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  • Liebe Bienenkistenkolleg/innen,

    der Imkerverein, in dem ich Mitglied bin, möchte am Sonntag Futterkranzproben zum Testen auf Faulbrut von jedem einsammeln. Heute wollte ich die Probe holen und habe die Kiste geöffnet. Ich habe mir nach Erhards Anleitung eine dunkle Wabe in der Mitte rausgesucht. Dort konnte ich verdeckelte Brut sehen und habe mir gedacht, dass da drüber wohl Honig drin sein müsste. Ich habe dann ein Stück Wabe vor der verdeckelten Brut herausgeschnitten und musste feststellen, dass ich eigentlich fast nur unverdeckelte Brut herausgeschnitten hatte. Ich habe alles abgebrochen und die Kiste wieder zu gemacht.

    Es ist sehr unbefriedigend, dass ich zum einen nicht genug Honig für die Probe bekommen habe und ich dazu noch Brut zerstört habe. Ich konnte es leider noch nicht gut genug erkennen, was in der Wabe drin ist. Ich nehme auch an, dass meine Bienen immer noch sehr wenig Vorräte haben. Vor 2 Wochen habe ich gewogen, da waren es nur 2-3 kg. Inzwischen habe ich gefüttert, aber vielleicht haben sie immer noch sehr wenig Vorräte und deshalb ist der Futterkranz kaum vorhanden?! Nach diesen Erlebnis habe ich wenig Lust, morgen erneut mein Glück zu versuchen. Ich bin dankbar für euren Rat!

    Ich habe übrigens mein Volk seit 2012.

    Herzliche Grüße
    Martina

    Diese Frage wurde von emk beantwortet. Siehe erste Antwort.

    • Hallo Martina,

      es wird Dir wohl nichts anderes übrigbleiben als es erneut zu versuchen und zwar wie beschrieben.
      Hilfreich ist auch die Beschreibung über die Entnahme eines Wabenkeils.
      Vielleicht hilft Dir ja auch einer Deiner Vereinskollegen/Kolleginnen bei der Beurteilung und dem
      Schnitt.
      Ist die Kiste komplett ausgebaut??

      Gruß Gaby
      • discuss.answer
        mir ging das ähnlich. Ich habe aber von hinten geschnitten. Das Herausschneiden eines Wabenkeils macht eher Sinn in der Bienensaison, wenn der Honigraum gefüllt ist und man an die Brutwaben von hinten nicht ran kommt.

        Schneiden Sie mit dem Messer oder Stockmeißel 10-20 cm nah an der Basis - also der Trägerleiste - entlang von hinten in die Wabe. Dann schneiden Sie die Wabe auf dieser Höhe von der Wabenunterkante aus in Richtung Trägerleiste, so dass Sie ein rechteckiges Stück Wabe von hinten entnommen haben. Die ggf. aufsitzenden Bienen werden abgefegt oder -geschüttelt.
        http://www.bienenkiste.de/doku/betreuung/weitere-arbeiten/futterkranzprobe/index.html

        Ich habe also von hinten geschnitten und die Waben waren fast leer. Es war aber jeweils noch eine kleine mehrere Quadratzentimeter große verdeckelte Fläche mit Honig auf den Wabenstückchen, so dass es gereicht hat. (Die Veterinärin war dabei.)

        Es ist dieses Jahr eine besondere Situation und deshalb habe ich ja auch auf allen Kanälen gewarnt, dass die Völker jetzt verhungern können, wenn man nicht füttert. In Völkern, in denen fast keine Vorräte mehr sind, ist eine Futterkranzprobe naturgemäß sehr schwierig...

        Die gute Nachricht ist, dass Dein Volk in Brut ist. Das ist doch schön! smiley Jetzt musst Du nur noch darauf achten, dass sie genug Vorräte haben. Ich würde nach diesem Erlebnis noch mal kräftig füttern.
          Erhard Maria Klein - Hamburg
        • habe das Ergebnis bekommen: alle Völker ohne Sporenbelastung.
            Erhard Maria Klein - Hamburg