber irgendetwas passt da nicht. Das Volk ist noch so klein, dass es die Waben mit Belag noch gar nicht braucht. Und die Obstblüte läuft ja schon. Ich würde die Waben nicht entfernen und abwarten. Allerdings hätte ich in diesem Fall auf das Einhängen der Mittelwände im Honigraum erstmal verzichtet.

            Mal sehen, wie die langjährig Erfahrenen die Situation einschätzen.

            Gruß
            Petra
            • Sieht völlig normal aus.
              • rannug schrieb am 24.04.2015, 01:26
                Sieht völlig normal aus.

                Danke für die Antworten.

                2 1/2 Wochen später ist der Bereicht immer noch nicht belegt (Bild 1).
                Letztes Jahr waren alle Waben belegt und auch mehr Bienen in der Kiste (Bild 2).
                Würdest du das immer noch als normal einschätzen?

                Interessant sieht der Brutbereich in der Nähe des Fluglochs aus (Bild 3)?

                Insgesammt fliegen sie sehr fleißig und tragen auch Polen ein, Letzteres allerdings derzeit nicht übermäßig: Gewicht jetzt 52 kg.

                Auf der Waage habe ich schwarze, tw. längliche "Krümmel" gefunden (beim Aufstellen aus dem Flugloch gerutscht), die ich nicht zuordnen kann (Bild 4)?
                • Hallo,

                  sieht auf dem 1. Bild ein wenig seltsam aus.
                  Kannst Du außer der Drohnenbrut auch Arbeiterinnenbrut erkennen?
                  Sieht fast so aus als ob im Frühjahr die Entwicklung normal begonnen hat und dann die Königin verloren ging bzw. eine Umweiselung stattgefunden hat.
                  Falls nur Drohnenbrut da ist, kann das Volk drohnenbrütig sein (Königin ging verloren) oder die junge Königin ist vor ein paar Tagen geschlüpft und die Drohnenbrut ist der Rest der Brut (-->längere Entwicklung der Drohnen).

                  Gruß Andreas
                  • Ich meine auf Bild 3 links von der Mitte verdeckelte Arbeiterinnenbrut zu sehen. Somit wäre eine Königin anscheinend noch vorhanden, oder sie wären in der Lage sich selber eine Königin nach zu schaffen.
                    • Phacops schrieb am 13.05.2015, 08:13
                      Ich meine auf Bild 3 links von der Mitte verdeckelte Arbeiterinnenbrut zu sehen.

                      Ja, und nicht unweit davon eine geschlüpfte Weiselzelle... ?



                      -K [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 1 Monat geändert.]
                        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                      • Vielleicht zuerst 1-2 Wochen abwarten (wegen der Jungkönigin), aber dann würde ich tendieren die "Schimmelwaben" heraus zu schneiden -- nicht zuletzt wegen des schiefen Wildbaus. Da könnte man die "Wabensöckel" bleiben lassen, aber zwischen den Wabenträgern das Wachs ordentlich herausschneiden. Das in der Hoffnung, dass die Bienen die neuen Waben vielleicht gerade bauen würden. So meine Idee...

                        -K
                          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                        • Ja, und nicht unweit davon eine geschlüpfte Weiselzelle... ?

                          -K


                          Möglicherweise haben sie tatsächlich still umgeweiselt.
                          Dafür spräche, dass vor 3 Wochen Drohnen vor dem Stock lagen.

                          Habe die Bienen unter Beobachtung (Polleneintrag) weiter machen lassen.
                          Mittlerweile ist auch der fragwürde Wabenbereich angenommen worden.
                          Es fliegen aber auch wieder Drohnen (am heißen Freitag konnte man das Gefühl haben, dass nur Drohnen flogen).
                          Sie tragen Pollen und Nektar ein: 58 kg

                          Auffällig ist ein Putzen (Hobeln des Bodenbrettes) am Flugloch.
                          Sieht aus wie bei Wespen, wenn Sie Holz abraspeln. (s. Bilder)
                          Habe das Bodenbrett gereinigt, aber das Putzen ist geblieben.
                          Kann das jemand erklären?


                          • Hallo Biena,

                            zum "hobeln" kann ich dir folgendes bieten:

                            Heinrich Storch (seinerzeit Fachlehrer für Bienenzucht und Imkermeister in Marburg an der Lahn) beschreibt in seinem Buch "Am Flugloch" (übrigens für jeden Anfänger sehr empfehlenswert) dieses Phänomen.

                            Auf Seite 30 "Im Juni"
                            Zitat:
                            "....Nach diesen Beobachtungen kam ich zu der Lösung, dass die Bienen durch diese oft längere Zeit andauernden Bewegungen die winzigen Pollenkörnchen, die beim Nektar sammeln in den engen Spalt zwischen Kopf und Bruststück geraten waren, beseitigen wollen, weil sie ihnen an der Stelle irgendwie hinderlich und unangenehm sind. Obwohl meine Wahrnehmungen hierüber um Jahrzehnte zurückliegen, habe ich sie in früheren Auflagen meiner Broschüre "Am Flugloch" noch nicht veröffentlicht, da ich noch immer im Zweifel war, ob meine Schlussfolgerungen zutreffen. Nachdem ich aber Kenntnis davon erhielt, dass Dr.Karl Freudenstein zu gleichen Ergebnissen gelangte, sind meine Zweifel geschwunden."

                            Uff....

                            Oder hier:

                            http://immenfreunde.de/Taschenkarte_gross.pdf


                            Gruß
                            Markus

                            P.S wir beobachten das bei schönem Wetter (wie vergangene Woche) auch immer wieder wink [Hinweis: tyson hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren geändert.]
                              Bestand:
                              2x Bienenkiste
                              4x TBH
                              1x Christsche Magazinbeute
                            • tyson schrieb am 11.06.2015, 21:40
                              Hallo Biena,

                              zum "hobeln" kann ich dir folgendes bieten:

                              Heinrich Storch beschreibt in seinem Buch "Am Flugloch" dieses Phänomen.

