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  • Ich habe gerade eine Kurz-Anleitung zum Trommelschwarmverfahren im Blog geschrieben:
    http://www.bienenkiste.de/rat/blog/blog.66/index.html

    Danke Gunnar und Kevin für die Unterstützung smiley

    Wir haben im letzten Jahr sehr amateurmäßig aber dennoch erfolgreich damit experimentiert und haben nun erstmals unseren derzeitigen Kenntnissstand veröffentlicht. Morgen wollen Gunnar und ich nach der Anleitung (Variante 2) erstmals einen Trommelschwarm versuchen (Variante 1 haben wir im letzten Jahr schon ansatzweise erprobt). Wenn es klappt, reichen wir hier Fotos und Videos nach.

    Ich möchte Euch - sofern Ihr etwas experimentierfreudig seid - einladen, eigene Versuche damit zu machen und Eure Erfahrungen hier zu posten.
      Erhard Maria Klein - Hamburg
    • Das klingt spannend und auch ein wenig nachbarfreundlicher als pi mal daumen mal verdeckelung mit einer Bieneninvasion zu drohen. Wann wäre dann die beste Tageszeit?
      Aus Faulheit: wenn die Bienen nicht gerne über honigwaben laufen, hast due erfahrungen mit noch nicht weiter ausgebauten Mittelwänden (auf 10% sind Waben gezogen worden bisher)? Das war nämlich eine heikle Maßarbeit die hinein zu bekommen.
      Wenn ich mich traue werd ich auf jeden Fall berichten.
      Gruß
      m
      • mitch schrieb am 09.05.2013, 12:57
        Wann wäre dann die beste Tageszeit?
        Aus Faulheit: wenn die Bienen nicht gerne über honigwaben laufen, hast due erfahrungen mit noch nicht weiter ausgebauten Mittelwänden (auf 10% sind Waben gezogen worden bisher)? Das war nämlich eine heikle Maßarbeit die hinein zu bekommen.
        Wenn ich mich traue werd ich auf jeden Fall berichten.

        Tageszeit: egal. Ich würde es im Zweifel eher morgens oder abends machen, wenn es nicht so heiss ist und nicht so viel Bienenflug.

        Über Honigwaben laufen: Die Bienenkiste ist relativ lang und es dauert lange, die Bienen auch noch durch den Honigraum zu scheuchen. Außerdem kannst Du auf Deinen halb ausgebauten Mittelwänden nicht gut trommeln. Ich würde vermuten, dass sich die Bienen dann dort im Honigraum zwischen den Waben sammeln. Für diesen Fall haben wir ja Variante 2.) erdacht. Das wird vermutlich besser klappen. Ich berichte, wie es morgen läuft, wenn wir das das erste Mal in der Praxis erproben.
          Erhard Maria Klein - Hamburg
        • Hallo,
          interesannte Geschichte! Eure Trommelschwarmmethode hört sich sehr gut an. Ich habe in meiner Region fast keine Möglichkeit auf einen richtigen Schwarm zu hoffen! Ich hatte für mein erstes Volk einen Zander-Imker, der mir das Volk in meine Bienenkiste "geschüttelt und gekehrt" hat. Falls Eure Trommelschwarmmethode klappt, könnte man unabhängiger von "Realos" werden. Meine Frage lautet, muss dann der Trommelschwarm von der ursprünglichen Bienenkiste örtlich weg, damit die Bienen nicht in die alte Bienenkiste zurückfliegen? Die Normal-Imker hier halten ihre Ableger immer in bis zu 3 km entfernten Kisten!
          • Für den Beitrag möchte ich mich sehr herzlich bedanken!
            Zeigt auch wie vielseitig man mit der Bienenkiste arbeiten kann.

            In der Hoffnung bald ein eigenes Volk zu bekommen,
            Stift
            • Wenn Du die Bienen eine Nacht in Kellerhaft stellst, kannst Du sie am selben Ort aufstellen. Es werden aber dennoch einige Bienen zurück zum alten Platz fliegen (aber bei weitem nicht alle).

              Wenn Du sie am selben Platz aufstellen will, bietet es sich an, die Plätze von Muttervolk und Schwarm zu tauschen. So wird der Volk zusätzlich mit den Flugbienen des Muttervolks verstärkt.

