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  • Jutta50 schrieb am 12.07.2017, 15:36

    Auch eine schöne Idee, die den Züchtern sicher viel Nutzen bringt, aber Bienen nicht milbenfrei macht.
    Da gebe ich dir vollkommen Recht.
    Nur Beim "Milbenfrei", da weiß ich noch nicht, ob nicht auch ein Gleichgewicht, also zwar ein Vorhandensein der Milben, aber kein Töten von ganzen Völkern, reichen würde?

    Also:
    Wenn ein Thema Bücherwurm für mich Sinn ergäbe dann nur, wenn es möglich wäre, wieder einen natürlichen Status zu erhalten. Dummerweise kann mir ja keiner zu 100% sagen, ob's denn den Bücherwürmer damals, bevor es die Imkerei gab, schon gab und wir es vielleicht, mit unserem Spiel der Beutensystemen eben nur verlernt haben, die Natur, im Spiel mit ihrem Gleichgewicht spielen zu lassen?

    Meine ideale Formel wäre jedenfalls folgende:
    Bienen + Bücherwurm + X = Überleben ohne Zutun des Menschen.
    (x = was noch gebraucht wird oder fehlt oder auch zu viel ist)

    Also garantiert nicht mit einem Bücherwurm (schon wieder ein Lebewesen), den ich immer wieder nachkaufen muss (wie sich das schon anhört, Tiere kaufen), weil es die Natur nicht mehr selbst schafft. Dann wäre ich genauso schlau bei dem Versuch mit der Natur zu Jonglieren wie jetzt auch.

    Ich lebe zwar noch damit zu Behandeln, aber die idealste Lösung ist sie trotzdem nicht.
    Jahrzehnte langes Versuchen vor meiner Zeit war nötig, bis eine funktionierende Methode gefunden wurde, die Honigbiene am Leben zu halten. Wenn ich jetzt einfach damit leben würde, wenn ich nicht nach der nächst besseren Lösung streben würde, zumindest ein wachsames Auge nach anderen Möglichkeiten hätte, dann wäre das für mich, irgendwie wie aufgeben.
    So halt meine Meinung.

    summ summ
    Malemmy
    [Hinweis: malemmy hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Monaten, 1 Woche geändert.]
    • FrankT schrieb am 03.07.2017, 18:23

      Ich hatte für die Winterbehandlung schon mal an OS-Verdampfung gedacht (ich weis, dass die in Deutschland nicht zugelassen ist !!!). Allerdings wäre das aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit, die Behandlung ohne Öffnen der Biki durchzuführen. Die Frage ist, ob der Abstand zwischen der Verdampferpfanne und dem Wabenwerk gross genug ist?!

      Der Abstand ist relativ eng. Wenn Du den Varrox drunterschiebst, schmilzt Du immer etwas Wachs auf, den Du dann im Pfännchen verbrutzelst. Der Anwendung schadet das aber nicht, da erst die OS verdampft und dann der Wachs reintropt. Vorne am Flugloch findest Du aber in der Regel immer eine Stelle, die nach oben genügend Luft hat. Der Verdampfer muß ja nicht mittig in der BK stehen, das qualmt auch so aus allen Ritzen.

      Alternativen wären:
      - Die Heckklappe mit einer verschließbaren Öffnung/Stopfen versehen, dann hast Du Platz ohne Ende.
      - Ein selbstgebauter Minitauchsiederverdampfer für 5 Euro. Der läßt sich so zwischen die Wabengasse platzieren, dass nix reintropft.

      Viel Spaß
      Michael
      • michfro schrieb am 12.07.2017, 22:25
        FrankT schrieb am 03.07.2017, 18:23

        Alternativen wären:
        - Die Heckklappe mit einer verschließbaren Öffnung/Stopfen versehen, dann hast Du Platz ohne Ende.
        - Ein selbstgebauter Minitauchsiederverdampfer für 5 Euro. Der läßt sich so zwischen die Wabengasse platzieren, dass nix reintropft.

