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  • Demnächst (im Dezember) steht die Oxalsäurebehandlung gegen die Restmilben an. Diese soll laut Anleitung in der Bienenkiste mittels Träufelmethode erfolgen.
    In einem Forschungsbericht von Melifera (siehe Link unten), wird die Verdampfungsmethode mit "Varrox Verdampfer" als deutlich Bienenfreundlicher bewertet.
    Meine Frage: was spricht eigentlich dagegen, den Varrox Verdampfer auch in der Bienenkiste anzuwenden?
    Es sollte problemlos möglich sein einen Verdampfer im freien Honigraum hinten aufzustellen:
    Schied herausnehmen, Flugloch verschließen (nach Anleitung während und 10 min nach dem Verdampfen), eine Keramik Fliese unter dem Verdampfer (damit das Holz nicht zu heiß wird) und ein temoporäres Abschlußbrett hinten mit entsprechenden Öffnungen für den Varrox Verdampfer.

    Hat das schon jemand getestet?

    Gruß Charly

    Link zum Milifera-Forschungsbericht:
    http://www.muehllechner.at/oxalsaeurebericht-fischermuehle.pdf
    • honighase schreibt:
      Dort wo diese Behandlungsmethode eine Zulassung hat, spricht gar nix dagegen. Na Ja, vielleicht der Preis.


      Die Bienenkiste ist ein Konzept, das auf Funktionalität zu kleinem Preis und geringem Arbeitsaufwand
      setzt. Hier funktioniert in Bezug auf die Oxalsäurebehandlung was billig ist, schnell geht und
      erfolgreich ist: die Träufelmethode. Also, warum sich da weitere Gedanken machen.

      Gruß bienenflug



      [ KMP - Zitatzeichen eingesetzt ] [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 1 Monat geändert.]
        Abyssus abyssum invocat
      • Gestern wohnte ich einem Vortrag eines langjährigen Berufsimkers (u.a. tätig in Hohenheim u. Segeberg) bei. Keinesfalls würde ich alles teilen, was er da verkündet hat. In Punkto Oxalsäure vertrat er aber auch genau die Meinung: Träufelmethode ist seit vielen Jahren erprobt, sehr schnell in der Anwendung, effizient und zugelassen.
        cookie
        • bienenflug schrieb am 12.10.2013, 19:49
          honighase schreibt:
          Dort wo diese Behandlungsmethode eine Zulassung hat, spricht gar nix dagegen. Na Ja, vielleicht der Preis.


          Die Bienenkiste ist ein Konzept, das auf Funktionalität zu kleinem Preis und geringem Arbeitsaufwand
          setzt. Hier funktioniert in Bezug auf die Oxalsäurebehandlung was billig ist, schnell geht und
          erfolgreich ist: die Träufelmethode. Also, warum sich da weitere Gedanken machen.

          Gruß bienenflug



          [ KMP - Zitatzeichen eingesetzt ]

          Bei uns im örtlichen Imkerverein wird der vereinseigene Oxalsäureverdampfer geteilt. Die Kosten für's Verdampfen sind somit für mich und mein eines Bienenvolk sogar deutlich geringer, als wenn ich als Einzelkämpfer Oxuvar + Zubehör anschaffe und dann 80% des Inhaltes ungenutzt entsorgen muss...
          Ich wäre daher auch an Erfahrungsberichten interessiert! Ansonsten kann ich demnächst einen schreiben ;-)
          • ... ich habe letzte Woche beide Beuten (Bienenkiste & Einraumbeute von Mellifera) mit Oxalsäure mit Hilfe des Verdampfers von WEPAemh durchgeführt. Die Methode ist völlig problemlos (kein Öffnen der Beute, geringste Störung der Bienen), dauert nur ca. 3 Minuten pro Volk und ist laut Untersuchungen der Fischermühle (siehe erster Beitrag) sehr zuverlässig.

            Ich teile mir den Verdampfer mit einem Imker, so dass die Kosten (ca. 100 € Anschaffung) akzeptabel sind.

            Einfacher und schneller als die Träufelmethode ist es allemal.
            Die einzige Verbesserung gegenüber der Empfehlung des Herstellers: das Aluminiumrohr, durch welche der Oxalsäuredampf in die Beute geleitet wird, sollte man vor dem Verdampfen mit der Gasflamme auf ca. 150 grd. erwärmen, dann resublimiert die Oxalsäure nicht im Rohr sondern vollständig in der Beute.

