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  • Wir Bienenkistler in der Bad Doberaner Gruppe haben bei der Frühjahrsdurchsicht fast alle viel Schimmel im Honigraum vorgefunden. Die Bienen putzen das wohl sauber, aber besonders gut scheint uns das trotzdem nicht zu sein. Am ehesten können wir uns das durch Schwitzwasserbildung erklären, denn die Bienen "heizen" den Honigraum ja nicht und Lüftung findet nicht statt.
    So kam hier folgende Idee in der Diskussion auf: zum Winter vor das Trennschied eine Platte zu setzen, die Brut- und Honigraum dicht trennt. Und die hintere Klappe raus nehmen/den Honigraum offen lassen.

    Was haltet Ihr von der Idee?
    Sibylle

    • Hallo Sibylle

      zum thema Schimmelbildung im Honigraum:
      So kam hier folgende Idee in der Diskussion auf: zum Winter vor das Trennschied eine Platte zu setzen, die Brut- und Honigraum dicht trennt. Und die hintere Klappe raus nehmen/den Honigraum offen lassen.
      Was haltet Ihr von der Idee?

      Prima, dass Du diese Diskussion eröffnet hast.

      Ich persönlich finde Deine Idee sehr interessant und überlegenswert und möchte auf keinen Fall
      mir nichts dir nichts drüber weg gehen.

      Aus meiner praktischen Erfahrung mit der BK fällt mir auf, dass

      - der Honigraum im Winter für nichts benötigt wird
      - da das hintere Kistenabschlussbrett nicht luftdicht schließt, ziehts durch die Kiste
      - Totenfall vergammelt im Honigraum, setzt Schimmel an und kann die Bildung von Krankheitskeimen
      unterstützen,
      - die Stockluft verteilt sich in den Honigraum, entweicht durch Ritze nach draußen, Wärme geht
      ebenfalls verloren
      - durch Temperaturunterschiede kann sich Feuchtigkeit im Honigraum absetzen und zur Schimmelbildung
      führen.

      Diesen negativen Erscheinungen könnte man folgende Überlegung gegenüberstellen:

      - den Honigraum während des Winters bienen- und zugluftdicht am Schied versperren
      - hat den Vorteil, dass die Stockluft während der gesamten Kälteperiode im Brutraum verbleibt
      - Zugluft kann reduziert werden, der Luftaustausch (verbrauchte Luft) fließt nur durch das
      weit offene Flugloch ab
      - keine Schimmelbildung im Honigraum
      - Erhöhung der Eigenwärme der Wintertraume ermöglicht evtl. einen leichteren Zugang zu den
      Nahrungsvorräten
      - Erleichterung des Herausschaffens von Gemüll und Totenfall für die Bienen bei Flugwetter und
      Reinigungsflügen.

      Kontra kann ich nicht erkennen.

      Ich würde aber keinen dichten Abschluss vor das Trennschied setzen, weil am Trennschied die Waben
      während des Winters i.d.R. angebaut sind. Diese Stabilisierung der honigschweren Waben ist unbedingt
      zu berücksichtigen.
      Man könnte der Einfachheit halber den Spalt unter dem Trennschied mit einem Polster (diverse Naturmaterialien sind denkbar)
      verschließen und in der Tat ein mäusesicheres Gitter an die Stelle der rückwärtigen Verschlussklappe
      anbringen.

      lieben gruss
      bienenflug



        Abyssus abyssum invocat
      • Ich persönlich habe keine Probleme mit Schimmelbildung. Daher habe ich die o.g. Idee noch nicht selbst ausprobiert. Sebastian Ganzer (http://bienen-seb.de/ bzw. http://forum.bienenkiste.de/forums/user/posts?user=ganzerseb) hat das schon vor Jahren vorgeschlagen. Man könnte ihn mal fragen, ob er das schon ausprobiert hat.

        Ich finde die Idee auch gut und erwarte keine Probleme. Wichtig ist nur, dass das Brett am Trennschied einigermaßen dicht schließt. Vielleicht könnte man noch eine passende Weichfaserplatte von außen davor drücken, damit es ganz abschließt und die Bienen etwas besser an den hinten eingelagerten Honig kommen. Ist vielleicht aber auch überflüssig.