              Dritte Option: Du stellst den Schwarm übergangsweise für drei bis vier Wochen an einem anderen Stand auf und holst ihn dann zurück.
                Erhard Maria Klein - Hamburg
              • Also das Schimmste was passieren kann ist, dass die Königin nicht mitläuft?
                Was mach ich dann? Stelle ich den ausgetrommelten "Schwarm" dann einfach vor das Flugloch und alle gehen nach hause? Dann würde ich es einige Tage später wieder versuchen?

                Gruß
                m
                • ja und ja
                    Erhard Maria Klein - Hamburg
                  • So eine Frage noch smiley
                    Das Tuch, dient es dazu, dass weniger Bienen auffliegen und man nicht Gefahr läuft direkt auf eine Biene zu trommeln? Sollte es straff gespannt sein oder eher auf den Waben aufliegen um ein Quetschen zu vermeiden?

                    Danke
                    m
                    • Mitch schreibt

                      Das Tuch, dient es dazu, dass weniger Bienen auffliegen und man nicht Gefahr läuft direkt auf
                      eine Biene zu trommeln? Sollte es straff gespannt sein oder eher auf den Waben aufliegen um ein
                      Quetschen zu vermeiden?


                      hallo Mitch,
                      ich habe heute einem Neuimker einen Trommelschwarm aus meiner 3-jährigen Bienenkiste entnommen.
                      Dabei bin ich wie folgt vorgegangen:
                      - Bau einer Schwarmfangkiste aus Sperrholz in den Maßen 21 x 43 cm
                      - Trennschied entnommen (abends zuvor mit Messer die Waben am Schied abgetrennt)
                      - eine alte weiße Baumwolltischdecke an der Innenseite der Schwarmfangkiste mit Heftzwecken befestigt
                      - durch Flugloch Rauch gegeben und 1 Minute gewartet, Kiste hochkannt gestellt, Bodenbret
                      entnommen
                      - Schwarmfangkiste in Honigraum gesetzt und dicht an die beiden seitlichen und die Deckenleiste
                      herangesetzt (es blieb kein Spalt, Kiste schloss gut ab!)
                      - Das Tuch von oben nach unten gezogen, locker, dennoch glatt auf die Waben aufgelegt und alle
                      - 20 cm eine Reißzwecke seitlich befestigt
                      - im unteren Drittel erst mit dem Bienenbesen von links nach rechts und umgekehrt über das Tuch
                      gestrichen, Tuch etwas gelüftet und Rauchstöße gegeben.
                      mit den Fingern locker die Waben bewegt
                      - mit bienenbesen in die Mitte gegangen, dort die gleiche Prozedur wiederholt, danach
                      mit bienenbesen ins obere Drittel gegangen, gleiche Prozedur wiederholt und
                      anschließend 10 Minuten mindestens gewartet, dabei ab und an noch über die Waben gestrichen
                      - Tuch hoch gehoben bis zur Kante der Schwarmkiste, mit Rauchstößen die am Wabenende sitzenden
                      Bienen in die Schwarmkiste getrieben und eine Pappe zwischen Kiste und Waben eingeführt, um
                      die Kiste zu verschließen und die bienen darin zu fixieren (um Herausfallen der bienen zu vermeiden)
                      - Kiste mit dem Schwarm auf eine schwarze Nylonfolie gestellt, zwei ca. 4 mm dicke Leisten
                      untergelegt, damit Bienen Luft bekommen und ansitzende Bienen von außen nach innen kriechen
                      konnten,
                      - ca. 10 Minuten gewartet (Bienen haben gesterzelt, außen ansitzende Bienen sind zügig eingezogen,
                      habe etwas mit Bienenbesen nachgeholfen)
                      - Kiste hochgehoben und nach oben offen hingestellt, die auf dem Nylon sitzenden bienen in die
                      Kiste abgeschüttelt, danach
                      - die Nylonfolie auf Eier hin untersucht (Nachweis der Königin im Schwarm) und mehrere Eier gefunden
                      - den bienenschwarm mit 15 %iger Milchsäure gut satt besprüht, die Kiste auf den Boden aufgestoßen
                      und die Bienen in die neue Beute hineingeschüttet.

