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  • Liebes Forum,
    das Wetter ist kalt und regnerisch. Ist klar dass wenig los ist am Flugloch. Eigentlich ist alles ok mit dem Volk. Der Vorrat liegt bei 15 kg - bei 3/4 ausgebauter Kiste.

    Trotzdem will ich nochmal in die Kiste reinschauen. Ist das ok, oder soll ich sie lieber in Ruhe lassen?

    LG

    martin
    • Hallo,

      wenn du noch mal öffnen möchtest, warte bis es regenfrei und nicht zu kalt ist. Auch wenn man im Dezember zur Oxalsäurebehandlung öffnet, finden die Bienen doch wieder in die Kiste.

      Petra
      • Lieber Martin,

        reinschauen um diese Zeit ist "Pflicht":
        Futterkranzprobe und dazu noch eine Puderzuckerdiagnose zum Erkenntnisgewinn.

        Gruß, Gunnar
        • Liebe Petra, lieber Gunnar,
          dann werde ich die Kiste mal aufmachen sobald es ein bisschen trocken ist.


          LG

          Martin
          • :-) und ein Übersichtsfoto machen smiley
            • Zwei Imker, drei Meinungen. Ich würde - wie ein traditioneller Imker - um diese Zeit keine Kiste mehr aufmachen. Die Bienen gehen in den Winterbetrieb, da steht Bitte nicht stören draußen dran.
              Selbst wenn Du jetzt irgendetwas Wichtiges erkennst - was willst Du jetzt noch unternehmen?
              Behandelt ist, es kommt noch die Winterbehandlung/Restentmilbung mit OS.
              Fütterung sollte abgeschlossen sein, weil die Bienen jetzt kaum noch zu füttern sind.
              Ist etwas mit der Kö nicht i.O. - nachschaffen, neue einweiseln ist alles nichts mehr für die Jahreszeit.
              Gunnar, warum meinst Du, jetzt öffnen sei Pflicht?
              • Ja, viele Meinungen sind gut smiley Warum "Pflicht"? Ich habe Pflicht schon in Anführungsstriche gesetzt, ich meine das nicht generell, sondern ganz speziell für Martins Kiste.


                • Futterkranzprobe ist keine "Pflicht", aber ich rate dazu mit Nachdruck! Faulbrutinfektionsausbrüche können so klein gehalten werden
                • Als Bienenkistenimker im ersten Jahr empfehle ich, regelmässig zu schauen und Fotos zu machen. Auch keine "Pflicht", aber hilft, ein Gefühl für die Bienen zu bekommen.
                • Puderzuckerprobe: die aktuelle Varroabelastung zu kennen, finde ich gerade in diesem Jahr hilfreich. Haben wir die letzten Jahre recht systematisch gemacht. Falls Dein Volk viel Varroa hat, musst Du es engmaschig auf Räuberei beoachten, nicht dass die Milben in anderen Völkern weiterleben. Der erste Todesfall aus dem Flugkreis meiner Bienen wurde mich schon gemeldet.

                Die Störungen erscheinen mir in der Bienenkiste minimal. Auch wenn Du von April bis Dezember einmal monatlich öffnest, wird die daran kein Volk eingehen!

                Das Du "Nichts" tun kannst, ist schon richtig.
                Andererseits: ein Volk mit zuviel Varroa habe ich am Wochenende aufgelöst und den Honig geerntet. Ist aber eine drastische Massnahme.
                Es gibt auch noch Behandlungsmöglichkeiten, die allerdings voraussetzen, dass Du die verdeckelte Brut entfernst. Wenn das Volk gerade Waben gebaut hat, ist das gar nicht schwierig.

                Gruß, Gunnar
                • Moin Gunnar,
                  bisher hab ich wegen des ungemütlichen Wetters die Kiste noch nicht geöffnet. Puderzucker ist bei der hohen Luftfeuchtigkeit eh nicht möglich hab ich den Eindruck. Sollte es Mitte der Woche besser werden, geh ich nochmal ran.
                  Wegen Varroa mach ich mir nicht so große Sorgen. Ich hatte Ende August nur 9 Varroen auf 60 g Bienen und hab dann bis Mitte September 14 Tage lang gut verdunstet.

