beantwortet Notfütterung

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  • Hallo,
    ich wollte mal nachfragen, wie eine Notfütterung um diese Jahreszeit aussehen kann, wenn es wie jetzt im März/April noch immer sehr kalt ist und das Futter so langsam zu Neige gehen scheint. Einfach etwas hinten im Honigraum zur Verfügung stellen ist vielleicht nicht ausreichend bei der Kälte und wenn ja, was ist am besten Honig oder Zuckerwasser?

    Vielen Dank
    Andreas

    Diese Frage wurde von mehreren Migliedern des Forums beantwortet. Siehe erste Antwort.

    • aw21sg schrieb am 04.04.2013, 21:56
      Hallo,
      ich wollte mal nachfragen, wie eine Notfütterung um diese Jahreszeit aussehen kann, wenn es wie jetzt im März/April noch immer sehr kalt ist

      Nachdem ich die Bienenwaage der 'Verlagsbienen' angeschaut und Kommentare von anderen Imker gelesen habe*, sehe ich das so:

      1) Die warmen Tage März liegen jetzt mehr als 21 Tage hinter uns, d.h. die Brutmenge (die richtig warm gehalten werden muss) ist wieder stark zurückgegangen (je kälter desto weniger wird gestiftet). Gleichzeitig sind die kältesten Nächte so gut wie vorbei (mein Standort: Berlin/Brandenburg, bei Dir könnte das anders aussehen), also der Futterverbrauch muss auch in den letzten Tagen gesunken sein.

      2) Wenn das Flugwetter endlich kommt (kommende Woche -- so scheint es) wird wieder großartig gestiftet, aber mit der Tracht (Nektar) wird es noch Zeit brauchen (Pollen werden die sofort wieder finden), also ab nächste Woche könnte man (und so wird es anderswo empfohlen) die "verlorenen Reserven" nachfüttern, und dann (denke ich) ganz normal von hinten.

      So meine Gedanken, aber mal sehen was Erhard oder andere BK-Imker dazu sagen.

      -Kevin

      * Zitat von einem Imker aus Brandenburg (Ralph) im imkerforum.de: "Vor der Kirschblüte kommt nicht nennenswert Nektar herein. Die Knospen der Kirschbäume sind noch klein und fest; die Kirschblüte findet wahrscheinlich nicht statt vor 3 Wochen gerechnet ab heute. ... Deshalb ist eine zusätzliche Futterreserve für 2 zusätzliche Wochen angebracht."

      [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 9 Monaten geändert.]
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • discuss.answer
          Erhard Maria Klein - Hamburg
        • emk schrieb am 05.04.2013, 07:24
          ...
          und http://forum.bienenkiste.de/forums/thread/33/langer-winter

          Dort schreibst Du "Es wäre daher sinnvoll, die Kiste zu wiegen, so bald es wieder wärmer ist und regelmäßiger Bienenflug stattfindet. Im Notfall kann man dann füttern."

          Ja, das fiel mir dann gestern Abend später ein -- die beste Antwort wäre wohl "wiegen"!
            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
          • Hallo zusammen,
            KMP schrieb am 05.04.2013, 07:33

            Ja, das fiel mir dann gestern Abend später ein -- die beste Antwort wäre wohl "wiegen"!
            So sehe ich das auch, meine letzte Gewichtsmessung ergab am Dienstag 30,5 kg, macht noch ca. 3,5 kg Futter (22kg Kiste und 5kg Waben und Bienen) bei einem Verbrauch von derzeit 1kg/2Wochen.
            Daher habe ich noch etwas Luft und werde die Entwicklung des Wetters und Blüte verfolgen.
            Wenn es knapp wird, ist es aber hoffentlich schon warm genug, um von hinten mit Zuckerwasser/ApiInvert zu füttern.
            Bis dahin Ruhe bewahren und wiegen, wie Kevin empfiehlt...

            Gruß aus Köln
            Andreas
            • discuss.answer
              Hallo,

              herzlichen Dank für die umfangreiche und qualifizierte Beantwortung. Die Idee mit dem Backpapier fand ich super und habe das auch gleich ausprobiert. Es scheint zu funktionieren. Sie nehmen es auch recht gut an.

              Herzliche Grüsse
              Andreas
              • Hallo,

                morgen sollen es 8°C werden, also so gerade die Temperaturgrenze, die nötig ist, damit die Bienen Futter aufnehmen können. Ich werde also morgen wiegen und notfalls füttern, aber mit ist nicht klar wie und was: Zuckerlösung (Verhältnis?) oder Futterteig, von vorne auf Backpapier oder von hinten?
                Wäre dankbar für eine Antwort.

