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  • Hallo,

    mich interessiert der Einsatz von Kräutern in der Bienenhaltung.
    Hat da jemand Erfahrungen oder etwas drüber gelesen?
    Welche Kräuter außer Rainfarn könnte man noch in eine Räuchermischung machen?

    Wir mischen Kamillentee in die Futterlösung ( haben wir von unserem Imker übernommen und es fühlt sich gut an), und nach anthroposophischen Gesichtspunkten werden 7 Tees in die Futterlösung gegeben.
    Georg Peukert hat hier ein Merkblatt veröffentlicht und das finde ich durchaus interessant.
    http://www.hanauinfo.de/verein/images/Merkblatt_zur_Fuetterung.pdf

    Ich weiß, was manche davon halten werden, aber ich wünsche mir Offenheit.

    Ja und ein Imker hatte uns empfohlen, die noch unbenutzte Kiste mit Brennnesselpflanzen auszureiben, sie würde dann besser aufgenommen werden. Wir haben das gemacht, aber ob sie deshalb geblieben sind, kann ich nicht sagen. Wollte es nur mal erwähnen. Tipp: Handschuhe anziehen!
    Vielleicht gibt es ja noch mehr in die Richtung.

    Liebe Grüße Heike
    • Ich bin kein Anthroposoph, aber finde deren Überlegungen häufig bemerkenswert.
      (Auch bemerkenswert unabhängig vom Zeitgeist, der sich mehr und mehr Alternativlosigkeit anmaßt)
      Kann hier nix weiter beitragen, aber hab mir das Dok gespeichert.
      Danke smiley
        sapere aude
      • Unser Mentor ist Anthroposoph, und wir werden auch bei unserem Stammtisch sicher immer mal wieder darüber erfahren was Rudolph Steiner in seinen Bienenvorträgen über die Biene sagte. Diese gibt es auch zusammengefasst als kleines Buch.
        Ich werde ihn auch wegen der Teesorten fragen, obwohl er selbst nur den Kamillentee verwendet.
        Aber wissen tut er es sicher. Ich gebe es gerne weiter.
        Gruß Heike
        • Hallo Heike!

          hast du bereits weitere Informationen gefunden? Das würde mich ebenfalls interessieren.

          Noch zum Räuchern:

          calendula schrieb am 08.04.2013, 15:52
          Welche Kräuter außer Rainfarn könnte man noch in eine Räuchermischung machen?


          Anstatt Rainfarn benutze ich für die Bienen lieber Artemisien wie z.B. unseren einheimischen Beifuss oder das chinesische Moxakraut (findet man in gut sortierten Kräutergärtnereien, aber achtung: einmal angepflanzt ist es sehr wuchsfreudig ;-) ).

          Zum Beimischen: getrocknente Wachholderzweige, erstarrtes Tannen-/Fichtenharz, Lavendel, Salbei, Weihrauch oder was sich sonst noch so duftiges finden lässt...

          liebe Grüsse
          toBee
          • Hallo toBee,

            Danke für deinen Beitrag. Nein ich hatte noch keine Zeit da noch näher forschen. Da ich aber für die Hausapotheke viele Kräuter sammele und die unaufgebrauchten vom Vorjahr nun ausgetauscht werden, werde ich die einfach in die Mischung mit reingeben. Dein Räucherwerk durftet sicher gut...und Weihrauch? Welche Gedanken hast du dazu?
            Beim Rainfarn wundert es mich, weil dieser ja auch Verwendung finden kann, gerade um Insekten zu vertreiben, ja sogar um zu vernichten. Es wirkt in der Räucherung wohl eher beruihgend auf die Bienen, in jedem Fall hat der Rainfarn Inhaltsstoffe, die auf die Nerven wirken. Für uns Menschen wirkt er lebertoxisch.
            Schau mal hier rein, hier wurde auch schon diskutiert. http://www.imkerforum.de/archive/index.php/t-32750.html
            Penelope Livingstone- die Pionierin der Permakultur in den USA- beobachte, dass Melisse einen großen Einfluss auf die Bienengesundheit hat, sie hat keine Probleme mit Varroa. Aber ihr Areal ist riesig und außerdem völlig intakt und sie kann die Melisse als Massentracht anbieten. Bei meinen relativ wenigen Melissenstäuchern, beobachte ich nicht mal einen Anflug, weil um die gleiche Zeit etwa die Linden blühen.
            Wer den Mut hat, könnte hier mit dem äth. Öl Versuche starten. Aber das ist mit Vorsicht zu genießen, äth. Öle wirken oft wiederum anders als die Pflanze selbst. Vielleicht werde ich mal mit dem Hydrolat experimetiern. Ich destiliere nämlich
            (0,5 l Destille ist in Deutschland legal). Würde ja nichts dagegen sprächen die Bienchen mal einzusprühen, Hydrolate sind sehr sanft. Aber ich bin wohl recht alleine, wenn ich solche Gedanken durchspiele. Da ist viel altes Wissen verloren gegangen und man mist dem kaum noch Bedeutung bei.
            Vielleicht weiß Erhart über solche Versuche etwas. Ich nehme an das man, dassman in Richtung Varroa schon auch experimetiert hat. Ja und eigene Versuche sind halt schon mit gewissem Risiko verbunden.
            Wer Kräuterverbunden ist findet dieses Thema in jedem Falle interessant.
            Ich hör mich weiter um
            Gruß Heike
            • Rainfarn ist mir grad begegnet als empfohlenes Mittel zum Lockbeuten ausreiben - weil Bienen das angeblich sehr mögen.

