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  • digne schrieb am 28.05.2014, 18:45
    Ich würd ja glatt speculieren, dass unter diesem Umständen das Rückbrett sogar drin bleiben könnte,
    sonst mus man MäusegitterXXL anbringen, denn die haben kein Prob mit dem Durchkauen von Weichfaserplatten.

    Nein Digne, das Rückbrett rausnehmen und gegen einen Holzrahmen in gleicher Größe mit Mäusegittereinsatz austauschen, verstehst Du, wie ich meine?
    Dann ist hinten quasi alles offen und dennoch vor Mäusen geschützt.

    bf
      Abyssus abyssum invocat
    • Ja, das hab ich schon verstanden - und wollt es es vermeiden. Fliegt Schnee rein und so.
      Wenn die Bienenwärme durch das Polster abgefedert wird, dann ist der Unterschied zum kalten Honigraum doch nicht mehr so schimmelträchtig?

      Und zu Ollimelli:
      niemals würde ich was diffusions d i c h t e s irgendwo anbringen!
      Der Roggenkleister wär nur gegen das Annagen und der ist sicher nicht dicht, in der Warré wird das Tuch,
      das statt der sonst üblichen Folie auf dem Oberträgern liegt, damit sozusagen imprägniert.
        sapere aude
      • Für den Holzfachmann:
        es gab schon mal ne Diskussion über das Feuchtevorkommen in der Biki- die ich damals abgetrennt habe:
        http://forum.bienenkiste.de/forums/thread/1469/feuchtigkeit-in-der-kiste#dis-post-10917

        Ich weiß theoretisch, dass Bienen die Stockluft sehr präzise einstellen und halten. (s.u. Nestduftwärmebindung-Johann Thür)
        Darum soll man die ja auch nicht entweichen lassen, mit dauerndem Rähmchenziehen und Öffnen-
        das schwächt das Volk, das so immer wieder Anstrengungen unternehmen muss, um die korrekte Atmosphäre wieder herzustellen.)
        Es hängt davon die Volksgesundheit ab und ich glaube gelesen zu haben, dass auch die Brut in ihrem Eigenschaften damit gezielt beeinflußt wird.


        Was ich sonst noch finde
        http://kvfg.net/blogs/bienen/?page_id=1074 [Hinweis: digne hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 2 Monaten geändert.]
          sapere aude
        • Mir geht es vordergründig um den Erhalt der Stockluft. Mit Schimmelbildung hatte ich selbst noch
          keine Probleme während des Winters im Honigraum. An manchen Waben im Brutraum aber schon.

          Schneeeintrag in den Honigraum wird bei mir nicht vorkommen, da die Bienenkisten
          witterungsgeschützt untergestellt sind.

          gruss bf
            Abyssus abyssum invocat
          • Hallo und vielen Dank für Eure Beiträge !
            Ich bin mir sicher, dass das Thema Stockluft vs Nestduftwärmebindung entscheidend ist wie das Volk über den Winter kommt.
            @ Dinge dank für deinen Anhang ! Da ist eigentlich alles gesagt
            Und wie ich hier im Allgäu meine zwei sehr unterschiedlichen Völker über den Winter bringe ...da bin ich mal gespannt....
            .....ich habe einen schönen Baufortschritt bei meinen Bienchen festgestellt , und freu mich jeden Tag wenn ich auf das Flugloch blicke...
              Bienenkiste im (Vor) Allgäu Oliver Kessler--ollimelli--
            • Meine Erfahrung zu diesem Thema:

              Über die Winter 2013/2014 war die Rückwand meiner Bienenksite dicht verschlossen, da ich diese umgebaut hatte:

              http://forum.bienenkiste.de/forums/thread/704/klemmende-und-undichte-r-ckwand-modifiziert

              Im Frühjahr fand ich (ein weing) schwarzen Schimmelbefall im Honigraum: akzeptabel Menge, aber vielleicht trotzdem vermeidbar.