                      Fertig.
                      Es verlief alles ruhig, ohne einen Stich, die Bienen saugten sich richtig voll Honig und waren
                      überaus friedlich. Es waren im wesentlichen nur Drohnen aufgeflogen, die eh nicht stechen können. Ich schätze, dass der Schwarm annähernd 1,5 kg hatte. Es blieben tatsächlich
                      genügend Bienen in der Bienenkiste zurück, um sich eine neue Königin aus vorhandener Brut nachzuschaffen.

                      Ganz Tolle Sache mit dem Trommelschwarm. Eine gute Möglichkeit, Anfängern einen Schwarm
                      anzubieten. Honig erntet der Imker dann allerdings mit den in der Bienenkiste verbliebenen
                      Bienen nicht mehr.

                      Hinweis zum Bau der einzusetzenden Schwarmfangkiste:
                      Beim Einsetzen der Schwarmkiste fiel mir auf, dass man eine der beiden Längsseiten mit
                      Drahtnetz bespannen könnte, da diese ja an der Bienenkistendecke aufliegt. die Schwarmkiste
                      bleibt, da sie mit der Drahtseite an der Bienenkistendecke aufliegt, im Innern dunkel.
                      Wenn man die Kiste dann herausnimmt, haben die Bienen eine optimale Belüftung und können
                      in dieser Kiste vorübergehend aufbewahrt oder transportiert werden.

                      Meine Kiste ist rundum geschlossen, was auch gut funktioniert aber für einen Transport nur eingeschränkt taugt. Zur Belüftung müsste ich bei meiner rundum geschlossenen Schwarmkiste halt einen Netzboden unterlegen.

                      Gruß
                      Bienenflug
                        Abyssus abyssum invocat
                      • Schöner Bericht, Bienenflug. -K (Ein Duplikat habe ich gelöscht.)
                          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                        • Trommelschwarm - ganz einfach.

                          Mein Volk ist in Schwarmstimmung. Eine Weiselzelle ist belegt. Die Kiste ist rappelvoll, der Honigraum bereits komplett ausgebaut. Vorbereitungen für den Trommelschwarm in der Bienenkiste werden getroffen. Entscheidend ist mir, dass die Kiste vom Ursprungsplatz einen Meter weggerückt wird, damit die zurückkehrenden Flugbienen nicht beim Trommeln stören. Dabei passiert, was eigentlich nie passieren dürfte.

                          Die sauschwere Kiste ist voller Bienen und Honig und fällt beim Aufrichten über die Senkrechte vom Aufstellstab seitlich weg und fällt sozusagen unsanft auf den Rücken. Aber es ist nichts passiert, außer ein paar aufgeregte Bienen, aber kein Wabenabriss o.ä. - Glück gehabt. Ich sehe nach der Weiselzelle und stelle keine Veränderung ggü. dem letzten Besuch fest. Die Larve schwimmt im Futtersaft.

                          Der Bodendeckel wird wieder aufgesetzt und die hintere Klappe geöffnet. Dort setze ich den Schwarmfangkasten so an, dass die Bienen in diesen Hohlraum hineinlaufen können, ohne irgendwie behindert zu werden. Dadurch, dass der Honigraum fast komplett in Mischform mit Brut und Honigwaben ausgebaut ist kann ich es wagen die Königin durch den Honigraum zu schicken. Ich gebe Rauch in das Flugloch und fange unten an zu trommeln, die Kinder machen Videos beim Übergang von Bienenkiste zur Schwarmfangkiste.

                          Ich trommle nur auf dem Dach (das ist jetzt unten), da dort die Vibrationen direkt auf die senkrecht hängenden Waben einwirken sollen. Als Trommelstock habe ich einen Gummischaberlöffel aus der Küche zweckentfremdet. Der Stockmeißel war mir zu hart dafür. Nach vielleicht zwei Minuten trommeln kommen die Bienen aus der Bienenkiste und strömen in die Schwarmfangkiste. Genauso wie im Video auf der Bienenkisten-Webseite. Ein beeindruckendes Schauspiel. Keine Aufgeregtheit der Bienen, wie man es eigentlich vermutet hätte.