                              Auf Seite 30 "Im Juni":
                              "... dass die Bienen durch diese oft längere Zeit andauernden Bewegungen die winzigen Pollenkörnchen, die beim Nektar sammeln in den engen Spalt zwischen Kopf und Bruststück geraten waren, beseitigen wollen, ..."


                              http://immenfreunde.de/Taschenkarte_gross.pdf

                              Gruß Markus

                              P.S wir beobachten das bei schönem Wetter (wie vergangene Woche) auch immer wieder wink

                              Hallo Markus,

                              danke für deine Antwort und den interessanten Link.
                              Das wunderbare Heft von Heinrich Storch nutze ich auch.

                              Ich erlaube mir Zweifel, ob es sich um das o.g. Phänomen handelt.
                              Schaut man sich das Bodenbrett am Flugloch genau an, sieht man u.a. anhand hochstehender Holzfasern, dass es tatsächlich an der Stelle, wo sich die Bienen wie Wespen beim Abraspeln von Holz verhalten, von ihnen bearbeitet wurde.
                              Auf dem 2. Bild (Draufsicht auf den abgenommen Bodendeckel am Flugloch) kann man die Bearbeitungsspuren gut sehen.

                              Nach wie vor ist eine kleine Menge von Bienen damit beschäftigt (nur auf der einen Seite).
                              Vielleicht noch andere Ideen?

                              danke und Gruß
                              Biena
                              • Hallo Biena

                                Vielleicht noch andere Ideen?

                                Wenn man Wespen beobachtet, ist zu sehen, dass sie die Obere Schicht des Holzes abhobeln und
                                eine helle Spur hinterlassen.
                                Denkt man nun darüber nach, wie die Wespen die abgehobelten Späne zu ihrem Nest transportieren,
                                bleibt nur eine Möglichkeit: Sie nehmen es auf (in die Backentaschen? in einen Magen?)
                                würgen es am Nest aus und verbauen das Material mit irgendeinem körpereigenen Kleber zu
                                weiteren Papierschichten.

                                Nun übertrage ich diese Überlegungen einmal auf unsere Bienen:

                                Hobelnde Bienen nehmen von der Holzoberfläche möglicherweise feinste Fasern auf. Man sieht
                                bei den Bienen keine so deutlichen Spuren wie bei Wespen.
                                Auch sie nehmen vermutlich hierbei feine Holzfasern in ihren Körper auf und bringen sie in ihr Nest. Dort werden die Fasern im Wabenbau verwendet. Als Kleber dient das körpereigene Wachs.


                                Tatsache ist, dass beim Wachsschmelzen eine verhältnismäßig große Menge an Feststoffen
                                (Gemüll) übrig bleibt. Diese Feststoffe dienen zum Teil der Stabilität des Wabenbaus, der Zellen.


                                Ich habe noch keine Biene mit Holzfasern zwischen den Mundwerkzeugen in den Stock fliegen
                                sehen.
                                Vielleicht weiß jemand hierzu Näheres oder kann mir sagen (belegen), dass diese Überlegungen
                                unzutreffend sind.

                                Das Thema wäre sicherlich interessant, weiter auszuforschen und wäre u. U. eine wissenschaftliche Arbeit wert (Hobos-Projekt?)

                                gruss bf
                                [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren geändert.]
                                  Abyssus abyssum invocat
                                • bienenflug schrieb am 16.06.2015, 12:36
                                  Hobelnde Bienen nehmen von der Holzoberfläche möglicherweise feinste Fasern auf. Man sieht bei den Bienen keine so deutlichen Spuren wie bei Wespen.
                                  Auch sie nehmen vermutlich hierbei feine Holzfasern in ihren Körper auf und bringen sie in ihr Nest. Dort werden die Fasern im Wabenbau verwendet. Als Kleber dient das körpereigene Wachs.

                                  Zellulose oder Lignin? Interessante Theorie, aber ich bin eher skeptisch -- solche Verbindungen im Wachs hätte man schon lange beweisen können oder?

                                  -K
                                    Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                                  • Ja, Kevin, hätte man vielleicht schon lange beweisen können. Aber hat das schon jemand
                                    untersucht?
                                    Ich habe darüber noch nirgends was gelesen.


                                    Hobos zeigt uns auf, dass die Bienen noch lange nicht in Gänze erforscht sind und
                                    jedermann ist aufgerufen, gerne bei Hobos mitzuforschen.

                                    bf
                                      Abyssus abyssum invocat
                                    • Zitat aus meinem Beitrag zum Thema "Wachs filtern"

                                      Ich habe über die Feiertage mein altes Wachs (Bruchwaben, ausgepresste Waben, überalterte Waben)
                                      im Wasserbad gereinigt. Als Endergebnis erhielt ich eine Menge von ca. 3.700 g gereinigtes Wachs.
                                      übrig blieb der Schmutzkuchen. Ich habe gestaunt, wieviel Schmutzteilchen sich in Waben befinden.
                                      Keine Ahnung, was das alles ist. Es ist sicherlich mehr als tote Bienenkörper, Larven, Nymphenhäutchen
                                      Propolis, Pollen. Möglicherweise nutzen Bienen zur Stabilisierung von Waben und Zellwänden auch kleinste Holz- oder Pflanzenteilchen. Hat schon einmal irgendwer etwas über diese Rückstände gelesen?

                                      http://forum.bienenkiste.de/forums/thread?thread=179#dis-post-579
                                        Abyssus abyssum invocat