              Folgende Idee dazu:
              Der Schimmelbefall entsteht durch Kondensation der feuchten Stockluft:
              1.) Relative Feuchte der Stockluft durch Lüftung vermindern -> kein gangbarer Weg in der wesensgemäßen Bienenhaltung. Es gib aber Magazinimker die halten die Bienen auch im Winter über dem geöffneten Gitterboden, damit sich kein Schimmel bildet.

              2.) Relative Feuchte der Stockluft durch Kondensation innerhalb der Beute vermindern. Nur wohin mit dem kondensierten Wasser? Dafür gibt es in der Warre-Beute das Kissen. Es gibt auch den Ansatz das Wasser in der Beute zu sammeln und den Bienen zum Trinken zur Verfügung zu stellen. Das soll funktionieren. Link dazu habe ich leider nicht mehr.
              • Ich glaub nicht, dass Bernhard die Idee der Wasserversorgung durch gesammeltes Kondenswasser weiterverfolgt hat
                und wir haben ja hier keine Warré. Es hängt wohl auch mit den Standort zusammen.
                Laut Bernhard haben Beuten wenig Schimmel, die sich tagsüber genügend erwärmen/abtrocknen können.

                Ich halte persönlich auch nix von offenen Gitterböden, die den Bienen das Einstellen der Stockluft erschweren.
                Das vorher besprochene mit dem Holzfilztrennschied will ich aber mal probieren.

                  sapere aude
                • Liebe Bienenkistengemeinde!

                  Mich beschäftigt das Problem der hier beschriebenen Schimmelbildung schon seit dem ersten Post, und ich habe mir seit dem den Kopf zerbrochen, wie man es lösen könnte.

                  Ich fasse hier noch einmal alle Behauptungten zusammen, die mir wichtig erscheinen:

                  1. Der leere Honigraum ist im Winter ein Kaltraum, der durch ein unten offennes Trennschied vom Brutraum getrennt ist, in den aus dem Brutraum warme feuchte Luft gelangt, deren Feuchtigkeit dort kondensiert und zu Schimmelbildung führt.
                  2. Der Honigraum ist diffusionsarm hinten geschlossen, so dass die feuchte Luft nicht weiter entweichen kann.

                  Meiner Meinung nach ist der Honigraum im Winter völlig überflüssig. Er kann wegen des Trennschieds nicht von den Bienen "geheizt" werden (was auch vollkommern blödsinnig wäre), und er trägt auch nicht zum Luftaustausch bei, da er hinten dicht ist, und bringt somit keinen Nutzen für Biene und Inker, sondern ist eher ein "Wurmfortsatz".

                  Ich wäre deshalb dafür, ihn nach der AS-Behandlung und der Winterauffütterung durch eine dicht schließende Vorrichtung komplett abzukoppeln, bspw. durch ein Brett, möglicherweise noch durch ein nachgeschaltetes Stück Styropor oder sonstiges Dämmzeugs. Dann hinten offen lassen, gegen Regen und Schnee schützen. Wenn es doch mal Schnee hineinweht, ist es auch nicht schlimm, das trocknet schon.

                  Eine "Diffusionsoffenheit" einer solchen Trennung halte ich für bedenklich, da
                  1. im Konzept nicht vorgesehen: Der Luftaustausch geschieht auch bei der Standardbestückung mit normalem Trennschied und Rückwand ausschließlich durch das Flugloch.
                  2. "diffusionsoffenes" Material, egal ob Kunststoff oder Natur, bietet immer einen Boden für Schimmel und andere Erreger.

                  Beste Grüße
                  Matthias
                    Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

                    Ein paar dumme Sprüche: Rettet den Wald, esst mehr Spechte! - Gott, gib mir Geduld, aber zackig! - Was Hänsel nicht lernt, lernt Karlchen dann eben auch nicht ...
                  • Auf eine Isolierung einer Abdichtung Brutraum/Honigraum kann wohl verzichtet werden, da die Fläche nur ca. 10% der übrigen Oberfläche der "Brutraumbienenkiste" ist. Zumal das dann wohl die einzig wirklich windgeschütze Fläche ist.
                    Ansonsten wie oben schon erwähnt: Rückwand nach vorne rücken und gegen die mittleren Auflageleisten lehnen, Backstein davor, fertig.