                          Es dauert allerdings länger als gedacht, da ich die Aktion mit den Kindern mache, abgelenkt bin, und nicht kontinuierlich trommle und der Bienenstrom dann schnell abreisst. Mein Arm ermüdet vom Trommeln unten, in der Mitte und oben und die Kinder werden ungeduldig. Ich kann sie kaum bei der Sache halten. Die Große gibt als erstes auf. Ich kann aber nicht auf sie verzichten, weil ich wissen muss, ob die Königin dabei ist, während ich unten trommle. Das Trommeln will mir keiner von den Kindern abnehmen. Es gibt Streit mit der Großen und sie macht sich aus dem Staub. Nun ist es fast unmöglich die Königin zu entdecken und wir geben nach 15 Minuten auf.

                          Wir haben etwa 2 kg Bienen im Kasten, aber wissen nicht, ob die Königin dabei ist. Es sind viele Bienen am oberen Rand der umgekehrten Kiste hängen geblieben, die nun nach unten laufen müssten, um in die Schwarmfangkiste zu kommen, was sie natürlich nicht machen, weil sie immer nach oben laufen. Ich mache die Schwarmfangkiste zu und stelle sie in den Schatten. Die Bienenkiste rücke ich wieder an ihren alten Platz.

                          Abends sehe ich nach, was mit den Bienen in der Schwarmfangkiste los ist. Ich habe das schwarze Tuch vergessen, aber ich sehe auch so, dass sie sehr aufgeregt sind. Ich lasse sie vor dem Flugloch über ein Brett wieder in die nun ruhige Bienenkiste einlaufen und versuche zu entdecken, ob nicht vielleicht doch die Königin dabei ist. Das ist nicht der Fall. Das hat heute nicht geklappt aber ich bin sicher, es nochmal versuchen zu wollen, da ich ja jetzt weiss, auf was ich zu achten habe. Am nächsten Tag haben sie die Weiselzelle geleert, aber noch nicht abgebaut. Schwarmstimmung vorbei. Meine Aktion hat offensichtlich Auswirkungen gehabt. Eine prima Sache, die Ihr da ausgegraben habt in Hamburg. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist.

                          Grüße aus Berlin,
                          rissenheinz


                          [Die Lesbarkeit zur Liebe (mit Erlaubnis, hoffe ich) zur Paragraphen 'umgeformt' - KMP] [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 5 Monaten geändert.]
                          • Interessanter Bericht, Heinz. Du hattest im Endeffekt einen 2 kg vorweggenommenen Kunstschwarm und brauchte eigentlich nur eine begattete Königin -- (vorher bestellt zu haben oder aus dem Blumentopf). smiley

                            -K

                            Ob ich das heute ausprobieren will... hmmm...

                              Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                            • rissenheinz schrieb am 27.06.2013, 23:44
                              Trommelschwarm - ganz einfach.
                              Nach einigen Versuchen rate ich ganz klar zum "Trommeln", bzw. bewegen der Waben in der geöffneten Kiste. Es geht schneller und man hat besser im Blick, was passiert.
                              Ich habe das aber noch nie ausprobiert, wenn die Kiste so voll ist, wie jetzt. Wenn es einem unheimlich ist, bei so vielen Bienen an der offenen Kiste zu "trommeln", würde ich die Variante mit dem Bettlaken/Tuch empfehlen: Boden abnehmen, Stoff mit Heftzwecken festheften und dann von unten langsam aufrollen und die Waben bewegen.
                                Erhard Maria Klein - Hamburg
                              • emk schrieb am 28.06.2013, 09:22
                                Ich habe das aber noch nie ausprobiert, wenn die Kiste so voll ist, wie jetzt. Wenn es einem unheimlich ist, bei so vielen Bienen an der offenen Kiste zu "trommeln", würde ich die Variante mit dem Bettlaken/Tuch empfehlen: Boden abnehmen, Stoff mit Heftzwecken festheften und dann von unten langsam aufrollen und die Waben bewegen.