            Gruß Charly
            • Die Untersuchungen von Mellifera beziehen sich auf den patentierten Varrox-Verdampfer. Es gibt viele abweichende Konstruktionen, mit denen man nicht automatisch sicher denselben Wirkungsgrad erzielen kann.
                Erhard Maria Klein - Hamburg
              • emk schrieb am 18.12.2013, 19:24
                Die Untersuchungen von Mellifera beziehen sich auf den patentierten Varrox-Verdampfer. Es gibt viele abweichende Konstruktionen, mit denen man nicht automatisch sicher denselben Wirkungsgrad erzielen kann.
                Also wer nicht aufs Geld schauen will oder muss: Eine Veröffentlichung zur Verdampfung auf Bienenkiste.de wäre hilfreich und würde manche Diskussion hier im Forum vorwegnehmen.

                  "Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt." wird Einstein zugeschrieben
                • ... ja, da ist richtig, aber das physikalische Prinzip ist hier: Oxalsäure durch Erwärmung zu sublimieren und in der Beute (auf den Bienen) wieder zu resublimieren. Und da sollte es grundsätzlich, wenn die Oxalsäure gleichmässig in der Beute in der Gasphase verteilt ist, keine Unterschiede geben. Ob das in der Praxis tatsächlich so ist, wird sich ggf. zeigen. Ohne Neues zu probieren gibt es keinen Fortschritt. In diesem Sinne habe ich dieses Verfahren mal in der Bienenkiste probiert.
                  Der Varrox Verdampfer ist vom Prinzip aus meiner Sicht nicht unbedingt optimal: Die Temperatur am Verdampfer ist, wie ich bei anderen Imkern sehen konnte, lokal sehr hoch (Brandfleck am Boden der Beute). Das würde ich bei der Bienenkiste nicht riskieren, da die Waben sehr nah am Boden sind und damit die Gefahr besteht, das Waben und Bienen thermischen Schaden nehmen.
                  Die thermische Belastung meines verwendeten Verdampfers ist dagegen sehr gering, durch leichte Bewegung des Verdampferrohrs nach rechts und links kann ich die lokale Erwärmung noch verringern und die Verteilung der Oxalsäure in der Beute verbessern.
                  Ich werde weitere Erfahrungen hier ggf. berichten.

                  Gruß Charly
                  • Charly schrieb am 18.12.2013, 21:25
                    Die Temperatur am Verdampfer ist, ... lokal sehr hoch (Brandfleck am Boden der Beute).

                    Hier würde ein dünnes Alublech oder eine ein Stück Sperrholz helfen. Brandflecken durch heisses Metal auf Holz sind aber nur ein optisches Problem: Das Bienenkistenlogo ist auch so eingebrannt, oder?

                    ... Waben sehr nah am Boden sind und damit die Gefahr besteht, das Waben und Bienen thermischen Schaden nehmen.

                    Wenn ich so behandeln wollte, würde ich tatsächlich vorne auf einer Seite bei den letzten Puderzuckerdiagnose von zwei Waben 5 cm abtragen. Dann tropft kein schmelzendes Wachs in den Verdampfer smiley
                    • Charly schrieb am 18.12.2013, 21:25
                      Der Varrox Verdampfer ist vom Prinzip aus meiner Sicht nicht unbedingt optimal: Die Temperatur am Verdampfer ist, wie ich bei anderen Imkern sehen konnte, lokal sehr hoch (Brandfleck am Boden der Beute).

                      Es gehört zu Betriebsanweisung des Varrox dazu, dass man etwas unter das Pfännchen legen sollte (z.B. eine Kachel). Bei der Bienenkiste ist eine Behandlung von hinten sicher sinnvoller als von vorne. Da ist viel mehr Platz.

                      Das Wichtigste bei der Behandlung ist, dass sie sicher einen hohen Wirkungsgrad hat. Das ist beim Varrox garantiert. Bei vielen anderen Geräten kommt es sehr auf die richtige Handhabung an und man kann ja den Behandlungserfolg nicht sofort überprüfen, sondern muss glauben und hoffen, dass die OS-Kristalle tatsächlich bei den Bienen angekommen sind und sich nicht z.B. im Rohr gleich wieder niedergeschlagen haben.

                      Ich werde gerne mal ein Kapitel OS-Behandlung mit dem Varrox ergänzen. Da ich das selbst nicht mache (weil in Deutschland nicht zugelassen), wäre ich auf Erfahrungsberichte anderer angewiesen.
                        Erhard Maria Klein - Hamburg
                      • emk schrieb am 19.12.2013, 10:27
                        Bei der Bienenkiste ist eine Behandlung von hinten sicher sinnvoller als von vorne. Da ist viel mehr Platz.

                        Habe ich auch überlegt, aber wie richtet man hinten eine ausreichende "Dampfsperre" ein? Eine feuchte Decke und viele Reißzwecke? Oder man bastellt schnell aus Sperrholz eine "Behandlungstür mit U-förmigen "Mäuseloch" unten am rand für das Rohr? (Ist vielleicht eine bessere Lösung.)

                        -K

                        [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 10 Monaten geändert.]
                          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte