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  • Liebe Warré-Gemeinde,

    Gerne möchte ich Euch eine Geschichte erzählen, so bei mir passiert, und Euch um Eure Meinung fragen.
    Wie bereits an anderer Stelle erwähnt beginnt die Geschichte mit dem Verlust meines Warré-Volkes.

    Thymolbehandlung:
    Und zwar bei der zweiten Charge meiner Thymovar-Varroabehandlung. Die ersten beiden Wochen, mit den ersten beiden Plättchen hatten sie gut überstanden. Begonnen hatte ich am 29.Juli 2016. Nach Rund 14 Tagen ersetzte ich die beiden Plättchen mit zwei Neuen. Dies geschah am 12. August 2016.

    Räuberei:
    Am 15. August stellte ich starke Unruhe ums Flugloch, eine grosse Bienenmasse an der Stirnseite der Beute und auch vereinzelt Kämpfe zwischen Bienen fest an welchen immer auch eine "schwarze Bienen" beteiligt war. Ich schloss auf Räuberei und verengte das Flugloch auf ca. 1,2 Bienenbreite.
    Am 17. August waren nach wie vor vereinzelt Kämpfe festzustellen, aber die allgemein Aufregung hatte deutlich abgenommen. Da das Volk mir gegenüber immer sehr wehrhaft war-, mich oft bei Fluglochbeobachtungen angriff und stach, ging ich davon aus, dass mein Volk die Räuberei abgewehrt hatte.

    Am 22. August wollte ich die letzte Charge der Thymolbehandlung durchführen. Zu diesem Zweck nahm ich das Dach ab. Erschrocken musst ich feststellen: Die Beute und die Waben waren leer. Komplett verlassen. Einzelne Hebammen kümmerten sich noch um Brut, Wespen räuberten darin herum. Am Boden unter dem Varroagitter hatten sich Maden von Wachsmotten und "Ohrschlüfer" breit gemacht.

    Ich war total geschockt. Alles weg. Aber ich konnte keine Masse an toten Bienen finden, habe keine Ahnung wie ein Volk sterben und dabei vollständig verschwinden kann?

    Vom 23. - 24. August räumte ich die Beute und reinigte sie. Schon währendessen durchfuhr mich einmal ein Gedanke wie ein Blitz: Was wenn ich die Beute jetzt leere und die (verschwundenen) Bienen zurückkämen?...dann wäre das der absolute Supergau und das Vok definitiv (mit meiner aktiven Hilfe) dem (Winter-)tod geweiht. Aber ich schob den Gedanken beiseite mit dem Ziel diese Geschichte zu beenden um sie verarbeiten zu können.

    Am 28. August dann die Mitteilung: Ein Nachbar hätte am 26. August 2016 einen ziemlich grossen Schwarm am Zwetschgenbaum direkt neben dem ehemaligen Beutestandort gesichtet. Logischerweise war das Volk am 28.8. dann schon weg, als ich gucken ging.

    Ein Schwarm Ende August? Ein vermisstes Volk, dass durch Räuberei totgeglaubt war...
    Waren das meine Bienen? Ist das Volk evtl. wegen Thymolbehandlung und Räubereiattacke ausgezogen und tatsächlich über eine Woche suchend "umhergezogen"? War es ein "fremder" Schwarm? Was gibt es zu dieser Geschichte für Schlüsse und was muss ich lernen um wenigstens etwas Positives aus der Geschichte ziehen zu können? Ich habe ein schrecklich schlechtes Gewissen und trauere immer noch um mein verlorenes zweites Volk, welches ich im Frühjahr erstmalig eigenhändig eingefangen und einquartiert hatte...

    Liebe Grüsse und danke fürs lesen und mitdenken.
    Homer
    • Liebe Warré Gemeinde?
      • Hallo bindi

        ja auch ich habe 2 Warre`s und nur eine Biki.....

        Viele Grüße
        Drohn