        Hallo Michael,
        die Idee mit der "Heckklappe" ist super. Ich werde mir einfach eine 2. Platte anfertigen, die die entsprechende, verschließbare Öffnung für den Verdampfer hat und die dann bei Bedarf tauschen.
        Aber Du hast ja noch den "Minitauchsiederverdampfer" für 5 Euro angesprochen. Alleine vm Preis her wäre das genial und man muss nicht zusätzlich einen Autobatterie anschaffen bzw. diese aus dem Auto ausbauen, denn der normale Verdampfer funktioniert ja mit 12 Volt.....und mit dem PKW direkt vor die Beuten fahren kann ich nicht wink wink
        Wie hast Du denn den Tauschsieder zum Verdampfer umgebaut?! Der hat doch eigentlich nur die Heiz-Spirale mit ´nem Kabel dran, also keine Pfanne für die Verdampfung?! Hast Du vielleicht einen Tipp, eine Bauanleitung, eventuell ein paar Bilder für mich?!
        Danke für Deine Hilfe
        Frank
        • Das Teil läuft auch mit 12V, Autobatterie oder Trafo brauchst Du also schon. Hier siehst Du das Ding im Einsatz: http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=16&t=71&p=18845#p18845
          • Hallo Michael,
            danke
            • Hallo BiKi-ler,

              Ich finde es super, dass hier so viele ihr Fachwissen teilen und sich ergänzen, somit auch offene Lücken schließen, die durch Fragen entstehen oder auf neue Wege hinweisen. Daumen hoch.

              Jetzt möchte ich natürlich durch meine neugierige Frage hier "Varroa-Gate von Bayer" nicht als "Chemie-Nutzer" da stehen :-(

              Ich habe mir damals, als ich mir meine BiKi und meine Schwarmbox selber gebaut habe, schon in der Bauphase alles mögliche was man zum Imkern braucht, aber auch viel unnötiges, gekauft.
              So hatte ich schon vor Fertigstellung der BiKi und schon vor dem ersten Kontakt mit Bienen alles was man nach meinen Vorstellungen und nach meinem damaligen theoretischen Wissen braucht, inklusive alles was zur Behandlung -laut Buch-notwendig ist.

              Seid dass ich mich mit dem Thema Bienen beschäftige hatte ich genaue Vorstellung davon wie ich imkern wollte.
              Ich hab dass immer mit der Haltung von Hühnern verglichen-
              ihnen den maximalen natürlichen Lebensraum und somit Freiheit zu schaffen.
              Sie zu füttern und wenn nötig Krankheiten und Plagegeister vom Hals zu halten.
              Und sollte dabei für mich ein paar Eier/Gramm Honig rausspringen die/den ich ohne schlechtes Gewissen essen kann - freut man sich sehr.
              Ich möchte natürlich auch keine Gewinnmaximierung betreiben, weil sowas immer irgendwann
              einen Verlierer nach sich zieht - in dem Fall das Tier.


              Also, ich werde mit Ameisensäure behandeln, weil es keine zufrieden stellende Alternativen gibt, es notwendig ist und ich das ganze Geschirr schon da habe ;-)


              Grüße
              Uwe



              • Hallo Uwe,
                das ist vollkommen ok, wenn Du Dich nach Alternativen der Varroabehandlung umschaust.....und dass da die Firma Bayer dabei ist......naja. Ausserdem habe ich generell was gegen diesen Konzern: die wollen ausschkielich Kohle machen und sonst nichts. Am Wohlergehen der Bienen sind die sicher nicht interessiert...sonst würden sie ja wohl nicht weiter die Präparate mit Neonikotinoiden verkaufen und als Gipfel dann jetzt auch noch Glyphosat, nachdem sie Monsanto geschluckt haben. Alles gute Sachen für die Bienengesundheit. wink wink. Aber genug gelästert.

                Ganz wichtig, unabhängig davon womit Du behandelst, solltest Du den Milbenbefall prüfen. Ich habe heute bei meinen Völkern kontrolliert und nicht eine Milbe gefunden. Das hängt mit Sicherheit auch damit zusammen, dass beide Völker geschwärmt sind und das Jungvolk ein Naturschwarm war. Ich sehe zur Zeit keinen Grund zu behandeln, werde aber weiter kontrollieren und dann wenn's nötig ist aktiv werden. Von einfach prophylaktisch behandeln halte ich nichts, dafür ist die AS zu belastend...ist ja immerhin eine Säure.