        Den hinteren Raum lässt man dann offen und sorgt aber dafür, dass kein Schlagregen/Schnee dort hinein kommt. Ggf. also doch etwas davor machen, das aber luftdurchlässig ist.
          Erhard Maria Klein - Hamburg
        • Hallo Bienenflug,
          ich denke, das probieren wir mal zum nächsten Winter. Deinen Vorschlag, den Spalt unten im Trennschied einfach fest zu verschließen, finde ich gut - weil einfach. Obwohl ich Folgendes in Deiner Antwort nicht ganz verstehe:

          "Ich würde aber keinen dichten Abschluss vor das Trennschied setzen, weil am Trennschied die Waben
          während des Winters i.d.R. angebaut sind. Diese Stabilisierung der honigschweren Waben ist unbedingt
          zu berücksichtigen."

          Ich hatte nicht gemeint, das Trennschied herauszunehmen, sondern hatte daran gedacht, ein Brett davor zu stellen. Trotzdem gefällt mir Dein Vorschlag besser:

          "Man könnte der Einfachheit halber den Spalt unter dem Trennschied mit einem Polster (diverse Naturmaterialien sind denkbar)verschließen und in der Tat ein mäusesicheres Gitter an die Stelle der rückwärtigen Verschlussklappe
          anbringen."

          Weil man eine Hozplatte/ein Holzbrett schwer dicht kriegt. Oder man müßte Kunstoff nehmen, fände ich nicht so gut. Also, Ausstopfen mit Wolle oder so sollte funktionieren. Dann wäre aber ein Mäusegitter wirklich erforderlich.

          Grüße zurück!
          Sibylle
          • Guter Hinweis, Erhard, ich werde Seb mal fragen.

            Ist schon komisch, dass manche in der BK ein massives Schimmelproblem haben, andere gar nicht. Ist wohl standortbedingt sehr unterschiedlich und man muss ausprobieren... Ein dem Wetter völlig ausgesetzter Standort ist vielleicht doch nicht optimal.

            Danke für den Hinweis, dann auch hinten einen Schlagregenschutz anzubringen. Meine Kiste steht ganz frei und hat nur ein Dach mit Überstand. Eindringender Schlagregen mag ja auch eine Schimmelursache sein bei schlechter Durchlüftung.

            Liebe Grüße!
            Sibylle


            emk schrieb am 12.03.2014, 10:38
            Ich persönlich habe keine Probleme mit Schimmelbildung. Daher habe ich die o.g. Idee noch nicht selbst ausprobiert. Sebastian Ganzer (http://bienen-seb.de/ bzw. http://forum.bienenkiste.de/forums/user/posts?user=ganzerseb) hat das schon vor Jahren vorgeschlagen. Man könnte ihn mal fragen, ob er das schon ausprobiert hat.

            Ich finde die Idee auch gut und erwarte keine Probleme. Wichtig ist nur, dass das Brett am Trennschied einigermaßen dicht schließt. Vielleicht könnte man noch eine passende Weichfaserplatte von außen davor drücken, damit es ganz abschließt und die Bienen etwas besser an den hinten eingelagerten Honig kommen. Ist vielleicht aber auch überflüssig.

            Den hinteren Raum lässt man dann offen und sorgt aber dafür, dass kein Schlagregen/Schnee dort hinein kommt. Ggf. also doch etwas davor machen, das aber luftdurchlässig ist.
            • Und was späche eigentlich dagegen, mit der Stichsäge ganz hinten im Boden einen mit Mäusegitter versehenen Lüftungschlitz einzubringen? Die konventionellen Beuten haben doch auch einen offenen Boden...

              Sibylle
              • Hallo Sibylle,

                sibylle schrieb am 12.03.2014, 14:07
                Hallo Bienenflug,
                ich denke, das probieren wir mal zum nächsten Winter. Deinen Vorschlag, den Spalt unten im Trennschied einfach fest zu verschließen, finde ich gut - weil einfach
                .

