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  • sibylle schrieb am 04.05.2014, 17:56
    Ich werde wohl noch einmal ran müssen, nur habe ich keine Leisten mehr.
    Alternative: kann man den Honigraum nicht auch "wild" ausbauen lassen? und die Waben zur Honigernte abschneiden? Was spricht dagegen?
    Die Ernte wird sehr schwierig, weil ja Bienen auf den Waben sitzen und beim Rausschneiden der Waben schnell viele Bienen im Honig festkleben - außer Du wartest bis zum Herbst. Dann kannst Du aber keine Ameisensäurebehandlung machen.

    Ich rate sehr dazu, die fehlenden Leisten möglichst bald zu ergänzen.
      Erhard Maria Klein - Hamburg
    • emk schrieb am 05.05.2014, 11:21
      Ich rate sehr dazu, die fehlenden Leisten möglichst bald zu ergänzen.

      Dem kann ich mich nach den gestrigen Erfahrungen nur anschließen! Das bißchen Wildbau zu entnehmen und abzufegen war schon ein ziemlich unerfreuliches Unterfangen. Das möchtest du wirklich nicht mit einer ganzen Honigraumfüllung machen müssen, Sybille.

      Hoffentlich lassen sich bei dir die fehlenden Leisten einsetzen, ohne dass du zuerst alle rausnehmen musst, wie wir! Da bei dir aber noch nicht so viel Zeit vergangen ist wie bei uns (4 Wochen seit dem Fall der Trägerleisten!), müsste es eigentlich noch klappen.

      Erhards Rat, die Reparatur möglichst bald vorzunehmen, würde ein nächstes Mal auch lieber beherzigen. Aber man schiebt Unangenehmes ja gerne erst einmal auf die lange Bank...
        Bienen machen glücklich!
      • Ich habe mir das für die nächsten Tage vorgenommen. Dann werde ich die hintere Querleiste abschrauben, den Sitz der verbliebenen Mittelwände prüfen und die abgefallenen erneuern - Deinem Rat entsprechend schneide ich die neuen Mittelwände prophylaktisch auf 290 mm Breite.

        Jetzt habe ich erst einmal den Honig und das angefallene Wachs verarbeitet.





        Nicht viel Honig, aber das Filtern ging sehr gut. Ich habe eine kleine Menge - ungerührt - zum Sofortverzehr abgefüllt und den Rest rühre ich (mit etwas Starterhonig weil ich keine Lust habe, zu warten). Da die Menge klein ist, gut zum Üben! Hat - nach Anleitung von Erhard - alles super geklappt bisher. Wohl auch, weil der Honig gut flüssig war.

        Wie ist Deiner/bist Du damit klar gekommen?

        [Hinweis: sibylle hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 8 Monaten geändert.]
        • emk schrieb am 05.05.2014, 11:21
          sibylle schrieb am 04.05.2014, 17:56

          Alternative: kann man den Honigraum nicht auch "wild" ausbauen lassen? und die Waben zur Honigernte abschneiden? Was spricht dagegen?
          Die Ernte wird sehr schwierig, weil ja Bienen auf den Waben sitzen und beim Rausschneiden der Waben schnell viele Bienen im Honig festkleben

          Das leuchtet ein. Allerdings hatten wir dieses Problem im letzten Jahr bei der Ernte mit Mittelwänden auch - es sind massenhaft Bienen im Honig gelandet. Trotz viel Rauch.

          Auf den Bildern vom Vorjahr im Anhang sieht das friedlich aus, war es aber nicht! Die schweren Honigwaben waren viel zu instabil, um sie aufzustoßen. Abfegen brachte auch nichts, weil der Besen schnell verklebte. Gibt`s da irgendeinen Trick, um die Bienen von den Waben weg zu kriegen?

