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  • Thema von hier abgespaltet...

    wurzel schrieb am 06.04.2013, 20:58

    Ich hab meine Kiste aus Laerche gebaut, 20mm. Warum auch so dick?

    Aus der Bauanleitung im Netz: "Wir empfehlen eine Holzdicke von 25mm. Mehr ist nicht nötig und macht die Kiste überflüssig schwer. Bei einer deutlich geringeren Holzdicke leidet die Stabilität und Haltbarkeit."

    Das könnte die erste Kiste aus Lärche sein, die meisten werden aus Fichte oder Weymouthskiefer gebaut. Die Dicke spielt wahrscheinlich eine Rolle wie schon geschreiben bei der Stabilität, aber auch bei der Wärmedämmung, denke ich. 20mm halte ich für die untere Grenze (rein aus meinem Bauchgefühl).

    Du kannst darüber berichten wie das mit Lärche geht.

    Schöne Grüße

    Kevin
      Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
    • Ich habe verschiedene Holzstärken ausprobiert.
      Industriell gefertigte Plattenstärken sind 27 oder 28mm und 18mm. Wenn man im Großhandel einkauft gibt es auf Vorbestellung auch 24mm. Wenn man selbst hobelt kann man alle Stärken machen.
      Meine Überlegungen pro dünnere Platten: 1. weniger Masse und damit weniger Kraft, wenn sich das Holz verzieht. Es ist folglich leichter mit Leim und Schrauben zu "bändigen". 2. Weniger Gewicht. Isolierung spielt keine Rolle, weil die Bienen nicht die Kiste wärmen sondern das Brutnest oder ihre Wintertraube - im Winter können neben den Bienen kleine Eiszapfen hängen vom Kondenswasser.
      Meine Erfahrung: Holzstärken die Richtung 20mm gehen sehen bei der großen Kiste unproportional dünn und zerbrechlich aus (ist vielleicht Gewohnheit und auf jeden Fall subjektiv). Aber ein Nachteil ist, dass die z.T. relativ langen Schrauben schnell auf der Seite rauskommen wenn man bei den dünnen Brettern nicht sehr gerade vorbohrt und schraubt. Punkt 1. meiner Überlegungen hat sich nicht als besonders relevant erwiesen.
      Auf ein paar mm hin oder her kommt es nicht an.
      Ich denke mittlerweile, 25mm ist die beste Holzstärke für die Bienenkiste. Wer selbst baut kann schön mit diesen Maßen rechnen und einfach die Originalmaße aus dem Bauplan nehmen, außerdem wirkt es stimmig von den Proportionen her.
      Leider bekommt man 25mm nicht im Holzfachhandel. Das allerbeste Maß ist also das, welches man bekommen kann.
      • Hallo Sebastian,

        schön, dass Du Dich zum Wort hier meldest -- ein bisschen Erfahrung mit Bienenkistenbau hast Du schon. smiley

        -K
          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
        • hallo, ich wärme mal diesen alten Thread wieder auf.
          Will mir eine Bienenkiste bauen und habe hier in Berlin Probleme das Holz in 25mm zu bekommen.
          Spricht irgendetwas dagegen, BirkenFunier-Sperrholz zu nehmen in 24mm? Das ist auch AW100 (Wasserfest) und scheint mir wetterfester zu sein.
          Klar, es ist industrielles, totes Holz. Das würde ich noch akzeptieren, ohne auf die Öko-Diskussion von 25mm-Stabholz-Verleimung einzugehen.
          Oder ist das ein Grund?
          Danke für Euren Input!
          gruss
          magus
          • Das Holz muss nicht so dick sein. Es genügen auch Stärken von 20mm aufwärts,
            wobei stark aufwärts ein Gewichtsproblem werden wird (z. B. 30 mm und mehr).
            Umrechnungstabelle je nach Brettstärke findest du bei bienenkiste.de/bauanleitung.

