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  • Hallo,
    ab welchem Befallgrad könnte man die Oxalsäurebehandlung im Winter ausfallen lassen? Sollte man die Behandlung überhaupt ausfallen lassen?
    Ich bin mir unsicher was ich bei einem entsprechend positiven (wenig oder keine Milben) Test tun sollte.
    Über Erfahrungsberichte und Hinweise würde ich mich freuen.

    Grüße,
    Dirk
    • band schrieb am 09.09.2013, 14:44
      Hallo,
      ab welchem Befallgrad könnte man die Oxalsäurebehandlung im Winter ausfallen lassen? Sollte man die Behandlung überhaupt ausfallen lassen?

      Hallo Dirk,

      ja (ein Muss), nein (sie darf nicht ausfallen). Die Oxalsäurebehandlung erwischt so gut wie alle Milben (Wirkung 90-95%). Wenn keine Brut vorhanden ist, können die Milben sich weder vermehren noch vor der Säure schützen. Das ist ein großer Vorteil für das kleine Wintervolk - fast ein Tabula rasa was die Milben betrifft. [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 2 Monaten geändert.]
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • Ich hab mich damit bisher noch kaum beschäftigt.
        Es ist doch bitterkalt im Dezember - stirbt da bei Totalöffnung nicht zumindest der Aussenrand Wintertraube ab?
          sapere aude
        • digne schrieb am 09.09.2013, 21:40
          Es ist doch bitterkalt im Dezember - stirbt da bei Totalöffnung nicht zumindest der Aussenrand Wintertraube ab?

          Bitterkalt* soll es nicht sein, sondern zwischen 0 und 5 Grad (ein Paar Grad kühler geht auch). Die Behandlung dauert nur 1-2 Minuten und die Lösung wird vorher leicht aufgewärmt.

          Für Dirk zitiere ich aus Erhards Buch: "Eine der wichtigsten Maßnahmen für die Gesundheit..."

          Schöne Grüße

          -Kevin

          * Wie eine Winternacht in Minnesota
            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
          • Wer die Winterbehandlung weg lässt, erreicht mit etwas Pech sehr viel früher im Jahr gefährliche Milbendichten im Volk. Und die sind im Sommer mit Ameisensäure mit geringerem Wirkungsgrad zu behandeln. Wäre sozusagen eine Hoch-Milben-Strategie. Mit hoher Gefahr für Nachbarvölker.

            Probiere es aus, Winterbehandlung weg lassen und dann mit Puderzucker schauen was passiert.
            Ich rate aber dringend davon ab smiley

            Gruß, Gunnar
            • Als Anfänger sollte man sich stumpf an unser Varroa-Behandlungskonzept halten, wenn man sein Bienenvolk behalten will. Im Laufe der Jahre, mit entsprechendem Hintergrundwissen und Erfahrungen am eigenen Standort kann man das dann vielleicht auch etwas abwandel, so dass es für einen selber besser passt.
              Normalerweise wäre aber das Ziel, die stärker belastende AS-Behandlung (möglicherweise) weglassen zu können. Darauf, die schonendere und hoch wirksame OS-Behandlung wegzulassen, kommt man eigentlich nicht so schnell.

              @digne
              Es ist doch bitterkalt im Dezember - stirbt da bei Totalöffnung nicht zumindest der Aussenrand Wintertraube ab?
              Nein.
                Erhard Maria Klein - Hamburg
              • Danke für die hilfreichen Tipps.
                Grüße Dirk
                • OT für Kevin:
                  Noch ne Def für bitterkalt = "Drei-Hunde-Nacht":
                  Die Aborigines haben die Gewohnheit, einen Hund als Bettwärmer zum Schlafen mitzunehmen.
                  Eine Drei-Hunde-Nacht ist also eine sehr kalte Nacht. Diesen Ausdruck lernte ich in Texas kennen...
                  -Swanie Simon
                  http://www.barfers.de/ueber.html
                    sapere aude