                    Michael


                    • Jo. Da gehe ich mit.
                        Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

                        Ein paar dumme Sprüche: Rettet den Wald, esst mehr Spechte! - Gott, gib mir Geduld, aber zackig! - Was Hänsel nicht lernt, lernt Karlchen dann eben auch nicht ...
                      • Meph schrieb am 18.06.2014, 22:07


                        Eine "Diffusionsoffenheit" einer solchen Trennung halte ich für bedenklich, da
                        1. im Konzept nicht vorgesehen: Der Luftaustausch geschieht auch bei der Standardbestückung mit normalem Trennschied und Rückwand ausschließlich durch das Flugloch.
                        2. "diffusionsoffenes" Material, egal ob Kunststoff oder Natur, bietet immer einen Boden für Schimmel und andere Erreger.

                        Hallo Meph,
                        bin gerade in Widerspruchslaune und muss dir deshalb was entgegenhalten.
                        Die Bienenkiste ist hinten nicht dicht. Da zieht`s immer etwas von vorne nach hinten durch. Bei der einen mehr, bei der anderen weniger, evtl. je nach Falz und Propolisierung gar nicht.
                        Manche von uns Bienenkistlern stellen Schimmelbildung fest, andere nicht. Ich selbst habe sie nur
                        im Brutraum an den Waben festgestellt. Ansonsten zieht`s bei meinen Kisten durch.

                        Aber das möchte ich dieses Jahr abstellen, wie ich weiter oben bereits geschrieben habe.

                        Das kann durch einfaches Zustopfen des Spaltes unterm Trennschied mit einem Leinentuch sein bis hin
                        zu den genialsten Konstruktionen. Auch denke ich daran, an Stelle des Trennschieds eine
                        Weichfaserplatte und/ oder ein aus Leinen und Stroh gefertigtes Kissen anzubringen.

                        Die einfachste Verschlussart ist mir jedoch heute beim Spaziergang "gekommen". Meine Kisten sind
                        noch nach der ursprünglichen Bauanleitung gefertigt. D. h. das rückseitige Verschlussbrett hat
                        keinen Falz und füllt den Innenrahmen der Biki aus. Dies bedeutet gleichzeitig, dass ich das Rückbrett
                        schlicht und ergreifend ans Trennschied rücken kann und zu ist die Kiste. Man kann das Verschlusbrett
                        zusätzlich mit einem Keilchen fixieren.

                        So brauchts keinen Mäuseschutz von hinten, kein Diffusionskissen und nichts. Das vorhandene Material, sprich rückwärtiges Verschlussbrett reicht aus, den Brutraum zu verschießen. Die Bienen werden die Ritzen und Fugen propolisieren und dadurch gegen Zugluft abdichten. Der Honigraum bleibt den ganzen Winter über offen.

                        Auch beim Öffnen der Biki zur Oxalsäurebehandlung bleibt dann alles so wie es ist. Man braucht nur
                        den Boden abzunehmen. Das ans Trennschied gerückte Verschlussbrett bleibt dort unverändert fixiert.
                        Und die Bienen sitzen für die Dauer 1/2 Jahres ausschießlich im Brutraum.
                        Vorteile verspreche ich mir (wie weiter oben schon berichtet) vom Erhalt der Nestduftwärme und
                        dadurch auch eine Verringerung des Energieverbrauchs, sowie eine Verringerung eventuell sogar
                        eine Komplettbeseitigung der Schimmelbildung (wobei die Stärke des Volkes m.M. eine wesentliche
                        Rolle spielt!).

                        Da das ganze von mir noch nicht erprobt wurde, überlege ich, bei meinen Völkern dieses Jahr
                        mehrere Varianten zu testen.