                                Er hat die Kiste doch wieder zugemacht (also Boden wieder befestigt) und auf das Dach der gekippten Kiste getrommelt:
                                Der Bodendeckel wird wieder aufgesetzt und die hintere Klappe geöffnet. Dort setze ich den Schwarmfangkasten so an[...]

                                (Der Schwarmfangkasten von der Firma Jesse hier in Berlin passt fast haargenau auf das hintere Ende meiner Bienenkiste.)
                                  Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                                • Ich weiß. Ich empfehle aber trotzdem was anderes, weil der Wirkungsgrad einfach besser ist wink
                                    Erhard Maria Klein - Hamburg
                                  • emk schrieb am 28.06.2013, 22:12
                                    Ich weiß. Ich empfehle aber trotzdem was anderes, weil der Wirkungsgrad einfach besser ist wink

                                    Uups, verstehe ich -- deinen Beitrag habe ich zu schnell gelesen.

                                    Du empfiehlst das sogar ohne Tuch durchzuführen? Unheimlich war das ganze Prozess gar nicht (besonders weil wir die Kiste versetzt hatten). Die Bienen haben sich die ganze Zeit ziemlich ruhig gehalten. Aber auf die Idee das ohne Abdeckung zu machen sind wir nicht gekommen (bzw. haben wir in den Anleitungen übersehen).

                                    -K
                                      Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                                    • Hallo liebe Trommelschwarmerfahrene

                                      Soweit habe ich das Prinzip verstanden und kann prinzipiell nachvollziehen, warum man einen Trommelschwarm braucht und die Bienen das machen was sie machen, Fluchtverhalten.

                                      Mir ist etwas ähnliches passiert, nämlich bei der ersten Honigernte (HE), deshalb hätte ich dazu Fragen.

                                      Als ich die BK zur HE öffnete (am Vortag das Trennschied von den Waben löste), sie hinten offen und hoch, fast senkrecht stand und ich dabei nach und nach die Honigleisten entfernte, bemerkte ich, dass es den Anschein hat, als würden sich jede Menge Bienen an den restlichen Honigleisten tummeln, als würden es mehr werden, je länger das Vorhaben der Honigernte dauerte.

                                      Ich muss erwähnen, ich ließ mir Zeit, sehr viel Zeit. Ich untersuchte Wabe für Wabe ob Königin oder Brut vorhanden war und kehrte fein säuberlich ab. Das dauerte also seine Zeit.

                                      An den letzten 2 oder drei Honigwaben die noch in der Kiste waren, waren am Ende der Honigernte sehr sehr viele Bienen im hinteren Bereich. Es war nur mit viel Rauch und Überredungskunst möglich, die Bienen schützend zu verscheuchen. Es bildete sich sogar schon eine kleine Traube am seitlichen Bereich der BK. Ich weiß nicht was passiert wäre, wenn ich die Kiste einfach so stehen gelassen hätte.
                                      Ich frage mich vorrangig, ob die Bienen vielleicht automatisch, vielleicht weil sie gerne nach oben wandern, immer weiter nach oben gewandert wären?

                                      Ich glaube, dass ich sehr vorsichtig war, mit meinem Meisel kaum bis gar nicht an der BK herumhämmerte beim Leisten Lösen, die Honigernte dauerte vielleicht ne halbe bis Stunde.

                                      Meine Fragen wären folgend:

                                      1. Was ist in meinen Fall genau passiert warum jede Menge Bienen nach oben wanderten?
                                      2. Gibt es bei den Bienen bei der "Honigernte" vielleicht sogar einen Drang zum Nach-oben-wandern?
                                      3. Oder gibt des den Drang, den Honig eher zu schützen als die Brut?
                                      4. Sind diesbezüglich Versuche oder Erfahrungen bekannt, was passiert, wenn die Kiste hochkant, eine Stunde geschlossen stehen gelassen wird?
                                      5. Könnte man theoretisch auch ohne dem Trommeln einen Ableger/Schwarm bekommen (nur kleiner vielleicht), einfach nur mit einer senkrecht gestellter BK?


                                      Wäre super wenn ein paar Fragen Beantwortung finden könnte.
                                      Vielen Dank im Voraus.

                                      Summ summ
                                      Malemmy