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  • Hallo,
    ich habe durch Zufall dieses sehr interessante Video entdeckt. Vielleicht nützt es ja dem ein oder anderen etwas.
    http://www.youtube.com/watch?v=Lb2rigB9Co0


    Diese Frage wurde von bienenflug beantwortet. Siehe erste Antwort.

    [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 4 Monaten geändert.]
    • Hast Du das ganze Video angeschaut? Eine kleine Zusammenfassung wäre schön...
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • discuss.answer

        Hallo bieneningo

        Dieses Thema ist nicht neu!

        Der Herr Herr Stephan Braun, der diesen Vortrag hielt, bewirtschaftet 340 Bienenvölker auf Zellgröße
        4,9 mm, sein Standort ist La Palma, Kanarische Inseln, er kopiert das System von Dee Lusby nunmehr seit 10 jahren mit wachsendem Erfolg. Er hat dort auch Helfer, die mit ihm gemeinsam über 500 solcher
        Völker betreuen. Zudem imkert er nicht mit der Bienenrasse Carnica, wie wir.

        Dieses Thema, kleinzellige Waben, ist etwas für Wissenschaftler und sehr erfahrene und experimentier-
        freudige Imker mit vielen Völkern, die auch Erfolge vorzuweisen haben, keine Frage. Nichts für einen
        Anfänger und schon gar nichts für die Bienenkiste.

        Unsere Völker errichten in der Bienenkiste Naturbauwaben. Naturbauwaben sind sehr unterschiedlich
        gebaut. Insbesondere varriert die Zellengröße auf einer Wabe mehrfach.

        Oben wo i.d.R. Honig als Futterkranz eingelagert wird, "sparen" die Bienen Wachsmaterial und bauen größere Zellen für die Honiglagerung, nach unten und insbesondere zur Mitte hin, werden die Zellen kleiner. Also genau dort wo das Zentrum des Brutnestes ist.

        Am Rand und unten bauen sie vornehmlich Drohnenzellen. Diese brauchen weniger Wärme als die Arbeiterinnenbrut im Zentrum. Genau deshalb befinden sich die kleinen Brutzellen dann auch in der Mitte der Winterkugel. Auch logisch: wenig zu heizende Fläche, viele (kleinere) Brutzellen für die Brut im Frühjahr.

        Für uns bienenkisten-Imker macht es einzig und alleine Sinn, die Völker gegen Varroa zu behandeln und
        sich hierbei konsequent an die Anleitung von emk zu halten. Die Völker sich selbst zu überlassen wäre
        absolut tödlich.

        Das schöne bei der Imkerei mit der Bienenkiste ist ja, dass man sich über derartig schwierige Themen keine Gedanken zu machen braucht!
          Abyssus abyssum invocat
        • Mellifera hat dazu über Jahre ein Forschungsprojekt unternommen und konnten den angeblichen Effekt nicht nachweisen.
            Erhard Maria Klein - Hamburg
          • Hallo!

            Ich habe nach Informationen über die natürliche Zellgröße gesucht und dabei nur das hier gefunden. Welche Zellgröße nimmt man denn am besten für die Bienenkiste? In Schweden, wo meine Bienen stehen, gibt es 4,9, 5,1 und 5,3 mm. Was ist für die Mittelwände am besten geeignet? Ich habe lange im Internet gesucht, aber kaum etwas über Zellgrößen gefunden.

            Viele Grüße!

            Katharina
            • skogenslilla schrieb am 31.03.2014, 16:49
              Hallo!

              In Schweden, wo meine Bienen stehen, gibt es 4,9, 5,1 und 5,3 mm. Was ist für die Mittelwände am besten geeignet?

              Bitte nur nicht beirren lassen.
              Da wir die Bienenkiste mit Leitwachsstreifen (Anfangsstreifen) bestücken, ist es Wurscht von
              welchen Mittelwänden und mit welcher Zellgröße diese stammen. Du kannst Dir aus Altwachs auch selbst Anfangsstreifen ganz ohne Wabenmusterung herstellen, das funktioniert genau so gut.


              Die Bienen werden eh bauen, wie sie es für richtig halten (Naturwabenbau!).
                Abyssus abyssum invocat
              • Hallo!

                danke für die schenlle Antwort! Ich dachte eher an den Honigraum. Ist es da auch vollkommen egal, welche Zellgröße man nimmt?

                Katharina

                • Ausschnitt aus einem Forschungsbericht zu Wabengröße und Varroa an der Fischermühle
                  von Thomas Radetzki

                  Das Zellmaß von Schwärmen.
                  Daraufhin wurden 21 Naturschwärme auf große, hochformatige Rähmchen (458 x 285 mm) gesetzt. Sie durften, wie in der Imkerei Fischermühle üblich, Naturwabenbau errichten. Etwa vier Wochen nach dem Einlogieren in die Bienenwohnung wurden pro Wabenseite jeweils drei Messungen vorgenommen. Die deutlich größeren Brutzellen der Drohnen wurden nicht vermessen. Abbildung 2 macht die Zellgröße der Völker im Vergleich anschaulich. Das Volk mit den kleinsten Zellen baute 5,33 mm kleine Zellen; das mit den größten Zellen baute sie 5,50 mm groß (Mittelwerte). Als Ergebnis zeigte
                  sich außerdem, dass die Zellweiten von Vorder- und Rückseite einer Wabe nahezu identisch waren. Die Untersuchung des Wabenwerkes von zufällig ausgewählten Schwärmen
                  ergab zunächst keinen Anlass, anzunehmen, dass das „natürliche” Zellmaß von Arbeiterinnenzellen kleiner sei, als die im Allgemeinen verwendete Zellprägung für künstliche Waben.

                  ein anderer Ausschnitt zur natürlichen Zellgröße der Bienenrasse Carnica:

                  Unverständlich ist, dass das Wissen um die künstliche Bienenvergößerung in Vergessenheit geriet, und dass selbst anerkannte Bienenforscher wie der große Bienenforscher, Züchter und Verfasser der hervorragenden "Naturgeschiche der Honigbiene" Friedrich Ruttner davon nichts mehr wusste. Auf Seite 150 gab er als Zellengröße der Mellifera mit 5,37 und die der Carnica mit 5,51 mm an. Möglicherweise ließ er sich von der Tatsache täuschen, dass Bienen, die in künstlich vergrößerten Zellen aufgewachsen sind, größer werden und danach, falls man sie ausnahmsweise Naturwaben bauen lässt, auch wieder große Wabenzellen bauen. Dieser Naturbau ist jedoch kein natürlicher Bau!

                  Auf Seite 166 schrieb Ruttner, man habe mit größeren Zellen experimentiert, die sich jedoch nicht bewährt hätten. Demnach hält er tatsächlich das Zellenmaß von 5,4 mm für Carnicabienen für normal.

                  Da es Dir um den Honigraum geht und Du sicherlich nicht nochmal das leidige Thema Kleinzellenimkerei
                  ansprechen möchtest, empfehle ich Dir aufgrund der in diesen beiden Beiträgen aufgezeigten Zellgrößen die Mittelwände mit 5,3 mm Zellgröße.
                  Damit kannst Du nichts falsch machen.

                  gruss bienenflug
                    Abyssus abyssum invocat