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  • Hallo an alle,
    Was soll man denn jetzt mit der Oxalsäurebehandlung machen wenn das Wetter weiterhin so warm bleibt. In den Büchern steht ja immer das man die Behandlung nach den ersten tiefen Temperaturen unter 5° C machen soll damit man sicher ist das keine Brut vorhanden ist. Wenn es weiter so warm bleibt, soll man die Behandlung dann eher nochmal mit Ameisensäure machen? Mein Volk ist am 22.07.2015 erst eingezogen und in der dritten Septemberwoche habe ich die Varroabehandlung gemacht. Wie soll ich jetzt weitermachen???

    Uwe [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren geändert.]
    • uwemau schrieb am 12.11.2015, 17:43
      Hallo an alle,
      Wie soll ich jetzt weitermachen???

      Hallo Uwe,

      bitte Ruhe bewahren. Spätestens ab 23.11.15 gibt`s nachts die ersten Minustemperaturen . Länger anhaltend!
      Vom 14.12. an können wir dann die OS-Behandlung (Träufelmethode) anwenden. Es macht nichts, wenn es sich ein wenig
      weiter nach vorne verschieben sollte. Spätestens Anfang Januar sollte die OS-Behandlung durchgeführt sein.

      gruss
      bf
        Abyssus abyssum invocat
      • Gestern war ich bei einem Vortrag von Dr. Peter Rosenkranz von der Uni Hohenheim.
        Es ging um das Thema Varroa. Er hat erzählt, dass ein Großteil der von ihnen
        gepflegten Völker trotz der warmen Temperaturen bereits aus der Brut sind und sie
        empfehlen bereits jetzt die Oxalsäurebehandlung zu machen. Sinnvoll ist es natürlich,
        einen kalten Morgen abzuwarten an dem sehr wahrscheinlich auch ein kühler Tag folgt.

        Die Imker aus unserer Umgebung werden dieser Empfehlung wohl großteils folgen.

        LG Jenny
          Die Hoffnung stirbt zuletzt
        • jenny schrieb am 14.11.2015, 20:17
          ...und sie
          empfehlen bereits jetzt die Oxalsäurebehandlung zu machen.

          Warum jetzt? Nur weil ein Großteil schon aus der Brut sind?

          Schöne Grüße

          Kevin
            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Visitenkarte
          • Warum jetzt? das sehe ich genau so kritisch wie Kevin.

            Die Völker, die jetzt schon aus der Brut sind, sind es in 4 Wochen zur Oxalsäurebehandlung dann auch ganz bestimmt..
            Ich sehe das ganz gelassen und ich wüßte nicht, warum man hier die Pferde scheu machen sollte.

            bf
              Abyssus abyssum invocat
            • Ich weiß nicht ob ich das kritisch sehe, bin eher neugierig welche Vorteile/Nachteile damit verbunden sind, also warum Dr. Rosenkranz das empfehlt.

              -Kevin
                Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Visitenkarte
              • Hallo Kevin,

                ich kenne Herrn Dr. Rosenkranz nicht und es wäre sicherlich auch ratsam, genau zu wissen,
                wie und was er zu diesem Thema vorgetragen hat.

                Was ich aber sicher weiß ist, dass meine Völker nicht alle brutfrei sind. Nur bei
                einem Volk hat - meinen Beobachtungen zufolge - möglicherweise die Königin mit dem Bestiften ausgesetzt.

                Es mag aber regionale Unterschied geben, das möchte ich gar nicht in Abrede stellen.

                gruss bf

                  Abyssus abyssum invocat
                • bienenflug schrieb am 14.11.2015, 22:48
                  Was ich aber sicher weiß ist, dass meine Völker nicht alle brutfrei sind.

                  Ja, und dass wir als BK-Imker in der Regel die Brutfreiheit nicht so leicht prüfen können, bleiben wir dann bei der Faustregel: Drei Wochen nach der ersten richtigen Kälteperiode mit Nachtfrost und max. einstelligen Tagestemperaturen, spätestens Wintersonnenwende (Weihnachten).

                  -Kevin
                    Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Visitenkarte
                    • Erhard Maria Klein - Hamburg
                    • Danke an alle für die Anregungen, werde dann wohl warten bis die erste Frostperiode da ist und dann wie beschrieben die Behandlung durchführen.

                      VG Uwe - Dresden
                      • bienenflug schrieb am 14.11.2015, 21:23
                        Die Völker, die jetzt schon aus der Brut sind, sind es in 4 Wochen zur Oxalsäurebehandlung dann auch ganz bestimmt..
                        Ich sehe das ganz gelassen und ich wüßte nicht, warum man hier die Pferde scheu machen sollte.
                        Ein Aspekt könnte sein, dass die noch im Volk befindlichen Milben, die mit der OS-Entmilbung entfernt werden sollen, vier Wochen mehr oder weniger Zeit haben, weiteren Schaden anzurichten.
                        cookie
                        • emk schrieb am 15.11.2015, 10:39
                          Brutfreiheit mit digitalem Bratenthermometer bestimmen:
                          http://forum.bienenkiste.de/forums/thread/2668/os-behandlung-neuer-versuch-fieber-messen

                          Danke für den Hinweis -- diesen Tipp habe ich übersehen, hatte ich vergessen.

                          -K [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren geändert.]
                            Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Visitenkarte
                          • Sorry, dass ich erst jetzt dazukomme, näheres zum Vortrag zu erläutern.

                            Dr. Rosenkranz ist in der Uni Hohenheim in der Varroseforschung. Er hielt
                            am Freitag einen Vortrag zum Thema Varroa auf Einladung des ortsansässigen
                            Bezirksimkereivereins.

                            Einer der Aspekte zur sinnvollen und einfachen Varroabekämpfung war der möglichst
                            frühe Zeitpunkt aller Behandlungen. Wie Cookie richtig schreibt geht es darum,
                            die Belastung der Völker so gering wie möglich zu halten.

                            Natürlich kann man den nächsten Frost abwarten. Wenn es uns aber geht wie
                            letztes Jahr warten wir ewig. Die Mädels fangen auch um die Sonnenwende herum
                            wieder an zu brüten ob vorher Frost war oder nicht.

                            Bis jetzt hatten wir in der Umgebung max. -1° C, von richtigem Frost kann man da nicht reden.
                            Ob es aber nächste Woche wirklich richtig kalt wird muss sich erst noch zeigen.
                            Wetter/Temperaturen ist wirklich eine sehr regionale Sache.

                            Wie machen das eigentlich die Bienen in wärmeren Gegenden wo es nie Frost gibt.
                            Brüten die das ganze Jahr durch?

                            Der Tipp mit dem Bratenthermometer ist super. Ich hatte es zwar mal gelesen aber aktuell
                            total verdrängt. Mal sehen, wo ich so ein Ding herbekomme.

                            LG Jenny
                              Die Hoffnung stirbt zuletzt
                            • jenny schrieb am 16.11.2015, 13:44
                              Wie machen das eigentlich die Bienen in wärmeren Gegenden wo es nie Frost gibt.
                              Brüten die das ganze Jahr durch?

                              Ich denke schon. Danke für den ausführlichen Bericht!

                              Schöne Grüße

                              Kevin
                                Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Visitenkarte
                              • Hallo Jenny,

                                Zwei Anmerkungen zu diesem Thema möchte ich beitragen:

                                1. Eine Brutpause bedeutet auch immer eine Vermehrungspause für die Varroa!

                                2. Bienenvölker in südlichen Ländern brüten das ganze Jahr über durch.

                                Kurrioserweise sind jedoch die durchschnittlichen Winterverluste in südlichen Ländern
                                im europäischen Vergleich am geringsten.
                                Marie-Pierre Chauzat von Anses hat die Winterverluste in Europa bei einer Veranstaltung zur Bienengesundheit vor der Europäischen Kommission einmal grafisch dargestellt und dabei ein deutliches geografisches Muster festgestellt. Europa ist darin quasi dreigeteilt:

                                Südliche Länder mit milder Witterung haben durchschnittliche Winterverluste von unter 10%, zentral gelegene Länder (wie z. B. Deutschland) liegen zwischen 10% und 20%, und nördliche Länder mit kalten Wintern haben Verluste von über 20%.

                                Die durchbrütenden Völker in südlichen Ländern kommen, wie man sieht, bei aller Varroaproblematik offensichtlich am besten weg.

                                gruss
                                bf
                                  Abyssus abyssum invocat
                                • bienenflug schrieb am 16.11.2015, 23:01
                                  Die durchbrütenden Völker in südlichen Ländern kommen, wie man sieht, bei aller Varroaproblematik offensichtlich am besten weg.

                                  Vorsicht aber: "Korrelation impliziert keine Kausalität". Verschiedene Parameter sind hier anders. [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren geändert.]
                                    Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Visitenkarte
                                  • Achtung!
                                    Ab Samstag soll es einen Temperatursturz geben mit teilweise Schneefall (regional, sogar am Niederrhein).
                                    Obwohl noch relativ warm, sind bei mir die Völker seit 2 Tagen muxmäuschenstill. Ob sie
                                    über feine Wettersensoren verfügen und den Wetterumbruch bereits spüren, lange vor uns?
                                      Abyssus abyssum invocat
                                    • Hallo Bienenflug,
                                      bei mir sind auch meine 2 Völker seit vorgestern muxmäuschenstill.
                                      Und ich habe mich auch schon gefragt, ob sie es spüren oder ob der starke Wind es ist.
                                      • Hallo Bombin,

                                        Gestern, 22.11.15 gab es bundesweit wie von den Wetterfröschen vorausgesagt einen
                                        kräftigen Wintereinbruch mit Schnee und/oder Nachtfrost. Das soll so ein paar Tage bleiben.

                                        Dies bedeutet, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit unsere Völker spätestens Mitte Dezember
                                        brutfrei sein dürften, also Zeit für jeden von uns, ab ca. 14.Dez seine Oxalsäurebehandlung
                                        anzuwenden, idealerweise wäre es vor dem 21.Dezember.

                                        Wünsche uns ein gutes Gelingen.

                                        gruss bf
                                          Abyssus abyssum invocat
                                        • Also so wie im letzten Jahr. Ich habe vorhin in meinem Bienentagebuch geschaut und im letzten Jahr hatte ich die OS Behandlung genau am 21.12.