                Herzliche Grüße
                Martina
                  • Erhard Maria Klein - Hamburg
                  • O.k. ich habe nochmal nachgelesen, dass Honig jetzt richtig ist. Aber ab welcher Temperatur fütter ich von hinten und wann doch lieber von vorne? Ich bin nicht sicher, ob sie heute schon in den hinteren Teil der Kiste wandern und ich habe eben gewogen, das Futter wird jetzt bald knapp.

                    Liebe Grüße
                    Martina
                    • Hallo Martina

                      Schau doch mal beim Thread "Verhungern der Bienen" Beitrag Nr. 17. Da habe ich beschrieben, wie ich von Vorne füttere. Funktioniert auch bei Temperaturen unter 8 Grad, zumindest bei mir.

                      Hat den Bienen offenbar auch nicht geschadet. Heute reger Bienenflug und Polleneintrag. Sie sitzen auf 7 Wabengassen und machen einen munteren Eindruck.

                      Ende nächster Woche soll es deutlich wärmer werden mit Temperaturen über 12 Grad. Dann kannst Du vermutlich auch von hinter füttern. Futterschale so dicht wie möglich an die Bienen ranrücken (falls der vordere Raum noch nicht ganz ausgebaut ist) und dann die Bienen mit etwas Zuckerwasser vollspritzen. Dann fangen sie an zu suchen. Flugloch einengen, damit es keine Räuberei gibt.

                      Viel Erfolg

                      Die Heidebiene
                      • Hallo, Allerseits!
                        Frage zur Notwendigkeit der Notfütterung: Wir haben die Bienenkiste den ersten Winter bei uns. Nun ist es recht kalt, Frühling nicht in Sicht. Die Bienenkiste wiegt 35 Kg. bei 7 ausgebauten Waben. Muss ich mir anfangen Sorgen zu machen? Letztes Jahr, hat mir ein benachbarter konventioneller Imker erzählt, gab es im Herbst viel Waldhonig, der dann in den Waben zum Zementhonig womöglich geworden ist. Könnt es sein demnach, dass wir zwar gewichttechnisch noch ein wenig Puffer haben, aber die Bienen trotzdem nichts zum Essen haben?
                        • Hallo Alisa,

                          im Bienenkistenbuch gibt es eine genaue Tabelle für die Berrechnung des Honigvorrates.
                          Du musst wissen was das Leergewicht deiner Bienenkiste wiegt.
                          Zum Beispiel habe ich 2016 am 11.3. gewogen:
                          Leergewicht Biki : 22,0kg
                          Waben und Volk: 7,5kg
                          BIKI Insgesamt 39,0kg
                          Also Honigvorrat: 39kg - 29,5kg = 9,5KG VORRAT = noch genügend Vorrat
                          • Hallo Alisa,

                            wie viel wog die Kiste denn im September/Oktober? Hast Du zugefüttert und wenn ja wie viel? Kennst Du das Leergewicht Deiner Kiste?

                            Vielleicht hilft Dir auch diese Seite:
                            https://www.mellifera.de/blog/bienenkiste/notfuetterung-bienenkiste.html

                            Viele Grüße
                            Norbert
                            • Hallo, Norbert. Danke für die Rückmeldung.
                              Die Kiste selber wiegt 21,5 Kg.
                              Im Oktober-November wog sie 44 kg
                              Jetzt wiegt sie 33,5
                              Für die Waben ziehen wir 6,5 kg ab
                              Haben also 5,5 kg Vorrat. Jetzt blüht ja schon was und die Bienchen konnten schon was sammeln, sodass das Gewicht die letzte Woche konstant blieb.
                              Aber was Anderes: Ich habe im Honigraum, auf dem Trennschied und den Waben etwas blauen (!) Schimmel entdeckt. Blau?! Sieht, wie Edelpilz auf dem Käse aus. Kennst du das?
                              • Hallo Alisa,

                                bisher habe ich kein Problem mit Schimmel, aber andere hier im Forum haben schon davon berichtet. Ich lasse im Winter das Flugloch ganz offen, also nur das Mäusegitter, aber keine Einengung. Ich denke der Standort spielt auch eine Rolle (Schattig oder eher Sonnig).
                                Die Bienen machen das aber selbst wieder sauber sobald die Temperaturen wieder steigen.

                                Viele Grüße
                                Norbert

                                • Wir sind im Tal beim Fluss. Wahrscheinlich eher bissl neblig.