          • sibylle schrieb am 04.05.2014, 17:56

            Auf den Bildern vom Vorjahr im Anhang sieht das friedlich aus, war es aber nicht! Die schweren Honigwaben waren viel zu instabil, um sie aufzustoßen. Abfegen brachte auch nichts, weil der Besen schnell verklebte. Gibt`s da irgendeinen Trick, um die Bienen von den Waben weg zu kriegen?
            Strom - wenn nicht vorhanden Notstromaggregat - Kompressor anschließen - Bienen mit Druckluft von
            den Waben pusten. (hab das nur in einem Video gesehen, selbst noch nicht ausprobiert, wills aber
            mal versuchen).

            [emk: Zitate aufgeräumt] [Hinweis: emk hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 8 Monaten geändert.]
              Abyssus abyssum invocat
            • bienenflug schrieb am 05.05.2014, 23:22

              Strom - wenn nicht vorhanden Notstromaggregat - Kompressor anschließen - Bienen mit Druckluft von
              den Waben pusten. (hab das nur in einem Video gesehen, selbst noch nicht ausprobiert, wills aber
              mal versuchen).
              Interessante Idee! Werd ich mal probieren.

              [emk: Zitate aufgeräumt] [Hinweis: emk hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 8 Monaten geändert.]
              • sibylle schrieb am 05.05.2014, 22:59
                Allerdings hatten wir dieses Problem im letzten Jahr bei der Ernte mit Mittelwänden auch - es sind massenhaft Bienen im Honig gelandet. Trotz viel Rauch.

                Die Waben habt ihr am Abend vorher schon getrennt? Warum denn so viel Honig auf der Bürste?

                Die Honigwaben sollte man auch lieber gerade (waagerecht) und nur an die Trägerleisten halten.

                -Kevin
                  Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                • sibylle schrieb am 05.05.2014, 22:59
                  Abfegen brachte auch nichts, weil der Besen schnell verklebte. Gibt`s da irgendeinen Trick, um die Bienen von den Waben weg zu kriegen?
                  Habe neulich in einem Buch den Rat gelesen, Grasbüschel als "Besen" zu nehmen und jeweils ein neues Büschel zu nehmen, wenn es verklebt ist. Ich habe zwei Besen und spüle sie aus, wenn sie zu sehr verkleben. Ist aber eigentlich kein großes Problem, wenn nicht gerade Honig durch Wabenbruch u.ä. herausläuft.
                    Erhard Maria Klein - Hamburg
                  • KMP schrieb am 06.05.2014, 08:19
                    sibylle schrieb am 05.05.2014, 22:59
                    Allerdings hatten wir dieses Problem im letzten Jahr bei der Ernte mit Mittelwänden auch - es sind massenhaft Bienen im Honig gelandet. Trotz viel Rauch.

                    Die Waben habt ihr am Abend vorher schon getrennt? Warum denn so viel Honig auf der Bürste?

                    Die Honigwaben sollte man auch lieber gerade (waagerecht) und nur an die Trägerleisten halten.

                    -Kevin

                    Es war abends und noch recht warm, vielleicht lag es daran. Dadurch waren die Waben instabil. Und was auslief, war sehr flüssig.
                    Ich werde also in diesem Jahr morgens arbeiten. Und vorsichtshalber noch einen zweiten Besen parat halten, wie von Ehrhard geraten, bzw. Stroh, Gras o.ä.
                    Mal sehen, vielleicht klappt es dann besser.
                    • Ich hatte dasselbe Problem und es war morgens früh und nur 4°C... Da aber die meisten Waben noch nicht verdeckelt waren, kam man beim Abfegen unausweichlich mit dem Besen in Kontakt mit dem Honig und auch die Bienen wurden in die offenen Zellen gefegt und klebten dort fest.

                      Ein zweiter Besen wäre sicher eine Erleichterung gewesen aber die wirkliche Verbesserung wird durch die vollständigere Verdeckelung von alleine kommen - hoffe ich mal smiley
                        Bienen machen glücklich!
                      • Bei uns lag es irgendwie auch daran, daß man die Waben nicht nur an den Leisten halten konnte. Sie waren so schwer, daß sie dann abgerissen wären. Also mußte man sie von unten stützen und machte sie dabei wohl auch kaputt. Und dann ist alsbald alles voll Honig, Besen, Hände, Bienen.
                        • Genau! - Ich hatte einen Eimer mit Wasser daneben stehen und habe den Besen alle paar Minuten ausgewaschen und dabei dann jede Menge verklebte Bienen auch noch ertränkt... Naja, habe anschließend gezählt, waren etwa 50 Stück.

                          Da kommt mir dann der Vorwurf der Konventionellen Imker in den Sinn, die BK sei Tierquälerei. In der Tat ist das Bienenfreimachen der Honigwaben mit Bienenflucht ja schon humaner :-((

                          Das Problem war auch, dass im Gegensatz zur Honigernte nach der Sommersonnenwende zur Zeit 1000-e von Bienen auf den Waben sitzen und sich auch um das Angeräuchertwerden nicht wirklich scherten.

                          Um die neuen Trägerleisten einsetzen zu können, haben wir dann die sich anschließenden Brutwaben ganz kurz und leicht betrommelt. DAS hat geholfen. Innerhalb von 20 Sek. war die Kante und die Querleiste bienenfrei! Aber Honigwaben soll man ja nicht trommeln - das wäre sonst sicher sehr viel effektiver gewesen als der Besen!
                            Bienen machen glücklich!
                          • Ich habe gekniffen!
                            Heute wollte ich meinen Honigraum nun endgültig in Ordnung bringen. Als ich die Kiste geöffnet hatte, sah ich dann, dass in wenigen Tagen bereits viel Wildbau stattgefunden hatte - und habe mich entschlossen, alles so zu belassen. Es hätte sich nicht mit meinem Verständnis von wesensgemäßer Bienenhaltung vertragen, den ganzen Honigraum frei zu schneiden.





                            Die restlichen Mittelwände waren auch herausgerutscht. Aber (links oben im Foto) von den Bienen selbst angebaut und befestigt worden. Schon toll.

                            Mir ist klar, dass ich das Problem nun auf die Honigernte verschoben habe. Ich werde den Varroa-Befall mit der Puderzuckermethode gut prüfen. Vielleicht habe ich Glück - ich hatte im vergangenen Jahr keinen Befall. Sollte das wieder so sein, ernte ich erst spät im Jahr, vielleicht erst im Winter. Es gibt ja hier im Forum den netten Beitrag von rannung über die Honigernte im Winter

                            http://forum.bienenkiste.de/forums/thread/1168/wabenhonig-ernte-am-3-advent#dis-post-6718

                            Geht natürlich nur, wenn man auf die Varroabehandlung im Sommer verzichten kann.
                            Ansonsten muß ich mit Kärcher o.ä. versuchen, die Honigwaben vor der Ernte möglichst bienenfrei zu bekommen.

                            Was lehrt mich das? Beim nächsten Mal das Eröffnen des Honigraumes und das Einsetzen der Mittelwände frühzeitiger und sorgfältig machen! Und gleich im Anschluß kontrollieren, ob alles gut sitzt. Im nächsten Jahr werde ich wohl auch die Leisten-Mittelwände im Honigraum gegen Rähmchen ersetzten, das ist stabiler. Und im Honigraum findet ja so wie so kein Naturbau statt - warum dann nicht die stabilere Variante mit Rähmchen wählen? [Hinweis: sibylle hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 8 Monaten geändert.]
                            • Jutta50 schrieb am 07.05.2014, 14:17

                              Da kommt mir dann der Vorwurf der Konventionellen Imker in den Sinn, die BK sei Tierquälerei. In der Tat ist das Bienenfreimachen der Honigwaben mit Bienenflucht ja schon humaner :-((

                              Den Vorwurf habe ich ja noch gar nicht gehört! Aber vielleicht ist etwas dran, wenn man mit wenig Erfahrung arbeitet.