                Ja, ich werde Deine Idee mit einer meiner Kisten austesten. Dazu werde ich den Spalt unter dem
                Trennschied mit einem zusammengeknüllten Leinentuch verschließen.

                Ich werd`s folgendermaßen machen:

                - nach der Honigernte Trennschied einsetzen,
                - nach dem Auffüttern und der letzten Ameisensäurebehandlung Spalt unter dem Trennschied
                mit zusammengeknülltem Leinentuch zustopfen (ist ein gutes, atmungsaktives Naturmaterial)
                - die bienen werden - so meine Erfahrung - verbleibende Ritzen am Trennschied mit Propolis verkitten
                (keine Zugluft mehr! die Stockluft bleibt im Brutraum!)
                - Die Bienen werden auch das Leintuch mit den Wabenenden verbauen (Windstöße haben keine Chance!)
                und evtl. zusätzlich verkitten.
                - das hintere Verschlussbrett wird entfernt und an dessen Stelle ein Mäusesschutzgitter eingesetzt.

                Im Deinem Honigraum wirds dann wohl keinen Schimmel mehr geben. Ich selbst hatte Schimmel
                nur auf Waben im Brutraum und möchte austesten, ob dieser durch die Maßnahme evtl. weniger
                sein wird oder ganz verschwindet. Zudem erhoffe ich mir durch den Erhalt der Stockluft Vorteile
                für die Gesundheit des Biens.

                @emk
                Ich finde die Idee auch gut und erwarte keine Probleme

                hallo Erhard, dies ist eine für mich wichtige Aussage im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit dieser Idee.

                Vielleicht könnte man noch eine passende Weichfaserplatte von außen davor drücken.

                Ja, ist auch eine gute Alternative, da gute Passgenauigkeit und Abdichtung möglich, leicht zuzu-
                schneiden, Naturmaterial und atmungsaktiv. Ich werd`s erstmal mit dem Leintuch verschließen, weil
                ich dieses Material schon habe und der Aufwand geringer ist.

                Sebastian Ganzer (http://bienen-seb.de/ bzw. http://forum.bienenkiste.de/forums/user/posts?user=ganzerseb) hat das schon vor Jahren vorgeschlagen. Man könnte ihn mal fragen, ob er das schon ausprobiert hat.

                Dank Dir für den Hinweis.

                @sibylle
                möchtest Du Dich mit Sebastian Ganzer in Verbindung setzen?

                lieben Gruss
                bienenflug [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 8 Monaten geändert.]
                  Abyssus abyssum invocat
                • Hallo Sibylle,
                  bist mit gerade mit Deinem Beitrag zuvorgekommen. Meine Frage, ob Du Dich mit Sep in Verbindung
                  setzt ist somit beantwortet.

                  zu Deiner Zwischenfrage:
                  author=sibylle date=1394631181]Und was späche eigentlich dagegen, mit der Stichsäge ganz hinten im Boden einen mit Mäusegitter versehenen Lüftungschlitz einzubringen? Die konventionellen Beuten haben doch auch einen offenen Boden...

                  Dies halte ich nun wieder nicht für eine gute Idee. Bienen mögen es nicht zugig.

                  (Freundlich!) Man kann die Bienenkiste nicht mit einem Magazin vergleichen. Die Magazinbeuten
                  verfügen über einen offenen hohen Boden. Dadurch wird Zugluft vermieden. Trotz offenen Gitterbodens
                  verbleibt die Stockluft im Magazin und es findet ein nur geringer Luftaustausch statt.
                  Man kann dieses Prinzip nicht so einfach auf die Bienenkiste übertragen.
                  In der Bienenkiste würde es bei einem solchen Schlitz im rückwärtigen Bereich ziehen wie
                  Hechtsuppe.

                  Weil gerade dieser Umstand durch Deine vorteilhafte Idee mit dem offenen Honigraum und dem
                  Verschließen des Trennschiedes vermieden wird, würde dieser Schitz im Boden Deine sinnvolle
                  Idee wiederum konterkarrieren.