              Ich finds auch interessant; das Thema.
                sapere aude
              • auf "angeblich" würde ich im Zusammenhang mit Lockbeuten nichts geben. Viel von solchem "Imkerwissen" entspringt der Phantasie des Imkers und Wunschdenken. Seeley hat Lockbeuten wissenschaftlich erforscht. Wenn man sich an ihn hält, ist man auf der sicheren Seite.
                  Erhard Maria Klein - Hamburg
                • Ich möchte nicht lockbeuten - mich interessierte eigentlich nur, was Bienen nett finden.
                  Inzwischen las ich von Melisse und Minze.
                  Und von Brennessel, mit der man die Beute ausreiben soll.

                  (Diese Warterei auf Bienen hat Ähnlichkeiten mit Schwangerschaft im letzten Stadium^^)
                    sapere aude
                  • Ich füttere meinen Bienen mit dem 7 Kräuter Tee und bin total begeistert. Da ich anthroposophisch aufgewachsen bin und mich lange mit der Anthroposophie beschäftigt habe, lag mir diese Art von Fütterung sehr nahe. Alleine die Zubereitung der Kräuter ist fast schon meditativ, und den leckeren, bisschen bitteren, Überschuss lasse ich mir schmecken.
                    Ich kann es nur jedem raten, es mal auszuprobieren.

                    • Bin nun auch mal über diesen Treat gestolpert und finde die Überlegung vom beimischen diverser Kräuter als Ergänzung nicht schlecht.Es wird in der PDF sehr schön erklärt wie man den Tee zubereitet ect. Auch das es die Vitalität stärkt, stoffwechselfunktionen werden angeregt und die Bienen leben auf.Klingt nicht schlecht,warum nicht auch probieren.Bloß mich würde interessieren welche Wirkung hat Z.b Eichenrinde auf den Körper der Honigbiene und wie wirkt diese Unterstützend. Jedes dieser Kräuter muss doch eine Funktion oder einen Zweck bei der Fütterung erfüllen ??Oder ist das wie bei uns Menschen Kamille für Verdauungsbeschwerden und Salbei für Halsweh? gibt es hierzu noch Links oder PDFs zu diesen Thema?? sorry ich will es genau wissen :-D
                      • Hier kannst du dir einen Vortrag über die Zufütterung und die Bedeutung der Kräuter anhören.
                        Die anthroposophische Sichtweise ist,für das nicht geschulte Ohr, gewöhnungsbedürftig smiley.
                        Doch lass dich nicht irritieren und hol/hör dir einfach das raus, womit du zustimmen kannst.
                        Falls du nicht den ganzen Vortrag hören möchtest, beginnt ab Minute 20, die Bedeutung der unterschiedlichen Kräuter.
                        Der Vortrag ist von 1991, doch immer noch aktuell und hörenswert!!!!

                        https://www.youtube.com/watch?v=FOlEUCm0oGo

                        Ich wünsche euch viel Hörfreude!!
                        Sabin
                        • calendula schrieb am 08.04.2013, 15:52
                          und es fühlt sich gut an), und nach anthroposophischen Gesichtspunkten werden 7 Tees in die Futterlösung gegeben. ......

                          Ich weiß, was manche davon halten werden, aber ich wünsche mir Offenheit.
                          .

                          Hallo Heike, Ich bin da ganz und gar bei Dir. Es kann ja nicht gut sein, nur Zuckerwasser zu füttern, eben aus den, auch in der Anleitung genannten, Gründen.
                          Ich werde das auf jeden Fall machen....muss nur noch sehen, dass ich Baldrianblüten organisiere...was aber auch bei uns kein Problem ist. Baldrian gibt's hier wild an vielen Stellen..und Löwenzahn gibt's eh in rauen Mengen.
                          Man kann hier nichts falsch, aber vieles richtig ( im Sinne der Tiere) machen.
                          Gruß
                          Frank