                Mellifera bietet übrigens kommendes Wochenende das Sommerforum an der Fischermühle an. Da geht's schwerpunktmässig in verschiedenen Beiträgen rund um Varroa. Ich werde hin fahren und bin gespannt, neues zu erfahren......

                Frank
                • Kann man aber auch so sehen: wenn ich zuwarte, bis ich einen erhöhten Milbenfall bemerke und dann behandle, habe ich u.U. wertvolle Zeit verschenkt und den Bienen unnötig Tage oder Wochen mit der Parasitenplage verschafft. Und irgendwann wird er ansteigen. Immer. So etwas tut man keinem Hund und keiner Katze an!

                  Da es bei uns zudem keine milbenfreien Völker gibt, ist eine Behandlung nie "prophylaktisch", sondern kann lediglich "zu früh" erfolgen, ehe der Schädlingsbefall die Schadensgrenze erreicht. Aber das will man ja eigentlich.

                  Ameisensäure wird im Körper der Bienen natürlicherweise produziert und läßt sich im Honig nachweisen. Es handelt sich also nicht um körperfremde "Chemie". Nicht alles was "Säure" heißt, ist automatisch böse. Ohne z.B. Magensäure oder den Säuremantel unserer Haut stünden wir ganz schön im Regen! Milchsäure wird in der Lebensmittelherstellung gebraucht (Sauerkraut), Weinsäure stört ggf. den Magen, schadet aber sonst nicht weiter, und wir - wie alles Leben - alle bestehen aus Aminosäuren, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

                  Der Schaden durch die Parasiten ist für die Bienen auf alle Fälle schwerwiegender und der Befall vermutlich auch unangenehmer als eine richtig durchgeführte AS-Behandlung.

                  • Keine Frage. Mit den Säuren hast Du sicher recht. Aber auch da gibt es solche und solche wink. Trotzdem ist eine Behandlung immer auch eine Belastung. Ich möchte halt so wenig wie möglich und so viel wie nötig behandeln. Dazu ist natürlich eine stetige Kontrolle nötig, damit das nicht aus dem Ruder läuft.
                    Aber auch da gilt: frage 10 Leute und Du gekommst 20 Antworten wink
                    • So isses! Es muss halt jeder in eigener Verantwortung seinen Weg finden. Die ständige Kontrolle (aufwändig) und das ggf. darauf beruhende zu späte Eingreifen steht für mich in keinem Verhältnis zu einem (angenommenen) Nutzen für die Bienen. Irgendwann muss ja doch behandelt werden.

                      Sinn macht die Kontrolle m.E. vor einer zweiten Behandlung. Die könnte man ggf. einsparen. Hatte ich vor 2 Jahren so gemacht, weil ich in mehreren Puderzuckerkontrollen hintereinander 0 Milben gefunden hatte. Als Resultat wurden dann später im Jahr Bienen mit verkrüppelten Flügeln ausgeräumt. Ich traue diesen ganzen Kontrollen seitdem nicht mehr und spare sie mir und den Bienen. Die Belastung einer Behandlung von 10 Tagen ist sicher nicht größer als die durch wochen- oder monatelangen Parasitenbefall. Durch die Behandlung sterben evtl. einige Bienen (mehr), durch die Parasiten am Ende alle.

                      Bei den Meinigen läuft gerade die Behandlung und der ganze Verein sitzt friedlich in den sauren Dämpfen obwohl er ja jederzeit ins Freie oder wenigstens heftig ventillieren könnte. Machen sie aber nicht. Im Gegenteil, während der Behandlung machen sie das Flugloch mit ihren Körpern völlig dicht - als ob sie sich der Wirkung der Dämpfe bewußt wären und so viel wie möglich davon profitieren wollten...

                      Ich wünsche dir, dass du mit deinem Weg Erfolg hast und zufrieden bist! Wie gesagt, es muss jeder entscheiden, wie er es machen will. smiley

                      Grüße,
                      Jutta

                      • Danke Jutta.

                        LG
                        Frank