                  Gruss bienenflug
                    Abyssus abyssum invocat

                  • Ja, lieber Bienenflug. Seb hab ich schon kontaktiert. Er wird sich bestimmt melden.

                    Ansonsten finde ich Deine Überlegungen perfekt. Ich werde es auch so machen, wie Du vorschlägst. Und mir vielleicht noch etwas einfallen lassen, um den gröbsten Regen und Schnee vom Honigraum fernzuhalten. Bin gespannt, wie sich das dann bei uns entwickelt und ob sich auch Dein Problem damit erledigt. Beim Entfernen des Trennschieds und der Ausstopfung wird man dann vorsichtig die angebauten Waben entfernen müssen. Aber das Problem hat man sowieso.

                    Danke auch für Deine Antwort zu meiner Zwischenfrage. Schon richtig, mir war das auch "zu heiß". Möchte meine Bienchen auch nicht der Gefahr von Zugluft aussetzen!

                    Liebe Grüße!
                    Sibylle
                    • Hier die Antwort von Sebastian:
                      Hallo Sibylle,

                      ich hab gerade mein Passwort für das Forum nicht parat weil ich da selten bin, Du kannst ja einfach meine Antwort dort rein kopieren und schöne Grüße von mir ausrichten.
                      Schimmel im Brutraum bildet sich meiner Erfahrung nach erst, wenn das Volk wieder brütet und es draußen (noch/wieder) kalt ist. Je größer das Brutnest (mehr Wärme) und je größer der Temperaturunterschied, desto mehr Wasser kondensiert aus der warmen Luft an den kalten Stellen (Ecken und Honigraum) der Bienenkiste. Vor allem, wenn die Bienenkiste schattig steht und sich nicht aufwärmt tagsüber. Ich hatte im Frühling vor drei Jahren sehr viel Schimmel und Feuchtigkeit in einer meiner Bienenkisten am schattigsten Platz (die anderen hatten auch Schimmel, aber je sonniger der Stellplatz, desto weniger). Ich hab das Rückbrett rausgenommen und an das Trennschied ein zweites Brett gestellt (mit Ziegelstein o.ä. gesichert), so dass zum Brutraum hin zu war. Ich hab die Kiste einfach hinten offen gelassen. Mäuse konnten nicht in den Brutraum, da war zu und mein Dach hat einen ausreichenden Überstand, so dass es nicht hinein regnen oder schneien konnte. Der Honigraum war sehr schnell wieder trocken und der Schimmel ist mit eingetrocknet, hab ich dann noch abgebürstet.

                      Ich habe diese Aktion bisher nicht wiederholt, aus Gründen von Faulheit. Allerdings hatte ich seither auch nicht mehr so viel Schimmel. Letztes Jahr z.B. überhaupt keinen weil es sehr lange richtig kalt war und meine relativ kleinen Völker deshalb nicht gebrütet haben, sie haben erst im April damit angefangen haben als es warm war.

                      Ich kontrolliere das im Winter ab und zu und wenn Schimmelbildung und Feuchtigkeit an den Wänden zu sehen ist würde ich das wieder so machen. Vor Januar wird das kaum nötig sein, eher im März oder in einem kalten April (je nach Volksstärke bzw. Brutnestgröße und Standort).
                      Ein Tuch da reinstopfen, schon im Spätsommer oder Herbst, wenn die Bienen noch aktiv sind und mit Propolis zugange sind ist interessant. Ich hätte allerdings bedenken, dass die das Tuch zernagen und dann überall die Fussel rumliegen. Auch denke ich zieht das Tuch Feuchtigkeit und trocknet kaum mehr, wird also als erstes schimmeln.

                      Viele Grüße,
                      Seb
                      • hallo Sibylle

                        Danke für die Übermittlung dieses Erfahrungsberichts und ganz herzlichen Dank an Sep.