                        Gruss bf
                          Abyssus abyssum invocat
                        • michfro schrieb am 28.05.2014, 13:32
                          Hallo,
                          vielleicht lieg´ ich ja falsch, aber warum nicht einfach über den Winter das Trennschied rausnehmen und stattdessen die hintere Klappe an der Stelle einsetzen. Passt doch genau rein. Dann einen Backstein davor (das ist jetzt etwas rustikal) und es ist Mäusedicht. Das wär dann ganz simpel, aber genau so diffusionsfähig wie vorher, nur der Totraum wäre weg. Wer´s luftdicht haben möchte, kann auf die Kanten der Rückklappe ja noch ein, zwei Lagen Filz legen (wie eine Stopfbuchse).
                          Michael

                          @ bf: Da war michfro schon weiter vorn darauf gekommen, und ich schließe mich an.
                            Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

                            Ein paar dumme Sprüche: Rettet den Wald, esst mehr Spechte! - Gott, gib mir Geduld, aber zackig! - Was Hänsel nicht lernt, lernt Karlchen dann eben auch nicht ...
                          • [quote author=Meph date=1403168325
                            @ bf: Da war michfro schon weiter vorn darauf gekommen, und ich schließe mich an.
                            Danke, das hatte ich wohl übersehen.
                            bf
                              Abyssus abyssum invocat
                            • Hallo zusammen,

                              ich finde die Idee mit dem offenen Honigraum sehr interessant. Ich konnte hier im Forum aber leider keine Erfahrungsberichte dazu finden. Was ist aus dieser Idee in den letzten zwei Jahren geworden? Hat sie zur Reduzierung des Schimmelbefalls beigetragen oder wurde die Idee wieder verworfen?

                              Viele Grüße,
                              Struppi
                              • Hallo Struppi,

                                hier kannst du ab dem letzten Beitrag auf der Ersten Seite etwas darüber lesen.

                                http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/?thread=3083&page=1

                                Gruß
                                Markus
                                  Bestand:
                                  2x Bienenkiste
                                  4x TBH
                                  1x Christsche Magazinbeute
                                • Hallo Struppi,
                                  doch dazu gibt es Erfahrungen. Ich habe selbst welche gemacht, jedoch habe ich den offenen Honigraum mit einem ebenfalls offenen Brutraum kombiniert.
                                  Das siehst du ja noch auf meinem Foto neben meinem Namen.
                                  Wenn du das Trennschied rausnimmst und z. B. das Rückbrett dort hin versetzt, ist der Brutraum den Winter über verschlossen. Du kannst auch
                                  den Spalt unter dem Trennschied, so wie Markus das gemacht hat, separat
                                  verschließen, geht auch.
                                  Im Honigraum kann sich durch diese Maßnahme kein Schimmel mehr bilden und
                                  das Kleinklima im Volk bleibt auf den Brutraum beschränkt.
                                  Bei zwei Kisten werde ich dieses Jahr den Honigraum auch wieder verschließen. Da ich vier Kisten besetzt habe, kann ich einen direkten Vergleich anstellen.

                                  EMK hat mir dazu folgendes geschrieben:
                                  (Auszug aus http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/?thread=3484&page=1)

                                  Interessant dagegen finde ich die Idee, im Winter das Rückbrett zu versetzen, dorthin, wo das Trennschied ist und den hinteren Raum quasi offen zu lassen (evtl. hinten Wetterschutz gegen Schlagregen und Schnee anbringen). Das würde mögliche Schimmelbildung im hinteren Raum zumindest sicher vermeiden und ein der Volksgröße angepasster Raum hat sicherlich eher positive Effekte.

                                  Was soll man da sonst noch zu sagen. Mach`s und du hast keinen Schimmel
                                  mehr im Honigraum.
                                  Wenn du nicht willst, dass sich Mäuse im offenen Honigraum niederlassen
                                  und alles verkacken, dann empfehle ich dir - wie auf Foto von Markus zu
                                  sehen - an Stelle des rückwärtigen Schlussbretts - ein Gitternetz einzusetzen.

                                  gruß bf
                                    Abyssus abyssum invocat
                                  • Super, vielen Dank für Eure Antworten.
                                    Viele Grüße,
                                    Struppi
                                    • bienenflug schrieb am 18.09.2016, 21:21

                                      Bei zwei Kisten werde ich dieses Jahr den Honigraum auch wieder verschließen. Da ich vier Kisten besetzt habe, kann ich einen direkten Vergleich anstellen.

                                      Das habe ich heute bei günstigem Wetter gemacht.

                                      bf
                                        Abyssus abyssum invocat