                  Foto werde ich schicken!

                  LG

                  Martin
                  • Hi Gunnar, liebe Alle,
                    heute die Kiste gewogen und Puderzuckerprobe gemacht. Ich hatte 3 Varroen auf 50 g Bienen. Das sollte wohl ok sein. Die Kiste wiegt 1 kg weniger als kurz nach dem Auffüttern. Es sollten aber noch 14-15 kg Vorrat übrig sein, bei einer 3/4 ausgebauten Kiste. Das sollte auch genug sein.



                    Das Volk war ganz schön dezimiert (siehe Foto!) und die Beinen extrem träge und friedlich. Futterkranzprobe hab ich auf nächste Jahr verschoben: Mäusegitter angebracht.



                    Über feedback freut sich


                    Martin


                    [Hinweis: mart hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 6 Monaten geändert.]
                    • Futterkranzprobe auf nächstes Jahr verschieben? Warum?
                      Varroa: perfekt, so soll es sein. Glückwunsch! [Hinweis: rannug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 6 Monaten geändert.]
                      • Danke Gunnar,
                        Futterkranzprobe hab ich noch nie gemacht und daher bisschen Respekt. Ausserdem steht im Buch, dass alle 2-3 Jahre genügt. Da dachte ich nächstes Jahr ist ok. Gibt es einen Grund, das gleich im ersten Jahr zu machen?

                        LG

                        Martin
                        • FAQ: Wie wichtig ist die jährliche Futterkranzprobe?

                          Antwort:
                          Vergleichbar mit dem regelmäßigen HIV-Test bei sexuell aktiven Menschen vor Kontakt mit wechselndem Geschlechtspartner. Wer den Test macht, handelt verantwortlich gegenüber seinen Mitimkern und seinem Volk. Bienen räubern nun mal ohne Kondom. Eine Faulbrut-Infektion im gleichen Jahr entdeckt macht 1-5 infizierte Völker.

                          Denselben Fall ein Jahr später entdeckt macht 3-25 infizierte Völker. Ein Wanderimker dabei, ein Magaziner, der mittels Wabentausch die Infektion auf mehrere Stände verteilt - und Du magst gar nicht mehr drüber nachdenken. Dazu noch eine Infektion bei einem nicht gemeldeten Imker, der nicht untersuchen lässt und das Ganze kann Jahre gehen.

                          Weiterer Aspekt: Das infizierte Volk in in der Frühphase der Infektion einfach heilbar, im Gegensatz zu HIV.

                          Zusammen gefasst: Faulbrut ist durch jährliche Futterkranzproben ohne Schrecken. Nur weil so wenig Leute mitmachen, ist die Infektion noch so häufig.


                          Aus der Praxis:


                          Die Bienenkiste auf dem Gartendeck wurde im Mai 2012 besiedelt und im Oktober bei der Futterkranzprobe eine fette Infektion festgestellt. Das Muttervolk war gesund. Wir haben später eine leere Beute (Bienen gestorben) eines nicht gemeldeten Standes entdeckt, welche hochgradig Sporen hatte und die mutmaßliche Infektionsquelle war.

                          6 Monate Sperrbezirk, 100 Völker durch die Amtstierärztin beprobt, ein Volk umgebracht.

                          Glück gehabt. Ein Jahr später hätte das ganz anders aussehen können.

                          Das heißt, es war kein Glück, sondern die jährliche Beprobung, mit dessen Ergebnis ich nie im Leben gerechnet hätte.

                          Auf der Bienenkiste.de steht: Die Futterkranzprobe sollten Sie regelmäßig zumindest alle 2-3 Jahre machen, besser jedes Jahr.



                          • Hei Gunnar, liebes Forum,

                            besteht noch die Möglichkeit, bei einer Sammelprobe in St Pauli oder Altona mitzumachen?

                            LG

                            Martin