                        Zu einem Punkt im Bericht möchte ich was anmerken:

                        Ein Tuch da reinstopfen, schon im Spätsommer oder Herbst, wenn die Bienen noch aktiv sind und mit Propolis zugange sind ist interessant.
                        Ich hätte allerdings bedenken, dass die das Tuch zernagen und dann überall die Fussel rumliegen. Auch denke ich zieht das Tuch Feuchtigkeit und trocknet kaum mehr, wird also als erstes schimmeln.

                        Hier kann ich Sepp nicht zustimmen. Er hat recht, dass die Bienen das Tuch annagen könnnten, da es
                        aber zusammengeknüllt wird, ist es recht stark und die Bienen werden es nicht durchnagen. Falls
                        Fussel anfallen, schaffen die Bienen diese raus aus der Kiste, wie anderes Gemüll auch.

                        Leinen hat ein sehr gutes Diffusionsverhalten. Ich glaube nicht, dass sich dort die Feuchtigkeit
                        ansammeln oder halten wird. Dazu gibt es sicherlich präferiertere Möglichkeiten (Waben, Ecken).
                        Ich habe noch die Hinterwandbehandlung von vor über 30 Jahren bei meinem Vater in Erinnerung. Dort
                        wurde auch nach hinten zu abgedichtet, mit Leinen und Stroh (Strohkissen). Da war nichts geschimmelt!

                        Ich werds austesten. Überlege gerade, ob ich zum Vergleich eine Kiste nur mit einem Leinentuch zustopfe und in eine andere ein mit Leinen überzogenes Strohkissen (etwas größer als der Spalt unterm
                        Trennschied, so dass man es gut und dicht reinklemmen kann.

                        Ich erwarte mir vom Erhalt der Stockluft eine gesündere Atmosphäre fürs Volk. Schimmel im Brutraum
                        wird man durch diese Maßnahme, nach dem was Sep schreibt, wohl nicht ganz vermeiden können.

                        lieben gruss
                        bienenflug

                          Abyssus abyssum invocat
                        • Ich denk grad über Erhards Vorschlag mit ner H o l z f a s e r platte nach,
                          die man hinter das Trennschied reinklemmt oder auch nur die untere Trennschiedlücke schließt.

                          Vielleicht reicht das schon als diffusionsfähiger Puffer zwischen Kaltraum und Warmraum.
                            sapere aude
                          • bienenflug schrieb am 13.03.2014, 06:30
                            Hier kann ich Sepp nicht zustimmen. Er hat recht, dass die Bienen das Tuch annagen könnnten, da es
                            aber zusammengeknüllt wird, ist es recht stark und die Bienen werden es nicht durchnagen. Falls
                            Fussel anfallen, schaffen die Bienen diese raus aus der Kiste, wie anderes Gemüll auch.
                            Ich glaube auch, dass sie das Tuch zernagen werden. Deshalb werden Abdecktücher (z.B. bei der ERB oder Warré-Beute auch behandelt). In der ERB werden die Tücher gewachst, in der Warré mit einer Stärkelösung getränkt. Auch Weichfaserplatten werden zernagt. Man sollte also auf der bienenzugenannten Seite noch eine Sperrholz- oder Multiplexplatte o.ä. vor der Weichfaserplatte anbringen.
                              Erhard Maria Klein - Hamburg
                            • Aha.
                              Nun denn, ich versuche dann mal die Weichfaserplatte mit der Warréschen Roggenpampe zu bepinseln.
                              Wenn ich das nicht vergesse. Bin sehr gespannt, was dabei rauskommt.
                                sapere aude
                              • Hallo,
                                Ich finde die Idee mit der Holzweichfaser-Platte sehr gut, vor allem weil es beim örtlichen Zimmerer dieses Material umsonst gibt (Verschnitt). Holzweichfaser hat eine hervorragende Diffusions -Fähigkeit und ist in verschiedenen Materialstärken erhältlich. Meine Empfehlung 30mm. Um die Diffusionsfähigkei zu erhalten sollte man nicht mit dicht schließenden Materialien drauf gehen
                                Da ich meine zwei Bienenkisten seit Anfang Mai betreibe und somit noch keine Erfahrung mit der Überwinterung habe verfolge ich die Beiträge hier im Forum. Da ich vom Holzfach bin sind mir die physikalischen Zusammenhänge schon klar, allerdings weis ich ( noch) nicht viel über den Temperatur Haushalt der Bienen. Aber es sind noch ein paar Tage bis es kälter wird....
                                  Bienenkiste im (Vor) Allgäu Oliver Kessler--ollimelli--
                                • Hallo,
                                  vielleicht lieg´ ich ja falsch, aber warum nicht einfach über den Winter das Trennschied rausnehmen und stattdessen die hintere Klappe an der Stelle einsetzen. Passt doch genau rein. Dann einen Backstein davor (das ist jetzt etwas rustikal) und es ist Mäusedicht. Das wär dann ganz simpel, aber genau so diffusionsfähig wie vorher, nur der Totraum wäre weg. Wer´s luftdicht haben möchte, kann auf die Kanten der Rückklappe ja noch ein, zwei Lagen Filz legen (wie eine Stopfbuchse).
                                  Michael
                                  • Die Idee, die Bienenkiste während des Winters in Höhe des Trennschiedes diffusionsfähig
                                    zu verschließen, ist doch tatsächlich noch ausbaufähig, hätte ich nicht gedacht.