            Ich bin ja auch ein Resteverwerter, aber gerade von Birkenschichtleimholz rate
            ich dir ab. Das schimmelt schneller als du gucken kannst. Schichtleimholz ist
            bei Bienenbeuten ein grundsätzliches Problem. Dieses Holz ist auch sehr kalt,
            daher schlägst sich jede Feuchtigkeit innen wie aussen ab. Ich würde nach was
            anderem suchen.

            gruss bf
              Abyssus abyssum invocat
            • danke dir, das klingt schlüssig. werde mich wohl mal umsehen müssen nach anderen quellen.
              nut+feder dielen werden ja gerne verwendet. mal sehen ob man da auch etwas in 20mm finden kann... hat jemand eine besondere bezugsquelle in berlin ? oder wäre das unerlaubte werbung?
              gruss
              m
              • Aus alten Nut-u. Federdielen sind auch meine bienenkisten gemacht (Fußboden,
                der auf dem Sperrmüll landete).
                Solche Dielen haben meist 23 mm Stärke, das ist, finde ich ein gutes Maß.
                Schau doch mal bei Euch im Wertstoffhof (oder gibt's sowas nicht in Berlin?).
                Normale Nut-u. Federbretter für Wandverkleidung sind meist zu dünn.

                gruss bf
                  Abyssus abyssum invocat
                • guten morgen bienenflug
                  danke für die Infos, habe ja schon gesehen, dass Du auch Bausätze anbietest, will aber (noch) der Verlockung widerstehen und die Kiste selbst bauen. Werde mich also mal umschauen nach den Dielenbrettern, kommt mir sehr logisch vor, anstatt irgendwelchem Klebstoff alles zu schrauben+zu nageln. Ich will das Holz dann mit einfachem Lein-Öl behandeln. Würdest Du das auch innen machen, oder innen ganz und gar unbehandelt lassen?
                  gruss
                  m
                  • hallo Magus,
                    ich biete keine Bausätze an, wie kommst du denn darauf?

                    Es ist gut, dass du die Kiste selbst bauen möchtest, man hat dann ein ganz anderes
                    Verständnis für seine Beute.
                    Nur schrauben geht auch, aber du musst dann vermutlich bei Verwendung von Dielenbrettern
                    seitliche Verstärkungen anschrauben. ´
                    Leinöl nur aussen, Innen unbehandelt lassen, das übernehmen die Bienen, indem sie die
                    Wände mit Propolis überziehen.

                    bf
                      Abyssus abyssum invocat
                    • ach entschuldige, dann hatte ich Dich verwechselt mit Bienen-Seb, der ja auch Dielenbretter vorschlägt.
                      ich denke noch nach über ein kleines Dach aus Bieberschwanz-Ziegeln, die man dann halt einfach abnehmen kann, wenn man die BK kippen muss. Oder welche natürlichen Werkstoffe für ein Dach kämen noch in Frage?
                      • Biberschwänze sind zu umständlich und zu schwer.
                        Schau doch mal hier im Forum, Kevin hat eine einfache Dachkonstruktion zum Nachbau eingestellt.
                          Abyssus abyssum invocat
                        • Ich bin seit 2 Wochen stolzer BiKi Besitzer. Die einzige Änderung die ich an der Kiste gemacht habe war, und das nur um etwas Kosten zu sparen, die für den Innenausbau verwendeten Leisten zu verändern. Diese haben für eine Eigenfertigung (ohne Hobelmaschine -10mm, -20mm ...) ungeschickte Maße. Die im Baumarkt käufliche Brettstärke ist 18mm. Somit habe ich die Leistenmaße auf 18mm Brettstärke angepasst und sie mit einer normalen Handkreissäge hergestellt. Hat hervorragend funktioniert. Nun warte ich auf die Bienchen, die bei mir einziehen wollen.
                          Grüße
                            Marcus Werner, Bezirksimkerverein Wangen, http://www.imker-wangen.de/
                            1xBK, 1xWarré, 1x ERB