                                    Mir kommt da der Gedanke aus alt und neu, sprich Entfernung des Trennschieds, dann wie
                                    Digne vorschlägt, eine Weichfaserplatte an dessen Stelle einsetzen, die keinen Spalt nach
                                    unten offen lässt,
                                    und dahinter ein aus Leinenstoff genähtes und mit Stroh gefülltes ca. 5 cm dickes Kissen.

                                    Vorteil:
                                    Die schnell ersetzbare Weichfaserplatte kann von den Bienen u. Umständen angenagt werden,
                                    jedoch nicht durchgenagt.
                                    Das Strohkissen bleibt ebenfalls erhalten und in der Kombination von beidem ist eine
                                    gute Diffusion und Wärmespeicherung gewährleistet.

                                    Was meint Ihr?

                                    bf
                                      Abyssus abyssum invocat
                                    • Hurra, wir kreuzen die Biki mit Warré - nur horizontal wink

                                      Aber warum das Trennschied entnehmen?
                                      Und wenn, dann im Frühjahr bei der Durchlenzung wieder einbauen?
                                        sapere aude
                                      • digne schrieb am 28.05.2014, 14:59
                                        ;)

                                        Aber warum das Trennschied entnehmen?
                                        Und wenn, dann im Frühjahr bei der Durchlenzung wieder einbauen?

                                        Das Trennschied würde ich entnehmen, weil es
                                        a) durch den Einsatz der Weichfaserplatte überflüssig ist,
                                        b) die Weichfaserplatte exakt in die Trägerleiste eingepasst und eingehängt werden kann
                                        (anstelle des Trennschieds)
                                        c) weil man so eine durchgehende Diffusionsfläche erhält.

                                        Und ja, du hast recht, bei der Durchlenzung wieder das Trennschied einsetzen oder erst bei
                                        Freigabe des Honigraums Mitte/Ende April.

                                        Dies würde bedeuten, dass die Bienen nach vollzogenem Auffüttern über die Dauer von mindestens 1/2 Jahr mit nach hinten verschlossenem Brutraum und offenem Honigraum überwintern. Die Stockluft bliebe, bis auf das Öffnen zur Oxalsäurebehandlung im Dezember, unangetastet und zwar für die Monate
                                        Oktober, November Dezember,
                                        Januar, Februar, März
                                        u. evtl. je nach Witterung noch einen Teil vom April

                                        Keine Störungen des Bien, so wie Du es gerne hast!

                                        gruss bf

                                          Abyssus abyssum invocat
                                        • Ich würd ja glatt speculieren, dass unter diesem Umständen das Rückbrett sogar drin bleiben könnte,
                                          sonst mus man MäusegitterXXL anbringen, denn die haben kein Prob mit dem Durchkauen von Weichfaserplatten.

                                          Na mal sehen, ob ich das so gerne habe smiley
                                            sapere aude